Ausgabe 3/2005, Seite 8 f.


Praxis


Duschspaß in Glas

Einbau einer Heiler-Duschabtrennung Schritt für Schritt

Seit jeher baut der Glasduschen-Produzent Heiler auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Fachhandwerk. Das Familienunternehmen ist mittlerweile seit rund 20 Jahren am Markt und hat sich mit seinen maßgeschneiderten rahmenlosen Glasduschen bundesweit einen Namen gemacht. In diesem Beitrag wird gezeigt, dass die Montage einer solchen Dusche keine Hexerei ist.

Zum maßgenauen und fachgerechten Einbau der hochwertigen rahmenlosen Glas-Duschabtrennungen braucht es viel professionelles Know-how und eine hohe Konzentration bei der Arbeit. Selbst ein erfahrener Monteur benötigt für den Kompletteinbau einer "normalen" Dusche im Schnitt ca. 2,5 Stunden.

Zum Basiskönnen des Fachmonteurs gehört zunächst das sichere Hantieren mit den oft großformatigen Elementen: Die 8 mm starken Einscheibensicherheitsgläser bringen pro Quadratmeter nämlich stolze 20 kg auf die Waage. In uneingebautem Zustand sind sie dabei zudem höchst empfindlich. Trotz sorgfältiger Verpackung können beim Transport, zum Beispiel durch enge Treppenhäuser, Beschädigungen entstehen. Vor allem darf das ausgepackte Glasteil nicht an Fliesen oder Keramik angeschlagen oder aufgestellt werden.

Wie das genaue Aufmaß und die fachgerechte Montage von Heiler-Glasduschen ablaufen, soll hier einmal am Beispiel des Heiler-Duschtyps 260 - Festteil mit Schwingtür - Schritt für Schritt dargestellt werden.

 
A und O für die Planung und Fertigung der individuellen Glasdusche ist das exakte Aufmaß durch den Fachhandwerker vor Ort. Jeder Millimeter, der hier zu viel oder zu wenig gemessen wird, kann später zu Komplikationen bei der Montage führen.
Günstig ist ein nach innen geneigter Duschtassenrand, der dafür sorgt, dass das Wasser beim Duschen nur in die Dusche hinein abfließt und nicht etwa außen Pfützen bildet.
Hier wird geprüft, ob die Duschtasse waagerecht eingebaut wurde oder ob es ein Gefälle gibt, das beim späteren Glaszuschnitt berücksichtigt werden muss.
Nicht alle Wände sind im Lot. Daher legt der Fachmann eine lange Wasserwaage an.
Die einzelnen Teile der Ganzglas-Duschabtrennung wurden im Werk auf Grundlage des Aufmaßes zugeschnitten und die Scheiben mit notwendigen Bohrlöchern versehen. Nun kann der Monteur die Dusche vor Ort einbauen. Der erste Schritt: Vorsichtiges Auspacken der Gläser und Kontrolle aller Glaselemente und Zubehörteile. Gegebenenfalls wird die Einbauanleitung zu Rate gezogen.
Jetzt werden die Beschläge an den Glasscheiben festgeschraubt.
Nachdem der Duschtassenrand gereinigt wurde, werden dort zwei Fixpunkte auf Kreppband markiert. Mithilfe von Zollstock und Wasserwaage wird auf dem Duschtassenrand das Einrückmaß laut beiliegender Anleitung übertragen.
Wenn das Einrückmaß feststeht, werden Hart-PVC-Unterlegstücke von 2-6 mm Dicke auf dem Duschtassenrand platziert. Mithilfe eines Saugnapfes hebt der Monteur dann das mit dem Beschlag vormontierte Festteil vorsichtig auf den Rand, bringt es in Position und richtet es mit einer Wasserwaage exakt lotrecht aus. Jetzt können die Bohrlöcher an der Badezimmerwand angezeichnet werden. Nach Bohren der Löcher werden die Dübel eingeführt und die Festteile an der Wand festgeschraubt. Diese Vorgehensweise gilt für beide Seitenteile. Die Befestigungswinkel sind serienmäßig mit zwei Bohr-Langlöchern versehen, obwohl zur sicheren Befestigung pro Winkel nur eine Schraube notwendig ist. Das zweite Langloch bietet dem Monteur beim Anschrauben eine praktische Ausweichmöglichkeit für den Fall, dass er auf eine Fuge oder Fliesenkante stößt.
Nachdem die beiden wandseitigen Festteile montiert sind, platziert der Monteur 9-10 mm dicke Unterleghölzer auf den Duschtassenrand im Bereich der Tür. Dann setzt er die Duschtür ein, fixiert sie mit den Scharnieren und kontrolliert mit der Wasserwaage, ob die Höhen der beiden Oberkanten übereinstimmen. Innerhalb des Langlochmaßes an den Befestigungswinkeln kann die Ausrichtung der Glasscheiben nun noch einmal korrigiert werden. Sind alle Glasteile ausgerichtet, werden alle Schrauben fest angezogen.
Magnetleisten und Dichtprofile werden vor Ort exakt aufeinander abgestimmt und gegebenenfalls ausgeklinkt.
Im nächsten Arbeitsschritt werden die Fugen zwischen Festteil und Badezimmerwand sowie Festteil und Duschtassenrand mit Silikon abgedichtet. Dazu müssen zunächst die überstehenden Ränder der Hart-PVC-Unterlegstücke auf dem Duschtassenrand bündig mit der Glaskante abgeschnitten werden. Auf ihnen liegt jeweils die gesamte Last des Glaselements.
Das Ergebnis: Ein echter Hingucker!

www.heiler-glasduschen.de


B i l d e r :   Alois Heiler GmbH, Waghäusel


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