Ausgabe 8, Seite 14 f.


Test


Sanitärtechnik

1. Wann ist der Einbau eines Druckminderers in eine Trinkwasseranlage erforderlich?

a Wenn der anstehende Anschlussdruck zu gering ist

b Zur Erhöhung des bedarfsabhängigen Volumenstromes

c Zur Regelung eines hohen eingangsseitigen Vordruckes in einen geringeren ausgangsseitigen Druck

d Zur Vermeidung des Abblasens des Sicherheitsventils

2. Welcher Unterschied besteht zwischen Inspektion und Wartung?

a Eine Inspektion umfasst lediglich eine Sicht- und Funktionskontrolle

b Eine Wartung erfordert Instandhaltungsmaßnahmen

c Eine Inspektion darf von Betreibern der Anlage durchgeführt werden

d Eine Wartung darf nur von autorisierten Fachleuten durchgeführt werden

3. Weshalb sind Feinfilter regelmäßig zu warten?

a Um zu hohe Druckverluste zu vermeiden

b Zur Erhaltung der Trinkwasserqualität

c Dadurch wird die Garantie des Filters erhalten

d Ist zur Einhaltung der gültigen DIN notwendig

 

Heizungs- und Klimatechnik

1. Vor vielen Millionen Jahren rückten Urmeere vor und flossen zurück. Sie hinterließen immer wieder neue Sand-, Geröll- und Gesteinsschichten, die sich bis zu 7000 Metern Mächtigkeit auftürmten. Druck und Temperatur stiegen unter den hohen Belastungen gewaltig an: Aus Pflanzenresten wurde Torf, aus Torf Braunkohle und später je nach Druck, Temperatur und Dauer die Steinkohle.

Wie verlief im Laufe von Jahrmillionen der Vorgang der Kohlebildung (Inkohlung) der Steinkohle bzw. Braunkohle unter Luftabschluss und Einfluss von Druck, Temperatur und Zeit?

a Moor - Braunkohle - Steinkohle

b Torf - Holz - Braunkohle - Steinkohle

c Holz - Torf - Braunkohle - Steinkohle

d Pflanzenreste (und tierische Rückstände) - Torf - Braunkohle - Steinkohle

e Holz - Braunkohle - Steinkohle

2. Ordnen Sie die nachstehenden Brennstoffe den Angaben durchschnittlicher Brennwerte zu:

Brennwerte

Brennstoffe

4,2 kWh/kg

 

4,5 kWh/kg

 

5,0 kWh/kg

 

7,2 kWh/kg

 

8,3 kWh/kg

 

9,5 kWh/kg

 

 

Technische Mathematik

1. Ein Gasbrenner mit Luftvormischung wird nach der Düsendruckmethode eingestellt. Bei der Brennereinstellung haben die Wasserspiegel im U-Rohr-Manometer einen Höhenunterschied von 100 mm. Berechnen Sie den Fließdruck des Gases an der Messstelle in hPa (Hektopascal).

a 100 hPa

b 98 hPa

c 10 hPa

d 1 hPa

 

2. Ein Wohnhaus liegt am Ende einer Wasserversorgungsleitung. Ein vorgelagerter Gewerbebetrieb entnimmt Wasser aus der gleichen Versorgungsleitung. Deshalb schwankt Druck in der Hausanschlussleitung zwischen 4 bar bis max. 5,5 bar. Ist der Einbau eines Druckminderers hinter der Wasserzähleranlage (u.U. auch vor dem TWE) erforderlich, wenn der Speicher-Trinkwassererwärmer mit 6 bar abgesichert ist?

a nicht erforderlich

b wünschenswert

c notwendig

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Zu welchem Recht des Betriebsrates gehört die Kündigung eines Betriebsangehörigen?

a Beratungsrecht

b Anhörungsrecht

c Zustimmungsrecht

d Mitbestimmungsrecht

2. Wann ist ein Arbeitsvertrag nicht anfechtbar?

a Wenn er gegen die guten Sitten verstößt

b Wenn er gegen Treu und Glauben verstößt

c Wenn er durch eine Täuschung zustande kam

d Wenn er in der Kneipe abgeschlossen wurde

3. Wodurch wird ein Arbeitsverhältnis nicht aufgelöst?

a Durch Kündigung

b Durch Tod des Arbeitgebers

c Durch einen Aufhebungsvertrag

d Durch fristlose Kündigung

4. Was ist ein einseitiges Rechtsgeschäft?

a Ein Arbeitsvertrag

b Ein Mietvertrag

c Ein Testament

d Ein Darlehensvertrag

5. Das Bürgerliche Gesetzbuch besteht aus fünf Büchern (Teilen). Welcher Rechtsbereich gehört nicht dazu?

a Schuldrecht

b Arbeitsrecht

c Familienrecht

d Sachrecht


Lösungen

Sanitärtechnik

 1 c, (d)

Immer wenn der eingangsseitige Druck einer Anlage zu hoch und schwankend ist, sollte zum Schutz der Trinkwasseranlage eine Druckregeleinrichtung vorgesehen werden. Diese reduziert den hohen schwankenden Vordruck in einen geringeren jedoch gleich bleibenden ausgangsseitigen Druck. Sicherheitsventile sind so zu wählen, dass sie dem vorgesehenen Anlagendruck entsprechen.

 2 a, b, c, d

Während eine Inspektion lediglich eine allgemeine Kontrolle wie der Dichtheit oder Funktion darstellt, wird bei einer Wartung der Funktionserhalt durch entsprechende Maßnahmen wie Reinigung, Erneuerung von Verschleißteilen oder nur durch Einfetten von beweglichen Teilen sichergestellt.

 3 a, b, c, d

Verschmutzte Filter reduzieren den Anlagendruck erheblich und sind Brutstätten von Mikroorganismen, die gesundheitsschädlich sein können. Um einen Garantieverlust des Herstellers zu vermeiden, sind diese nach dessen Vorgaben und entsprechend den Normvorgaben regelmäßig zu warten.

 

Heizungs- und Klimatechnik

 1 d

Hinweis: Weil die Inkohlung unter ungleichen geologischen Bedingungen verlief, werden für den eigentlichen Prozess der Steinkohlebildung in der Fachliteratur Zeiten zwischen 3 bis 65 Millionen Jahren angegeben.

 2

Brennwerte

Brennstoffe

4,2 kWh/kg

Torf

4,5 kWh/kg

Holz (trocken)

5,0 kWh/kg

Holzpellets

7,2 kWh/kg

Braunkohle

8,3 kWh/kg

Koks

9,5 kWh/kg

Magerkohle

Hinweise: Die angegebenen Brennwerte sind nur als Anhaltswerte zu verstehen: z.B. Holz wird schon mit 20% Feuchtigkeit "trocken" genannt; mit 5% Feuchtigkeit auch.

Der Gehalt an Schwefel, Asche und Gesteinen ist unterschiedlich groß.

 

Technische Mathematik

  1 c

Gegeben:
h = 100 mm
g =10 m/s2
r = 1000 kg/m3

Gesucht:
p in hPa

p = h r g
p = 0,1 m 1000 kg/m3 10 m/s2

= 1000 Pa = 10 hPa

Erfolgskontrolle:
10 m Wassersäule = 1 bar = 1000 mbar
100 mm Wassersäule = 10 mbar = 10 hPa

Weil 1 hPa und 1 mbar praktisch gleich sind und deshalb die gleiche Maßzahl haben, können alle entsprechenden Angaben für Gasdrücke in älteren Handbüchern und Betriebsanleitungen ohne Umrechnung weiter verwendet werden.

  2 c

Gegeben:

Druckbereich am WZ: pWasser = 4 bar bis 5,5 bar

Maximaler Druck am WZ: pWasser, max = 5,5 bar

Nenndruck des SV: pSV, Nenn = 6 bar

Gesucht:

Schließdruck am SV: pSV, Schließdruck

Toleranzen für federbelastete Sicherheitsventile:

Öffnungsdruck SV

Nenndruck SV

Schließdruck SV

Nenndruck (+)
0 bis 10%

 

Nenndruck (-)
0 bis 20%

pSV, Öffnungsdruck = 6,6 bar

pSV, Nenn = 6 bar

pSV, Schließdruck = 4,8 bar

pWasser, max = 5,5 bar > pSV, Schließdruck = 4,8 bar

Der Einbau eines Druckminderers ist erforderlich.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 d; 2 d; 3 b; 4 c; 5 b


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