Ausgabe 7/2003, Seite 14 f.


Test


Für Gas- und Wasserinstallateure

1. Weshalb sind Abwasseranlagen zu be- und entlüften?

a Zur Vermeidung der Bildung gefährlicher Gase

b Um die Druckverhältnisse in Abwasseranlagen möglichst konstant zu halten

c Damit der Unterdruck in der Abwasseranlage aufrecht erhalten werden kann

d Verstopfungen werden dadurch vermieden

2. Welche Menge Trinkwasser wird pro Person in Deutschland durchschnittlich täglich verbraucht?

a 1 - 10 l

b 10 - 50 l

c 50 - 100 l

d 100 - 150 l

3. Weshalb dürfen Regenwassernutzungsanlagen keine direkte Verbindung zu Trinkwasseranlagen besitzen?

a Damit wird vermieden, dass Trinkwasser statt Regenwasser verwendet wird

b Eine Verseuchung der Trinkwasseranlage wird so ausgeschlossen

c Um die genaue Verbrauchsmessung des Trinkwassers zu gewährleisten

d Zur Vermeidung von Korrosion des Rohrwerkstoffes durch Mischwasser

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

1. Die Brennstoffe können nach verschiedenen Prinzipien eingeteilt werden. Eine Einteilung entspricht dem physikalischen Zustand eines Brennstoffs: fest, flüssig oder gasförmig.

Eine andere Einteilung unterscheidet zwischen natürlichen und aufbereiteten Brennstoffen. "Natürlich" wird ein Brennstoff benannt, wie er in der Natur gefördert wird. "Aufbereitet" (oder "veredelt") wird ein Brennstoff nach einer zweckbestimmten mechanischen, thermischen oder chemischen Behandlung bezeichnet.

Fügen sie die nachstehend genannten Brennstoffe in die Tabelle ein:

feste Brennstoffe

natürlich

aufbereitet

  
  
  

 

flüssige Brennstoffe

natürlich

aufbereitet

  

 

Brenngase

natürlich

aufbereitet

  

2. Vor 350 Millionen Jahren driftete das heutige Europa auf seinem Weg nach Norden noch durch das Äquatorialgebiet. Es herrschte ein tropisches Klima. Bei feuchtwarmem Wetter wuchs ein Dschungel aus Bäumen, Farnen und Sträuchern mit riesigen Ausmaßen. Es war eine Zeit ausgeprägter Gebirgsbildung und gewaltiger Bewegung in der Erdrinde. Wetterkatastrophen und Klimaänderungen verwandelten die Wälder in Moore. Der Prozess der Inkohlung konnte beginnen. Wie wird diese erdgeschichtliche Zeit genannt?

a Steinzeit

b Karbonzeit (Steinkohlenzeit)

c Braunkohlenzeit

d Urzeit

e Dschungelzeit

 

Technische Mathematik

1. Wie viel Kilogramm Heizwasser werden in 10 min um 20 K im Kessel erwärmt, wenn bei 90% Wirkungsgrad minütlich 42,3 Liter Erdgas H mit einem Betriebsheizwert von 10 kWh/m3 dem Gas-Gebläsebrenner zugeführt werden?

a 130 kg (gerundet)

b 140 kg (gerundet)

c 150 kg (gerundet)

d 160 kg (gerundet)

 

2. Einem Gas-Gebläsebrenner werden 42,3 l/min Erdgas H zugeführt. Wie viel Liter Verbrennungsluft ist je Betriebsstunde für den Brenner erforderlich, wenn er mit einem Luftüberschuss von 15% befeuert wird? Ein Liter Erdgas H benötigt 9,91 Liter Verbrennungsluft bei Verbrennung unter Laborbedingungen. (Die Angaben beider Gase beziehen sich auf den Normzustand.)

a 27 m3/h

b 29 m3/h

c 31 m3/h

d 33 m3/h

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Für welchen Lebensabschnitt gilt in der Bundesrepublik Deutschland die Bezeichnung "Jugendlicher"?

a 7 - 16 Jahren

b 14 - 16 Jahren

c 14 - 21 Jahren

d 14 - 18 Jahren

2. Vor welchem Gericht werden Streitigkeiten in Kündigungsangelegenheiten verhandelt?

a Landgericht

b Arbeitsgericht

c Sozialgericht

d Amtsgericht


Lösungen

Für Gas- und Wasserinstallateure

 1 b

In Abwasseranlagen kommt es entsprechend der Abflusssituation im Betrieb zu Unterdruck- oder Überdruckbildung. Zur Vermeidung von Störungen wie Stau oder Saugwirkungen in Abwassereinrichtungsgegenständen sind die Leitungssysteme zu be- und entlüften.

 2 d

In Deutschland werden pro Einwohner im Schnitt ca. 120-140 Liter Trinkwasser verbraucht. Der geringste Anteil (ca. 3-5 Liter) wird tatsächlich in Form von Getränken oder Lebensmitteln zur Aufrechterhaltung der Körperflüssigkeit "getrunken". Für die Körperhygiene werden ca. 40 l und die WC-Benutzung ca. 50 l täglich verwendet. Der Rest zur Pflege der Wäsche, Reinigung und Gartenberegnung.

 3 b

Da in gesammeltem Regenwasser Bakterien verschiedenster Art vorhanden sind, dürfen Regenwasseranlagen in keinem Falle eine direkte Verbindung zu Trinkwasseranlagen erhalten. Das Nachfüllen bei Regenmangel erfolgt über Nachfülleinrichtungen, einem "offenen" Zulauf, mittels Schwimmerventil oder Füllstandssensoren.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

 1 d

feste Brennstoffe

natürlich

aufbereitet

Steinkohle

Koks

Braunkohle

Braunkohlen-Briketts

Holz

Holzpellets

 

flüssige Brennstoffe

natürlich

aufbereitet

Erdöl

Heizöl

 

Brenngase

natürlich

aufbereitet

Erdgas

Spaltgas

 2 b

 

Technische Mathematik

  1 d

Gegeben:
t = 10 min
DJ = 20 K
h = 90% = 0,9

Hu,B = 10 kWh/m3
c = 1,2 Wh/(kg K)

Gesucht:
m in kg

Erfolgskontrolle über Energiebilanz:
Wasserwärmeleistung = Gaswärmebelastung mal Wirkungsgrad

22.800 W = 23 kW (gerundet)

  2 b

Gegeben:

VLuft, min = 9,91 l/l
n = 15%
l = 1,15

Gesucht:

Erfolgskontrolle:

2,54 m3/h 11 = 28 m3/h (gerundet)

Hinweis: Diese Luftmenge von ca. 30 m3/h wird bei einer Brennerleistung von 22 kW stündlich dem Aufstellungsraum entnommen, soweit zur Anlage keine raumluftunabhängige Verbrennungsluftzuführung gehört.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 d; 2 b


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