Ausgabe 4/2003, Seite 14 f.


Test


Für Gas- und Wasserinstallateure

1. Wie können schädliche Stoffe aus Schmutzwasser beseitigt werden?

a Fettabscheider

b Leichtflüssigkeitsabscheider

c Geruchverschlüsse

d Sand- und Schlammfänge

2. Wozu dienen Neutralisationsanlagen in Abwasseranlagen?

a Gifte werden mittels Säuren bzw. Laugen neutralisiert

b Liegt der pH-Wert des eingeleiteten Abwassers unter 6,5dH bzw. über 8,5dH, muss der pH-Wert neutralisiert werden

c Zur Dekontaminierung radioaktiver Stoffe

d Der pH-Wert des eingeleiteten Abwassers muss stets bei 0 sein.

3. Wie wird die Straßenoberkante vor einem Gebäude im Zusammenhang mit der Abwasseranlage bezeichnet?

a Rückstauschleife

b Rückstauverschluss

c Rückstauebene

d Rückstauanlage

4. Welche Ablaufstellen sind gegen Rückstau zu sichern?

a Ablaufstellen eines mehrstöckigen Gebäudes

b Ablaufstellen, die unterhalb der Rückstauebene liegen

c Ablaufstellen, die oberhalb der Rückstauebene liegen

d Ablaufstellen, die sich in einem Keller über der Rückstauebene befinden.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

1. Flüssiggase sind Propan, Butan und deren Gemische. Flüssiggas ist unter normalen Wetterbedingungen gasförmig, verflüssigt sich jedoch schon bei Raumtemperatur unter verhältnismäßig geringem Druck, daher der Name Flüssiggas.

Warum wird in Deutschland als Brenngas nur das Flüssiggas Propan verwendet, in südlichen Ländern dagegen Propan/Butan-Gemische oder Butan?

a Propan/Butan-Gemische und Butan sind erheblich preiswerter

b Butan wird in Deutschland höher besteuert

c Das Gasvolumen von einem Kilogramm Butan ist deutlich größer als das Volumen von einem Kilogramm Propan.

d Bei winterlichen Temperaturen bleibt Butan flüssig im Druckbehälter und vergast nicht in ausreichenden Mengen.

e Butan hat einen höheren Heizwert als Propan.

2. Flüssiggas (Propan) zählt als Brennstoff zu den Sekundärenergien. Es wird in der Raffinerie aus Rohöl gewonnen, in Druckbehältern gelagert und transportiert. Weil Flüssiggas im flüssigen Zustand nur einen Bruchteil seines Gasvolumens einnimmt, lassen sich große Energiemengen lagern und transportieren.
Wie viel Liter Gas können aus einem Liter Flüssiggas im flüssigen Zustand verdampfen?

a ca. 100 l

b ca. 150 l

c ca. 180 l

d ca. 200 l

e ca. 260 l

3. Von welchen Bedingungen ist der Behälterdruck eines Flüssiggasbehälters abhängig?

a Vom Fülldruck des Behälters

b Vom Füllungsgrad des Behälters

c Von der Zusammensetzung des Flüssiggases und dessen Temperatur

d Von den Wärmewerten des Flüssiggases

e Von der Behältergröße

 

Technische Mathematik

1. Ein rechteckiger gefalzter Blechkanal hat einen Strömungsquerschnitt von 0,1764 m2. Die Breite (b) und Höhe (h) des Kanalquerschnitts verhalten sich wie 1,12 zu 0,63. Berechnen Sie b und h in mm.

a h = 180 mm ; b = 315 mm

b h = 315 mm ; b = 560 mm

c h = 425 mm ; b = 750 mm

d h = 560 mm ; b = 1000 mm

2. In einem Einfamilienhaus werden aus einem 300-l-Vorratsspeicher täglich 130 l Warmwasser mit 45C entnommen. 70 Prozent der erforderlichen Energie wird durch Sonnenenergie aus 5 m2 Flachkollektoren gewonnen, die anderen 30% der Heizenergie werden mit einem Gas-Umlaufwasserheizer mit einem Wirkungsgrad von 90% erzeugt.

jährliche Wärmeenergie

Einsparung Erdgas H

Einsparung CO2

a

1125 kWh

123 m3

256 kg

b

1243 kWh

132 m3

264 kg

c

1315 kWh

146 m3

292 kg

d

1563 kWh

161 m3

322 kg

(1) Wie viel Wärmeenergie (in kWh) liefert die Kollektoranlage jährlich, wenn die Temperatur des kalten Trinkwassers mit 12C angenommen wird?

(2) Wie viel m3 Erdgas H wird durch die Kollektoranlage eingespart, wenn 100 l Erdgas H zur Erzeugung von 1 kWh benötigt werden?

(3) Wie viel Kilogramm des klimaschädlichen Kohlendioxids werden jährlich durch den Betrieb der Solaranlage vermieden, wenn bei der Verbrennung von 1 m3 Erdgas H 2 kg CO2 erzeugt werden?

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Was ist kein Grund für eine betriebsbedingte Kündigung?

a Schlechte Auftragslage

b Rationalisierungsmaßnahmen

c Schlechte Arbeitsleistung

d Zahlungsschwierigkeiten des Betriebes

2. Wer wird durch das Kündigungsschutzgesetz abgesichert?

a Arbeitnehmer, die weniger als 6 Monate im Betrieb sind

b Erkrankte Arbeitnehmer

c Arbeitnehmer im Probearbeitsverhältnis

d Arbeitnehmer mit einem Teilzeitarbeitsverhältnis


Lösungen

Für Gas- und Wasserinstallateure

 1 a, b, d

Außerdem: Stärkeabscheider, Neutralisationsanlagen, Absetzeinrichtungen, Spaltanlagen, Entgiftungsanlagen. Die Abscheider sind regelmäßig zu warten und zu entleeren.

 2 b

Der pH-Wert sollte um 7dH sein. Liegt dieser darunter, kommt es zur Auflösung von Werkstoffen wie Beton. Liegt der pH-Wert zu hoch, nehmen schmierige Ablagerungen zu. In beiden Fällen kann es zum "Umkippen" der biologischen Klärstufe kommen.

 3 c

Wenn nichts anderes festgelegt ist, gilt die Straßenoberkante an der Anschlussstelle als maßgebliche Rückstauebene.

 4 b

Alle Ablaufstellen, die sich unterhalb der Rückstauebene befinden, sind gegen Rückstau zu sichern. Welche Maßnahmen zu treffen sind, hängt von der Art des Ablaufes und dessen Benutzung ab. Bei Hangbebauungen können Keller auch über der Rückstauebene liegen, wodurch eine Sicherungsmaßnahme nicht erforderlich ist.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

 1 d

Unter Normbedingungen ist das Gasvolumen von 1 kg Butan 373 l, das Volumen von 1 kg Propan 508 l. Butan hat einen Heizwert von 12,69 kWh/kg, Propan von 12,87 kWh/kg.

 2 e

 3 c

Bei wechselnden Umgebungstemperaturen kann Flüssiggas nur in Druckbehältern flüssig gelagert werden, weil sich abhängig von den jeweiligen Umgebungstemperaturen ein bestimmter Dampfdruck einstellt.

 

Technische Mathematik

  1 b

Gegeben:
A = 1764 cm2
0,63 b = 1,12 h

Gesucht:
b in mm
h in mm

Der Strömungsquerschnitt eines Luftkanals ist die von der Luft durchströmte Fläche, wenn man sich einen Schnitt durch den Luftkanal rechtwinklig zu seiner Längsachse vorstellt.

0,63 b = 1,12 h

A = b h

1764 cm2 = b 0,5625 b

h = b 0,5625 = 560 mm 0,5625 = 315 mm

Erfolgskontrolle:
A = b h = 0,56 m 0,315 m = 0,1764 m2

Hinweis: Die in den Auswahlantworten verwendeten Abmessungen der Kantenlängen für gefalzte und geschweißte Blechkanäle sind als Beispiele für Nennmaße der DIN 24190 entnommen. (Vorzugsmaße sind fett markiert.)

  2 d

Gegeben:
Masse: m = 130 kg/d
Spez. Wärmekapazität von Wasser: c = 1,2 Wh/(kg K)
Temperaturunterschied:
DJ = 33 K
Zahl der Tage: n = 365 d
Solarer Deckungsgrad:
j = 0,7
Wirkungsgrad Gasumlaufwasserheizer:
h = 0,9
Heizwert Hu,B = 10 kWh/m3
CO2-Emission: P = 2 kg CO2/m3 Erdgas

Gesucht:
(1) Wärmeabgabe Q in kWh
(2) Erdgasvolumen V in m3
(3) CO2-Einsparung M in kg

(1)

(2)
Q = V Hu,B h =>

(3)
M = V P = 146 m3 2 kg/m3 = 292 kg

Erfolgskontrolle: Von der jährlichen Sonneneinstrahlung von 1000 kWh/(m2 a) können mit einer Flachkollektoranlage ca. 250 bis 300 kWh/(m2 a) für Wassererwärmung nutzbar gemacht werden. Das ergibt für eine Anlage mit zwei Flachkollektoren = 5 m2 eine jährliche Wärmeabgabe von 1250 bis 1500 kWh.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 c; 2 b


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