Ausgabe 3/2003, Seite 14 f.


Test


Für Gas- und Wasserinstallateure

1. Für welche Einsatzbereiche kann Regenwasser genutzt werden?

a WC-Spülung

b Baden und Duschen

c Gartenbewässerung

d Waschmaschine

2. Was versteht man unter regenerativen Energiequellen?

a Brennstoffe, die durch Förderung dem Boden entnommen werden

b Energiegewinnung durch natürliche Ressourcen

c Verbrennungsprodukte, die durch Recycling weiter verwendet werden können

d Wärmerückgewinnung aus abgastechnischen Anlagen

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

1. Welcher Wärmewert bezieht sich auf die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung von 1 m3 eines Brenngases im Normzustand frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmeenergie zu berücksichtigen? Dieser Wärmewert wird bei Erdgas in Kilowattstunde je Kubikmeter (kWh/m3) angegeben.

a Brennwert (Ho, nach EU-Norm Hs)

b Betriebsbrennwert (Ho,B, nach EU-Norm Hs,B)

c Heizwert (Hu, nach EU-Norm Hi)

d Betriebsheizwert (Hu,B, nach EU-Norm Hi,B)

2. Welcher Wärmewert gibt die Wärmemenge an, die bei der vollständigen Verbrennung von 1 m3 eines Brenngases frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmeenergie zu berücksichtigen?

Dieser Wärmewert ist auf die vom Normzustand abweichenden Drücke und Temperaturen bezogen und für die Einstellung von Gasbrennern entscheidend, weil er am Aufstellungsort vorliegt. Er wird bei Erdgas in Kilowattstunde je Kubikmeter (kWh/m3) angegeben.

a Brennwert (Ho, nach EU-Norm Hs)

b Betriebsbrennwert (Ho,B, nach EU-Norm Hs,B)

c Heizwert (Hu, nach EU-Norm Hi)

d Betriebsheizwert (Hu,B, nach EU-Norm Hi,B)

3. Welche der unten angegebenen Wärmewerte sind zutreffend für Erdgas H (nach EU-Norm Erdgas E)?

Alle Wärmewerte werden bei Erdgas in Kilowattstunde je Kubikmeter (kWh/m3) angegeben:

Auswahl-
antwort

Ho = Hs in
kWh/m3

Ho,B = Hs,B in
kWh/m3

Hu = Hi in
kWh/m3

Hu,B = Hi,B in
kWh/m3

a

11,5

10,1

11,2

10,4

b

11,2

10,4

10,1

11,5

c

11,5

11,2

10,4

10,1

d

10,1

11,5

11,2

10,4

 

Technische Mathematik

1. Einem Gas-Gebläsebrenner werden 42,3 l/min Erdgas H zugeführt. Wie viel Liter Verbrennungsluft ist je Betriebsstunde für den Brenner erforderlich, wenn er mit einem Luftüberschuss von 15% befeuert wird?

Ein Liter Erdgas H benötigt 9,91 Liter Verbrennungsluft bei Verbrennung unter Laborbedingungen. (Die Angaben beider Gase beziehen sich auf den Normzustand.)

a 27 m3/h

b 29 m3/h

c 31 m3/h

d 33 m3/h

2. Welche Höhe zwischen Kesselmitte und oberstem Heizkörperventil kann bei einer Pumpen-Wasserheizungsanlage nicht überschritten werden, wenn der Kessel durch ein Sicherheitsventil gegen 2,5 bar Überdruck abgesichert ist? Am obersten Heizkörperventil ist ein Ruhedruck von 0,5 bar erforderlich.

a 30 m

b 25 m

c 20 m

d 15 m

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Welche Rechtsstufe erlangt der deutsche Bürger mit vollendetem 16. Lebensjahr?

a Die volle Geschäftsfähigkeit

b Die Testierfähigkeit

c Die bedingte Strafmündigkeit

d Die Rechtsfähigkeit

2. Wo hat der Ausbildungsberater seinen Sitz?

a In der Berufsschule

b Beim Arbeitsamt

c Bei der Handwerkskammer

d Beim Schulamt der Gemeinde

3. Wer kann einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Gesellenprüfung stellen?

a Der Lehrling

b Der Ausbilder

c Die Handwerkskammer

d Die Berufsschule

4. Welche Angabe im Ausbildungszeugnis ist nur auf Verlangen aufzunehmen (qualifiziertes Zeugnis)?

a Die Berufsbezeichnung

b Name und Geburtstag des Lehrlings

c Leistung und Führung

d Die Ausbildungszeit

5. Was zählt beim Arbeitnehmer nicht zum "schuldhaften Verhalten" als Kündigungsgrund?

a Bummelei/Unpünktlichkeit

b Arbeitsverweigerung

c Tätliche Angriffe auf Kollegen

d Arbeitsunfähigkeit/schwere Erkrankung


Lösungen

Für Gas- und Wasserinstallateure

 1 a, c, d

Für untergeordnete Nutzungen kann Regenwasser unbedenklich verwendet werden. Aus hygienischen Gründen sowie zur Vermeidung von Verfärbungen ist der Einsatz von Regenwasser bei Waschmaschinen von der verwendeten Auffangfläche abhängig. Für die Körperpflege und den Ernährungsbereich ist Regenwasser nicht geeignet, da hierfür eine überwachte Trinkwasserqualität unverzichtbar ist.

 2 b

Als regenerative Energiequellen bezeichnet man natürliche Ressourcen wie Wasser, Wind, Sonne und nachwachsende Energieträger wie Holz.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

 1 c

 2 d

 3 c

Die angegebenen Wärmewerte sind Anhaltswerte, sie können regional abweichen.

 

Technische Mathematik

  1 c

Gegeben:


n = 15 %
l = 1,15

Gesucht:

Erfolgskontrolle:

2,54 m3/h 11 sind rund 28 m3/h

Kommentar:
Diese Luftmenge von ca. 30 m3 wird bei einer Brennerleistung von 22 kW stündlich dem Aufstellungsraum entnommen, soweit zur Anlage keine raumluftunabhängige Verbrennungsluftzuführung gehört.

  2 d

Gegeben:
Öffnungsdruck des SV: ps = 2,5 bar
Schließdruck des SV: 80% Öffnungsdruck
Ruhedruck am obersten Heizkörper: pH = 0,5 bar
Dichte des Heizwassers:
r = 1000 kg/m3
Erdbeschleunigung: g = 10 m/s2

Gesucht:
h in m

Dp = 0,8 2,5 bar - 0,5 bar = 2,0 bar - 0,5 bar = 1,5 bar
Dp = 1,5 bar 100.000 Pa/bar = 150.000 Pa = 150.000 N/m2
Dp = h r g

Erfolgskontrolle:
1 bar entspricht ca. 10 Meter Wassersäule: 1 bar ist rund 10 mWS

Gegeben:
Öffnungsdruck des SV: ps = 25 mWS
Schließdruck des SV: 80% des Öffnungsdrucks
Ruhedruck am obersten Heizkörper: pH = 5 mWS

Gesucht: h in m
h = 0,8 ps - pH = 0,8 25 mWS - 5 mWS = 20 mWS - 5 mWS = 15 mWS

15 mWS entsprechen einem Höhenunterschied h = 15 m zwischen Kesselmitte und oberstem Heizkörper.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 b; 2 c; 3 a; 4 c; 5 d


© Alle Rechte beim Verlag


Zurück