Ausgabe 8/2002, Seite 14 f.


Test


Für Gas- und Wasserinstallateure

1. Wann kann es in Trinkwasseranlagen zu Rücksaugungserscheinungen kommen?

a Wenn in der Trinkwasserleitung ein zu hoher Druck vorhanden ist

b Wenn an einer tiefer gelegenen Auslaufstelle eine Schlauchverbindung zu Schmutzwasser (Brauseschlauch liegt im Badewasser) besteht

c Wenn der Druck in der Trinkwasseranlage unerwartet abfällt

d Wenn an einer höher gelegenen Auslaufstelle eine Schlauchverbindung zu Schmutzwasser besteht

2. Welche Verbindungsarten werden bei Abwasserleitungssystemen üblicherweise angewandt?

a Schraubverbindungen

b Lötverbindungen

c Schweißverbindungen

d Steckverbindungen

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

1. Ein Membran-Sicherheitsventil (SV) ist eine Armatur, die durch selbsttätiges Öffnen die Überschreitung eines bestimmten Betriebsdruckes verhindert und nach einer Druckabsenkung selbsttätig schließt. Federbelastete Sicherheitsventile dürfen eine zulässige Toleranz von +10% sowie -20% haben. Welche Zuverlässigkeitsgrenzen ergeben sich aus diesen Toleranzangaben für ein Sicherheitsventil mit einem eingestellten Ansprechdruck von 2,5 bar?

Das Ventil muss voll geöffnet sein bei:

Das Ventil muss dicht geschlossen sein bei:

a 2,25 bar

3,00 bar

b 2,50 bar

2,50 bar

c 2,75 bar

2,0 bar

d 3,00 bar

1,50 bar

2. Am höchsten Punkt eines Wärmeerzeugers oder in seiner unmittelbaren Nähe an der Vorlaufleitung ist ein Sicherheitsventil DN 15 installiert. Bis zu welcher Wärmeleistung ("Abblaseleistung") darf dieses SV gegen Überschreiten des zulässigen Betriebsdruckes absichern?

a 20 kW

b 30 kW

c 40 kW

d 50 kW

3. Ein Sicherheitsventil mit der Nennweite DN 15 hat eine Ausblaseleitung ohne Entspannungstopf, bis 2 m Länge und bis zu zwei Bögen. Welche Mindestnennweite ist nach DIN 4751 T 2 für diese Ausblaseleitung erforderlich?

a DN 10

b DN 15

c DN 20

d DN 25

 

Technische Mathematik

1. Vergleichen Sie die Berechnungsergebnisse von zwei Schiebern:

Teilaufgabe 1 a
Ein geschlossener Muffenschieber DN 20 aus Rotguss hat einen kreisrunden Strömungsquerschnitt mit 15 mm Durchmesser und wird einseitig mit einem Überdruck von 2,5 bar belastet. Berechnen Sie die zusätzliche Anpresskraft F, mit der die Schieberplatte gegen einen Dichtring gedrückt wird und die zusätzliche Flächenpressung p auf den Dichtring mit 19 mm Außendurchmesser und 15 mm Innendurchmesser.

a 54 N und 51 N/cm2

b 44 N und 41 N/cm2

c 40 N und 39 N/cm2

d 38 N und 35 N/cm2

Teilaufgabe 1 b
Ein geschlossener Muffenschieber DN 50 aus Rotguss hat einen kreisrunden Strömungsquerschnitt mit 45 mm Durchmesser und wird einseitig mit einem Überdruck von 2,5 bar belastet. Berechnen Sie die zusätzliche Anpresskraft F, mit der die Schieberplatte gegen einen Dichtring gedrückt wird und die zusätzliche Flächenpressung p auf den Dichtring mit 49 mm Außendurchmesser und 45 mm Innendurchmesser.

a 487 N und 154 N/cm2

b 450 N und 144 N/cm2

c 400 N und 140 N/cm2

d 397 N und 134 N/cm2

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Wer überwacht offiziell die Durchführung des Jugendarbeitsschutzgesetzes?

a Gewerkschaften

b Innungen

c Lehrlingswart der Innung

d Gewerbeaufsichtsamt

e Arbeitgeberverband

2. Wo findet man die gesetzlichen Bestimmungen über den Urlaub von Jugendlichen?

a im Jugendschutzgesetz

b im Berufsbildungsgesetz

c im Jugendgerichtsgesetz

d im Jugendwohlfahrtsgesetz

e im Jugendarbeitsschutzgesetz

3. Welche Untersuchung ist für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz vor Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses vorgeschrieben?

a Eignungstest

b polizeiliche Führung

c ärztliche Untersuchung

d Berufsreifetest

e Farbsehtest

4. Wozu zählt die Verpflichtung des Auszubildenden vorrangig, an überbetrieblicher Ausbildung teilzunehmen?

a Lernpflicht

b Arbeitspflicht

c Treuepflicht

d Sorgfaltspflicht

e Benachrichtigungspflicht


Lösungen

Für Gas- und Wasserinstallateure

 1 c, d

Kommt es in Trinkwasserzuleitungen zu einem Druckabfall, besteht die Gefahr, dass an tiefer gelegenen Auslaufstellen Schmutzwasser austritt. Dies tritt ein, wenn an einer höher gelegenen offenen Zapfstelle eine Schlauchverbindung zu Schmutzwasser vorhanden ist und keine gegen Rücksaugung sichernden Maßnahmen wie Rückflussverhinderer, Rohrunterbrecher oder Rohrbelüfter eingebaut sind. Es kommt zu Rücksaugung. Schmutzwasser wird in die Trinkwasseranlage gesaugt und verseucht diese.

 2 a, c, d

Abwassersysteme werden mit Hilfe von Muffenverbindungen zusammengesteckt, mit Hilfe von Schweißspiegeln oder Schweißmuffen verschweißt. Anschlüsse an Geräte und Anlagenteile können mit Hilfe von Schraubverbindungen hergestellt werden. Größere Anlagen (Abwasserhebeanlagen, Schmutzwasserschieber) werden auch mittels Flanschverbindungen angeschlossen.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

 1 c

 2 d

 3 c

Für die Ausblaseleitung (ohne Entspannungstopf, bis 4 m Länge und bis zu drei Bögen) ist die Mindestnennweite DN 25 erforderlich; Längen über 4 m sind unzulässig.

 

Technische Mathematik

 Teilaufgabe 1a: b

Gegeben:
di = 15 mm
da = 19 mm
pa = 2,5 bar
s = 2 mm

Gesucht:
F in N
p in N/cm

F = A pa = d2 0,785 pa = (1,5 cm)2 0,785 25 N/cm2 = 44 N (gerundet)

Erfolgskontrolle:
F = 1,75 cm2 25 N/cm = 44

 1b: d

Gegeben:
di = 45 mm
da = 49 mm
pa = 2,5 bar
s = 2 mm

Gesucht:
F in N
p in N/cm2

F = A pa = d2 0,785 pa = (4,5 cm)2 0,785 25 N/cm2 = 397 N (gerundet)

Erfolgskontrolle:
F = 15,9 cm2 25 N/cm = 397 N

Weil die Größe der Querschnittsfläche sich mit dem Quadrat des Durchmessers ändert, verändert sich - bei gleichem Druck - auch die Last auf die Schieberplatte mit dem Quadrat des Durchmessers:

F rund d2 pa. Der dreifache Durchmesser in Teilaufgabe b ergibt die neunfache Last. Die Flächenpressung auf den Dichtring verändert sich nur mit dem mittleren Durchmesser dm und der Dicke des Dichtrings.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 d; 2 a; 3 c; 4 a


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