Ausgabe 2/2002, Seite 14 f.


Test


Für Gas- und Wasserinstallateure

1. Welche Schallpegel sind den Lärmstufen richtig zugeordnet?

a 20 dB(A) = ganz ruhig

b 60 dB(A) = leise, Blätterrauschen

c 110 dB(A) = laut, belebte Straße

d 120 dB(A) = schmerzhaft, Flugzeugtriebwerk

2. Welche Geräuschquellen treten bei sanitären Anlagen auf?

a Armaturengeräusche

b Aufprallgeräusche

c Füllgeräusche

d Entleerungsgeräusche

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

1. Bei Heizungsumwälzpumpen können durch Dampfblasenbildung am Laufrad störende Betriebsgeräusche und nachfolgende Schäden auftreten, die der Ersteller der Heizungsanlage zu verantworten hat. Wenn Sie an einer Heizungsumwälzpumpe sogenannte Kavitationsgeräusche hören, was ist falsch gemacht worden?

a Der Zulaufdruck am Saugstutzen ist zu gering.

b Der Zulaufdruck am Saugstutzen ist zu groß.

c Die Leistung der Pumpe reicht nicht aus.

d Das Laufrad der Pumpe dreht sich zu langsam.

e Das Laufrad der Pumpe dreht sich zu schnell.

2. Um die Heizwärme vom Wärmeerzeuger über einen Wärmeträger zu den Heizflächen zu transportieren, ist stets ein Leitungssystem erforderlich.

Ergänzen Sie die Tabelle nach der Art der Leitung.

Heizung

Wärmeträger

Leitungen

Beispiel
Fußbodenheizung

Warmwasser

Rohrleitung

Wasserheizung

 

 

Dampfheizung

 

 

Luftheizung

 

 

elektrische Heizung

 

 

 

Technische Mathematik

1. Für einen Handwerksbetrieb soll eine Duschanlage mit vier Kopfbrausen installiert werden. Der Warmwasservorrat der Anlage soll so bemessen sein, dass nach Betriebsschluss maximal acht Mitarbeiter die Dusche benutzen können. Der Wasserdurchsatz je Dusche wird mit 8 l/min, die Duschzeit mit sechs Minuten je Benutzer angenommen. Die Temperatur des kalten Wassers ist 10°C, die des Duschwassers 35°C. Das Wasser im Speicher wird auf 60°C erwärmt. Bestimmen Sie die Größe des Warmwasser-Speichers. Zur Auswahl stehen indirekt beheizte Speicherwassererwärmer mit folgendem Nutzinhalt zur Auswahl:

a 150 l Nutzinhalt

b 200 l Nutzinhalt

c 250 l Nutzinhalt

d 300 l Nutzinhalt

2. Eine Heizungsumwälzpumpe mit 200 Watt Motorleistung läuft, durch eine Steuerung in der Laufzeit begrenzt, jährlich nur noch 3500 Betriebsstunden (anstatt 8760 Stunden jährlich im Durchlaufbetrieb).

a) Wie viele Kilowattstunden werden jährlich an elektrischer Energie eingespart?

b) Welche Betriebskosten werden jährlich gespart, wenn der Preis für die elektrische Arbeit mit 0,14 EUR/kWh angenommen wird?

a 100 kWh, 12,76 EUR

b 100 kWh, 38,29 EUR

c 528 kWh, 67,39 EUR

d 1052 kWh, 147,28 EUR

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Bei Krankheit eines gewerbl. Arbeitnehmers besteht ein Lohnfortzahlungsanspruch durch den Arbeitgeber von maximal:

a 2 Wochen

b 3 Wochen

c 4 Wochen

d 5 Wochen

e 6 Wochen

2. Welcher Wahlgrundsatz besteht in der Bundesrepublik Deutschland nicht?

a geheime Wahl

b allgemeine Wahl

c unmittelbare Wahl

d gleiche Wahl

e Pflichtwahl

3. Wie bezeichnet man eine schriftliche Bestätigung für eine Barzahlung?

a Beleg

b Rechnung

c Quittung

d Gutschrift

e Bonus

4. Wodurch ist der Charakter der Schwarzarbeit eines Arbeitnehmers gekennzeichnet?

a Bei Übungsarbeit in der Freizeit

b Bei Eigenbedarf

c Bei freiwilliger Hilfe in der Freizeit

d Bei Gefälligkeitsverrichtungen

e Bei Arbeit in der Freizeit gegen Entgelt

5. Wie heißt die Interessenvertretung der Arbeitnehmer?

a Genossenschaft

b Innung

c Kreishandwerkerschaft

d Gewerkschaft

e Arbeitsgericht

6. Bei welchem Vertrag genügt auch ein mündlicher Abschluss?

a Arbeitsvertrag

b Testament

c Bürgschaft

d Grundstückskauf

e Ehevertrag (Heirat)


Lösungen

Für Gas- und Wasserinstallateure

 1 d

Die Lärmstufen sind dem Schallpegel dB(A) wie folgt zugeordnet (Beispiele):

0-10 =

Hörgrenze

20 =

leise, Blätterrauschen

30 =

leise, Weckerticken

40-50 =

leise Radiomusik

60 =

laute Sprache

70 =

laut, Straßenbahn

80-90 =

belebte Straße

100 =

unerträglich, Kreissäge

110 =

Presslufthammer

120 =

schmerzhaft, Flugzeugtriebwerk

130 =

startendes Überschallflugzeug

Bereits ab 55 dB(A) kommt es zu Lern- und Konzentrationsstörungen, ab 85 dB(A) sind Gehörschädigungen zu befürchten.

 2 a, b, c, d

Fließgeräusche entstehen z.B. durch Richtungsänderungen und Querschnittsverengungen. Die entstehenden hohen Fließgeschwindigkeiten führen so zu Geräuscherscheinungen beim Öffnen verschiedener Armaturen. Außerdem führt schnelles Öffnen und Schließen zu Druckschlägen.

Aufprallgeräusche entstehen bei Wannenfüll- und Brausearmaturen sowie in senkrechten Abwasserleitungen. Das Abwasser stürzt bei Richtungsänderungen auf die Rohrwandung und bringt das Rohr zum Schwingen.

Füllgeräusche werden durch das Auftreffen von Wasser auf Gegenstände oder eine Wasserfläche verursacht.

Entleerungsgeräusche entstehen, wenn es in Abwasserleitungen zu Vollfüllungen mit Lufteinschlüssen kommt, welche zu Saug- und Gurgel-Geräuschen führen.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

 1 a

Der Mindestüberdruck am Saugstutzen der Pumpe ist aus den Herstellerunterlagen zu erfahren. Zu beachten ist, dass dieser Mindest-Zulaufdruck temperaturabhängig ist.

Der Begriff Kavitation, der von dem lateinischen Wort cavus - Höhle - abgeleitet ist, bezeichnet die Dampfblasenbildung in Flüssigkeiten. Dieser Vorgang kann in einer Flüssigkeit durch eine Druckabsenkung hervorgerufen werden. Die Kavitationsblasen fallen knallend in sich zusammen und erzeugen an Wandflächen örtlich sehr hohe Drücke, die Werkstoffe zerstören können. In Flüssigkeiten erzeugen sie starke Verwirbelungen.

 2 a, c

Heizung

Wärmeträger

Leitungen

Wasserheizung

Wasser

Rohrleitungen

Dampfheizung

Wasserdampf

Rohrleitungen

Luftheizung

Luft

Kanalleitungen

elektrische Heizung

elektrischer Strom

Kabel

 

Technische Mathematik

 1 b

Für jeden Benutzer der Duschanlage sind ca. 50 l Wasser anzunehmen.

(6 min mal 8 l/min ergibt 48 l, gerundet 50 Liter.) Für 8 Benutzer werden 8 50 Liter = 400 Liter Mischwasser von 35°C benötigt.

Gegeben:
mm = 400 kg
Jm = 35°C
Jk = 10°C
Jw = 60°C

Gesucht:
mk in kg
mw in kg


entsprechend 200 Liter Nutzinhalt

Erfolgskontrolle:
mk = mm - mw = 400 kg - 200 kg = 200 kg

 2 d

Gegeben:
T2 = 8760 h
T1 = 3500 h

b = 0,14 EUR/kWh

Gesucht:
QEinspar in kWh
KEinspar in EUR

Laufzeitreduzierung:
Dt = T2 - T1 = 8760 h - 3500 h = 5260 h

Energieeinsparung:

Kosteneinsparung:
KEinspar = QEinspar b = 1052 kWh 0,14 EUR/kWh = 147,28 EUR

Obwohl in Zentralheizungsanlagen verhältnismäßig wenig elektrische Leistung installiert ist, sind Umwälzpumpen wegen der langen Betriebszeit bis 8760 h/a nicht selten "heimliche Stromfresser". Sie erreichen durchschnittlich ca. 10 Prozent des Verbrauchs an elektrischer Energie im Haushalt.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 e; 2 e; 3 c; 4 e; 5 d; 6 a


© Alle Rechte beim Verlag


Zurück