Ausgabe 1/2002, Seite 2


Aktuell


Wissenschaftler vergleichen antibakterielle Wirkung von Metallen

Oberflächen aus Kupfer stoppen die Vermehrung von Bakterien. Das haben Wissenschaftler der University of Southampton herausgefunden. Sie hatten nach Möglichkeiten gesucht, um bei der Zubereitung von Lebensmitteln die Gefahr schwerer Infektionen und tödlicher Lebensmittelvergiftungen zu vermindern - ganz gleich ob in Großküchen, Krankenhäusern oder am heimischen Herd. Die Forscher testeten Untergründe aus Edelstahl, Messing und Kupfer auf ihre Fähigkeit, Bakterien abzutöten. Edelstahl schnitt dabei am schlechtesten ab - bei Raumtemperatur (20 Grad) überlebten die Bakterien 34 Tage lang. Auf Messing hielten sie sich ganze vier Tage, auf Kupfer waren sie bereits nach wenigen Stunden nicht mehr nachweisbar. Dabei ist Edelstahl das weltweit am häufigsten verwendete Material in Küchen. "Es sieht jedoch nur sauber und glänzend aus", so Prof. Bill Keevil, Leiter der Untersuchungen. "Ein genauerer Blick auf die mikroskopisch kleinen Kratzer mutet an wie ein Flug über zerklüftetes Gebirge." Für Krankheitserreger sei es sehr leicht, sich in diesen Spalten zu verstecken, und selbst mit einem Tuch oder einer Bürste sind die Keime dort unerreichbar. "Lediglich ein gutes Desinfektionsmittel vermag die Bakterien auf dem Grund der Kratzer zu erreichen und zu vernichten."

Die Wissenschaftler überprüfen nun, ob Kupfer auch Bakterien mit neuen Resistenzen ausmerzt. Letztlich wollen sie geeignete Kupferlegierungen entwickeln, die einfach in Stand zu halten sind, wirtschaftlich preisgünstig hergestellt werden können und die über lange Zeit ihre antibakterielle Wirkung erhalten.


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Rückstauverschlüsse gibt es für fäkalienhaltige und fäkalienfreie Abwässer. Mehr zum Einbau, Wartung und zur Wirkungsweise lesen Sie ab Seite 4 in dieser Ausgabe.
Bild: Viega, Attendorn


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