Ausgabe 12/2001, Seite 14 f.


Test


Für Gas- und Wasserinstallateure

1. Wo sind Gas-Absperrarmaturen zweckmäßigerweise einzubauen?

a Vor Gaszählern

b Vor jedem Gasgerät

c Nach der Hauseinführung als HAE (Hauptabsperreinrichtung)

d Vor und nach Gebäudedurchführungen

2. Welche Einflüsse beeinträchtigen die Standsicherheit von Baugruben bei Erdarbeiten?

a Bodenart

b Erschütterungen

c Grundwasserverhältnisse

d Witterungseinflüsse

3. Wie ist eine Baugrube vor dem Einstürzen zu sichern?

a Durch Abböschen im vorgeschriebenen Böschungswinkel

b Bei felsigem Untergrund ist keine Sicherung erforderlich.

c Durch Verbau nach den Sicherheitsvorschriften

d Bei Baugruben bis 3 m Tiefe sind keine Sicherungsmaßnahmen notwendig

4. Worauf ist beim Aushub von Baugruben aus Sicherheitsgründen besonders zu achten?

a Erdverlegte Leitungen wie Gas, Wasser, Abwasser

b Einhaltung von regelmäßigen Pausen beim Ausheben

c Grundwasserverhältnisse

d Zusammensetzung des Bodens

5. Welche Sicherheitshinweise sind bei Verbauarbeiten in Baugruben u.a. einzuhalten?

a Das Entfernen einzelner Streben beeinträchtigt nicht den Gesamtschutz.

b Der Verbau endet 20 cm unter Geländeoberfläche.

c Stirnseiten sind ebenfalls zu verbauen oder abzuböschen.

d Hohlräume zwischen Verbau und Boden sind lückenfrei zu verfüllen.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

1. Bei zwei leistungsgleichen Pumpenwasserheizungsanlagen mit gleichen Heizmitteltemperaturen wird

Welchen Einfluss haben die Rohrweiten der Anlagen auf den Bedarf an Hilfsenergie zum Antrieb der Heizungsumwälzpumpen?

a Die Rohrweiten haben keinen Einfluss auf den Bedarf an Hilfsenergie.

b Größere Rohrweiten erfordern mehr Einsatz von Hilfsenergie, kleinere weniger.

c Kleinere Rohrweiten erfordern mehr Einsatz von Hilfsenergie, größere weniger.

d Bei Anlagen mit gleicher Leistung und gleicher Heizmitteltemperatur ist auch der Bedarf an Hilfsenergie gleich.

2. Wenn bei Teillastbetrieb einer Heizungsanlage in der Übergangszeit der Förderstrom von 100% auf nunmehr 80% zurückgefahren werden kann, auf welchen Prozentsatz sinkt der Bedarf der Förderleistung?

a auf 90%

b auf 80%

c auf 60%

d auf 40%

 

Technische Mathematik

Ein Zapfventil 1/2 Zoll hat im Ventilsitz eine Bohrung von 6 mm Durchmesser. Wie viel Millimeter muss sich die flache Scheibe der Ventildichtung vom Ventilsitz abheben, damit der entstehende Ringspalt den gleichen Strömungsquerschnitt hat wie die Bohrung im Ventilsitz?

a 1 mm

b 1,5 mm

c 2 mm

d 6 mm

 

Arbeitsrecht und Soziales

1. Was ist kein Grund für eine betriebsbedingte Kündigung?

a schlechte Auftragslage

b Rationalisierungsmaßnahme

c schlechte Arbeitsleistung

d Aufgabe einer Abteilung/Filiale

e Zahlungsschwierigkeiten des Betriebes

2. Wer wird durch das Kündigungsschutzgesetz abgesichert?

a Arbeitnehmer, die weniger als 6 Monate im Betrieb sind

b erkrankte Arbeitnehmer

c Arbeitnehmer im Probearbeitsverhältnis

d Arbeitnehmer mit einem Teilzeitarbeitsvertrag

e Arbeitnehmer, dem Abwerbung nachgewiesen wurde


Lösungen

Für Gas- und Wasserinstallateure

 1 a, b, c, d

Zweckmäßigerweise sollten Absperrarmaturen vor einzelnen Gasverbrauchseinrichtungen, vor und nach Mauerdurchführungen eingebaut werden. Ebenso sind längere/ausgedehnte Leitungsabschnitte mit Absperrarmaturen, die abschnittsweise anzuordnen sind, zu versehen.

 2 a, b, c, d

Bei Erdarbeiten kann die Standsicherheit u.a. beeinträchtigt werden durch:

- Bodenart (Sand, Lehm, Moor),
- mögliche Erschütterungen,
- Grundwasserverhältnisse,
- Witterungseinflüsse (z.B. Frost, Regen),
- Auflasten (z.B. Geräte, Aushub, Verkehr).

 3 a, c

Abböschen im vorgeschriebenen Böschungswinkel und Verbau nach den Sicherheitsvorschriften sind zwingend vorgeschriebene Maßnahmen bei Baugruben über 1,25 m Tiefe. Senkrechte Wände dürfen bis 1,25 m Tiefe nur bei bestimmten Voraussetzungen hergestellt werden (Geländeneigung, Schutzstreifen). Bei felsigem Untergrund dürfen die Böschungswinkel steiler ausfallen.

 4 a, c, d

Bei der Herstellung von Baugruben ist ganz besonderer Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu legen. Es ist insbesondere auf folgendes zu achten:

- erdverlegte Leitungen (Gas, Wasser, Abwasser),
- Bodenart,
- Beeinträchtigungen der Standsicherheit des Grabens, z.B. Verwerfungen, Aufschüttungen,
- Grundwasserverhältnisse,
- mögliche Erschütterungen (LKW, Straßenbahn),
- die Neigung des Geländes,
- Einhaltung eines Schutzstreifens (ein- oder zweiseitig),
- Einhaltung der Grabenbreite nach Vorschrift,
- Zugangsmöglichkeiten zur Baugrube,
- evtl. Verkehrssicherung vornehmen,
- Einhaltung der Sicherheitsabstände für Maschinen und Fahrzeuge.

 5 c, d

Bei Verbauarbeiten sind die allgemeinen Sicherheitshinweise und -vorschriften einzuhalten. Insbesondere ist zu beachten:

- geeignete Verbaugeräte auswählen,
- Hohlräume zwischen Verbau und Boden sind zu verfüllen,
- Verbau muss mindestens 5 cm über Geländeoberfläche überstehen,
- Verbau muss dicht am Boden anliegen,
- Stirnseiten sind ebenfalls zu verbauen oder abzuböschen,
- das eigenmächtige Entfernen einzelner Streben ist unzulässig,
- Prüfen des Verbaus nach längeren Arbeitsunterbrechungen oder Witterungseinflüssen (Frost, Tauwetter, starke Regenfälle),
- Zug um Zug Entfernung und sofortiges Auffüllen und wieder Verdichten der Gräben.

 

Für Zentralheizungs- und Lüftungsbauer

 1 c

Kleinere Rohrweiten führen zu größeren Rohrleitungswiderständen. Um diese zu überwinden, muss der Pumpendruck erhöht werden. Dafür ist mehr Hilfsenergie erforderlich. Näherungsweise können die jährlichen Kosten der elektrischen Energie für Heizungsumwälzpumpen mit 1 DM/Watt installierter Pumpenleistung angenommen werden.

 2 d

Es besteht zwischen Strömungsgeschwindigkeit und Förderleistung eine Verhältnisbeziehung: "Die Förderleistung von Umwälzpumpen und Gebläsen nimmt in der dritten Potenz mit der Strömungsgeschwindigkeit zu". Deshalb lohnt sich Energiesparen durch Pumpeneinstellung!

 

Technische Mathematik

 1 b

Gegeben:
d = 6 mm

Gesucht:
s in mm

Praxisbezug:

Beim Öffnen eines Zapfventils wird die volle Zapfleistung oft schon nach einer Umdrehung der Ventilspindel erreicht. Weiteres drehen an der Ventilspindel bringt keinen nennenswert größeren Wasserdurchsatz. Eine Steuerung der Zapfleistung ist nur möglich, wenn der Ringspalt zwischen Ventilsitz und Ventildichtung noch nicht den gleichen Strömungsquerschnitt hat wie die Bohrung im Ventilsitz.

 

Arbeitsrecht und Soziales

 1 c; 2 b


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