Ausgabe 11/2001, Seite 2 f.


Aktuell


Neue ASUE-Studie: Heizung, Warmwasser und Lüftung im Neubau und Niedrigenergiehaus

Die ASUE hat ihre Studie "Heizung, Warmwasser und Lüftung im Neubau/Niedrigenergiehaus" aktualisiert. Sie enthält einen Wirtschaftlichkeitsvergleich für ein Niedrigenergiehaus (freistehendes Einfamilienhaus mit 150 m2 Wohnfläche). Dem Vergleich liegt der Preisstand für Energie Januar 2001 zugrunde. Dafür wurden die vier in der Praxis wohl am häufigsten eingesetzten Systeme ausgewählt. Für die Gebäudeheizung wird die Wärme durch Gasbrennwertkessel als Dachheizzentrale, Ölkessel mit Gebläsebrenner, elektrischer Wärmepumpe mit Nachheizung oder durch Nahwärme-Übergabestationen bereitgestellt. Das für den Vier-Personen-Haushalt erforderliche Warmwasser wird in einem 150 Liter-Speicher indirekt erzeugt (Ausnahme: Warmwassererzeugung mittels elektrischer Durchlauferhitzer in Kombination mit elektrischer Wärmepumpe). Alle Systeme sind mit einer reinen Abluftanlage ausgestattet. Die erforderliche Frischluft strömt über Außenluftdurchlässe nach.

Die neue ASUE-Studie enthält einen Vollkostenvergleich für verschiedene Heizungs- und Warmwasser-
bereitungssysteme im Neubau.

Die 24-seitige Studie ist als Einzelexemplar kostenfrei erhältlich bei der
ASUE, Postfach 2547, 67613 Kaiserslautern,
Tel.: 0631/3609070, Fax: 3609071,
E-Mail:
ASUE@compuserve.com.


Hart- oder Weichlöten bei Solaranlagen?

Solaranlagen können in Abhängigkeit des Kollektortyps Stillstandstemperaturen zwischen 170 und 240C erreichen. Bei derart hohen Temperaturen stellt sich die Frage, ob bei thermischen Solaranlagen die Weichlötverbindung überhaupt statthaft ist. Die DIN 4757 Teile 1 und 2, die den sicherheitstechnischen Standard von thermischen Solaranlagen vorgibt, macht keine konkreten Angaben über die zulässige Verbindungstechnik, wohl aber gibt das Deutsche Kupferinstitut in seiner Informationsschrift zum Thema die Empfehlung, die Verbindungstechniken Hartlöten oder Schweißen zu bevorzugen. Da zur Zeit keine Weichlote/Weichlötpasten angeboten werden, die nach Herstellerangaben dauerhaft Temperaturen von über 100C standhalten, rät der Fachverband SHK Thüringen, in Zweifelsfällen den Hersteller der Solarkomponenten zur zugelassenen Verbindungstechnik zu befragen und sich die Antwort schriftlich erteilen zu lassen.


Broschüre "Dübel im Trockenbau"

Der Arbeitskreis Dübel in der Studiengemeinschaft für Fertigbau e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Trockenbauindustrie ein technisches Merkblatt zum Thema Dübel im Trockenbau herausgegeben. Die 52-seitige Publikation befasst sich eingehend mit der Problematik der Befestigung von Anbauteilen an Trockenbauwänden und -decken. Außerdem werden Entscheidungshilfen zur Dübelwahl und Einbauhinweise gegeben. Auch die Befestigung der Unterkonstruktion am Bauwerk wird behandelt. Eine Produktübersicht namhafter Hersteller ist ebenfalls zu finden.

Die Publikation "Dübel im Trockenbau" kann zum Preis von 10,50 Euro unter der Fax-Nr.: 0611/564699 angefordert werden.


Hersteller abgemahnt: Stromheizung nicht umweltschonend und sparsam

Nahezu alle Haushalte der Republik werden in regelmäßigen Abständen überschwemmt mit Werbebroschüren, in denen die Vorzüge der Stromheizung angepriesen werden. Dabei hat die Stromheizung gravierende Nachteile: Sie ist deutlich teurer und auch umweltbelastender als beispielsweise Öl- und Gasheizungen, weiß der Bund der Energieverbraucher e.V.

In einem besonders krassen Fall hat ein bayerischer Hersteller seine Stromheizung als "wirtschaftlich" und "umweltschonend" angepriesen. Der Bund der Energieverbraucher hält das für eine Irreführung von Verbrauchern und hat den Hersteller daraufhin abgemahnt.

Nachdem zunächst vom Bundesverwaltungsamt in Köln anstandslos bescheinigt wurde, dass der Bund der Energieverbraucher zu den qualifizierten Einrichtungen gehört, die zu Abmahnungen im Verbraucherinteresse berechtigt sind, hat der bayerische Hersteller sich daraufhin verpflichtet, Elektroheizungen nicht mehr als "umweltschonend" oder "wirtschaftlich" zu bezeichnen.


Zum Titelbild:

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Bild: Ideal-Standard, Bonn


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