IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 08/2005, Seite 3

EDITORIAL

 

Vertrauter Dialog

Der Werkstoff Kupfer ist heute der am häufigsten verwendete Werkstoff in der Hausinstallationstechnik - in Deutschland sowie in vielen anderen europäischen Ländern. Dies liegt an seinen guten Verarbeitungseigenschaften gepaart mit hoher Beständigkeit, vielseitiger Verbindungstechnik und der nahezu uneingeschränkten Kombinierbarkeit von genormten Rohren und Komponenten. Nicht zuletzt aufgrund des Marktgeschehens sowie im Zusammenhang mit der Novellierung der Trinkwasser-Verordnung sind Fragen der Anwender im Zusammenhang mit dem Werkstoff Kupfer aufgetreten.

Um Informationen der verschiedenen technischen Anwendungsmöglichkeiten von Kupfer in der Haustechnik zu bündeln, haben sich 1994 führende europäische Hersteller von Kupferrohren und -fittings zur europaweit ausgerichteten Gemeinschaftsaktion "European Copper Plumbing Promotion Campaign" (ECPPC) zusammengeschlossen. Die Initiative Kupfer koordiniert die Aktivitäten der ECPPC in Deutschland. Ziel der Aktivitäten ist die Aufklärung der Anwender über die vielfältig nutzbaren Materialeigenschaften von Kupfer sowie den sachgerechten Einsatz des Materials in der gesamten Hausinstallation. Gezielt werden Architekten, Planer, Installateure und Endverbraucher beraten. Dem entsprechend wurden verschiedene Medien sowie die Website www.kupfer.de entwickelt, die professionelle Hilfe zu allen Fragen über die Einsatzmöglichkeiten von Kupfer in der Haustechnik geben.

In den letzten Jahren hat die Initiative Kupfer den Deutschen Kupfertag in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten gestellt, um den direkten Dialog mit dem professionellen Anwender zu gewährleisten. Das Informationsseminar beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen und Fragen im Bereich der Installationstechnik und wendet sich deshalb auch ausschließlich an Verarbeiter.

In der öffentlichen Diskussion der letzten Monate hat das Thema Trinkwasserhygiene eine zentrale Stelle eingenommen. Legionellen, Stagnation und Desinfektionsmaßnahmen sind die Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden.

Nicht zuletzt durch eine stärkere rechtliche Einbeziehung des Verarbeiters und vor allem des Betreibers in die Trinkwasser-Verordnung müssen entsprechende Aspekte vermehrt bei Planung, Bau und Betrieb solcher Anlagen berücksichtigt werden.

Der Deutsche Kupfertag will in diesem Jahr deshalb zu diesem Themenkreis intensiv informieren (mehr dazu ab Seite 65). Die Aktualität des Themas zeigt sich nicht zuletzt an dem überwältigenden Interesse, das dieser Veranstaltung bereits bei den Voranmeldungen entgegen gebracht wurde. Bedauerlicherweise können in diesem Jahr aus Platzgründen nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden.

Im Namen der Initiative Kupfer hoffe ich, dass die Fachbeiträge ebensolchen Anklang finden und dazu beitragen werden, die Sachlage etwas durchsichtiger und vor allem praxisorientiert darzustellen. Wir würden uns freuen, wenn "das Gefühl, es ist Kupfer" auch diesmal wieder ein positives Echo bei allen Teilnehmern des Deutschen Kupfertages hinterlässt!

Dr. Gerhard Schüz
Chairman der Initiative Kupfer


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