IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 24/2004, Seite 14 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Kurz und bündig


Weiterbildung

Kurs zum Betriebswirt in Karlsruhe

Am 14. Februar 2005 startet das Berufsförderungswerk den Vollzeitlehrgang "Betriebswirt des Handwerks SHK" in Karlsruhe. Dieses auf 500 Unterrichtsstunden angelegte Weiterbildungsangebot wird in Kooperation mit der Heinrich-Meidinger-Schule durchgeführt und beinhaltet vor allem die Fächer Recht und Steuern, Betriebs- und Volkswirtschaft sowie Personalführung. Ziel ist es, dem Führungskräftenachwuchs der Branche das betriebswirtschaftliche Handwerkszeug für eine erfolgreiche Unternehmensführung zu vermitteln. Näheres zum Lehrgang, der bis zum 13. Mai 2005 laufen wird, gibt es unter www.berufsfoerderungswerk.com


Handwerkermarken

Smart gewonnen

Unter dem Motto "Bekennen Sie sich zu Qualität und Leistung" hatte der Partnerkreis der derzeit 15 Handwerkermarken im Frühjahr 2004 ein Preisausschreiben mit einem Smart Roadster als Hauptgewinn ausgelobt. Auf mehreren SHK-Branchenveranstaltungen machte der rollende Werbeträger auf sich aufmerksam und sorgte dafür, dass weit über 1000 Gewinnkarten in die Lostrommel kamen. Ende November wurde der Gewinner gezogen: Reinhard Götte im nordhessischen Twistetal-Elleringhausen ist der Glückliche, der nun den auffällig lackierten Zweisitzer im Outfit der Marketing-Initiative in den Firmen-Fuhrpark seines Sanitär- und Heizungsbetriebes mit acht Mitarbeitern integrieren kann.

Im Preisausschreiben der Handwerkermarken war ein Smart Roadster zu gewinnen.


Vergaberecht

Praxis hat sich drastisch verschlechtert

Die mittelständischen Betriebe des deutschen Bau- und Ausbauhandwerks haben vielfach im Wettbewerb um öffentliche Aufträge nur dann eine Chance, wenn die Aufträge in entsprechenden Größenordnungen vergeben werden. Jüngstes Beispiel ist die Situation im öffentlichen Dienst, deren Vergabestellen immer knapper besetzt werden. Dies habe zu einer drastischen Verschlechterung bei der Anwendung der Vergabevorschriften geführt, so der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB), Heinz-Werner Bonjean. "Die Fach- und Teillosvergabe ist einer der wesentlichen Eckpfeiler des Vergaberechts, mit dem die von mittelständischen Unternehmen geprägte Struktur der deutschen Wirtschaft bei der Vergabe öffentlicher Aufträge berücksichtigt wird", unterstrich Bonjean und nannte als Negativ-Beispiel die Bundesagentur für Arbeit, die versucht habe, Reinigungsarbeiten für das gesamte Bundesgebiet in nur sieben Losen zu vergeben. Sollte dieses Negativ-Beispiel Schule machen und die öffentliche Hand ihre Marktmacht ausbauen, könnten sich nur noch einige Großunternehmen bewerben. Langfristig würde dies das Aus des selbstständigen Mittelstandes bedeuten. Die mangelnde Kenntnis der Regeln führe zur Entscheidungsangst, Kompetenzlosigkeit und zu einem Ausgeliefertsein an externe Berater, deren Ziel betriebswirtschaftliche Pfennigfuchserei sei, aber keine verantwortliche Sicht des Ganzen, prangerte der BVB-Vorsitzende an.


Qualitätssicherung

WHG-Betriebe wurden überprüft

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) regelt in 19 l, dass Heizölverbraucheranlagen nur von Fachbetrieben aufgestellt und instandgehalten werden dürfen. Über die Anlagenverordnungen der Länder (VAwS) besteht die Verpflichtung, dass WHG-Fachbetriebe zwecks Qualitätssicherung einer Gütegemeinschaft angehören müssen oder einen Überwachungsvertrag mit einer technischen Überwachungsorganisation (TÜO) abgeschlossen haben. Weil nach Aussagen des Umweltbundesamtes hohe Mängelraten auch bei neuen Heizölverbraucheranlagen bekannt wurden, hat man im vergangenen Jahr ein Forschungsvorhaben iniziiert. Der Titel: Die wasserrechtliche Fachbetriebspflicht - Schwachstellenanalyse und Vorschläge zur Steigerung der Effizienz (Download im Web über www.umweltbundesamt.de, unter Volltextsuche "Fachbetriebspflicht" eingeben). Unter anderem kam man zu dem Ergebnis, dass an der Praxis der dualen Überwachung durch Güte- und Überwachungsgemeinschaften (TÜO) für die SHK-Fachbetriebe festgehalten und deren Bedeutung nach Möglichkeit gestärkt werden soll.


Dr. Sabine Dyas, ZVSHK-Geschäftsführerin bis Ende 2004.

Personalie

Dr. Dyas verlässt Zentralverband

Ende 2004 wird die ZVSHK-Geschäftsführerin Dr. Sabine Dyas die Verbandsorganisation verlassen, um sich in einem anderen Wirtschaftskreis einer neuen Aufgabe zuzuwenden. Mit großem Bedauern äußerte sich dazu ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach: "In ihrer langjährigen Tätigkeit für unsere Organisation hat Frau Dr. Dyas hervorragende Aufbau- und Grundlagenarbeit geleistet, die sich sehr positiv auf die Zusammenarbeit des Zentralverbandes mit den Marktpartnern und nahestehenden Organisationen und Institutionen ausgewirkt hat. Der zielorientierte Ausbau absatzfördernder Kooperationen und die konsequente Nutzung neuer Informations- und Kommunikationsmittel für die Verständigung und Optimierung der Geschäftsabläufe im Verband und darüber hinaus wurden von ihr entscheidend initiiert und gestaltet. Wir werden diesen Weg ganz im Sinne von Frau Dr. Dyas konsequent fortsetzen."

Jahresbericht 2003/2004

Der ZVSHK-Jahresbericht 2003/2004 (100-seitige Broschüre) sowie die Hitliste der verbandlichen Erfolge können schriftlich beim Zentralverband per Telefax 02241/21351 angefordert werden oder lassen sich unter www.wasserwaermeluft.de (Rubrik: Wir über uns) als PDF-Dateien herunterladen.


Regeln für den freien Markt?

Anhörung zur EU-Dienstleistungsrichtlinie

Die EU-Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, jährliche Energieeinsparungen in einer Größenordnung von mindestens 1% herbeizuführen. In Deutschland trifft dies auf einen bereits wettbewerbsorientierten Energiemarkt - der durch den EU-Richtlinienentwurf gebremst würde.

Auf Einladung des ZVSHK fand am 27. Oktober 2004 in Bonn eine Anhörung zum aktuellen Bearbeitungsstand zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Energieeffizienz und zu Energiedienstleistungen statt. Ziel der Richtlinie ist es, die stagnierenden Entwicklungen im Bereich der Energieeffizienz durch ein verbindliches Angebot von Energiedienstleistungen zu beleben. Die EU-Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, jährliche Energieeinsparungen in einer Größenordnung von 1% bzw. 1,5% für öffentliche Liegenschaften herbeizuführen. Wissenschaftliche Studien weisen eindrucksvoll darauf hin, dass es insbesondere im Wohngebäudebestand wirtschaftlich erschließbare Energie- und CO2-Einsparpotenziale gibt. Fachleute beziffern die Einsparmöglichkeiten im Gebäudebestand auf ca. 50 bis 70 Millionen Tonnen CO2.

Randell Bowie (hintere Reihe) konnte etliche Bedenken zum Richtlinienentwurf mit nach Brüssel nehmen.

EU-Entwurf würde Rückschritt bedeuten

Zahlreiche Meinungsbildner aus EU- und Bundespolitik, Mineralölwirtschaft, Gaswirtschaft, Stromwirtschaft, Finanzwirtschaft, Energieagenturen, Wissenschaft und Fachhandwerk waren der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit zu einer umfassenden Erörterung der komplexen Anforderungen. Im Ergebnis waren sich die Beteiligten einig, dass die EU-Kommission mit dem vorgelegten Entwurf hinter der Realität bereits funktionierender und wettbewerbsorientierter Energiemärkte zurückbleibt. Im Richtlinienentwurf überwiegen marktfremde Vorschläge und Regulierungsansätze, die in keiner Weise den bisherigen politischen Zielen von Deregulierung, Entbürokratisierung und Vereinfachung von Verfahrensabläufen Rechnung tragen. Weiterhin ignoriert der Entwurf das kooperative Zusammenwirken der Bereiche Energieversorgung, Industrie und Handwerk. "Dezentrale Marktprozesse, welche insbesondere die Interessen handwerklicher Energiedienstleistungsunternehmen berücksichtigen, müssen viel stärker berücksichtigt werden", so ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach.

Der Vertreter der EU-Generaldirektion Transport und Energie, Randell Bowie, sagte zu, die Bedenken und Anregungen der Fachexperten in die weiteren Beratungen einfließen zu lassen. Der EU-Ministerrat beschäftigte sich Ende November 2004 in einer weiteren Sitzung mit den neu formulierten Eckwerten der Richtlinie.

Im freien deutschen Markt müsse nichts reglementiert werden, waren sich die Experten aus Politik, Wissenschaft, Energiewirtschaft und Fachhandwerk einig.

Schlussbemerkung

Deutliche Worte konnte sich der Vertreter der EU-Generaldirektion Transport und Energie mit nach Brüssel nehmen. Im deutschen Markt müsse nichts von außen reglementiert werden, waren sich Experten aus Politik, Wissenschaft, Energiewirtschaft und Fachhandwerk einig. Vor allem in den 90er-Jahren sind in Sachen Energieeinsparung in Deutschland erhebliche Anstrengungen unternommen worden. Verglichen mit anderen europäischen Ländern müssten hierzulande auf einem bereits hohen Niveau weitere Anstrengungen unternommen werden. Nach welcher Gleichung wolle man dieses Gefälle nationaler Energieeinsparung innerhalb der EU miteinander in Bezug setzen? Diese Frage ließ sich auf der Veranstaltung nicht mal in Ansätzen beantworten - auch nicht vom anwesenden EU-Vertreter Randell Bowie.


Weiter gehts in Karlstadt

Klempner- und Kupferschmiedemuseum mit neuem Vorsitz

Auf der Mitgliederversammlung der Stiftung Deutsches Klempner- und Kupferschmiedemuseum löst Rainer Schaefer an der Spitze des Vorstandes Heinz Lummel ab.

Nach 16 Jahren Vorsitz resümierte Klempnermeister Heinz Lummel anlässlich der Mitgliederversammlung am 15. Oktober 2004 in Karlstadt: "Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben." Über diese Zeitspanne hatte er mit Stellvertreter Alois Schechtl aus Edling/Wasserburg die Stiftung seit der Gründung geleitet. Sein Dank galt all jenen, die ihn bei der Verwirklichung seiner Vision unterstützten. So könne er dem neuen Vorsitzenden "ein nicht ganz fertiges, aber doch geordnetes Haus übergeben", meinte Lummel.

Die finanzielle Basis des Museums in Karlstadt konnte inzwischen gesichert werden.

Unter der Leitung des Karlstadter Bürgermeisters Karl-Heinz Keller wurde Klempnermeister Rainer Schaefer (Hamburg) einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt, sein Vertreter ist Heinz Lummel. Ulrich Leib (Moorenweis) übernimmt die Schriftführung und als Schatzmeister engagiert sich der Kelsterbacher Dachdeckermeister Udo Diefenbach, der auch das Amt des Vizepräsidenten des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) inne hat. Als Kassenprüfer wurden Kupferschmiedemeister Hans Adrian (Großheubach) und Helmut Kraft (Direktor der Karlstadter Raiffeisenbank) in ihren Ämtern bestätigt.

Rainer Schaefer dankte Heinz Lummel für dessen Zielstrebigkeit, ohne die es nicht zum Bau des Museums gekommen wäre. Der neue Vorsitzende hat sich als Nah-Ziel gesetzt, im Museum noch fehlende Ausstattung zu ergänzen, sodass möglichst bis 2006 das eigentliche Museum fertig gestellt ist.


ZVSHK - Termine - Daten - Informationen (Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

24./25. Januar 2005

Gemeinschaftstagung ATV-DVWK/ZVSHK "Gebäude- und Grundstücksentwässerung", Marburg

02. - 06. März 2005

World Plumbing Conference, Auckland, Neuseeland

15. - 19. März 2005

Messe ISH, Frankfurt/M.

8. - 15. Mai 2005

14. Unternehmerseminar für das SHK-Handwerk, Mallorca

27./28. Mai 2005

Bundesweiter Kachelofenbauertag, Sylt

17. Juni 2005

2. Öl-Symposium, Baden-Baden

02./03. Feb. 2006

13. Klempnertag, Würzburg

ZVSHK Direkt: Telefon: 02241/9299-0, Telefax: 02241/21351
E-Mail: info@zentralverband-shk.de, Internet: www.wasserwaermeluft.de


Die Geschäftsstellen des ZVSHK

ZVSHK
Rathausallee 6
53757 St. Augustin
Telefon: 02241-29056
Telefax: 02241-21351

ZVSHK Geschäftsstelle Potsdam
An der Pirschheide 28
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Telefon: 0331-972107
Telefax: 0331-972603

Internetinformationen:
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