IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 8/2004, Seite 35 ff.


AUSSTELLUNG


Gut besucht und dabei immer noch angenehm überschaubar: Besucher wie Aussteller genossen die "familiäre" Atmosphäre auf der SHK in Essen.

Mit leichtem Plus und frischem Rückenwind

Spürbar gelöste Stimmung auf der 20. SHK Essen

Sollte es tatsächlich aufwärts gehen? Die spürbar gute Stimmung auf der Fachmesse SHK "Sanitär Heizung Klima" (vom 16. bis 20. März) in Essen versetzte viele in Erstaunen. Deutlich entspannter als in den letzten Jahren klangen die Stellungnahmen der Hersteller zur gegenwärtigen Situation. Deutlich positiver fielen die Erwartungen für die Zukunft aus. Beides klang echt und ansteckend und war deshalb durchaus angetan, den einen oder anderen Skeptiker umzustimmen. Fast schien es, als hätte der Slogan der diesjährigen SHK auf alle Beteiligten ansteckende Wirkung gehabt: "Da lebt der Mensch auf".

Selbst wenn nüchterne Zahlenspiele nicht immer ein Beleg für erfolgreiche Messeverläufe sind, auch in diesem Punkt durften die Veranstalter mehr als zufrieden sein: 580 Aussteller sind in wirtschaftlich angespannten Zeiten nicht leicht zu erreichen. Eine Besucherzahl von 61.200 - verbunden mit einem leichten Plus von zwei Prozent - erst recht nicht. Zum 20. Mal fand die SHK Essen in diesem Jahr statt. Das größte Geburtstagsgeschenk machte sie sich selbst: Allen Diskussionen um die Existenzberechtigung von Regionalmessen zum Trotz zeigte sie sich bestens aufgelegt.

580 Aussteller zeigten auf der SHK Neues und Bewährtes. Viele zeigten sich zu Messeschluss angenehm überrascht von Anzahl und Qualität der Kontakte.

Aktuelle Informationsschwerpunkte

Mit gleich mehreren Informationsschwerpunkten hatte sich die SHK in diesem Jahr für aktuelle und Erfolg versprechende Themen stark gemacht: Ausdrücklich unterstrich sie dabei das "K" in ihrem Titel: Die multifunktionale "Sonderschau Klima" befasste sich intensiv mit dem Thema Raumklimatisierung. Beispiele aus der Praxis und regelmäßige Kurzvorträge fanden ein dankbares Publikum.

Auch die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) hatte in Kooperation mit der IKZ-HAUSTECHNIK ein spannendes Thema umfassend aufbereitet: "Bäder für (Alte) Alle" zeigte viele attraktive und bequeme Möglichkeiten der Badeinrichtung für Alte und Junge, für Menschen mit und ohne körperliche Handicaps. Namhafte Hersteller hatten zur Ausstattung unterschiedlichster Badbeispiele beigetragen. Ästhetische, hochmoderne Lösungen zeigten: Annehmlichkeit und hilfreiche Ideen haben nichts mit Krankenhauswesen zu tun. Und: Hier entwickelt sich ein Markt, der den Endkunden irgendwann und in irgendeiner Form fast immer ansprechen wird.

Mit Life-Show, Vorträgen und Beispielen aus der Praxis dabei: Die Sonderschau -"Klima" widmete sich einem zukunftsträchtigen Thema.

Gute Beratung und fundierte Fachkenntnisse - darin war man sich in Essen einig - sind der Schlüssel für die Zukunft der Branche. Marktnischen aufzuzeigen und zukunftsweisenden Techniken einen fruchtbaren Boden zu bereiten, galt deshalb als erklärtes Ziel der Messeveranstaltung. Unter anderem standen dabei Systemlösungen im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik im Rampenlicht. Sie sind erklärungsbedürftig, für das Handwerk ebenso wie für den Endkunden, aber sie zählen gleichzeitig auch zu den vielversprechendsten Chancen auf eine positive Geschäftsentwicklung.

Die Besucher jedenfalls zeigten sich neugierig: Die Mehrzahl von ihnen nannte gezielte Informationen sowie qualifizierte Kontakte und Weiterbildungsmöglichkeiten als wichtigste Gründe für den Messebesuch. Ansprüche, die in der Ruhrgebietsmetropole augenscheinlich erfüllt wurden, denn in einer abschließenden Befragung der Essener Messe betonten fast 85 Prozent dieses Ziel erreicht zu haben.

Ob Kicker, Einarmiger Bandit oder Air-Hockey-Spiel - der Spaß kam in Essen nicht zu kurz.

O-Töne der Aussteller

Eine Zufriedenheit, wie sie auch bei den Ausstellern zum Ausdruck kam. Hier einige Stellungnahmen:

Rudolf Peters, Landesinnungsmeister und Vorsitzender des Fachverbandes SHK NRW, hatte bereits zur Eröffnung ein gutes Gespür bewiesen, als er in seiner Ansprache betonte: "Nach allem, was ich aus den Vorgesprächen rund um die Messe weiß und was ich bisher gesehen habe, bin ich mir sicher, dass diese SHK uns allen einfach Spaß machen wird - Spaß im geschäftlichen Sinne. Und gerade daran hat es in den zurückliegenden schwierigen Jahren ja erheblich gemangelt."

Wurde druckfrisch und kostenlos an drei Messetagen verteilt: Die IKZ today berichtete aktuell vom Geschehen auf der SHK.

Gute Gründe für neue, positive Impulse wurden in Essen in großer Zahl genannt. Um viele der nachfolgenden Argumente drehte sich deshalb das Angebot an Neuheiten und Lösungsvorschlägen:

Fest steht: Die SHK Essen konnte so manchem ihrer Kritiker den Wind aus den Segeln nehmen und viele Aussteller und Besucher haben sich den nächsten Termin sicher schon vorgemerkt: Vom 7. bis 11. März 2006 findet die 21. SHK in Essen statt.