IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 1/2/2004, Seite 17 f


VERBÄNDE AKTUELL 


  Bayern


Nikolausempfang 2003:

Hoffnungen für das neue Jahr

Der jährliche Nikolausempfang des Fachverbandes SHK Bayern gehört zu jenen Traditionen, die man gerne fortführt und die durchaus gelebt werden. Und so überrascht es nicht, dass zum letzten Branchentreff rund 300 Gäste aus Handwerk, Industrie, Handel und Politik erschienen.

Wie in jedem Jahr gab es vor dem eigentlichen Festakt im Rahmen einer Pressekonferenz wesentliche Fakten über die wirtschaftliche Entwicklung des SHK-Handwerks im (fast) abgelaufenen Jahr 2003. Laut Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Schwarz ist die Zahl der Mitgliedsbetriebe in den 60 bayerischen Innungen mit 5.300 unverändert geblieben. Die Zahl der Beschäftigten nahm gegenüber dem Vorjahr (57.700) leicht ab. Deutlich rückläufig ist laut Schwarz die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im SHK-Handwerk. In 2002 wurden lediglich 7.566 Ausbildungsverhältnisse registriert, ein Minus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mitte der 90er-Jahre lag die Zahl noch bei über 10.000.

Den Betrieben dürfe man laut Landesinnungsmeister Werner Obermeier keine Schuld an der Misere geben. "70 Prozent der Betriebe bilden ebenso viele Auszubildende aus wie in den zurückliegenden Jahren." Doch sei es nicht immer einfach, einen geeigneten Bewerber zu finden, da die "schulischen Voraussetzungen oft nicht stimmten", ergänzte Schwarz. Aus diesem Grund hält der Fachverband auch nichts von der beabsichtigten Ausbildungsabgabe.

Landesinnungsmeister Werner Obermeier, Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Schwarz (rechts).

Der Auftragsbestand im SHK-Handwerk liegt derzeit bei 5,3 Wochen. Keine Verbesserung, aber eben auch keine Verschlechterung. In den Betrieben keimt indes scheinbar ein Hauch von Hoffnung auf. Zwar wurden die wirtschaftlichen Aussichten in der jährlichen Repräsentativumfrage des bayerischen SHK-Landesverbandes von 45 Prozent der befragten Betriebe mit "schlecht" beurteilt. Doch glauben immerhin 46 Prozent der Betriebe, dass die wirtschaftliche Situation unverändert bleibt. Neun Prozent äußerten sogar eine positive Erwartungshaltung in den kommenden sechs Monaten - eine dreiprozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Vor diesem Hintergrund war die Festrede des Landesinnungsmeisters Werner Obermeier zum Nikolausempfang geprägt von Hoffnung: Die SHK-Branche sei relativ krisensicher, denn ver- und entsorgt werden müsse schließlich immer. Und dennoch laufe das Geschäft derzeit "nur im ersten Gang". Deshalb müsse die Branche aktiv werden und den direkten Kontakt zum Kunden suchen. "Sorgen wir dafür, dass sie sich in ihren Wänden wohl fühlen, mit Wellness auf kleinsten Raum", lautete die Botschaft.

Rund 300 Gäste aus Handwerk, Industrie, Handel und Politik konnte der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern zum traditionellen Nikolausempfang in der bayerischen Metropole begrüßen.

Zum aktuellen Thema Ausbildungsabgabe äußerte Obermeier, dass mit dieser Maßnahme kein Lehrling zusätzlich eingestellt werde. "Das Bildungsniveau wird sinken und unser einziger Rohstoff in Deutschland, das Hirnschmalz, verkümmert weiter."

In Richtung Fachgroßhandel trug der Landesinnungsmeister die Bitte nach Unterstützung in Sachen Kalkulationssicherheit und kurze Lieferzeiten. Es bringe nichts, die Verantwortlichkeiten hin und her zu schieben, denn dem Endkunden sei es egal, wer "auf der langen Leitung steht". Auch für Preiserhöhungen während der Bauzeit habe er kein Verständnis - eine Anspielung auf die mehrfachen Teuerungszuschläge im vergangenen Jahr. Obermeiers Appell: "Ziehen wir an einem Strick - und idealer Weise am gleichen Ende. Pack mas an, sonst packen uns die anderen."


Innung Schweinfurt

Klempnertechnik

In Zusammenarbeit mit der KM Europa Metal AG aus Osnabrück bietet die Innung für Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik Schweinfurt diesen fünftägigen Weiterbildungskurs an. Er ist für Klempner/Spengler mit Berufserfahrung gedacht und behandelt Klempnerarbeiten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Die Teilnehmer haben Gelegenheit, unter Anleitung von ausgebildetem Fachpersonal an Dachmodellen zu arbeiten und an diesen verschiedene Falz-, Anschluss- und Verbindungstechniken durchzuführen. Dabei wird auch der bauphysikalisch richtige Aufbau von belüfteten und unbelüfteten Dachunterkonstruktionen berücksichtigt.

Zur Verarbeitung verwenden wir bevorzugt Kupfer und Aluminium, aber auch andere Werkstoffe.

Lehrgangsinhalte: Mauerecken, Trauf-, Wand-, und Firstanschlüsse, Quernähte, Falz- und Lötverbindungen, bauphysikalisch richtiger Aufbau von belüfteten und unbelüfteten Dachunterkonstruktionen

Ort:
Schweinfurt,
Matthäus-Stäblein-Str. 5

Termin:
19. - 24. Januar 2004 (5 Tage!)

Gebühr:
360,00 Euro pro Person

Zielgruppe:
Klempner/Spengler
(mit Berufserfahrung)


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