IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 24/2003, Seite 44 f.


REPORT


Auf Erfolgskurs

Für Ekom Sanitärmarketing und Vitra war 2003 ein Geburtstagsjahr: Seit zehn Jahren ist der Eczasibasi-Konzern mit dem Tochterunternehmen im deutschen Markt tätig. Zuvor wurden seit 1982 die Vitra-Produkte des türkischen Eczacibasi-Konzerns in Deutschland durch einen Handelspartner vertrieben.

Durch die eigenständige Vertriebsgesellschaft Ekom Sanitärmarketing GmbH in Kerpen wird mittlerweile der gesamte mitteleuropäische Handel zentral gesteuert. Der Firmensitz befindet sich auf einem Grundstück mit 5000 Quadratmetern geschlossener Fläche mit einer Lagerfläche von 4000 Quadratmetern. Damit in Deutschland Lieferzeiten von unter drei Wochen eingehalten werden können, pendeln wöchentlich 40 Lkws zwischen den modernen Fertigungsstätten in der Türkei und Zentraleuropa. Investiert wurde außerdem in den Ausbau und die Erweiterungen von Showroom und Schulungsräumen.

Schon der Standort Kerpen macht deutlich, welchen Stellenwert der zentraleuropäische - und vor allem der deutsche - Markt für den türkischen Konzern hat. Diesen Eindruck bestätigt der Vorstandsvorsitzende Bulent Eczasibasi: "Zur ISH 2001 vollzog Ekom den Schritt zum Markenhersteller. Bis dahin wurde das Design der Kollektionen in der Türkei verantwortet und deutsche Designer beratend hinzugezogen. Heute wird das Vitra-Design unter der Ekom-Federführung in Deutschland entwickelt und in der Türkei umgesetzt."

Ein insofern erstaunlicher Prozess, als andere SHK-Hersteller immer öfter weit über Deutschlands und Europas Grenzen hinausschielen, wenn es um Produktdesign geht.

Matrix ist keine Serie, sondern ein innovatives Bad-Programm, mit dem es Ekom Sanitärmarketing gelungen ist, eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Einzelelemente perfekt aufeinander abzustimmen. So verschieden die jeweiligen Produkte in Form und Größe sind, es entsteht stets ein harmonisches Bad. Das bedeutet grenzenlose Gestaltungsvielfalt mit der eingebauten Garantie für ein ästhetisches Gesamtbild.

Zudem steht mit Dr. Erdal Karamercan, Präsident der Muttergesellschaft Eczacibasi-Holding, seit wenigen Wochen jener Mann an der Spitze des Unternehmens, der seinerzeit Vitra im deutschen und zentraleuropäischen Markt etablierte. Dr. Karamercan: "Mit dem Stellenwert, den wir mittlerweile durch unsere Tochtergesellschaft in Zentraleuropa erreicht haben, sind wir sehr zufrieden. Ein wichtiger Aspekt ist der direkte Kontakt zwischen Ekom und den Kunden. Dieser ermöglicht im Rahmen einer für beide Seiten lohnenden Partnerschaft kurze Logistik- und Servicewege."

Der Blick des türkischen Bad-Marktführers in das europäische Zentrum wird auch durch die Situation im Heimatmarkt beeinflusst: "In der Türkei wird mehr angeboten als nachgefragt und es drängen immer mehr Hersteller an den Bosporus. Unsere Strategie seit vielen Jahren ist aber nicht die rezessive Preispolitik. Unabhängig vom heimischen Markt steht für Vitra der Mehrwert für Kunden und Verbraucher im Fokus. National wie international prägen hohe Produktqualität, Kundennähe und Serviceleistungen diese Unternehmensphilosophie," so Bulent Eczasibasi.

Bulent Eczasibasi: "Zur ISH 2001 vollzog Ekom den Schritt zum Markenhersteller. Bis dahin wurde das Design der Kollektionen in der Türkei verantwortet und deutsche Designer beratend hinzugezogen. Heute wird das Vitra-Design unter der Ekom-Federführung in Deutschland entwickelt und in der Türkei umgesetzt."

Bäder-Welten voller Atmosphäre

Heute bietet Vitra "integrierte Bad-Kollektionen für den guten Geschmack". Sie folgen den Wohnwünschen der Verbraucher durch besondere Beachtung von Funktion und Ästhetik. "Unsere Bäder-Welten definieren sich durch verschiedene zielgruppen-spezifische Ansprüche an die Art zu leben und zu wohnen. Wir haben diese unter den Begriffen Farbe und Emotion, Form und Design sowie Stil und Kultur klassifiziert. Vitra zeichnet darüber hinaus ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis aus", beschreibt Ekom-Geschäftsführer Zeki Safak Ozan die Ausrichtung der Marke Vitra im Jubiläumsjahr.

Ein beispielloser Kraftakt also vom Hausserien-Lieferanten in Sachen Sanitärkeramik zum Marken-Komplettbadanbieter. Dazu bedarf es nicht nur innovativer Ideen und Konzepte, sondern auch qualitativ hochwertiger Produkte. "Vor 20 Jahren haben wir mit der Lieferung von Flachspül-WCs für den deutschen Markt begonnen. Damals diskutierten wir die zusätzliche Aufnahme von Tiefspül-WCs in das Programm. Seither hat sich Vitra in Zentraleuropa zu einem kompetenten Markenhersteller in Sachen Komplettbad gewandelt. Mit Fliesen und Sanitärkeramik, über Armaturen und Accessoires, bis hin zu Badmöbeln, Acrylwannen und Whirlpools bieten wir qualitativ hochwertige Bad-Kollektionen aus einer Hand. Gepaart mit einer intensiven Kundenbetreuung und optimierter Logistik hat Vitra damit Alleinstellungsmerkmale initiiert und scheut keinen Vergleich mit Mitbewerbern. In diesem Sinne, also zum Wohl der Kunden und Verbraucher, werden wir intensiv an dieser Strategie weiter arbeiten," fasst Dr. Karamercan die Unternehmensphilosophie zusammen.

Einzig Duschabtrennungen fehlen noch im Produktsortiment der Kerpener. Dessen ist man sich bewusst und sucht nach einer Lösung.

Dr. Erdal Karamercan: "Mit Fliesen und Sanitärkeramik, über Armaturen und Accessoires, bis hin zu Acrylwannen und Whirlpools bieten wir qualitativ hochwertige Bad-Kollektionen aus einer Hand. Gepaart mit einer intensiven Kundenbetreuung und optimierter Logistik hat Vitra damit Alleinstellungsmerkmale initiiert und scheut keinen Vergleich mit Mitbewerbern. In diesem Sinne, also zum Wohl der Kunden und Verbraucher, werden wir intensiv an dieser Strategie weiter arbeiten."

Das Handwerk stärken

Kernpunkt des neuen, innovativen Vitra-Einzelhandelskonzeptes ist die Unterstützung des Handwerksunternehmens und die Steigerung seines regionalen Bekanntheitsgrades. "Dabei steht die Marke Vitra nicht im Mittelpunkt, sondern der jeweilige Handwerker", erläuterte Ozan.

Zur Stärkung der Partner verfolgt man seit Jahren eine exklusive Vertriebsstruktur beim Großhandel. Durch die Einführung der Einzelhandelskonzeption wird Vitra diese Stärke der Partner noch weiter ausbauen und in Richtung Fachhandwerk ausdehnen.

Zeki Safak Ozan: "Kernpunkt des neuen, innovativen Vitra-Einzelhandelskonzeptes ist die Unterstützung des Handwerksunternehmens und die Steigerung seines regionalen Bekanntheitsgrades. Dabei steht die Marke Vitra nicht im Mittelpunkt, sondern der jeweilige Handwerker."

Das Einzelhandelskonzept umfasst die Ausstellungskonzeption und Realisierung, ein detailliertes Marketing-Management-System sowie ein Kommunikationskonzept für den Handwerker vor Ort, der mit Hilfe des Konzeptes seinen regionalen Bekanntheitsgrad steigert und seine Kernkompetenz erhöht. Neben Beratung und Unterstützung bei der Darstellung und dem Verkauf der Produktpalette bietet Vitra durchdachte Verkaufs- und Marketingschulungen an. Motto: "Wissen, Können, Wirken".

"Der Verbraucher stellt seine Einrichtung nach unterschiedlichen Kriterien zusammen, die seine individuelle Wohnwelt darstellen. Diese Stilrichtung versucht der Endverbraucher auch vermehrt im Badbereich umzusetzen", erklärte Ozan. Aufgrund des auf empirischen Daten beruhenden Zielgruppenmodells wird der Partnerbetrieb des Einzelhandelskonzeptes in die Lage versetzt, adäquate integrierte Kollektionen den unterschiedlichen Zielgruppen anbieten zu können.

Vitra weltweit in 52 Ländern vertreten

Mit der Marke Vitra ist die Ekom-Muttergesellschaft, die türkische Eczacibasi-Holding, in 52 Ländern vertreten. Die Unternehmensgruppe gehört weltweit zu den wenigen Unternehmen, die Bäder komplett produzieren. Mit 7600 Mitarbeitern erwirtschaftet Eczacibasi einen Konzern-Jahresumsatz von ca. 1,4 Milliarden US-Dollar. Die Holding befindet sich immer noch zu 84,9 Prozent in Familienbesitz.


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