IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 22/2003, Seite 24 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


 Nordrhein-Westfalen


Zukunftsmärkte gestalten

Mitgliederversammlung mit Aufbruch zu neuen Zielen

Wie gestaltet man Zukunftsmärkte des Fachverbandes SHK NRW? Das war das Motto der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fachverbandes am 10. Oktober in Köln. Die rund 100 Delegierten hatten ein strammes Programm zu absolvieren. Durch die Tagesordnung führte der Vorsitzende des Fachverbandes, Landesinnungsmeister Dipl.-Ing. Rudolf Peters.

Fehlen politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen

LIM Peters stellt die ökonomische Kraft der Meisterbetriebe als Grundlage für sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze und für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung heraus. Die Meisterausbildung mit ihrer umfassenden technischen und kaufmännischen Qualifizierung trage ganz wesentlich dazu bei.

Sollte das Kleinunternehmer-Gesetz Gültigkeit erlangen, sind Kleinstbetriebe, Kümmer- und Schmalspurexistenzen, die den etablierten Unternehmen ausschließlich über den Preis Konkurrenz machen können, aber nicht durch Qualität, an der Tagesordnung, so Peters. Sie gefährdeten und zerstörten damit bestehende Arbeits- und Ausbildungsplätze, ohne selbst im vergleichbaren Maße Beschäftigung und Ausbildung zu bieten.

Die Entscheidung der Bundesregierung, in ihrem Gesetzentwurf auch das Klempnerhandwerk in die Liste der Berufe aufzunehmen, für die auch künftig die Meisterprüfung die wichtigste Voraussetzung für eine Selbstständigkeit sein soll, sei ein wichtiger Teilerfolg des Verbandes. Bislang waren ja lediglich die Installateure und Heizungsbauer in der sog. Anlage A vermerkt. Die Anlage A soll nur noch diejenigen Handwerke - nämlich 29 statt der heute 94 - umfassen, die von Regierungsseite aus als "gefahrengeneigt" eingestuft wurden.

Aber auch die sog. "Gefahrengeneigtheit" der Behälter- und Apparatebauer werde aller Voraussicht nach von der Politik anerkannt und damit, so Peters, bleibe auch dieser Teilbereich des SHK-Handwerks unter dem Meistervorbehalt stehen.

Neue Ansätze in der Tarifpolitik

Peters sprach sich klar und deutlich für neue Ansätze in der Tarifpolitik des Fachverbandes NRW aus. Man habe dieses Thema ausführlich auf dem Obermeistertag besprochen und die Obermeister seien übereinstimmend der Meinung gewesen, gerade in der Tarifpolitik müsse vieles von dem wieder "eingesammelt" werden, was in besseren Jahren verteilt wurde. Dazu gehörten die Forderungen: keine Tariferhöhungen in den nächsten zwei bis drei Jahren und Zurücknahme der Arbeitszeitverkürzung. Immer mehr Repräsentanten der deutschen Wirtschaft schwenken in dieser Frage der Arbeitszeit auf die Linie des Verbandes ein - zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Der Fachverband stehe insoweit vor überaus harten Verhandlungen.

Peters teilte mit, dass sich der Vorstand im Berichtszeitraum mit den Themen:

eindringlich beschäftigt habe.

Gerade in Zeiten konjunktureller Schwierigkeiten in den Unternehmen seien in der Organisation, im Verband, erneut Kräfte frei geworden, die sich nur aus einer positiven Grundeinstellung zur Arbeit des Verbandes erfolgreich entfalten könnten.

Der Fachverband werde auch in Zukunft mit großen Schritten vorangehen, um sich als politischer Lobbyist zu engagieren, und sich als Verband an zukunftsorientierten Projekten beteiligen.

Führten den Verbandstag in souveräner Manier: (v.l.) Dr. Hans-Georg Geißdörfer, LIM Rudolf Peters und Werner Hirschler.

Handwerk zwischen Hoffen und Bangen

"In einem wirtschaftlich und politisch äußerst schwierigen Umfeld haben die Betriebe des SHK-Handwerks 2002/2003 erneut Federn lassen müssen", erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Georg Geißdörfer auf der Mitgliederversammlung des Fachverbandes in Köln. In diesem Umfeld zeige sich die Bewährungsprobe für den Verband.

Die Betriebe des SHK-Handwerks erwirtschafteten im Jahre 2002 mit ihren fast 55.000 Beschäftigten und rd. 9.700 Auszubildenden einen Umsatz von ca. 6,0 Mrd. Euro netto. Damit dokumentiere das SHK-Handwerk seine hohe volkswirtschaftliche und beschäftigungspolitische Bedeutung.

Das allgemeine Wirtschaftsklima leide unter dem massiven Vertrauensverlust der Verbraucher, u. a. wegen der drohenden Erhöhung der Abgaben und Steuern sowie unklarer Reformpläne. Ebenso verursache die Angst der Arbeitnehmer vor Arbeitsplatzverlust die Konsumzurückhaltung: In Deutschland spreche man bereits von einer Konsumkrise.

Über dem Wohnungsmarkt brauten sich erneut dunkle Wolken zusammen. Zwar seien die Rahmenbedingungen mit niedrigen Zinsen, stabilen Baupreisen und einem breiten Angebot zurzeit noch günstig. Würden aber die Kürzungspläne der Regierung bei Wohnbauprämie und Eigenheimzulage durchgesetzt, drohe dem Neubau der komplette Absturz.

Geißdörfer forderte erneut, wie auch der Landesinnungsmeister Peters, neue Ansätze bei der Tarifpolitik. Geißdörfer wörtlich: Die durch Binnenmarkt, Globalisierung und Wiedervereinigung veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten die Funktionäre der Gewerkschaften - wenn überhaupt - nur zähneknirschend zur Kenntnis genommen. Die zunehmende Individualisierung der Lebens- und Arbeitswelt nähmen sie als Bedrohung kollektiver Vereinbarungen und nicht als Herausforderung wahr.

Eingehend auf die Konjunkturentwicklung erklärte Geißdörfer, dass die konjunkturelle Situation von Industrie/Handel aber auch dem Handwerk enorme Sorgen bereitete. So sei die Zahl der Beschäftigten im ersten Halbjahr 2003 um 7,2% und der Umsatz um 10,8% im Durchschnitt zurückgegangen. Sorge bereite auch der Auftragsbestand der Betriebe, der mit 4,5 Wochen den niedrigsten Stand seit sieben Jahren erreicht habe.

Die Modernisierung der Heizungs- und Brenneranlagen in Nordrhein-Westfalen gehe im Schneckentempo voran. Etwas mehr als die Hälfte aller Ölkessel beispielsweise in NRW haben 25 Jahre und mehr auf dem Buckel. NRW stehe damit im Bundesvergleich schlecht da, denn im Bundesdurchschnitt sei nur ein Drittel der Ölanlagen derart "betagt".

Zwischen Eifel und Weserbergland müssten 540.000 Kessel dringend ausgetauscht werden.

Eingehend auf die Zukunftschancen des Handwerks erklärte Geißdörfer, dass die Klimatechnik im SHK-Handwerk ein enormes Geschäftsfeld mit Potenzial darstelle.

Befragungen hätten ergeben, dass der Klimaanlagenbau nur für etwa 0,5% der SHK-Fachbetriebe ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit darstelle. Klima sei die Anlagentechnologie mit Zukunft. Geißdörfer forderte die Betriebe auf, in die dezentrale Klimatisierung einzusteigen: Denn Klimamacher im SHK-Handwerk liegen voll im Trend.

Märkte beobachten, Märkte vorbereiten, Marktthemen aufgreifen, dieses Leitthema sei Grundlage der Geschäftstätigkeit des Fachverbandes für Innungen und Betriebe im abgelaufenen Jahr gewesen. So hätten alle Mitarbeiter des Verbandes die Gangart des Verbandes auf vielen Gebieten erhöht. Dabei stand der Einfluss auf politische Rahmenbedingungen im Vordergrund der Arbeit.

Dr. Hans-Georg Geißdörfer zeigte sich während seines Geschäftsberichts kämpferisch. Er forderte die Innungsmitglieder auf, neue Geschäftsfelder wie Kleinklimaanlagen in den Fokus zu nehmen, denn hier gebe es auch im europäischen Vergleich noch enormes Marktpotenzial. Der Kampf um Marktanteile sei voll entbrannt. Hier müsse sich der SHK-Fachbetrieb entsprechend profilieren.

Potenzial zwischen Stadtwerken und Handwerk noch nicht ausgeschöpft

Eingehend auf die Position des Handwerks zu den Stadtwerken in NRW erklärte Geißdörfer, dass die etablierte Partnerschaft unter Druck gerate. Neue Bedrohungslagen bedrängten die wirtschaftlichen Einzelpositionen von Stadtwerken und Handwerk, aber auch die bestehende Arbeitsteilung.

HGF Dr. Hans-Georg Geißdörfer wies auf folgende Punkte hin:

Streit um Handwerksreform eskaliert

Dr. Geißdörfer stellte klar heraus, dass die kleine Novelle (Kleinunternehmergesetz), mit der Minister Clement einfache handwerkliche Tätigkeiten, die man in drei Monaten lernen kann, aus dem Handwerk ausgliedern will, dem Handwerk noch mehr schade als die große. Sie laufe auf eine "Atomisierung des Handwerks", so Geißdörfer, hinaus. Schlecht ausgebildete Ich-AGler würden Existenzen von Meisterbetrieben und damit sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichten. Wenn die kleine Novelle schon alle Strukturen zerstört habe, so Geißdörfer, wäre seiner Meinung nach eine Verständigung beim Meisterbetrieb überhaupt nicht mehr so wichtig.

Einige der Vorstandsmitglieder, die sich den Fragen der Innungsmitglieder stellten. (v.l.) Werner Hirschler, Ing. Dieter Lackmann, Adam Gungl, Peter Fuchslocher.

20. Fachmesse Sanitär-Heizung-Klima 16. bis 20. März 2004

Die SHK Essen, so Direktor Egon Galinnis, Messe Essen, setze Trends im Markt - und das seit 20 Jahren. Egon Galinnis forderte die Delegierten auf, die Fachmesse Sanitär-Heizung-Klima vom 16. bis 20. März 2004 zu besuchen. Die SHK 2004 sei im kommenden Jahr die einzige Fachmesse im nord- und westdeutschen Raum. Also, so Galinnis: Lieber einsteigen ins Geschehen, als rausfliegen aus dem Markt.

Bei der SHK 2004 in Essen gilt es, sich zu präsentieren und seine Chancen zu nutzen, erklärte Galinnis. Essen ist - mitten in Nordrhein-Westfalen gelegen - ein unverzichtbarer Standort in einem sehr starken Markt, laute die einhellige Meinung der Beiratsmitglieder sowie sämtlicher Aussteller der SHK 2004. Der Aussteller kann hier nahe an seinem Standort den Kunden bedienen. Problemlösungen können im direkten Kontakt erarbeitet werden. Die SHK-Essen ist und bleibt ein wichtiger Baustein im Marketing-Mix der Aussteller.

In einem gemeinsamen Team von Messe Essen und dem Fachverband werde ein Klimakonzept derzeit intensiv erarbeitet. Die Stärkung des "K" innerhalb der SHK und die Möglichkeit für Aussteller, hier Profil zu zeigen, ist ein wichtiges Erfordernis in der jetzigen Situation der Branche.

Positionierung des SHK-Handwerks für die Zukunft

Geißdörfer nannte einige Elemente, die den Markt der Zukunft des SHK-Handwerks charakterisieren werden. Das SHK-Handwerk müsse sich Gedanken machen, wie die Konsumenten in Zukunft mit attraktiven Angeboten (Kundenorientierung) erreicht werden sollen.

Handwerker brauchen oft mehr Kommunikation als in der Vergangenheit

Die Kommunikation mit dem Kunden vor, während und nach dem Projekt bette den Auftrag in ein Gesamterlebnis ein, in dem die kleinen Gesten große Wirkung haben: Handwerker, die morgens eine Tüte Brötchen mitbringen oder zum Abschluss eine Flasche Sekt auf das gelungene Projekt, einen Blumenstrauß für die Hausfrau, die den gesamten Umbau managt, Überschuhe für die teuren Perserteppiche und eine generelle Einstellung, die das Problem des Kunden ernst nimmt, anstatt es zur Lappalie zu degradieren oder den Kunden mit dem "Das-geht-nicht-Satz" zu brüskieren. Entsprechende Zeitkontingente für ausführliche Beratungen oder die notwendige Kommunikation, um das Projekt im Fluss zu halten, müssten unbedingt vorhanden sein.

Erreichbarkeit und Verlässlichkeit, Termintreue, Zuverlässigkeit, Mitdenken und Offenheit werden von den selbstbewussten Kunden, so Geißdörfer, selbstverständlich vorausgesetzt. Ebenso wie die Möglichkeit, bei Schwierigkeiten auch außerhalb der "Dienstzeit" Ansprechpartner zu erreichen.

Geißdörfer nannte weitere Stichworte:

Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Georg Geißdörfer nannte die Dinge bewusst in seinem Geschäftsbericht, weil diese neue Form der Mitgliederversammlung mit Vorträgen zu Marktthemen (Vortrag Dr. Bernd W. Dornach, Uni Marketing Augsburg zum Thema: Besser verkaufen - besser verdienen), die Delegierten und Obermeister der Innungen für die Märkte der Zukunft sensibilisieren sollte.

Annähernd 100 Delegierte stimmten über Beschlüsse und Jahresrechnungen des Fachverbandes im Sitzungssaal des Maritim-Hotels in Köln ab.

Fachgemeinschaft Planer beschlossen

Im Rahmen der fortschreitenden Technik in der Bau- und Ausbaubranche werden an die Mitglieder des Verbandes in steigendem Maße Anforderungen gestellt, so Geschäftsführer Dipl.-Ing. Hans-Peter Sproten, die nicht nur Gewerke übergreifend, sondern immer häufiger eng mit der Planung verbunden sind.

Bau- und Ausbaugewerke müssten frühzeitig in die Planung integriert werden, um eine konfliktfreie Ausführung zu erzielen.

Dieser überfälligen Entwicklung wird nun erstmals auch vom Gesetzgeber durch die 2002 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung Rechnung getragen, erläuterte Sproten. Anlagen- und Gebäudetechnik führten - nach Vorhaben der Bundesregierung - erst aufeinander abgestimmt zu einer erfolgreichen Baugenehmigung. Der bauvorlageberechtigte Architekt oder Ingenieur müsse sich frühzeitig mit den technischen Ausbaugewerken beschäftigen und den Kontakt zu SHK-Unternehmen suchen.

Um die Verbindung zwischen Planern und Architekten und den Entscheidungen auf der Bauträgerseite noch effektiver zu gestalten, sei es erforderlich, so Sproten, eine spezielle Fachgemeinschaft beim Fachverband SHK NRW zu gründen.

Hintergrund ist vor allem der Wandel in den Anforderungen an die Handwerkerschaft durch das immer weitere Zusammenwachsen der verschiedenen Handwerkszweige, die wirtschaftliche Situation tue ein Übriges, um die Entwicklung zum Systemanbieter zu beschleunigen.

Die Vorteile für den Verband, so Sproten, liegen auf der Hand:

Die Mitgliederversammlung des Fachverbandes folgte der Vorlage von Sproten und gründete die Fachgemeinschaft "Planer" im Fachverband SHK NRW.

Als Geschäftsführer Technik verdeutlichte Dipl.-Ing. Hans-Peter Sproten die Vorteile, die eine "Fachgemeinschaft Planer" für Verband und Mitglieder bedeute.

Fachgemeinschaft Handel/Handwerk

"Gravierende Veränderungen in der Sanitär- und Heizungsbranche machen das frühzeitige Erkennen von Entwicklungen zur Überlebensfrage von Unternehmen", erklärte Geißdörfer. Das gelte für das nordrhein-westfälische SHK-Handwerk ebenso wie für den mittelständischen Großhandel.

Dem Fachgroßhandel sei daran gelegen, die Stärke des SHK-Handwerks zu halten und es bei der Bewältigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu unterstützen. Das SHK-Handwerk solle mehr als bisher ein aktiv gestaltendes Element im Zusammenspiel zwischen Fachgroßhandel und Fachhandwerk werden. Diesem strategischen Ziel diene die Fachgemeinschaft.

Die Fachgemeinschaft verstehe sich als gemeinsame Informations-, Kommunikations-, Beratungs- und Weiterbildungsinitiative von Handwerk, Fachgroßhandel und Herstellern.

Die Fachgemeinschaft werde ihre Mitglieder, so Geißdörfer, auf den genannten Gebieten durch Dienstleistungen unterstützen, insbesondere durch

Geißdörfer erklärte, dass unsere Partner im Fachhandel und auch auf der Industrieseite der gesamten Aktion sehr aufgeschlossen gegenüberstehen; gegenwärtig ist man dabei, ein Jahresschulungsprogramm zu entwickeln. Wichtig sei, dass zum einen die Kompetenz der Handwerker durch ein Netzwerk von Schulungen gesteigert werde und andererseits die gesamte Branchenattraktivität erhöht würde.

Als Voraussetzung für die Mitgliedschaft dienen die in den Kooperationsrichtlinien Handel/Handwerk festgelegten Kriterien. Insbesondere werde dabei Wert auf die Einhaltung des Vertriebsweges und keine Belieferung der Baumärkte gelegt.

Mit deutlicher Mehrheit der Delegierten wurde der Gründung der Fachgemeinschaft Handel/Handwerk zugestimmt.

Fortsetzung folgt


Fachverbands-Seminar auf Madeira

In diesem Jahr fand das traditionelle Fachverbands-Seminar in der Zeit vom 2. bis 9.10.2003 auf der Insel Madeira statt. Die Themenauswahl stellte wie immer ein Potpourri verschiedener Bereiche dar. Am ersten Seminartag war Technik Trumpf. Referiert wurden die Energieeinsparverordnung, Trinkwasserverordnung und andere Neuerungen. Das Referat wurde von Norbert Schmitz, stellvertretender Geschäftsführer der technischen Abteilung des Fachverbandes, gehalten.

An den Nachmittagen wurden jeweils kleine Erfa-Gruppen gebildet, die die Vormittagsthemen diskutierten und ihre eigenen Erfahrungen in die Diskussion einbrachten.

Das Tagungshotel auf Madeira.

Am 4.10.2003 wurde ein ganztägiges Referat über die für den Betrieb notwendigen Versicherungen abgehalten, beginnend mit der Haftpflichtversicherung bis hin zur Kfz.-Versicherung. Der Referent, Heinrich Landauer, Firma Evertz & Landauer aus Wuppertal, konnte seinen reichen Erfahrungsschatz in dieses Seminar einbringen.

Die beiden Organisatoren des diesjährigen Madeira-Seminars, Alfons Klein und RA Friedrich Wilhelm Stohlmann.

Des Weiteren wurde das wichtige Thema der Haftung des Geschäftsführers in der GmbH behandelt. Dieses Referat wurde von Rechtsanwalt Friedrich Wilhelm Stohlmann, Geschäftsführer der Rechtsabteilung des Fachverbandes, gehalten. Bei diesem Thema ging es insbesondere um die Angemessenheit der Vergütung des Gesellschafter-Geschäftsführers sowie um die Haftung des Geschäftsführers für die Zahlung der Lohnsteuer sowie der Sozialversicherungsbeiträge für die Mitarbeiter der GmbH. Auch das Thema Insolvenzverschleppung und die damit verbundene Strafbarkeit eines Geschäftsführers wurden ausführlich behandelt.

Norbert Schmitz vom Fachverband SHK Nordrhein-Westfalen lieferte Technik pur

Ein weiterer Seminartag war dann dem interessanten Thema "Aktuelle Baurechtsfragen" vorbehalten. Rechtsanwalt Friedrich Wilhelm Stohlmann referierte über das neue Werkvertragsrecht, das neue Kaufrecht, die in der VOB/B vorgenommenen Änderungen in der Fassung November 2002, über die Absicherung des Werklohns und andere wichtige Fragen. Am Nachmittag wurden die Themen vertieft und an Fallbeispielen erläutert.

und war in den Pausen sehr gefragt, li. Dietmar Siebert, re. Andreas Überfeld.

Darüber hinaus ließ Stohlmann unter den Teilnehmern einen VOB-Test durchführen. Dabei mussten die Teilnehmer 50 wichtige Baurechtsfragen lösen. Am Nachmittag wurde zur Entspannung eine interessante Exkursion zu Windkraftwerken auf Madeira durchgeführt.

Am letzten Seminartag, dem 8. Oktober, wurde das Baurechts-Seminar fortgesetzt. Die neuesten Entscheidungen im Bau- und Ausbauhandwerk wurden vorgetragen. Auch die am Vortag absolvierte Klausur wurde im einzelnen besprochen. Dabei stellte sich heraus, dass der Wissensstand über das Werkvertragsrecht und die VOB/B als äußerst befriedigend bewertet werden konnte. Am Nachmittag wurden erneut kleine Erfa-Gruppen gebildet, um aktuelle Entscheidungen im Bau- und Ausbauhandwerk zu diskutieren oder eigene Fälle in die Diskussion einzubringen.

Am Abend wurde traditionell Abschied gefeiert und ein guter portugiesischer Wein verkostet.

Fest steht bereits: Auch im Jahr 2004 wird es ein Fachverbands-Seminar geben.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass auch das diesjährige Fachseminar des Verbandes auf eine positive Resonanz gestoßen ist. Am letzten Abend wurde schon von einem kleinen Kreis von SHK-Unternehmern diskutiert, wo das Seminar im nächsten Jahr stattfinden soll. Zur Auswahl stehen Griechenland oder die Türkei. Der Fachverband wird rechtzeitig Anfang des Jahres 2004 über das Seminar im Herbst 2004 berichten. Jeder SHK-Betrieb des Verbandes hat Zugang zu dieser Fortbildungsveranstaltung, wobei allerdings die Teilnehmerzahl auf 30 Personen beschränkt ist. Hier gilt das Prinzip des Windhundverfahrens. Die zuerst angemeldeten 30 Fachbetriebe werden für das Seminar im kommenden Jahr berücksichtigt.


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