IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 21/2003, Seite 3


EDITORIAL


Wer gibt die Antwort?

Gerade in der gegenwärtigen Baurezession wird seitens des Mittelstandes folgende Frage gerne an Politiker gestellt: "Wie geht es weiter?"

Wer muss was und wie viel tun, damit es uns allen wieder besser geht? - Wer kann uns hierauf die richtige Anwort geben? - Ich glaube, dass man sich bei dieser Frage auf eine Person verlässt, der man am meisten vertrauen kann - auf sich selbst. Getreu dem christlichen Lebensmotto " Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!" - ist die Konzentration auf die eigenen Fähigkeiten der verlässlichste Partner im wirtschaftlich schwierigen Umfeld.

Natürlich ist der Reformdruck in Deutschland riesengroß und je schneller gehandelt wird - desto besser. Aber welche Partei setzt sich mit welchen Allianzen durch und welche Kompromisse führen tatsächlich zu tief greifenden Veränderungen?

Auch im rückläufigen Markt gibt es Bau- und Sanierungswillige, die von einem schönen neuen Bad träumen und auch das Geld dafür haben. Bei einem Wohnungsbestand von über 35 Mio. Wohneinheiten gibt es ein permanentes Sanierungspotenzial, das es zu erschließen gilt. Geht man von einem 20-jährigen Sanierungsrhythmus aus, so bedeutet dies, dass 5 % - also 1,75 Mio. Wohneinheiten - jedes Jahr saniert werden müssten. Hinzu kommt, nach einer aktuellen "ifo" Untersuchung, dass mittelfristig nur noch der Ausbau in der bestehenden Substanz gefördert werden soll, um der Stadtflucht sowie der Zahl der Pendler zu entgegnen, damit die Umwelt geschont wird. "Man sollte sich schnell auf diese Perspektive einstellen," lautet das Fazit des Institutes.

Flexibilität ist daher gefragt. Und gerade hier sollten mittelständische Betriebe dank ihrer Kundennähe und kurzer Entscheidungswege bei der Umsetzung innovativer Marktstrategien die Nase vorne haben.

In unserer nun 40-jährigen Unternehmensgeschichte, vom SHK-Handwerksbetrieb zum mittelständischen Industrieunternehmen, haben auch uns vor allem die Ideen und die eigene Tatkraft weitergeholfen. Ein schönes neues Bad, mit einem neuen Raumkonzept, wie dies die Vorwandinstallation Trockenbau ermöglicht oder mit innovativen Spülsystemen, die für mehr Hygiene und Komfort sorgen, können Sie Ihrem Kunden einen hohen Nutzen bieten. Nicht zuletzt kommt es auf die richtige Bedarfsweckung und -erfüllung an. So stehen die Leistungen des Sanitär-Fachhandwerks auch in Konkurrenz zu anderen Branchen. Es geht darum, den Wohnungseigentümer zu überzeugen, dass es besser ist, sein Geld in ein neues werthaltiges "Wohlfühl Bad" zu investieren, anstatt in ein neues Auto oder in eine Fernreise mit der ganzen Familie.

Die Bereitschaft des Verbrauchers, sein Bad zu erneuern, ist übrigens höher als manche denken. Sie steht auf der Rangliste geplanter Baumaßnahmen in den nächsten zwei Jahren an oberster Stelle. 6,9 % der deutschen Bevölkerung haben dies vor, ergab eine aktuelle Verbraucheranalyse (VA 2003).

Nutzen Sie dabei ganz gezielt die Nähe zu Ihrem Kunden! Nur Sie kennen die persönliche Badsituation Ihrer Kunden. Deshalb können auch nur Sie beraterische Qualitäten beweisen und mit gezielten Argumenten überzeugen. Hier haben Sie einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Großvertriebskanälen aus dem SB-Bereich!

Patentrezepte gibt es allerdings keine und die Universallösung kann ich Ihnen schon gar nicht bieten. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass man gerade auch in schwierigen Zeiten durch eine gezielte Kundenansprache, bedarfsgerechten Service und mit innovativen Produkten und Lösungen wirtschaftlichen Erfolg haben kann.

Also - was die Frage angeht:" Wie geht es weiter?" - suchen wir am besten selbst nach einer Antwort. Und wenn wir uns dabei auf unsere traditionellen Stärken besinnen, dürfte es gelingen, diese Antwort zu finden. Viel Erfolg wünscht Ihnen

Reiner Pauli
geschäftsführender Gesellschafter
MEPA - Pauli und Menden GmbH