IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 7/2003, Seite 11 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


ISH-Aktivitäten

SmartHouse wurde weiter entwickelt

Was es Aktuelles an intelligenter Haustechnik für den SHK-Bereich gibt, wird erneut auf der ISH (25.-29. März 2003) zu sehen sein. Der SmartHouse-Pavillon in Halle 5.0, Stand-Nr. B 98, zeigt als Trendsetter technisch Machbares. Über das vor zwei Jahren Vorgestellte hinaus hat man der technischen Weiterentwicklung in etlichen Details Rechnung getragen und zudem neue Komponenten mit hinzu gebracht.

Beispiel Sanitärtechnik: Im barrierefreien Bad, das für eine flexible Nutzung ausgelegt ist und sich Kindern, Erwachsenen, alten oder kranken Menschen anpassen kann, lassen sich mittlerweile Waschtisch oder WC per Zuruf in der Höhe verstellen. Auch können EIB-fähige berührungslose Armaturen mehr Komfort bieten und vielfältige Wartungs- und Sicherheitsfunktionen übernehmen.

Marken quer durch die Gebäudetechnik-Branche geben sich im SmartHouse ein Stelldichein.

Beispiel Heizung: Auch auf etliche Jahre hinaus wird die Brennstoffzelle nicht die entscheidende Rolle für die komfortable Zentralheizung im privaten Haushalt spielen können. Weiterhin setzt man im SmartHouse auf Brennwerttechnik mit Öl oder Gas. Zur ISH 2003 zeigt man jetzt neben anderem eine wandhängende Brennwertheizung, die mit Öl aus einem Tank im Schrank gespeist werden kann.

Beispiel Klima: Der Komfortanspruch in der Kfz-Klimatisierung zieht Kreise. Schwülwarme oder stickige Raumtemperaturen wollen viele potenzielle Kunden nicht mehr hinnehmen, sondern wie im eigenen Fahrzeug per Temperaturvorwahl verdrängen. Das bietet Markt-Chancen. Gezeigt wird ein Erdgas-Klimagerät, das als Absorptionskältemaschine in Verbindung mit Kaltwasser arbeitet und für häusliche und kleingewerbliche Anwendungen entwickelt wurde. Entsprechende Schnittstellen sorgen dafür, dass eine intelligente Verknüpfung mit anderen Geräten der Haustechnik möglich ist.

Beispiel Leitzentrale: Wie stark sich die Dienstleistung des SHK-Betriebes erweitern kann, wird am Handwerker-Arbeitsplatz der Zukunft verdeutlicht. Fernwirken mit den verschiedensten Komponenten ist möglich und nicht nur das. Um auf "Wo gibts das?" und "Was kostet das?" alltagstaugliche Antworten geben zu können, stellt der ZVSHK im SmartHouse zwei konkrete Lösungen mit Hard- und Software vor, mit denen der SHK-Unternehmer die Gebäudetechnik visualisieren und einem interessierten Kunden anbieten kann. Weitere Informationen zum Projekt werden unter der Internet-Adresse www.shk-smarthouse.de bereitgehalten.

Komplettbad

Pilotprojekt durchgeführt

Unbestritten hat das "Bad aus einer Hand" ein hohes Marktpotenzial, doch den SHK-Unternehmer erwarten in diesem Geschäftsbereich nicht nur zusätzliche Umsatz-Chancen, sondern auch neue, bzw. veränderte Anforderungen. Daher hat der ZVSHK eine modular aufgebaute Weiterbildungsinitiative mit dem Abschluss-Zertifikat "Fachbetrieb für Badplanung- und -sanierung" entwickelt und dazu Ende Januar 2003 erstmalig einen zweieinhalbtägigen Kurs durchgeführt. Die Veranstaltung für insgesamt rund 15 Teilnehmer fand beim Hessischen Fachverband in Gießen statt. Sehr vielseitig waren die Themen, die vom Marketing über Planung und Umsetzung insbesondere die Schnittstellenproblematik mit anderen Gewerken bis hin zu rechtlichen Aspekten reichte.

Dank des Pilotkurses können sich seit Anfang Februar 2003 erste SHK-Unternehmen "Fachbetrieb für Badplanung- und -sanierung" nennen und dies entsprechend werblich nutzen.

Inzwischen hat das Berufsförderungswerk der SHK-Handwerke in Potsdam die bundesweite Koordination übernommen (Telefon: 0331-743816-0) und wird in Abstimmung mit SHK-Landesverbänden voraussichtlich ab Frühsommer starten, Kurse in verschiedenen Regionen anzubieten.

Die Seminarkosten in Höhe von netto etwa 415 Euro verstehen sich pro teilnehmenden Innungsbetrieb, aus dem bis zu drei Personen mitmachen können. Als Abschluss erhält das SHK-Unternehmen das ZVSHK-Zertifikat "Fachbetrieb für Badplanung- und -sanierung" und kann damit entsprechend werben. Weitere Informationen findet man im Internet unter www.wasserwaermeluft.de

Handwerkermarken

SYR jetzt mit dabei

SYR kommt als 13. Marke in den Verbund der Handwerkermarken, die dem SHK-Fachbetrieb ein praxisgerechtes Plus an Leistungen bieten.

Die Firma Sasserath ist der SHK-Branche durch das Angebot an Regel- und Sicherheitsarmaturen unter dem Markennamen SYR bekannt. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Vielmehr hat sich das Korschenbroicher Unternehmen dazu entschlossen, den SHK-Handwerksbetrieben ein Plus an Leistung zu bieten, wie es durch die Partnerschaft im Kreise der Handwerkermarken klar definiert ist. Bekanntlich gehört dazu die Gewährleistungsvereinbarung im Schadensfall, die Treue zum professionellen Vertriebsweg, eine definierte Ersatzteilversorgung binnen kurzer Zeit, eine Nachkaufgarantie über etliche Jahre und vieles mehr. Offizieller Start für SYR als Handwerkermarken-Partner ist die ISH.

Fachtagung

Entwässerungstechnik steigert Ansprüche

Auf der vierten gemeinsamen Fachtagung des ZVSHK und der ATV-DVWK Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall, war der Trend klar abzulesen: Gütegesicherte Fachbetriebe werden zukünftig bevorzugt oder gar exklusiv beauftragt, um qualitativ hochwertige Entwässerungsanlagen nach den Vorgaben von Städten und Gemeinden zu realisieren. Am 24./25. Februar 2003 kamen etwa 40 Teilnehmer nach Königswinter, um sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Die vermittelten Botschaften gelten jedoch für einen größeren Kreis von Fachbetrieben und müssen im Weiteren über diesen kleinen Kreis hinaus kommuniziert werden. Bekannt ist, dass der Stadtstaat Hamburg sowie beispielsweise die Stadt Braunschweig aus Schaden klug geworden sind und durch ihre Abwassersatzungen nur noch die Unternehmen für eine fachgerechte Installation von Entwässerungsleitungen zum Zuge kommen lassen, die sich durch Weiterbildung entsprechend qualifiziert haben. Harald Koch (SHK-Fachverband Hamburg) berichtete, dass mittlerweile etwa 400 Fachbetriebe in der Hansestadt durch Fortbildungsmaßnahmen der Überwachungsgemeinschaft Technische Anlagen der SHK-Handwerke geschult wurden.

Diese Vorgehensweise könnte bald auch in anderen Regionen Schule machen. Der Grund: Nachweislich ist die Qualität in der Entwässerungstechnik deutlich gestiegen, seitdem die Arbeiten von geschulten und durch Stichproben geprüfte Fachbetriebe ausgeführt werden.

Eine Expertenrunde in Sachen Entwässerungstechnik (v.l.): Karsten Selleng, Harald Koch, Franz-Josef Heinrichs, Klaus-Dieter Sondergeld und Rüdiger Prestinari.

Franz-Josef Heinrichs (ZVSHK) ließ in einer Podiumsdiskussion eine Expertenrunde zu Wort kommen. Dabei wurde deutlich, dass im Herbst 2003 eine Mustersatzung entwickelt wird, die Empfehlungs-Charakter für Länder und Kommunen haben wird, um das (erfolgreiche) Rad nicht neu erfinden zu müssen und um möglichst einheitliche Rahmenbedingungen in der Republik zu schaffen. Klaus-Dieter Sondergeld (Hamburger Umweltbehörde) und Karsten Selleng (Stadtentwässerung Braunschweig) erläuterten dazu ihre Erfahrungen aus den letzten Jahren.

SHK-Fachbetriebe werden demnach trotz großem Befähigungsnachweis nicht um eine Weiterqualifikation herumkommen das aber ist nicht negativ: Es lassen sich so durch wenig Aufwand Wettbewerbsvorteile erzielen.

Der Stand der Technik in punkto Rückstau sowie die Wartung und Überprüfung von Abscheideanlagen für Leichtflüssigkeiten und Fette waren weitere Tagungs-Themen, die spezielles Fachwissen für SHK-Betriebe bereit hielt. Die Referate der Tagung können im Internet unter www.wasserwaermeluft.de heruntergeladen werden.

ZVSHK-Termine-Daten-Informationen (Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

25.-29. März 2003

Messe ISH, Frankfurt/Main

16. Mai 2003

Fachtagung von ZVSHK und IWO, Baden-Baden

3. - 5. Oktober 2003

SHKlassik - 1. Oldtimer Ralley, Allendorf

29./30. Januar 2004

Deutscher Klempnertag, Würzburg

ZVSHK Direkt: Telefon: 02241/9299-0, Telefax: 02241/21351
E-Mail: info@zentralverband-shk.de, Internet: www.wasserwaermeluft.de

 

Die Geschäftsstellen des ZVSHK

ZVSHK
Rathausallee 6
53757 St. Augustin
Telefon: 02241-29056
Telefax: 02241-21351

ZVSHK Geschäftsstelle Potsdam
An der Pirschheide 28
14471 Potsdam
Telefon: 0331-972107
Telefax: 0331-972603


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