IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 6/2003, Seite 36 ff.


INTERVIEW


Hoffen auf positive Impulse

Vom 25. bis 29. März 2003 öffnet die Messe Frankfurt ihre Pforten zur 22. Internationalen Fachmesse Gebäude- und Energietechnik Erlebniswelt Bad - ISH. Die Konjunkturdaten 2002 weisen eine stark rückläufige Tendenz auf, die Baukonjunktur lahmt erheblich und die öffentlichen Auftraggeber geben nur sehr begrenzte Mittel für Baumaßnahmen frei. Mit diesen Vorzeichen geht es in das ISH-Jahr 2003 und die Branche erhofft sich innovative Impulse. Information ist alles und aus diesem Grund führte die IKZ-HAUSTECHNIK ein Interview mit RA Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH.

IKZ-HAUSTECHNIK: Nach einem schlechten Vorjahresgeschäft und einer flauen Konjunkturlage erhofft sich die Branche in diesem Jahr Impulse von der Leitmesse in Frankfurt. Kann die ISH in einer solchen Situation und vor dem Hintergrund der ungünstigen politischen Rahmenbedingungen Hilfestellung leisten?

von Bock und Polach: Eindeutig ja. Die Veranstaltung von Messen soll den Blick nicht nach rückwärts, sondern nach vorne richten. Innovationen, Produkte für neue Geschäftsfelder und Absatzstrategien zur Erschließung von Märkten und nicht zuletzt das Benchmarking dazu bieten das Potenzial für Initiativen, die sich auch in einer Volkswirtschaft durchsetzen können, in der die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen denkbar schlecht sind.

Dr. Peters: Die Impulse für den Markt kommen von Produkt-Innovationen und neuen Ideen und die Branchenleitmesse ISH fokussiert alles wie unter dem Brennglas. Wer wissen will, was die Branche morgen bewegt, muss heute dabei sein. Für die Aussteller ist wichtig, Geschäftskontakte zu pflegen und neue zu knüpfen. Hierfür ist der hohe Internationalitätsgrad der ISH so bedeutsam, denn in den meisten anderen Ländern sieht die Konjunktur erheblich besser aus. Darüber hinaus bewerben wir den letzten Messetag noch stärker als früher für Endkonsumenten, um Lust auf schöne neue Bäder oder einen behaglichen Kaminofen zu machen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Struktur unserer Branche und ihr umfassendes Leistungsangebot ausreichend Chancen bietet für Firmenkonjunkturen.
von Bock und Polach

IKZ-HAUSTECHNIK: Die Umsätze der Haustechnikbranche im Jahre 2002 liegen im deutlichen Minus, je nach Produktgruppe gar mit zweistelligen Zahlen. Was erwarten Sie für 2003?

von Bock und Polach: Wenn es nach der Stimmungslage der Unternehmen geht, erwarten wir keine durchgreifende Besserung. Diese Haltung ist allerdings zu sehr fixiert auf die Negativ-Szenarien, die aus der gegenwärtigen Konjunktur abgeleitet werden. Ich bin davon überzeugt, dass die Struktur unserer Branche und ihr umfassendes Leistungsangebot ausreichend Chancen bietet für Firmenkonjunkturen.

Wir sollten uns endlich davon verabschieden, unsere Branche als einen diffusen Brei zu betrachten, bei dem alle das Gleiche machen. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Der Prozess der Differenzierung und Fraktionierung im Leistungsangebot schreitet zügig voran und bringt dem Nutzen, der mit unternehmerischem Engagement die Chancen auch nutzt.

Dr. Peters: Ich beschäftige mich täglich mit unterschiedlichen Branchen. Meine persönliche Philosophie ist inzwischen: Statistik allein ist ein schlechter Ratgeber. Neben nationalen Konjunkturen gibt es Branchenkonjunkturen und auch Firmenkonjunkturen, die oft deutlich besser sind als der Durchschnitt, den eine Statistik vermittelt. Es gibt immer Innovationen, die eine positive Stimmung bringen - und die werden dem internationalen Publikum auf der Messe präsentiert, denn dazu ist sie ja da.

IKZ-HAUSTECHNIK: In den vergangenen Jahren erwartete die Fachbesucher auf der ISH eine kaum zu überblickende Flut von neuen Produkten. In welchen Bereichen rechnen Sie in diesem Jahr mit echten innovativen Entwicklungen?

von Bock und Polach: In der Haussystemtechnik, die natürlich durch die Reintegration der Klimatechnik in die ISH herausgefordert und befruchtet wird. Hier erwarten wir besondere Innovationen im Sektor "Individuelles Raumklima", "Vollversorgungskonzepte", "Optimierte Integration regenerativer Energien" und auf dem Sanitärgebiet natürlich "Beiträge zum Jahr des Wassers", was nicht nur sorgsamen Umgang damit angeht, sondern auch den Sektor "Fitness und Wellness", der uns hervorragende Zukunftschancen bietet.

Dr. Peters: Ich denke, die nachhaltigste Innovation der ISH 2003 steckt in ihrer konzeptionellen Entwicklung zum Systemgedanken in der Haustechnik. Nicht zufällig haben wir mit unseren Partnern aus Handwerk, Handel und Industrie die ISH umbenannt in Fachmesse für Gebäude- und Energietechnik und Erlebniswelt Bad. Das war eine programmatische Entscheidung, die sehr viel Raum eröffnet für Innovationen in der integrierten Gebäudetechnik. Damit prägt die ISH erneut die Standards der Zukunft.

Ich denke, die nachhaltigste Innovation der ISH 2003 steckt in ihrer konzeptionellen Entwicklung zum Systemgedanken in der Haustechnik.
Dr. Peters

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Highlights und Sonderschauen werden in diesem Jahr den Fachbesuchern geboten?

von Bock und Polach: Vorne an steht natürlich wieder das SmartHouse, das in einer weiterentwickelten Form präsentiert wird. Erfreulicherweise hat das SmartHouse-Konzept sich zwischenzeitlich zu einer Dachmarke entwickelt, die für den Ideenreichtum und die Leistungsbreite unserer Branche auf höchstem Niveau weltweit anerkannt wird. Die Denkfabrik meines Verbandes präsentiert sich im Forum für Gebäude- und Energietechnik unter dem Motto "Heute entwickeln und gestalten was morgen Markt ist". Wir sind aber auch an anderen sehr interessanten Sonderschauen beteiligt, z.B. zum Themenkreis "Biomasse". Auch dies ein Geschäftsfeld, das sich für innovative Unternehmer hervorragend eignet, eine Alleinstellung und damit Wettbewerbsvorteile in einer dynamischen Marktnische zu erreichen.

Dr. Peters: Ich bin seit vielen Jahren für die ISH verantwortlich und kann mit Recht sagen: Ein so breites und spannendes Programm gab es noch nie: Das SmartHouse ist eines der herausragenden Highlights. Anlässlich der Eröffnungsfeier der ISH werden wir zum ersten Mal unseren neuen europäischen Preis, den Architecture & Technology Award, vergeben. Damit rückt die ISH stärker in den Blick von Architekten und Planern, denn wir wollen die integrierte Planung von Architekten und Gebäudetechnikern fördern. Dann stellen wir natürlich die Preisträger der Wettbewerbe Design Plus und Innovationspreis Architektur und Technik vor. Allein in der Aircontec gibt es mit der Sonderschau "Wohnungslüftung", dem "Marktplatz Raumklimageräte" und der Fachtagung "Dezentrale Klimatisierung" drei Top-Themen für Installateure und Planer. Der Informationsstand der Vereinigung der Deutschen Sanitärwirtschaft präsentiert neue Trends im Wellnessbereich unter dem Motto "Neues Bad - neuer Lebensraum" und die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft zeigt eine Ausstellung zum Thema "wohngesund und ökologisch". Ich kann hier gar nicht alles aufzählen. Aber ein Highlight wird zweifellos outLOOK, unser Messeevent für Architekten und Planer. Vor zwei Jahren präsentierte sich das SmartHouse unter dieser Eventmarke, in diesem Jahr steht es im Zeichen der Systemtechnik. Das Zentrum der outLOOK-Gestaltung in der Galleria bildet ein "gekipptes Haus", in dem Multimediapräsentationen und Vorträge stattfinden.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die Erweiterung der Ausstellungsfläche, mit dem Forum und der Halle 3, ermöglichte es, die Ausstellerzahl nochmals um 100 sanitärtechnische Anbieter zu erhöhen. Wird die Gewichtung der SHK-Bereiche dadurch nicht zuungunsten der Heizungs- und Klimaseite verschoben?

von Bock und Polach: Die Bedeutung der ISH nach der Ausstellerzahl in den einzelnen Sektoren zu messen halte ich für falsch. Entscheidend ist, dass die drei großen Säulen Sanitär, Heizung und Klima/Lüftung einschließlich der sie verbindenden Systeme dem Geschehen das Gepräge geben und die ISH damit in ihrem Bestand als Weltleitmesse für die Gebäude- und Energietechnik erhalten. Unterschiede der Anbieterzahl in den drei Sektoren, die zudem auch strukturell bedingt sind, sind dabei nachrangig.

Dr. Peters: Überhaupt nicht. Es kommt ja nicht nur auf Menge und Größe an, sondern auf die inhaltliche Qualität. Die ISH zeigt auch in diesem Jahr das gesamte Angebot in Breite und Tiefe. Entscheidend ist, dass die Marktführer aus allen Bereichen wieder dabei sind.

Das SmartHouse-Konzept ist zwischenzeitlich zum weltweit anerkannten Gattungsbegriff geworden für intelligente verfügbare anwenderorientierte Gebäude- und Energietechnik.
von Bock und Polach

IKZ-HAUSTECHNIK: Mit dem SmartHouse zog ein innovatives Konzept in die Messehallen der ISH 2001 ein. Wie wird sich dieses Highlight auf der ISH 2003 darstellen?

von Bock und Polach: Ich hoffe, dass wir an die fulminante Auftaktveranstaltung zur ISH 2001 anknüpfen können. Das SmartHouse-Konzept ist zwischenzeitlich zum weltweit anerkannten Gattungsbegriff geworden für intelligente verfügbare anwenderorientierte Gebäude- und Energietechnik. Ein Konzept das prozessorientiert ist und deshalb zur ISH 2003 mit einigen Neuerungen und Erweiterungen aufwarten wird. Wir kommen jetzt zunehmend in die Umsetzungsphase und wollen zeigen, wie man SmartHouse-Leistungen auch verkaufen kann.

Dr. Peters: SmartHouse hat sich in ganz kurzer Zeit zu einer wichtigen Marke auf der ISH entwickelt und ist eine unbestrittene Attraktion. Gerade weil es den zukunftsweisenden Gedanken der intelligenten Haussystemtechnik so anschaulich macht.

IKZ-HAUSTECHNIK: Kann die Messe nach ihrer Einschätzung auch in diesem Jahr den Internationalitätsgrad halten oder haben Sie schon Erkenntnisse - insbesondere wegen der ISH-Aktivitäten in Amerika und China, bzw. den näher rückenden osteuropäischen Staaten - dass Veränderungen der ausländischen Besucherzahlen zu erwarten sind?

von Bock und Polach: Die Dinge sind im Fluss. Nach meiner Erkenntnis zeigt sich allerdings eine sehr deutliche Wechselwirkung dahin, dass gerade durch die Veranstaltungen in Peking und USA, respektive Kanada, das Interesse auf die Mutter; d.h. die ISH in Frankfurt, gelenkt wird. Als Vice-Chairman der WPC jedenfalls habe ich diese Erkenntnis aus vielen Gesprächen mit unseren Freunden in aller Welt gewinnen können. Für die Zukunft wird es daher wichtig sein, diese Balance zu halten und daraus Synergien zu schöpfen. Ich gehe davon aus, dass sich der Grad der Internationalität, auch was Anlagenbau und Handwerk angeht, noch weiter erhöhen wird.

Dr. Peters: Es gibt weltweit keine andere Messe zu diesem Thema, die so international ist. Und das wird auch bei der ISH 2003 so sein. Dieser Erfolg hat vier Ursachen: Erstens die Aktivitäten der Aussteller selbst, die unsere kostenlosen Promotionshilfen und die günstigen Gutscheinkarten nutzen, um ihre Kunden einzuladen. Zweitens das Engagement unserer Partner aus den Verbänden, die uns auf den zahlreichen Auslandspressekonferenzen mit ihrem Sachverstand und ihrer Nähe zur Branche helfen. Drittens unsere eigenen umfangreichen Marketinganstrengungen. Wir sind mit Werbung und Pressearbeit in allen Besucherzielmärkten der Welt präsent. Dazu gehören neben Kerneuropa zunehmend die Länder Osteuropas, wachsendes Interesse stellen wir auch in Südamerika, Asien und den USA fest. Und viertens wirken unsere Auslandsmessen als Werbung für die Leitmesse in Frankfurt. Aus Ländern, in denen wir eine Auslandsmesse organisieren, haben wir kontinuierlich steigende Besucherzahlen in Frankfurt. Viele potenzielle Besucher sind von der regionalen Veranstaltung begeistert und wollen dann auch die große "Muttermesse" kennenlernen.

Aber lassen sie mich noch auf einen anderen wichtigen Punkt hinweisen: Bei all dem vernachlässigen wir nicht den deutschen Markt. Für die ISH 2003 haben wir unser Werbevolumen in Deutschland verdoppelt, um auch hier die Besucher aus Handwerk, Handel und Industrie, die Planer und Architekten von der ISH zu begeistern.

Es gibt weltweit keine andere Messe zu diesem Thema, die so international ist wie die ISH.
Dr. Peters

IKZ-HAUSTECHNIK: Eine lange Diskussion sowie die zwischenzeitliche Ausgliederung der "großen" Klimatechnik zur "light & building" hat letztendlich wieder zur Einbindung in die Weltleitmesse geführt. Wo liegen die Gründe für diese Entscheidung und wie wird die Reintegration vollzogen?

von Bock und Polach: Vielleicht war der Ausflug der Klimatechnik zur Light + Building etwas kurz. Aber diese Frage stellt sich mir nicht mehr, denn mit der Reintegration kommen wir auf das 3-Säulen-Prinzip zurück, das unserer Branche den Namen gibt und als Erfolgskonzept seit Gründung dieser Messe durch meinen Verband konsequent verfolgt wurde. Natürlich müssen wir uns fragen, wie ein normaler Messebesucher, der in allen drei großen Geschäftsbereichen tätig ist, das Messeangebot bewältigen soll. Dies ist für mich eine organisatorische Frage, die die Trägergemeinschaft lösen muss.

Dr. Peters: Stimmt, in den letzten Jahren hat uns kaum etwas so bewegt wie das optimale Konzept für die Klima- und Lüftungstechnik. Wir sind sehr froh, dass die Reintegration der Branche in die ISH ein Erfolg ist, trotz der Belastungen für die Aussteller durch den entstandenen einmaligen jährlichen Rhythmus. Die Rückkehr der Klimatechnik ist aus dem Kontext des Systemgedankens zu sehen: Nicht mehr die Einzelkomponente beispielsweise der Heizungs- und Lüftungsanlage steht im Vordergrund, sondern die Gesamtenergiebilanz. Damit kommt dem Gesamtanlagensystem aus Heizung, Lüftung und Klima in Zukunft eine entscheidende Rolle zu. Diese Entwicklung hat die Trennung der Klima- und Lüftungstechnik von der Heizungstechnik in ein neues Licht gerückt und die Präsentation auf der ISH - ich erinnere daran, dass die Wohnungslüftung immer auf der ISH geblieben ist - und Light+Building infrage gestellt. Deshalb haben wir die Aussteller und Besucher der letzten Aircontec gefragt: Dreiviertel der Befragten sprachen sich für eine Rückkehr der Klimatechnik in die ISH aus. Diesem klaren Votum sind wir gefolgt.

IKZ-HAUSTECHNIK: Traditionell ist die Leistungsschau an den letzten beiden Messetagen auch für Endverbraucher geöffnet. Müsste nicht im Sinne der Vertriebsschiene die Umwerbung dieser Käuferschicht durch besondere Aktionen erfolgen?

von Bock und Polach: Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich kann die Frage eindeutig mit ja beantworten. Allerdings gibt es hier durchaus unterschiedliche Ansichten zwischen der Sanitär- und Heizungswirtschaft. Für mich ist entscheidend der gigantische Aufwand, der für die ISH von den Marktbeteiligten betrieben wird und das daran gemessene öffentliche Interesse, das in keinem Verhältnis steht. Gerade in einer Zeit wirtschaftspolitischer Lähmung muss es die Aufgabe der Branche sein, ihr überzeugendes Leistungsangebot der breiten Öffentlichkeit in geeigneter Form zu vermitteln, um die schlummernden Modernisierungspotenziale zu nutzen. Die ISH muss so etwas werden wie die CEBIT, Anuga oder die Automobilausstellung für wohnliche, komfortable und intelligente Häuser. Hier haben wir unsere Möglichkeiten noch längst nicht ausgereizt.

Dr. Peters: Wir bewerben in diesem Jahr den letzten Messetag als Publikumstag noch intensiver. Vor allem die Sanitärwirtschaft hat ja ein Interesse daran, ihre Produkte dem Endverbraucher zu präsentieren. Deshalb haben wir uns entschlossen, die im Markt eingeführten Motive der VDS-Kampagne "Gutes Bad.de" für die Werbung aufzugreifen. Erfahrungsgemäß kommen die Privatbesucher aus Frankfurt und Umgebung, deshalb konzentrieren wir uns hierauf: Vor und während der ISH wird jede fünfte Plakatwand in Frankfurt auf den Besuchertag hinweisen, gleichzeitig laufen in vier verschiedenen Sendern Rundfunkspots, schalten wir Anzeigen in den großen Publikumsblättern der Region und organisieren zusammen mit dem ZVSHK in der Frankfurter Rundschau ein Expertentelefon. Direkt vor dem Publikumstag wird in der Frankfurter Neuen Presse und in allen regionalen Tageszeitungen im Umland ein Magazin beliegen, das über den Publikumstag informiert, der regionale Energieversorger kündigt den Tag in seiner Kundenzeitschrift an und vieles mehr. Wir haben noch nie so intensiv diesen Tag beworben, und ich freue mich auf das bunte und vielfältige Angebot, das die Aussteller für die Konsumenten bereithalten.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wie beurteilen Sie die Perspektiven der ISH für die Zukunft?

von Bock und Polach: Das Konzept stimmt! Anbieter und Nachfrager gehen mit gleichen Erwartungen nach Frankfurt. Die Position ist weltweit unangefochten. Die Trägerschaft ist ausgewogen und verhindert die Durchsetzung von Einzelinteressen. Die Innovationskraft von Industrie und Anlagenbau ist ungebrochen und bleibt der Motor für die weltwirtschaftliche Entwicklung auf diesem Sektor. Deshalb kann auch bei schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen die Prognose nur lauten: Die Perspektiven für die Zukunft sind hervorragend, wenn wir uns selber treu bleiben und das erfolgreiche Konzept aus gemeinsamer Überzeugung fortentwickeln.

Dr. Peters: Auf der ISH geht es um Branchen mit Innovationsgeist und Wohlfühlcharakter. Diese Messe hat unglaublich viele Facetten und Erlebnisformen, sei es in der Technologie oder im Design. Sie ist seit Jahren die wichtigste Veranstaltung für jeden Installateur, der sich nicht erst von seinen Kunden auf die Neuheiten ansprechen lassen möchte. Und sie wird immer wichtiger für Architekten, Planer und Entscheider aus der Industrie, national wie international. Zusammen mit dem Konzept der Systemtechnik ergibt sich daraus ein Spannungsbogen, der uns noch viele interessante ISH Veranstaltungen bringen wird.

IKZ-HAUSTECHNIK: Welche Empfehlung haben Sie persönlich an die Interessierten, damit der Messebesuch eine effiziente und runde Sache wird?

von Bock und Polach: Die gute Vorbereitung! Wer ohne diese auf die Messe kommt, wird von dem Angebot erschlagen und weiß am Ende nicht wo der Anfang war. Die dazu angebotenen Hilfestellungen durch die Messe Frankfurt und die Trägerverbände sowie die beauftragten Dienstleister sollten daher genutzt werden. Ein gut abgestimmter Terminkalender mit den Entscheidungsträgern seiner Wahl macht den Messebesuch für den Fachmann zur besten Investition des Jahres.

Dr. Peters: Ich empfehle immer, den Messebesuch erstens gut vorzubereiten und zweitens Zeit mitzubringen. Zur Planung ist das Internet ideal, wir sind zu finden unter www.ish.frankfurt.com, und natürlich der Messekatalog. Wer sich auf das vorbereitet hat, was er sehen muss und will, der hat dann ausreichend Zeit, um sich etwas treiben zu lassen. Zeit, Stimmungen und Atmosphäre mit allen Sinnen aufzunehmen, unerwartete Begegnungen zu genießen, interessante Ideen zu hören oder mitten im Trubel einen guten Bekannten wieder zu treffen. Diese Mischung ist der Nährboden für Kreativität und Ideen, den heute jeder braucht, um geschäftlich erfolgreich zu sein. Und das ist es, was eine ISH immer wieder einzigartig macht.

IKZ-HAUSTECHNIK: Herzlichen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Messeverlauf.