IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 6/2003, Seite 30 f


VERBÄNDE AKTUELL 


 Bayern


34. Arbeitsseminar Bad Tölz

Landesfachgruppenleiter: OL Hubert Ziegler verdeutlichte Beurteilungskriterien des Handwerks.

Seit dem Beitritt des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks (OL) zur SHK-Organisation Anfang der achtziger Jahre, organisiert der Fachverband SHK Bayern bzw. dessen "Förderungsgesellschaft für die Handwerke der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Bayern mbH" auch die jährlich Mitte Januar stattfindenden Fortbildungsseminare für Kachelofenbauer. Vom 9. bis 11. Januar dieses Jahres fand bereits das 34. Arbeitsseminar des bayerischen Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks im Kurhaus in Bad Tölz statt.

Knapp 200 Zuhörer, darunter auch Repräsentanten des bayerischen Kaminkehrerhandwerks, Schüler der Meisterschule (Kerschensteiner Berufsbildungszentrum, München) und Vertreter der Zulieferindustrie und des Fachgroßhandels wurden an zweieinhalb Tagen über interessante Themen des OL-Handwerks geschult und informiert. Die Tagung leitete Landesfachgruppenleiter Hubert Ziegler.

Arbeitsseminar: Interessierte Zuhörer während der Vorträge.

Zu Beginn berichtete Dipl.-Ing. Eduard Lemke (FVSHK Bayern) über Schäden an Heizölversorgungsanlagen in den Hochwassergebieten der Donau. Ihm folgte Dipl.-Ing. Klaus Hufnagel (Staatliche Fachschule für Keramik, Landshut) mit einem Referat über Qualitätsmerkmale und Schadensbeurteilung an Ofenkacheln. Dipl.-Ing. Konrad Kügel, Geschäftsführer der Wolfshöher Tonwerke sowie der Schamottewerke Kandern Feuerfest, berichtete über Qualitätsmerkmale und Stoffeigenschaften diverser Schamottematerialien. In einem zweiten Teil seines Beitrages schilderte er hausinterne Versuche, die keramischen Züge (Nachheizfläche) eines Kachelofens im Niedrigenergiehaus mit seiner dichtschließenden Gebäudehülle luftdicht zu bauen.

Viel Applaus erhielt Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des FVSHK Bayern, für sein Referat "Wer nicht cool ist, ist out". In humorvoller Weise fasste Dr. Schwarz Beobachtungen über erfolgreiche Werbeaussagen diverser Konzerne zusammen, die er in einer Power-Point-Präsentation verdeutlichte. Die Absicht: Auch der Handwerker kann von den Großen im Markt lernen, wie man Werbeaussagen geschickt rüberbringt.

Abendveranstaltung: Blick ins Kurhaus Bad Tölz, das mit 200 Teilnehmern gut gefüllt war.

Über einschlägige, z. T. noch vor der Harmonisierung stehende europäische Normen, welche das OL-Handwerk betreffen, informierte Dipl.-Ing. Manfred Vohs (ZVSHK). Die guten Beziehungen der Kachelofenbauer zum bayerischen Kaminkehrerhandwerk kamen im anschließenden Referat des technischen Landesinnungswartes Herbert Wazula mit dem Titel "DIN 18160-1" (Abgasanlagen, Verbindungsstücke) zum Ausdruck. Vorträge der Kaminkehrer/Schornsteinfeger gehören fast schon zum regelmäßigen Repertoire des Arbeitsseminars. Vor Ort sind die Kaminkehrer wichtige Partner des Ofenbauers.

Am Samstag rundeten ein praxisbezogener Beitrag des österreichischen Hafnermeisters Clemens Seewald über den Einsatz von Kachelöfen mit Wasserteil und Solarunterstützung sowie ein Vortrag über aktuelle Anforderungen der Finanzbehörden durch Diplom-Betriebswirt Hans Priller, bayerische Finanzverwaltung, München, das mit viel Zustimmung aufgenommene Seminar ab.

Im nächsten Jahr wird das Arbeitsseminar vom 15. bis 17. Januar 2004 wieder in Bad Tölz stattfinden.

FV-SHK Bayern, Seminare 2003

Thema

Datum

Ort

Rating Aufbauseminar

18.03.03

München

Erfolgsorientierte Entlohnungssysteme

20.03.03

München

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21.03.03

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Zu teuer! – Was tun? Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit mit Hilfe des Programms "Kalkül"

26.03.03

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04.04.03

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Anfrage – Angebot –Auftrag

01.04.03

München


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