IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 1/2/2003, Seite 14 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Kurz und bündig

Haftungsübernahme

Rheinzink ist Gewährleistungspartner

Auf der SHK Hamburg wurde am 21. November 2002 ein wichtiger Abschluss in Sachen neuer Haftungsübernahmevereinbarung (HÜV) bekannt gegeben. Bereits 1987 hatte die Rheinzink GmbH & Co KG eine Gewährleistungsvereinbarung mit dem ZVSHK abgeschlossen. Jetzt wurde die Vertragspartnerschaft sowohl inhaltlich bearbeitet als auch formell an die neuen Regelungen der Schuldrechtsmodernisierung angepasst.

Nach der Unterzeichnung der Haftungsübernahmevereinbarung: ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach (rechts) und Rheinzink-Geschäftsführer Ulrich Grillo.

Der Abschluss der HÜV bedeutet für die Mitgliedsbetriebe der SHK-Organisation erhöhten Schutz, da Rheinzink für fehlerhafte Materialien in demselben Umfang haftet, wie der Mitgliedsbetrieb gegenüber seinem Auftraggeber. Damit übernimmt Rheinzink den Ersatz von Mängelansprüchen, die ihre Ursache in fehlerhaften Rheinzink-Materialien haben. Dies schließt die Übernahme von Aus- und Einbaukosten sowie Ersatzlieferung von Materialien und die Übernahme von Schäden bis zu einer Höchstsumme je Schadensereignis von 1,5 Millionen Euro ein.


Hochwasser

Innungsbetriebe unterstützt

Die Flutkatastrophe an Elbe, Donau und zahlreichen Nebenflüssen hat eine Welle der Hilfsbereitschaft bei Herstellern, Handel und Innungsbetrieben ausgelöst. Angesichts der eingetretenen Schäden wird diese Hilfe auch dringend benötigt, denn allein unter den Mitgliedsbetrieben im Bereich des Fachverbandes Sachsen hat es vier SHK-Unternehmen getroffen, deren Schäden höher als jeweils 400.000 Euro geschätzt werden. Zwölf Betriebe beziffern Verluste zwischen 200.000 und 400.000 Euro, 14 SHK-Unternehmer nennen Schäden zwischen 100.000 und 200.000 Euro und bei weiteren 27 Innungsbetrieben hat das Hochwasser Schäden bis etwa 100.000 Euro verursacht. Den Gesamtschaden bei allen 60 geschädigten sächsischen Innungsbetrieben schätzt man auf 8,5 Millionen Euro.

Dem Unterstützungsaufruf des ZVSHK ist eine Reihe von Partnern aus Industrie, Handel und Energiewirtschaft gefolgt. So war es möglich, dass die betroffenen SHK-Fachverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg in Zusammenarbeit mit den Obermeistern der jeweiligen Innungen Sach- und Geldspenden aufschlüsselten und dorthin gebracht haben, wo die Not unter den Innungsbetrieben am größten war. Bis Anfang November verzeichneten die drei Fachverbände eingegangene Geldspenden in einer Gesamthöhe von etwa 235.000 Euro. Zudem sind Sach- und Geldspenden durch Industrieunternehmen, Energieversorger und befreundete Verbände in erheblicher Höhe auch auf anderen Wegen ans Ziel gekommen.

Weil auch weiterhin Hilfe in Form von Geldspenden nötig ist, können dazu ZVSHK oder die drei Landesverbände angesprochen werden.


Leistungswettbewerb

Sieger wurden ermittelt

Jedes Jahr werden zunächst auf Landesebene die besten Nachwuchs-Talente in 94 Vollhandwerken und damit in rund 120 Wettbewerbsberufen gesucht. Wer sich hier mit seinen Arbeitsproben jeweils bis zur Spitzengruppe durchringen kann, hat danach in einer weiteren Wettbewerbsrunde die Chance, zum Bundessieger gekürt zu werden. Austragungsort war in diesem Jahr Leipzig.

Aus dem SHK-Bereich gab es folgende Platzierungen bei den Gas- und Wasserinstallateuren:
1. Sebastian Braun (Ausbildungsbetrieb Dieter Braun, Lückendorf)
2. Oliver Belz (Ausbildungsbetrieb Gerhard Pfeil, Bad Berleburg)

Ein dritter Platz wurde aufgrund niedriger Punktewertungen nicht vergeben.

Bei den Zentralheizungs- und Lüftungsbauern sind die Platzierungen:
1. Dirk Relt (Ausbildungsbetrieb Alfred Albers, Rosendahl/Münsterland)
2. Christian Herzog (Ausbildungsbetrieb Alfred Schlaubke, Glashütte/Sachsen)
3. Rainer Kaifel (Ausbildungsbetrieb H. Helmut Koch, Dellmensingen).

Bei den Klempnern gibt es aufgrund der erreichten Punktzahl nur eine Platzierung:
1. Jan Scholle (Ausbildungsbetrieb Henneberg, Hamburg).

Bei den Behälter- und Apparatebauern erreichte nur ein Kandidat die erforderliche Mindest-Punktzahl:
1. Thomas Müller (Ausbildungsbetrieb Textoris, Düren).

Bei den Kachelofen- und Luftheizungsbauern:
1. Falk Süßmilch (Ausbildungsbetrieb Horst Siebenhäuser, Dohna)
2. Sven Diercks (Ausbildungsbetrieb Diercks, Bünde)
3. Michael Christel (Ausbildungsbetrieb Lamprecht, Burgebach).

Den Jahrgangsbesten auch vonseiten der IKZ-Redaktion Herzliche Glückwünsche!

Die Bundessieger (Platz 1-3) erhalten für ihre Leistungen vom ZVSHK Urkunde und Scheck als Anerkennung. Für den Bundessieger im Gas- und Wasserinstallateur-Handwerk besteht zudem die Chance, im Juni 2003 am internationalen Berufswettbewerb in St. Gallen/Schweiz teilnehmen zu können.


Leckortung

ZVSHK zeichnet Monty aus

Mit dem Marktsegment "Qualifizierte Leckortung und Schadensbeseitigung" haben SHK-Fachbetriebe die Möglichkeit, sich als Problemlöser bei Schadensfällen zu profilieren. Dazu bedarf es professioneller Geräte und Anwendungstechniken. Unter den Anbietern am Markt hat sich der ZVSHK umgeschaut. Die Firma Monty AG aus Bünde entspricht durch ihr komplettes Leistungsangebot an

Brief (mit Eckring) und Siegel für ein handwerkertaugliches Programm zur Leckortung überreicht ZVSHK-Vorstand Karl Schlüter (links) Monty-Geschäftsführer Lothar F. Droste.

Der Vorteil für den SHK-Fachbetrieb: Mit neuester Technologie ist heute eine punktgenaue Ortung möglich. So können bei der Suche nach Leckstellen Fehlöffnungen und "Orientierungslöcher" und damit in der Regel teure Instandsetzungsaufwendungen vermieden werden.


Haftungsübernahmevereinbarungen weiterhin wichtig

Treffen der Gewährleistungspartner

Auch vor dem Hintergrund veränderter Verjährungsfristen für Mängelansprüche bleibt es für den Fachbetrieb von Bedeutung, wenn er Produkte eines Gewährleistungspartners verwendet. Es erleichtert im Schadensfall die Abwicklung bis hin zur Haftungsfreistellung. Dies wurde auf einer ZVSHK-Tagung am 12. November 2002 in Bad Godesberg erneut unterstrichen.

Über 70 Geschäftsführer sowie Vertreter von Gewährleistungspartnern waren der Einladung des ZVSHK gefolgt, um sich auf einer Informationstagung über wichtige Branchenthemen auszutauschen. Die wichtigste Frage angesichts des neuen Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes: Sind die Neuerungen im Kaufrecht so weitreichend, dass sie die Haftungsübernahmevereinbarungen (HÜV) überflüssig machen? Ein klares Nein darauf vonseiten des ZVSHK. Lionel Vignol, Rechtsreferent im Zentralverband, gab einen Einblick in Werk- und Kaufvertragsrecht. Hier sind Verjährungsfristen für Mängelansprüche von zwei bzw. fünf Jahren wirksam, wobei bedeutsam ist, wann die Laufzeit tatsächlich beginnt. Das ist beim Kaufrecht bei Warenablieferung durch den Großhändler, beim Werkvertrag ist dies der Zeitpunkt der Abnahme. Dadurch ergibt sich ein Zeitraum, in dem der organisierte SHK-Mitgliedsbetrieb im Schadenfall keine Rückgriffsmöglichkeit hat - es sei denn auf den Gewährleistungspartner des ZVSHK.

Über 70 Geschäftsführer und Vertreter von Gewährleistungspartnern informierten sich über Haftungsfragen, Weiterbildung und Marketing.

Auch kann eine zusätzliche Verkürzung der Verjährungsfrist für Mängelansprüche wirksam werden, wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Großhändlers entsprechend gestaltet sind. Auch hier würde eine Haftungsübernahmevereinbarung dafür sorgen, betonte Lionel Vignol, dass der Fachbetrieb ungeachtet dieser Fristen Mängelansprüche direkt beim Hersteller geltend machen könne. Wichtige Gründe für die Bedeutung und den Fortbestand von Haftungsübernahmevereinbarungen fasste er nochmals in Punkten zusammen:

Der ZVSHK plädierte für ein Leistungsbündnis mit den Gewährleistungspartnern, um Aufgaben in der Aus- und Weiterbildung gemeinsam zu schultern.

Leistungsbündnis ist gefragt

Zur "Initiative Aus- und Weiterbildung 2010" hatte der ZVSHK bereits vier Wochen zuvor an gleicher Stelle auf einem Kongress Stellung bezogen. Nun bot die HÜV-Tagung die Gelegenheit, mit den geeigneten Partnern aus dem Kreis der Hersteller über ein Bündnis im Bereich der Berufsbildung zu sprechen. Warum sich eine Interessengemeinschaft zwischen Herstellern und Fachhandwerk ergibt, ist nicht schwer zu beschreiben: Für die anspruchsvolle Technik von heute und morgen müssen genügend qualifizierte Fachkräfte bereitstehen, damit die immer komplexer werdenden haustechnischen Anlagen fachgerecht errichtet und gewartet werden können.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Verbandsorganisation im Rahmen eines Gesamtkonzeptes attraktive Angebote in der Aus- und Weiterbildung geschaffen, damit der Fachbetrieb für Energie- und Gebäudetechnik Schritt halten kann mit den Entwicklungen des Marktes. Friedrich-Wilhelm Göbel, Referent für Berufsbildung im ZVSHK, gab den Teilnehmern einen Einblick in die aktualisierten Inhalte der neuen Meisterprüfungsordnung und den Entwicklungsstand in der Lehrlingsausbildung, die im Sommer 2003 fertig werden soll.

ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach zeigte die zu erwartenden Entwicklungen in der SHK-Branche auf, die Handwerk, Handel und Hersteller gleichermaßen treffen würden und appellierte an die Marktpartner, den Prozess einer Image-Wandlung gemeinsam zu schultern. Nicht unerwähnt ließ er, dass dazu auch erhebliche Ressourcen geschaffen werden müssten. Diese Veranstaltung scheint Wirkung gezeigt zu haben. Michael von Bock und Polach äußerte sich zufrieden über die positive Resonanz der Marktpartner. Einige hätten bereits während der Tagung, andere in der Folgezeit ihre Bereitschaft für eine Unterstützung signalisiert. (TD)


ZVSHK-Termine-Daten-Informationen (Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

18./19. Februar 2003

ATV-DVWK/ZVSHK-Gemeinschaftstagung Gebäude- und Grundstücksentwässerung, Königswinter

01.-08. März 2003

Intern. Unternehmensseminar fär das SHK-Handwerk, Fuerteventura

25.-29. März 2003

Messe ISH, Frankfurt/Main

29./30. Januar 2004

Deutscher Klempnertag, Würzburg

ZVSHK Direkt: Telefon: 02241/9299-0, Telefax: 02241/21351
E-Mail: info@zentralverband-shk.de,
Internet: www.wasserwaermeluft.de



Die Geschäftsstellen des ZVSHK

ZVSHK
Rathausallee 6
53757 St. Augustin
Telefon: 02241-29056
Telefax: 02241-21351

ZVSHK Geschäftsstelle Potsdam
An der Pirschheide 28
14471 Potsdam
Telefon: 0331-972107
Telefax: 0331-972603


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