IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 14/2002, Seite 34 f.


REPORT


Das Mehrfamilienhaus in der Wehrenboldstraße 86. Eines von rund 600 Mietobjekten der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG.

Service gegen den Wohnungsleerstand

Mit einem umfassenden Serviceangebot begegnet die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG (WBG) der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt. Komfort statt Kosten, lautet die Devise. Das fängt bei der Betreuung der älteren Menschen an und hört bei der barrierefreien Badgestaltung auf.

"Oberstes Ziel unserer Serviceleistungen ist, dass die Menschen möglichst lange in ihren vier Wänden bleiben". Dipl.-Ing. Rainer Heubrock

"Oberstes Ziel unserer Serviceleistungen ist, dass die Menschen möglichst lange in ihren vier Wänden bleiben", erklärt Dipl.-Ing. Rainer Heubrock, als geschäftsführender Vorstand der WBG verantwortlich für rund 3800 Wohnungen, 1400 Garagen sowie über 50 gewerbliche Objekte. Bereits vor zwei Jahren wurde darum ein sozialer Dienst initiiert, der von der Koordinierung von ambulanten Pflegediensten über die Beratung bei der altengerechten Wohnraumgestaltung bis hin zur Organisation von Freizeitangeboten vielschichtige Aufgaben übernimmt. Bedarf ist durchaus vorhanden, denn viele der Mieter wohnen bereits seit über 40 Jahren in den Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG, die in diesem Jahr ihren 65-jährigen Geburtstag feiert. Und so verwundert es nicht, dass das Angebot gut angenommen wird, wie eine aktuelle Zwischenbilanz belegt.

Erfahrungsaustausch vor Ort: Albert Stich, Gebietsverkaufsleiter NRW bei Oras, im Gespräch mit Frau Nägeler. Die 71-jährige Mieterin zeigt sich rundum zufrieden mit der Handhabung der Combidetta. Vor allem zum Haare waschen nutze sie die Armatur.

Barrierefreies Wohnen im Fokus

Das Thema barrierefreies Wohnen rückt in diesem Zusammenhang immer häufiger in den Fokus. Beispiel Bad: Gerade ältere Menschen benötigen viel Zeit für die tägliche Körperhygiene, für medizinische Bäder, Toilette usw. Da die wenigsten Bäder den geforderten Bedürfnissen entsprechen, ist das Sanierungspotenzial gewaltig. "Natürlich können wir nicht alle Bäder in einem Zug sanieren und barrierefrei gestalten, trotz unseres hohen Investitionsvolumens von jährlich rund vier Millionen Euro", relativiert Heubrock. Das sei überdies gar nicht notwendig. Vielfach reiche bereits der nachträgliche Einbau von Stützgriffen oder Armaturen aus, um den Mietern mehr Wohnkomfort zu bieten. So greift die Wohnungsbaugenossenschaft beispielsweise regelmäßig auf die Armaturenserie Vega-Combidetta von Oras zurück, die mit der seitlich angebrachten Handbrause gut als Bidetersatz fungieren kann. Vorausgesetzt, das WC befindet sich in unmittelbarer Nähe. Doch auch für den alltäglichen Gebrauch hat sich diese flexible Lösung des Iserlohner Armaturenspezialisten bewährt, wie die Erfahrungen der Mieter zeigen.

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten war die Installation eines Bidets im Zuge der Badsanierung in dieser Wohnung nicht möglich. Als Alternative kam die Vega-Combidetta von Oras zum Einsatz. Ohne das WC zu verlassen, ist beispielsweise eine gründliche und komfortable Reinigung des Intimbereiches nach der Toilettenbenutzung möglich.

Albert Stich, Gebietsverkaufsleiter NRW bei Oras, sieht im Bereich des barrierefreien Bauens zudem einen großen Vorteil für sein Unternehmen: "Viele unserer Armaturen - Einhebelmischer und auch Thermostaten - können wir mit unterschiedlichen Bedienhebeln oder Ausläufen umrüsten. So kann aus einer vorhandenen Standardarmatur häufig ohne großen Aufwand eine behindertengerechte Ausführung geschaffen werden."

Als angenehm sanft erweist sich der Sprühstrahl der Combidetta.

Dass die serviceorientierte Strategie der Wohnungsbaugenossenschaft aufgeht, beweisen die aktuellen Zahlen: Während andere Wohnungsbaugesellschaften Leerstände von bis zu 20 Prozent verzeichnen müssen, sind es bei der WBG nicht einmal 0,2 Prozent. Und dabei handelt es sich meist sogar um Wohnungen, die gerade umfassend saniert werden.

Internetinformationen:
www.oras.de
www.wbg-luenen.de