IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 5/2002, Seite 40 f.


REPORT


Ungewohnter Werkstoff für Norddeutschland

Formstabiles PE-Xc-Rohr überzeugt in Senioren-Residenz bei Hannover

Ein beispielhafter Querschnitt der Viega-Systemtechnik wird in der Senioren-Residenz City Park Langenhagen bei Hannover eingesetzt. Über die Hintergründe und Praxiserfahrungen informiert der nachfolgende Objektbericht.

"Billig," sagt Heizungsbau- und Sanitärbaumeister Werner Luttmann im Brustton der Überzeugung, "kann man alles bekommen. Aber nicht, wenn an die Qualität der eigenen Arbeit so hohe Ansprüche gestellt werden wie bei uns." Und liefert damit in zwei knappen Sätzen die komplette Begründung, warum in der Senioren-Residenz City Park Langenhagen bei Hannover ein beispielhafter Querschnitt der Viega-Systemtechnik eingesetzt wird: vom "profipress"-System für die Steigleitungen über das korrosionsresistente, formstabile PE-Xc-Rohr-System "sanfix FOSTA" für die Stockwerks-Verteilung bis hin zu "Viega ECO"-WC-Trockenbau-Elementen.

Insgesamt 12 Kilometer "sanfix FOSTA"-Rohr mit den Abmessungen 16 mm x 2,2 mm und 20 mm x 2,8 mm werden für Heizung und Sanitär im ersten Bauabschnitt des "City Parks" verlegt.

Eigentlich sind die Fachinstallateure der Schweigatz Heizungs- und Sanitärbau GmbH aus Oldenburg "Kupfer-Leute", wie sie im Buche stehen. Aufgeschlossen gegenüber Neuem, aber letztlich mit Hang zum Bewährten. Entsprechend groß war der erste Schreck, als man in der Ausschreibung las, dass Kupfer nur für die Steigleitungen verwendet und die gesamte Stockwerksverteilung mit formstabilem PE-Xc-Rohr ausgeführt werden sollte. Diese Anforderungen stellten das traditionsreiche Unternehmen "vor eine Nagelprobe", so Luttmann.

Beim Weiterlesen der Ausschreibung mit 110 für den ersten Bauabschnitt benötigten WC-Vorwandelementen, Tausenden Fittings, ebenso zahlreichen Detaillösungen wie Abläufe, Geruchverschlüsse und Unterputz-Absperrungen wurde eines deutlich: Wenn man schon die ungewohnten PE-Xc-Rohre in Kauf nehmen musste, dann wollte man sich wenigstens auf ein ausgereiftes, System übergreifendes Komplett-Programm verlassen können. Letztlich entschieden sich die Heizungsfachleute für die Viega-Systemtechnik.

"Echte Alternative"

Etwa ein halbes Jahr ist seit der Entscheidung vergangen. Im ersten Bauabschnitt erfolgte die Installation sämtlicher Steigleitungen für Trinkwasser und Heizung. Außerdem wurden in der Stockwerksverteilung rund 9 der insgesamt 12 projektierten Kilometer des formstabilen und durch eine innen liegende Aluminiumschicht sauerstoffdichten "sanfix FOSTA"- PE-Xc-Rohres verlegt. Ferner mussten Dutzende Vorwandelemente montiert und an das Rohrnetz angebunden werden. Sechs Monate, nach denen Werner Luttmann und sein Bauleiter Antonius Duen Bilanz ziehen können - und dies im Gespräch auch ungeschminkt tun...

Schnell hergestellt und gleichzeitig blitzsauber: die Heizkörperanbindung mit Edelstahl-Rohr.

Fazit Nummer 1: "Das hochwertige PE-Xc-Rohr ist eine echte Alternative." Neben dem hohen Schutz vor Korrosion hat sich "sanfix FOSTA" gleich aus einer ganzen Reihe von Gründen bewährt. Hier zählt für Werner Luttmann und Antonius Duen vor allem die praxisgerechte Verarbeitung. "Die je nach Abmessung auf 50- bzw. 100 Meter ausgelegten Rollen sind im Baustellenalltag ideal. Die benötigten Rohrlängen lassen sich nahezu verschnittfrei kürzen. Das umfassende Sortiment der Rotguss-Fittings mit Systemübergängen zwischen den Werkstoffen Kupfer und Kunststoff bietet zudem uneingeschränkte Kompatibilität zu den Anschluss-Komponenten."

Die Formstabilität der vollisolierten PE-Xc-Rohre verhindert im rauen Baustellen-Alltag Beschädigungen; Kreuzungssituationen werden elegant mit dem Estrichverteiler in der ISO-Box gelöst, der selbst bei geringen Aufbauhöhen installiert werden kann.

Ob Steigleitung, Absperrventil, Spülkasten, Heizkörperanbindung oder das neue Kreuzungs-T-Stück - mit dem zugelassenen Presswerkzeug und Pressbacken können Verbindungen schnell und unproblematisch erstellt werden. Weiterer Vorteil: Weil das System inklusive Fittings sowohl für Sanitär wie für Heizung gleichermaßen geeignet ist, gab es keine Verwechslungsprobleme.

Fazit Nummer 2: "Bisher standen wir der Presstechnik bei metallischen Presssystemen skeptisch gegenüber. Wir kennen den hektischen Baustellenalltag nur zu gut und hatten Angst vor den Folgeschäden, die durch vergessene Verpressungen entstehen können." Diese Vorbehalte sind durch die Viega-patentierte SC-Contur ausgeräumt: Hier tritt aus versehentlich unverpressten Verbindungen schon bei der Druckprobe sichtbar Wasser aus. Hinzu kommt auch im City Park Langenhagen die deutlich höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit. "Wir haben zwar nicht," räumt Werner Luttmann ein, "die von Viega-Verkaufsberater Jens Meinen vorgerechneten zwei Verarbeitungsminuten pro Meter erreicht. Aber wir sind uns sicher, mit unserer bereits gesammelten Erfahrung wird das im zweiten Bauabschnitt besser."

Sicherheit des Systemverbundes bis hin zu den Trockenbau-Elementen: Aus dem Programm "Viega ECO" stammen die in der Seniorenresidenz installierten WC-Elemente.

Ausgereiftes Zusammenspiel

Auch im nächsten Bauabschnitt der auf insgesamt 243 Wohneinheiten konzipierten Senioren-Residenz wird die Sanitär- und Heizungsinstallation einschließlich vieler weiterer Komponenten von Viega geliefert werden. Spätestens dann allerdings nicht mehr, weil es im Ausschreibungstext stand, sondern weil das Zusammenspiel aus ausgereifter System-Technik und anspruchsvoller Komponenten-Qualität diejenigen überzeugt, die es garantiert am besten wissen - nämlich die Fachinstallateure der Schweigatz Heizungs- und Sanitärbau GmbH, die all das unter Baustellen-Bedingungen jeden Tag aufs Neue installieren müssen.


B i l d e r :   Viega, Attendorn


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