IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 3/2002, Seite 3


EDITORIAL


Bessere Alternative

Man kann sie nur dick unterstreichen und dann auch in die Tat umsetzen - die Losung, die die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) während ihrer Mitgliederversammlung im Oktober 2001 ausgab. "Gerade in ebenso bewegten wie schwierigen Zeiten", brachte sie das Gebot der Stunde auf den Punkt, "sind praktizierter Schulterschluss und konkrete Offensivsignale gefragt". Zum Glück zeigt der dreistufige Leistungsverbund selbst, dass und wie sich dieser Appell durch gezieltes Handeln verwirklichen lässt. Das aktuelle Erfolgsbeispiel: die Bad-Gemeinschaftswerbung.

2002 geht die dreijährige, mit insgesamt fast 13 Mio. Euro ausgestattete Kampagne in ihr zweites Jahr. In ihrem Mittelpunkt stand und steht das "gute Bad vom Profi". Schon das macht die handwerkliche Rundum-Kompetenz zu einem unverzichtbaren Hauptdarsteller des vielfältigen Medien- und Maßnahmen-Paketes, das den Verbraucher im Branchensinne "packen" und lenken soll. Deshalb hat nicht zuletzt das Fachhandwerk ein besonderes Interesse daran, dass die konzertierte Aktion ein Volltreffer wird.

Das gilt mehr denn je. Denn: Auch im gerade angelaufenen Jahr ist mit einer (spürbaren) konjunkturellen Trendwende kaum zu rechnen. Umso mehr kommt es darauf an, die Nachfrage aus eigener Kraft zu beleben, um damit die für viele Betriebe tragende Säule des privaten Renovierungs- und Modernisierungsgeschäftes weiter zu festigen. Ansonsten droht nämlich neues Unheil. Lässt die ehrgeizige bis aggressive Konkurrenz von "Obi, Kohler und Co." doch keine Chance zum Angriff auf das "dreistufige" Team aus. Übrigens: Wer als Handwerker ihren - meist ziemlich durchsichtigen - Verlockungen erliegt, muss wissen, was er aufs Spiel setzt.

Die zweifellos bessere Alternative: das durch die nationale TV- und Anzeigenwerbung auf die Pluspunkte von "Meister. Marken. Möglichkeiten" eingestimmte Publikum vor Ort buchstäblich in Empfang zu nehmen. Genau dafür hält das innerhalb der Kampagne geschnürte "Mikromarketing-Paket" ein breites, Ende 2001 nochmals ausgebautes Angebot bereit. Es umfasst von A wie Autoaufkleber über K wie Kundenzeitschrift und T wie Thekendisplay bis zu Z wie Zeitungsmatern derzeit über 30 Unterstützungselemente. Vom ZVSHK koordiniert, können Schaltungen von Funkspots und Anzeigen sogar bezuschusst werden.

Ergo: Individuelles Engagement und - wo immer möglich - regionale bzw. lokale Koop-Aktionen mit Großhandels-Partnern dienen der eigenen und der gemeinsamen Sache gleichermaßen. Das beweisen bisher bereits über 4800 Handwerksfirmen durch ihre Mitwirkung an der "Lebensraum Bad"-Initiative. Ebenso erfreulich: Rund 95% davon sind Innungsmitglieder - ein wichtiger Merkposten in der per saldo positiven Zwischenbilanz.

Branchenintern erfüllt die Gemeinschaftswerbung eine (manchmal unterschätzte) Doppelfunktion. Erstens stärkt sie wesentlich das dreistufige "Wir-Gefühl". Zweitens fördert sie die Erkenntnis, dass die Akteure des professionellen Vertriebsweges ihre Interessen und Gelder bündeln müssen. Speziell in der gegenwärtigen Marktphase.

Karl-F. Schlüter
Stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS)
und Mitglied des ZVSHK-Vorstandes