IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 22/2001, Seite 58 f


REPORT


Hitze statt Hetze

Wellness-Saunen made by Tylö

Denkt man an Skandinavien, denkt man zwangsläufig an die kalten, verschneiten Winter. Aber man hat auch das Bild einer Sauna vor Augen, in der nur mit einem Handtuch beschürzte Menschen schwitzend und lächelnd auf Holzbänken sitzen. Saunabaden - Kult(ur) im hohen Norden. Wenn es nach dem Willen des großen schwedischen Saunaherstellers Tylö geht, soll die Akzeptanz des Saunabadens in Deutschland erheblich gesteigert werden. Was sicher auch aus Sicht des SHK-Handwerks befürwortet wird. Schließlich liegt die Deckungsrate erst bei geschätzten 3% aller Haushalte. Die IKZ-HAUSTECHNIK hat sich bei Tylö informiert.

Umsatzträger "Wellness"

Fachleute sprechen dem Wellnesstrend in Deutschland Wachstumsraten von jährlich 25 Prozent zu. Neben Duschsäulen und Whirlpools fallen auch alle Arten von Saunen in das umsatzstarke Marktsegment. Hierzu gehören z.B. die klassische Sauna, das Dampfbad und das Fitnessbad. Unbestritten sind die positiven Wirkungen auf Körper und Seele: Muskelverspannungen lösen sich, der Kreislauf wird angeregt - man fühlt sich einfach wohl. Die klimatischen Verhältnisse in der Sauna sind dafür verantwortlich. "Unterschiedlichste Philosophien sind da anzutreffen", weiß Klaus Schlenker, Generalvertreter für Tylö-Saunen in Deutschland. "Die einen lieben die klassische Sauna, auch finnische Sauna genannt, mit einer Lufttemperatur von etwa 90C bei rund 10% relativer Luftfeuchtigkeit, die anderen schwören auf das Dampfbad bei wesentlich niedrigerer Temperatur, aber höherer Luftfeuchtigkeit." Dazwischen liegt die milde Dampfsauna (Bio-Sauna), in der man bei etwa 55C und 55% relativer Luftfeuchtigkeit ins wohltuende Schwitzen kommt. Für all jene Fälle bietet der Saunaspezialist die passenden Produkte: von kleinen, für das Badezimmer angepasste Varianten bis hin zu großzügigen Anlagen für die ganze Familie.

Klaus Schlenker, Generalvertretung für Tylö-Saunen in Deutschland: "In der Vermarktung von Saunen steckt noch Potenzial, das sich der SHK-Handwerker erschließen kann."

Darüber hinaus bietet Tylö Dampfbäder an. Sie sind aus Kunststoff gefertigt und in unterschiedlichen Größen für 2 bis 16 Personen konzipiert. Wer neben einem Dampfbad Badespaß haben möchte, wählt ein Fitnessbad, eine Kombination aus Dampfbad und Wasservarianten: Verschiedene Badeprogramme sind per Knopfdruck möglich: Sanfter Wasserfall, prasselnder Regen, Dampfbad (mit oder ohne Kräuterdüfte), Wassermassage...

Technische Details als Unterscheidungsmerkmale

Als Herzstück einer Sauna (nicht Dampfbad) gilt der Saunaofen. Hier gibt es von Hersteller zu Hersteller wesentliche Unterscheidungsmerkmale. Beispiel Aufheizphase: Unabhängige schwedische Tests haben gezeigt, dass ein Tylö-Ofen die Sauna in kürzerer Zeit auf Betriebstemperatur bringt als seine Mitstreiter. Ähnlich verhält es sich bei weiteren Testparametern. Schlenker: "Unser Ofen wies in Betrieb den geringsten Energieverbrauch und mit 48C die niedrigste Oberflächentemperatur an unserer Verkleidung auf. Dadurch beweisen wir eindrucksvoll unser Know-how, das wir seit der Gründung des Unternehmens durch Sven-Olof Janson im Jahr 1950 aufgebaut haben."

Sauna der Luxusklasse: Edle Hölzer bestens verarbeitet.

Die Herstellung sämtlicher Saunaprodukte geschieht ausschließlich in Halmstad, dem Firmensitz von Tylö an der Westküste Schwedens. "Wegen des hohen Qualitätsanspruchs stammen 95% des Lieferprogramms aus eigener Produktion, 5% sind Zukaufartikel wie Kleinteile, Handtücher, Seifen, Duftstoffe", sagt Per-Olov Lindberg, Marketing-Manager bei Tylö. Seit Mai dieses Jahres verzichtet Tylö auf die Verarbeitung von tropischen Hölzern und greift auf ungefährdete Holzarten zurück: Espe, Erle, nordische Fichte, Zeder und Kiefer.

Per Olov Lindberg, Marketing Manager bei Tylö in Halmstad (Schweden): "Beste Produktqualität ist unser oberstes Gebot."

Ein Saunatrend

Noch vor wenigen Jahren verstanden die meisten Menschen unter einer Sauna einen abgedunkelten Raum. Heute hat sich diese Vorstellung grundlegend geändert. Licht und Glas kommen heute zum Zuge. "Viele Saunakabinen werden insbesondere mit mehreren, großen Fenstern nachgefragt", macht Schlenker deutlich. Bis auf das kleinste Modell kann jede Tylö-Sauna mit einem oder mehreren Fenstern versehen werden. Diese Zusatzausstattungen werden von vielen Endkunden positiv angenommen. Schlenker: "Die Zeiten standardisierter einfacher Saunen ist vorbei. Individualität ist in."

Voll im Trend: Sauna mit viel Glas.

Das SHK-Handwerk profitiert

Als einer der Weltmarktführer in Sachen Saunakompetenz exportiert Tylö in über 80 Länder auf allen fünf Kontinenten der Erde. In Deutschland liegt die Generalvertretung bei Klaus Schlenker (Stuhr b. Bremen, Adresse s.u.). Acht regionale Verkaufsrepräsentanten sind für den Vertrieb zuständig, der ausschließlich über den Fachhandel und das Fachhandwerk erfolgt. Direktbelieferungen an Endkunden sind ebenso ausgeschlossen wie an Baumärkte. Schlenker wickelt etwa 50% aller Saunabestellungen über den Sanitär- und Heizungsgroßhandel ab. Ein Marktsegment, das auch dem Sanitärinstallateur Chancen bietet.

Erholsame Entspannung in einem Dampfbad.

Kontaktadresse:
Tylö Saunafreizeit
Klaus Schlenker GmbH
Gottlieb-Daimler-Str. 30 - 34
28816 Stuhr
Tel.: 0421/87761-26
Fax: 0421/87761-32
www.tylo.de
tylo@topmail.de


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