IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 20/2001, Seite 16 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Entwässerung

Neue Kennzeichnung bei Hebeanlagen

Abwasserhebeanlagen erhalten zukünftig eine CE-Kennzeichnung nach DIN EN 12050. Damit die bisherigen in Deutschland bestehenden Anforderungen an Abwasserhebeanlagen eingehalten werden, ist zusätzlich zur oben genannten Kennzeichnung aufgrund der Hersteller-Produktunterlagen zu prüfen, ob folgende Bedingungen erfüllt sind:

Fäkalienhebeanlagen nach DIN EN 12050-1 müssen

Fäkalienhebeanlagen zur begrenzten Verwendung nach DIN EN 12050-3 müssen bei einem manometrischen Förderdruck von 0,3 bar eine Mindestfließgeschwindigkeit des Mediums in der Druckleitung von 0,7 m/s erreichen. Diese Hebeanlagen sollten mit einer statischen Förderhöhe von 2,5 m geprüft worden sein.

Diese nationalen Anforderungen an Abwasseranlagen sind in der DIN 1986-100 aufgeführt und müssen von Herstellern, die im deutschen Markt Hebeanlagen vertreiben, erfüllt werden. Planer und ausführende Fachbetriebe sollen bei der Auswahl der Hebeanlagen auf diese Zusatzanforderungen achten.

ÜWG-SHK

Umfrageaktion

Im Mai hat die Überwachungsgemeinschaft Technische Anlagen der SHK-Handwerke (kurz: ÜWG-SHK) zusammen mit dem Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) eine Umfrage gestartet und dazu 3.600 Fachbetriebe der Organisation angeschrieben. Man wollte unter anderem wissen, ob sich Heizungsanlagen für Öl oder Gas unterschiedlicher Beliebtheit erfreuen (Dies ist nicht der Fall!) oder welche Werbemittel gewünscht werden. Gerade zu diesem Punkt gab es zahlreiche Meinungen und Anregungen, die inzwischen ausgewertet und nach Möglichkeit in Zukunft berücksichtigt werden sollen.

Allgemein gültige Botschaften nach dem Gießkannenprinzip zu verbreiten wird beispielsweise als recht ineffektiv angesehen. Dagegen wurde deutlich besser bewertet, dass zeitnah zur allgemeinen Anhebung der Energiepreise die Werbebotschaft "Jetzt modernisieren heißt sofort Energiekosten sparen" zur Verfügung stand. So wird zumindest eine Konsequenz der Befragung sein, dass weitere Werbeaussagen erst kurzfristig dann zur Verfügung stehen, sobald ein aktueller Bezug gegeben ist, etwa bei der Weiterentwicklung von Lagertanks oder bei der Marktreife von wandhängenden Öl-Brennwertgeräten.

Unter den zahlreichen Antworten wurden insgesamt 200 Preise gezogen: Je ein Jahreslos der ZDF-Aktion Mensch (früher Aktion Sorgenkind) im Wert von DM 36, das monatlich viele Geldpreise bis zu einer Million DM möglich macht.

Das Mitmachen an der Fragebogenaktion hat sich gelohnt (v.r.): Der ÜWG-Vorsitzende Rolf Richter, ÜWG-Geschäftsführer Matthias Anton und Lothar Weber (IWO) ermittelten 200 Gewinner eines Jahresloses der ZDF-Aktion Mensch.


ZVSHK-Termine-Daten-Informationen
(Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

31. Januar/1. Februar 2002

Deutscher Klempnertag, Würzburg

31. Januar 2002

Architekturpreis 2002 für Metalldächer und -fassaden,Würzburg

09.-16. Februar 2002

Intern. Unternehmerseminar für das SHK-Handwerk, Teneriffa

26. Februar-02. März 2002

Messe SHK, Essen

10.-13. April 2002

Messe ifh/Intherm, Nürnberg

14.-18. April 2002

light & building - Internationale Fachmesse für Licht- und Elektrotechnik, Klimatechnik und Gebäudeautomation, Frankfurt/Main

22.-25. Mai 2002

6. World Plumbing Conference, Berlin

05./06. September 2002

Erdgasforum, Köln

03.-05. Oktober 2002

25. Deutscher Kupferschmiedetag, Friedrichshafen

09.-12. Oktober 2002

Messe SHKG, Leipzig

20.-23. November 2002

Messe SHK, Hamburg

25.-29. März 2003

Messe ISH, Frankfurt/Main

ZVSHK Direkt:
Telefon: 02241/9299-0
Telefax: 02241/21351
E-Mail: info@zentralverband-shk.de
Internet: www.wasserwaermeluft.de


Zweite ZVSHK-Mitgliederversammlung 2001

Treffen in turbulenter Zeit

Mitte September - am Folgetag der Terroranschläge in den USA - kamen die Mitglieder des ZVSHK zur Herbsttagung nach Potsdam, um über aktuelle Themen zu beraten. Dazu gehörte die zukünftige Ausbildung im zusammengelegten Berufsbild, die Wahl zweier Fachausschüsse sowie zwei Resolutionen zur Preis- und Förderpolitik.

Am Veranstaltungsort Flagge zeigen ist für den ZVSHK selbstverständlich, doch unter dem Eindruck der Terroranschläge auf die USA blieb sie am 12./13. September in Potsdam auf Halbmast.

Ganz unter dem Eindruck der dramatischen Ereignisse des Flugzeugterrors in New York und Washington verharrten die Teilnehmer der Mitgliederversammlung zunächst in einer Schweigeminute. Zu Beginn der Sitzung, am 12. September, waren nicht einmal 24 Stunden nach den Anschlägen vergangen und den meisten Anwesenden war das Unbehagen über die möglichen Auswirkungen anzuspüren.

Auch in seiner Eröffnungsrede äußerte sich Präsident Bruno Schliefke bestürzt über das Geschehen. Der Schock über den Angriff auf westliche Werte und Mechanismen wirkte tief und er fasste das Wechselbad der Gefühle in Worte: "Wut, Ohnmacht und Trauer ergreifen uns alle, wenn wir versuchen, die Ausmaße dieser Wahnsinnstaten verstehen zu wollen."

Düstere Aussichten

Lösten die Ereignisse in den USA zwangsläufig Betroffenheit aus, so taugte ein Themenwechsel hin zu den Branchenentwicklungen hierzulande auch nicht gerade für eine angenehme Abwechslung. Im weiteren Verlauf seiner Rede thematisierte Bruno Schliefke die derzeit prekäre Situation im Handwerk. Hier sehe man sich nicht nur mit einem Schwund bei den organisierten Betrieben konfrontiert, sondern könne zudem den Eindruck gewinnen, dass die derzeitige Regierung das Handwerk generell abschaffen bzw. zur Bedeutungslosigkeit degradieren wolle. Alle Forderungen und Hinweise zur Belebung der mittelständischen Strukturen speziell im Handwerk seien bisher ungehört verhallt, urteilte der Präsident. Unverständlich, ja wirtschaftlich überhaupt nicht vertretbar sei die Tatsache, dass man angesichts eines Schrumpfungsprozesses weiterhin Existenzgründungen im SHK-Bereich aus Steuermitteln unterstütze.

Nach wie vor seien auch die Kommunen dabei, mehr oder minder aktiv Kapazitäten aufzubauen, um in originäre Bereiche der SHK-Betriebe einzudringen.

Die Mitglieder aus den 17 Landesverbänden wählten zwei weitere Fachausschüsse und verabschiedeten mehrere Resolutionen einstimmig.

"Das Wort Partnerschaft ist dabei teilweise sehr in Vergessenheit geraten", beklagte er.

Doch der seit nunmehr einem Jahr amtierende ZVSHK-Präsident mochte angesichts der vielfältigen Probleme nicht resignieren. Im Gegenteil: Er appellierte an die Anwesenden, sich in den eigenen Reihen auf die Stärken zu besinnen. Demonstrativ forderte er die 17 Landesverbände auf, die Kräfte zu bündeln. Auch im Hinblick auf das neu geschaffene Internet-Portal www.wasserwaermeluft.de könne der föderale Aufbau der Organisation geradezu ideal unterstützt werden. Alleingänge einzelner Fachverbände seien aufgrund der enormen finanziellen Belastungen auf Dauer auch gar nicht zu verkraften. Sein Aufruf: "Die Chance, die jetzt besteht, gemeinsam an der gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten, darf nicht verspielt werden!"

Wahl der Fachausschüsse

Nahmen am ersten Tag in nicht öffentlicher Sitzung die Haushaltsberatungen längere Zeit in Anspruch, so ging es im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung um die Komplettierung weiterer Fachausschüsse. Da zur Frühjahrssitzung für zwei Bereiche nicht genügend Meldungen vorgelegen hatten, um eine Wahl durchführen zu können, wurde dies nun nachgeholt.

Für die Grundlagen- und Detailarbeit zu den verschiedensten Themen setzt die Mitgliederversammlung Fachausschüsse ein, die vorwiegend aus Ehrenamtsträger zu bestehen haben. Die Geschäftsführung der Ausschüsse liegt wie in der Vergangenheit beim zuständigen Referat des ZVSHK.

Für den vor einem Jahr neu gewählten ZVSHK-Vorstand sind die Schwierigkeiten innerhalb der Branche sicher nicht weniger geworden. Als wichtiges Ziel gilt, die Leistungen des Verbandes deutlich zu machen.

Resolution zu Werkspreislisten

Auf Antrag des Fachverbandes NRW beschäftigte man sich mit einer drohenden Erhöhung der Werkspreislisten, die von der Sanitär- und Heizungsindustrie zum 1. Oktober angekündigt worden war. Einstimmig war die Mitgliederversammlung dafür, diesem Bestreben mit einer Resolution entgegen zu treten. In den mittlerweile verfassten Schreiben an die entsprechenden Werke kommt deutlich zum Ausdruck, dass man eindringlich dafür plädiert, die geplante Euro-Umstellung nicht dafür zu nutzen, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Angesichts der derzeitigen konjunkturellen Lage bei Handel und Handwerk passe diese Anhebung nicht in die konjunkturpolitische Landschaft, so der Wortlaut. Im Übrigen könne eine solche Art von Preiserhöhungen nicht an den Kunden weitergegeben werden, heißt es in dem Schreiben an die Industrie.

ZVSHK-Präsident Bruno Schliefke:
"Wenn wir versuchen wollen, unseren eigenen Handwerkern vorzuschreiben, was sie erfahren dürfen und was nicht, wo sie sich listen lassen dürfen und wo nicht, werden wir schnell erfahren müssen, dass hier eine Abstimmung per Mausklick erfolgt."

Unverständliche Förderpolitik

Eine weitere Resolution wurde beschlossen (Auszüge siehe nachstehenden Kasten), denn die drastische Streichung von Fördermitteln im Bereich Solarthermie und Heizungsmodernisierung kam Mitte des Jahres für die Branche völlig unerwartet und entgegen anders lautender Absichtserklärungen, die von staatlicher Seite noch im Frühjahr geäußert wurden. ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach brachte es auf den Punkt: "Nachdem man aus gutem Grund die sinnvolle Förderung für das Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien von 20 Millionen auf 200 Millionen Mark aufgestockt hatte, war der Erfolg im wahrsten Sinne überwältigend und man ist an offizieller Stelle durch die Flut von 200.000 Anträgen förmlich überrollt worden." Völlig kontraproduktiv sei es jedoch, so der Hauptgeschäftsführer, wenn man aus staatlicher Sicht daraus die Konsequenz ziehe, dieser in mehrfacher Hinsicht tauglichen Förderpolitik jetzt eine weitere finanzielle Unterstützung zu versagen.

Gegen die Verschlechterung der Förderbedingungen hatte der ZVSHK schon im Juli sowohl in der Presse als auch in Schreiben an politische Entscheidungsträger protestiert. Den vom ZVSHK befürchteten Nachfrageschwund belegen mittlerweile Zahlen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belegt bereits für den Folgemonat August, dass die Nachfrage für Solarwärme-Anlagen in Deutschland drastisch eingebrochen ist: aufgrund der gravierenden Reduzierung der Fördersätze im Juli. In den Vormonaten hingegen verzeichnete die Solarbranche noch ein Umsatzwachstum von 50% gegenüber dem Vorjahr.

Klimaschutzerklärung und staatliche Rahmenbedingungen

  • Auszüge aus der Resolution an die Bundesregierung:

Das deutsche SHK-Handwerk versteht sich als Umwelthandwerk und ist sich seiner Verantwortung für den Klimaschutz bewusst. Gerade deshalb sieht der ZVSHK die von der Bundesregierung gewünschten CO2-Klimaschutzerklärungen der deutschen Wirtschaft kritisch. Es befremdet, wenn einerseits Selbstverpflichtungen gewünscht und auf der anderen Seite die Rahmenbedingung zur Erreichung von deren Zielen verschlechtert werden. Ein aktuelles Beispiel ist die völlig unverständliche Förderpolitik im Bereich Solarthermie und Heizungsmodernisierung: Im Juli 2001 hat die Bundesregierung das "Marktanreizprogramm Erneuerbare Energien" stark beschnitten. Während Endkunden vorher mit 250 beziehungsweise 325 Mark (Flachkollektor/Röhrenkollektor) Förderung pro Quadratmeter Kollektorfläche rechnen konnten, ist ab 23. Juli nur noch eine Förderung in Höhe von 170 Mark (einheitlich) pro Quadratmeter Kollektorfläche möglich. Weiterhin wurde die ohnehin schon gekürzte Förderung für die gleichzeitige Modernisierung der alten Heizungsanlage ganz gestrichen.

Diese Förderpolitik trifft die kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe der Branche in der sehr angespannten Konjunkturlage schwer und ist kontraproduktiv für Arbeitsmarkt und Klimaschutz. Gerade die 4,5 Millionen Heizkessel in Deutschland, die älter als 15 Jahre sind, spielen für die Klimaschutzziele der Bundesregierung eine wichtige Rolle: Sie stellen etwa ein Fünftel bis ein Viertel des gesamten noch auszuschöpfenden CO2-Minderungspotenzials. Durch die Streichung der Förderung besteht jedoch für den Endkunden nur wenig Anreiz für eine zeitnahe Modernisierung. Etwa 90.000 zusätzliche Stellen könnten dagegen geschaffen werden, wenn man jährlich zusätzlich 500.000 veraltete Heizkessel austauschen würde

Solar - na klar!

Eng verbunden mit dem zuvor behandelten Thema ist die Kampagne "Solar - na klar!", für die in Zukunft ebenfalls keine staatliche Finanzhilfe mehr zur Verfügung steht. Die hier aktiven Fachbetriebe müssen sich nun auf Mitgliedsbeiträge einstellen. Der ZVSHK sieht als Gründungsmitglied der Kampagne allerdings keinen Anlass, hier kürzer zu treten. Dr. Sabine Dyas, Geschäftsbereichsleiterin im ZVSHK, erläuterte der Mitgliederversammlung den aktuellen Stand und nannte Ziele, die es in naher Zukunft anzustreben gilt. Demnach wird man sich unter anderem weiterhin auf die Fortbildung interessierter SHK-Innungsbetriebe und auf die Bereitstellung von Werbemitteln konzentrieren, um eine bestmögliche Unterstützung bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder zu bieten. Anhand einer Befragung von Handwerksbetrieben zeigten die Ergebnisse, so Dr. Dyas, dass die Teilnahme an der Kampagne "Solar - na klar!" durchweg zu einem Plus an Aufträgen und Kunden geführt habe.

Friedrich Höttecke, Bildungsbeauftragter des ZVSHK, wagte die Einschätzung, dass die neue Ausbildungsverordnung frühestens im August 2003 in Kraft treten könnte.

Auswirkungen der EnEV

Andreas Müller, Geschäftsführer Technik im ZVSHK, erläuterte den Stand der Dinge in punkto Energieeinsparverordnung und zählte einige wichtige Punkte für Alt- und Neubau auf. Hier das Wichtigste in Kürze:

Anforderungen an den Gebäudebestand

Anforderungen an den Neubau

Die EnEV mache den SHK-Fachmann zum gleichberechtigten Partner im Baugenehmigungsverfahren, denn der Architekt komme nicht umhin, sich bei der technischen Gebäudeausrüstung auf das Know-how des Fachhandwerks zu stützen, beurteilte Andreas Müller die neue Lage. Auch werde der Weg geebnet, dass sich die Betriebe durch die Erstellung von Gebäudeenergiepässen ein neues Betätigungsfeld erschließen.

Einhellig wurde abgelehnt, dass die Industrie die geplante Euro-Umstellung dafür nutzt, Erhöhungen in ihren Werkspreislisten durchzusetzen.

Berufsbildung

Ein weiterer Tagesordnungspunkt galt der Berichterstattung über die Verhandlungen in Sachen Ausbildungsverordnung für das neue Berufsbild. Dazu gehört auch die Namensgebung. Der von der Mitgliederversammlung favorisierte Begriff Installateur für Energie- und Gebäudetechnik ist ebenso weiter in der Beratung wie die endgültige Gestaltung der modularen Ausbildung mit Grund- und Fachqualifikationen. Mit dem Sozialpartner (IG-Metall) konnte mittlerweile in vielen strittigen Fragen Einigung erzielt werden. Im Frühjahr wurde auch bereits der formelle Antrag für das neue Berufsbild beim Wirtschaftsministerium gestellt, sodass das Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BiBB) als zuständige Stelle nun das Verfahren koordinieren kann. In diesem Jahr wird weiter verhandelt. Wenn alles ohne nennenswerte Komplikationen verlaufe, wagte Friedrich Höttecke, Bildungsbeauftragter des ZVSHK, vor der Mitgliederversammlung eine Einschätzung, dann könnte die neue Ausbildungsverordnung frühestens im August 2003 in Kraft treten.

Schlussbemerkung

Die Probleme für die Branche werden nicht weniger. Die wirtschaftliche Lage ist regional recht unterschiedlich und kann deshalb nicht grundsätzlich negativ beurteilt werden. Wie schnell sich allerdings Krisen entwickeln können, haben die Anschläge in den USA deutlich gemacht. Aufgrund der Vorgänge ist zumindest eine allgemeine Kaufzurückhaltung zu erwarten. Für die SHK-Branche gilt daher erst recht, sich in schwierigen Zeiten auf die Stärken zu konzentrieren. Der Informationsfluss ist beispielsweise eine ganz wichtige Voraussetzung für unternehmerische Entscheidungen. Deshalb muss dem Internet-Portal des ZVSHK mit seinen Möglichkeiten für die Innungsbetriebe eine hohe Priorität eingeräumt werden. Einigkeit ist wichtig, damit die Weiterentwicklung rasch fortschreiten kann.


Denkmalgeschütztes Haus restauriert

Neuer ZVSHK-Stützpunkt in Potsdam

Insgesamt 250 Gäste aus Handwerk, Industrie und Politik inspizierten die neue Hauptstadt-Repräsentanz des ZVSHK in Potsdam: Am Neuen Markt 11.

Am 13. September dieses Jahres eröffnete der ZVSHK offiziell seine neue Hauptstadt-Repräsentanz in unmittelbarer Nähe des Neuen Marktes, der zum Weltkulturerbe zählt. Das restaurierte Domizil vor den Toren Berlins bietet vielfältige Möglichkeiten, um die Interessen des SHK-Handwerks gegenüber Politik, Wirtschaft und Organisationen zu vertreten.

Potsdam hat zahlreiche schöne Ecken, Parks und Plätze zu bieten. An einem der kulturträchtigsten Orte der Stadt konnte der ZVSHK vor Jahren ein bedeutsames, jedoch schlecht erhaltenes Bauwerk erwerben. Nach denkmalgerechten Sanierungsmaßnahmen in Höhe von rund 3,5 Mio. DM entstand daraus die Hauptstadt-Repräsentanz des Verbandes mit der Adresse Am Neuen Markt 11. Ein Ort mit lebendiger Vergangenheit: Friedrich der Große ließ das barocke Gebäude 1752 nach Plänen des berühmten Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichten, am einzig erhaltenen Stadtplatz des 18. Jahrhunderts. Im Laufe der Geschichte wohnten beispielsweise dort Freunde Theodor Fontanes und der Dichter war hier häufiger Gast.

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe (v.l.): Architekt Wolfhardt Focke, HGF Michael von Bock und Polach, Präsident Bruno Schliefke und sein Vize Werner Obermeier.

Durch den Kauf hat der Verband den Verfall des städtebaulich und architektonisch bedeutenden Hauses verhindert und zugleich eine repräsentative Vertretung in einem historischen Areal gefunden. Zu seinen Nachbarn gehören das Moses-Mendelssohn-Zentrum, das Einstein-Forum und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.

Die gestalterischen und bautechnischen Charakteristika des Gebäudes blieben weitgehend erhalten. Durch das neu errichtete Glasdach über dem Innenhof ist dem Potsdamer Architekten Wolfhardt Focke ein harmonisches Zusammenspiel von alter und neuer Bausubstanz gelungen.

Vom Keller bis zum Dach ergibt sich auf fünf Ebenen eine Gesamtbruttofläche von über 1.300 Quadratmetern, wovon 650 Quadratmeter als Bürofläche ausgewiesen sind. Nicht nur ZVSHK und Berufsförderungswerk sollen hier tätig sein. Geplant ist, auch anderen Verbänden Büroflächen anzubieten und damit ein Verbändehaus zu schaffen.

Neben der Besichtigung der neuen Räumlichkeiten boten sich auch genügend Gelegenheiten zu zahlreichen Gesprächen über aktuelle Themen der Branche.

Im Erdgeschoss sind Räumlichkeiten entstanden, in denen das Handwerk sich und seine Leistungen präsentieren kann, wo aber auch parlamentarische Abende und andere Events stattfinden können. Während der zweieinhalbjährigen Rekonstruktion sind alle Arbeiten von Firmen aus der Region durchgeführt worden.

Vor etwa 250 geladenen Gästen erinnerte ZVSHK-Präsident Bruno Schliefke bei der Eröffnung daran, dass der ZVSHK in Potsdam bereits über zehn Jahre präsent sei, dem jedoch erst jetzt mit entsprechenden Räumlichkeiten Ausdruck verleihen könne. "Wir waren damals einer der ersten Verbände, die noch vor der Wiedervereinigung die zukünftige Entwicklung vorausgesehen und entschieden gehandelt haben", stellte er heraus. Ging es damals ausschließlich darum, von Potsdam aus möglichst nahe an den Entwicklungen in den noch nicht formierten Neuen Ländern dran zu sein, so haben sich die Aufgaben gewandelt. Heute nutzt der Zentralverband neben der Arbeit für die Neuen Länder auch die Nähe zur Hauptstadt, um als Europas größtem Verband des technischen Ausbaus den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft die aktuellen Themen aus dem Bereich Sanitär Heizung und (Welt-)Klima nahe zu bringen und auf zeitgemäße Entscheidungen zu drängen.

Unter dem neu errichteten Glasdach im Innenhof ergeben sich kurze Wege zwischen den Büros im Hauptgebäude und in den beiden Seitenflügeln.

 

Die Geschäftsstellen des ZVSHK

ZVSHK
Rathausallee 6
53757 St. Augustin
Telefon: 02241-29056
Telefax: 02241-21351

ZVSHK Geschäftsstelle Potsdam
An der Pirschheide 28
14471 Potsdam
Telefon: 0331-972107
Telefax: 0331-972603


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