IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 24/2000, Seite 43 ff.


HEIZUNGSTECHNIK


Variantenreiche Energie-Speicher

Heizöl-Lagerbehälter

Moderne Ölheizungen bieten unbestrittenen Komfort. Der niedrige Energieverbrauch, die entsprechend geringen CO2-Emissionen sowie ein Energienutzungsgrad von über 90% machen sie zu einem ebenso effizienten wie kostengünstigen Heizsystem für die Zukunft. Und durch die Kombination mit regenerativen Energien wie der Sonnenenergie lassen sich zum Beispiel die jährlichen Energiekosten für die Warmwasseraufbereitung um bis zu 70% senken.

Füllsystem im Handumdrehen sicher montiert. (Bild: Roth)

Einführung

Ölheizungen benötigen leichtes Heizöl und dieses muss gelagert werden. Dafür bieten die Hersteller von Tanks eine Vielzahl von Möglichkeiten an. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre Variabilität, ihre Montagefreundlichkeit und ihre Wirtschaftlichkeit aus. Heute kommen drei Tankarten zum Einsatz: Der Stahl-Zylindertank, der Kunststoff-Batterietank und der GfK-Tank. Mehr als 27 Hersteller bieten dazu auch noch unterschiedliche Systeme, bei denen man leicht den Überblick verliert.

Immenses Fassungsvermögen und seit Jahrzehnten bewährt: Der Stahltank. (Bild: Nau)

 

Kunststoff-Batterietank mit korrosionsfreier Auffangwanne aus Kunststoff. (Bild: Rotex)

Stahl-Zylindertank

Der zylindrische Stahltank wird meist für die unterirdische Lagerung von Heizöl im Erdreich eingesetzt. Das schafft Platz im Keller. Mit Inhalten von 1000 bis 100 000 Liter kann Heizöl in sehr großen Mengen gelagert werden. Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich sind doppelwandige Behältersysteme aus Stahl nach DIN 6608/2 richtungsweisend. Sie haben sich seit über einem halben Jahrhundert bei der Lagerung von Heizöl, Dieselkraftstoff und Vergaserkraftstoffen gleichbleibend bewährt.

Seitdem die Industrie speziell für die Lagerung von Heizöl Komplettsysteme anbietet, wird der Einbau solcher Behälter für den Heizungsbau-Fachbetrieb erheblich leichter. So ist der Fertigdomschacht bereits aufgeschweißt und die Tankarmaturen sind montiert. Auch das Leckanzeigegerät ist angeschlossen und der Grenzwertgeber eingestellt. So kann zügig der Anschluss zum Haus hergestellt werden.

Einbringen eines großvolumigen Stahltanks in die vorbereitete Grube (Bild: Ucon)

Kompakter Kunststoff-Batterietank im Dreier-Pack (Bild: Schütz)

 

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Kunststoff-Batterietank

Heizöl-Batterie-Tanks eignen sich für die sichere und raumsparende Lagerung von Heizölmengen zwischen 720 und 25 000 Litern im Keller. Selbstverständlich wurden die Behälter auch den veränderten Verbrauchsgewohnheiten angepasst. Heizöltanks sind jetzt für den Einsatz im Heizraum bis 5000 Liter optimiert. Sie passen in jeden Kellerraum und zu jedem Ölheizungssystem.

Nach Angaben der Hersteller soll der Heizölgeruch endgültig von gestern sein. Denn es würden nur noch Kunststoff-Tanks ausgeliefert, die eine moderne Diffusionssperre haben. Die Sperren verhindern, dass Ölgerüche durch die Wandung der Tanks in den Aufstellraum gelangen.

Auch die Sicherheit steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Es wird ein deutlicher Trend zu doppelwandigen Systemen verzeichnet. Hier wird optimaler Schutz zur wirtschaftlichen Lösung. Denn zusätzliche Abmauerungen oder Wannen können damit auch in Wasserschutzgebieten entfallen.

Stahl-Service-Tank mit aufgeschweißtem Domschacht und befahrbarer Schachtabdeckung (Bild: Scharf)

GFK-Tanks

Lagertanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) sind ebenfalls eine platzsparende Alternative für die unterirdische Lagerung im Erdreich. Sie fassen bis zu 12.000 Liter Heizöl und gelten heute mit als die sichersten Lagertanks überhaupt. Die meisten Bundesländer haben dies akzeptiert und ihre wasserrechtlichen Regelwerke dahingehend auf den neuesten Stand gebracht. Somit sind bauaufsichtlich zugelassene Heizöl- und Dieselkraftstofftanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff wie bisher als sichere Aufbewahrungsbehälter ohne Auffangwanne anerkannt.

Gut für die Altbau-Sanierung: Schlanker GFK-Tank. (Bild: Heintz)

Neuster Stand der Technik sind doppelwandige GFK-Tanks, die durch ihre Stabilität und Sicherheit bestechen. Sie sind noch sicherer und raumsparender, sowohl für innen als auch außen.

GFK-Batterietank mit Leckschutzschicht und Abstandsvlies (Bild: Berolina)

Vorschriften und Normen

Fast alles ist geregelt beim Einsatz von Heizöl-Lagertanks. Ob Europa, Deutschland oder die Bundesländer - jeder bietet eine Vielzahl von Vorschriften, an die man sich halten muss. Ob Positiv-Flüssigkeitsliste für Stahltanks, DIN-Normen für den Domschacht, Hinweise für das Zubehör oder Rechtsgrundlagen für die Lagerung brennbarer und nicht brennbarer wassergefährdender Flüssigkeiten - nichts ist vergessen worden. Und auch das Umweltschutzrecht und das Wasserschutzrecht gilt es zu beachten.

Aber auswendig lernen muss man all dies nicht. Viele Hersteller bieten das geballte Wissen in Handbuchform an. Meist recht übersichtlich gegliedert, helfen sie im Bedarfsfall weiter.

Die hier wiedergegebene Übersicht beschränkt sich auf die Hinweise, welches Recht anzuwenden ist und welche Normen wichtig sind. Anhand von drei Beispielen werden auch Inhalte gezeigt: Notwendige Prüfungen, Mindestabstände und zulässige Lagermengen.

Zu den Rechtsgrundlagen für die Lagerung brennbarer und nicht brennbarer wassergefährdender Flüssigkeiten gehören Bundes- und Länderrecht. Beide teilen sich in vier Gruppen auf: dem Baurecht, dem Gewerberecht, dem Umweltschutzrecht und dem Wasserrecht. Im Länderbaurecht findet man beispielsweise die Durchführungsverordnungen. Das Umweltschutzrecht beinhaltet auf Bundesebene die Altölverordnung oder die Rechtsverordnungen. In den Landes-Wassergesetzen sind beispielsweise die wichtigen Verordnungen über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen untergebracht.

Noch stabiler und sicherer Heizöl lagern: glasfaserverstärkter, doppelwandiger GFK-Tank. (Bild: Nau)

Wer mehr wissen möchte

Die Übersicht "Hersteller von Heizöl-Lagerbehälter" stellt 17 wichtige Anbieter von Heizöl-Lagertanks vor. Außerdem sind die Adressen mit weiteren Angaben wie Internet- und E-Mail-Adresse, Telefon- und Telefaxnummer ergänzt. Dort gibt es sehr umfangreiches Material zu allen Themenkreisen. Einfach melden und anfordern.

Alle Produzenten senden postwendend das gewünschte Material zu. Und viele laden gerade Monteure gerne zu ihren Spezial-Schulungen ein.

Allgemeine Informationen zu Heizöllagerbehälter gibt es beim Bundesverband Lagerbehälter e.V.
Koellikerstraße 13, 97070 Würzburg
Telefon: 0931-35292-0, Telefax: 0931-35292-29

Internetinformationen:
http://www.behaelterverband.de