IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 18/2000, Seite 104 ff.


REPORT


SHK-Branche brummt

1. SHK-Branchen-Motorrad-Treff 2000

Als voller Erfolg erwies sich das gemeinsam von Hüppe und der IKZ-HAUSTECHNIK veranstaltete SHK-Motorrad-Wochenende in Bad Zwischenahn. Vom 11. bis 13. August dieses Jahres trafen sich mehr als 180 Biker und Bikerinnen der Branche mit 156 Motorrädern im Ammerland.

Eintreffen der über 180 Teilnehmer.

Auf Initiative von Dr. Eckhard Keill und Günther Klauke hatten sich Hüppe und die IKZ-HAUSTECHNIK dazu entschlossen, ein SHK-Branchentreff einmal anders aufzuziehen. Hier standen pure Lust am Motorradfahren und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Fachliches gab es nur aus dem Bereich Design und der Philosophie des Motorradfahrens. DIN-Normen, Zertifikate und Haustechnik blieben außen vor. Doch wer in der Branche kann schon einmal ein ungezwungenes "who is who" miterleben. So sprach "Ecki", Dr. Eckhard Keill, in seiner "Einführungsrunde" von der verschworenen Gemeinschaft der Motorradfahrer und einer "sich unterwegs grüßenden Gruppe". Er stellte sich aber auch die Frage: Was haben Motorradfahren und die SHK'ler gemeinsam? Und fand, dass der Spaß an schönem Design, an Formen und Symbolen sowie Freude und Genuss an hochwertiger und ausgefallener Technik durchaus enge Verbindungen dieser scheinbar unterschiedlichen Gruppen aufzeigen. Was die Biker noch herausfanden: Chrom, Chrom und nochmals Chrom. Pflegeleicht, beständig und (geld)wertvoll, ganz so wie die trendigen Duschkabinen des Herstellers aus dem "Moin-Land".

Pressekonferenz unter freiem Himmel und ohne Krawatte!

Wichtige Aufgaben erfordern akribische Absprachen: Die Tour-guides am Vorabend.

Disziplin üben

Dass eine solche Motorradtreff-Tour für jeden Biker ein besonderes Erlebnis darstellt, zeigte sich bereits beim Abstellen der Motorräder. In Reihe und Glied wirkt's einfach imposanter und das Abschreiten der Technikformationen wurde zu einem Fachsimpeln auf höchster Ebene. Biketechnisch vertreten war alles was Rang und Namen hatte: von der Harley-Davidson Electra Glide über Ducati Monster, Honda Gold-Wing, Suzuki Hayabusa, Kawasaki ZR 12, Yamaha F6C, Buell lightning S1, Moto Guzzi California, BMW-Cruiser und, und, und. Schnell hatte man untereinander Kontakt gefunden, denn man befand sich ja im doppelten Sinne unter Seinesgleichen.

Ausfahrt zur Meyer-Werft nach Papenburg. Mit seiner 350 m langen Montagehalle, in der z.Zt. die "Radiance of the seas" gebaut wird, imposantes Beispiel deutscher Schiffbaukunst. Etwa ein Jahr wird benötigt, um diesen Ozeanriesen mit 294 m Länge, 32 m Breite und 65 m Höhe zu bauen. Vorplanung und termingerechte Logistik machen diese Glanzleistung möglich. Da kann man nur lernen!

Bestens getimed ging es auf die erste große Runde über gut 150 km. Zwölf Gruppen mit Tour-guide und "Lumpensammler" (letzter Fahrer), mit bis zu 14 Bikes, bewegten sich diszipliniert in überwiegend versetzter Formation über die "Pläne". Hin und wieder "knatterte" eine Harley oder "bellte" die Buell, doch auch der sonore Ton der BMW-Boxer war zu hören. Kilometer um Kilometer wabberten die Motorengeräusche übers platte Land. Bewundert durch die "Friesen", denn der Fünf-Minuten-Takt wurde auch in dörflicher Idylle wahrgenommen.

Stimmung pur verbreitete Prof. Dr. Gutjahr, dessen Vortrag ganz im Zeichen des Buches "Die obere Hälfte des Motorrads" von Prof. Bernt Spiegel stand.

Bike-Ladys waren natürlich ebenfalls gekommen, um ihre "Babys" auszuführen und so ergab sich ein buntes Völkchen mit chromblitzenden Tourern und Choppern beim sehenswerten Aufgalopp. Rennmäßig vollverkleidete Kraftpakete blubberten störrisch vor sich hin, konnten aber von ihren "Herren" gerade noch im Zaum gehalten werden. Dank der hervorragenden Arbeit des Hüppe-Teams kam es zu keinerlei gravierenden Zwischenfällen - bis auf einige Umfaller, glücklicherweise ohne Personenschaden.

Größe wahren

Neben einem Besuch der weltberühmten und einmaligen Meyer-Werft in Papenburg, die zur Zeit den bisher größten Luxusliner - "Radiance of the seas", mit einer Länge von 294 m und einer Breite von etwa 32 m (!) - in der Werftgeschichte produziert, stand eine immer noch "trockene" Rückfahrt zur "Tränke" im "Haus am Meer" an.

Fahrtraining fängt beim Motorrad an. Technische Instruktionen, . . .

. . . Ausweichmanöver, . . .

. . . Bremsen bei Nässe . . .

Am nächsten Tag wurde ein umfangreiches ADAC-Fahrtraining auf dem Verkehrsübungsplatz in Bremen programmgemäß durchgeführt. Vom Schräglagefahren im Kreisel über Erste Hilfe Kurs bis zum Bremsen auf nasser Fahrbahn und den Technik-Infos der Profis wurde alles Wissenswerte rund ums Motorrad vermittelt. Für einige Anlass, ein umfassendes Ganztags-Training zu buchen. Auch hier bewiesen die SHKler Größe, denn sie lernten ihre Grenzen kennen.

Natürlich kam Abends auch der gemütliche Teil nicht zu kurz. So bildeten am Freitag kurze - aber knackige - Vorträge von Prof. Dr. Gutjahr und Hans-Georg Kasten (Target Design) den Rahmen für kurzweilige SHK-Branchenkommunikation zwischen selbstständigen SHK-Handwerkern, Großhändlern und Konzernchefs. Die von Anfang an familiär-lockere Atmosphäre fand ihren unbeschreiblichen Höhepunkt am Samstag beim Ammerländer Abend im 400 Jahre alten "Hisjehof". Und hier gab's die versprochenen Verlosungen. Für die weiteste Anreise wurden Margrit und Norbert Arnold belohnt, die aus dem über 900 km entfernten Kandern die weite Reise an die Nordseeküste absolvierten. Und den Preis für die älteste Maschine erhielt Rainer Hackmann, Wuppertal, der mit einer Harley, Bj. 1969 in Bad Zwischenahn eintraf.

. . . und Schräglagentraining im Kreisel, . . .

. . . ziehen Verpflegungsbedarf nach sich.

Auch Langsamfahren will gelernt sein!

Eine etwa halbstündige Ausfahrt aller Teilnehmer mit ihren 156 Maschinen bildete den Event-Abschluss. Mit Sondergenehmigung der Polizei, sowie Durchfahrerlaubnis der Fußgängerzone im Kurbereich von Bad Zwischenahn und einem über einen Kilometer langen Konvoi, bewegten sich die Biker und Bikerinnen zum letzten Treffpunkt dieser ereignisreichen Tage.

Im Mittelpunkt des abschließenden Motorrad-Gottesdienstes stand der Dank aller Teilnehmer über den gesunden Verlauf und der gleichzeitigen Bitte für eine gute Heimfahrt.

Fleißige Heinzelmännchen müssen auch mal ruhen! Mitglieder des tatkräftig unterstützenden MCM (Motorrad Club Midlife) - nicht crisis!! - Bad Zwischenahn.

So wird's gemacht! Wolfram Wenzel und Franz Kook "retten" Dr. Eckhard Keill beim Erste Hilfe Training. Aber auch "Handwerkermarken-gerechte" Hilfestellung kam gut - oder vielleicht doch nicht gut - an.

Logistik spüren

Die Planung für den 2. SHK-Motorrad-Branchen-Treff im nächsten Jahr ist bereits angelaufen. Der Tatort steht noch nicht fest, könnte aber neben reichlich Kurven auch Höhenunterschiede aufweisen. Vielleicht das Sauerland?! Vermutlich wird das Veranstalter-Team von Hüppe und IKZ-HAUSTECHNIK dann auf mehr Schultern verteilt, denn Franz Kook (Duravit), Wolfram Wenzel (Ideal-Standard) und Klaus Hager (Oras) signalisierten bereits ihren Unterstützungswillen!

Aal, Bier und Köm . . .

. . . Zigarre und gute Laune beim Ammerländer Abend.

Vorbildliche Arbeit der Stadtverwaltung (u.a. Ausnahmegenehmigung für das Kurgebiet!), der Polizei und der Rettungsdienste ermöglichten den ca. 1000 m langen Motorrad-Korso um das Zwischenahner Meer . . .

. . . zum abschließenden Gottesdienst am Hüppe-Feuerlöschteich.

Unser besonderer Dank gilt:

Und die Gründung eines SHK-Motorrad-Clubs? Steht unmittelbar bevor! Interessenten wenden sich bitte via E-mail an info@ikz.de oder per Fax an 02931-890048. Stichwort: SHK-Motorrad-Club.

"Unterstützt" von Thomas Klein (Vertriebsdirektor Hüppe, rechts) und Günther Klauke (IKZ-HAUSTECHNIK-Redaktion) blickt Dr. Eckhard Keill auf einen begeisternden 1. SHK-Branchen-Motorrad-Treff zurück, dem 2001 eine zweite Veranstaltung folgen soll, der Franz Kook (Duravit), Wolfram Wenzel (Ideal Standard) und Klaus Hager (Oras) Ihre Unterstützung angeboten haben (v.r.n.l.).


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