IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 18/2000, Seite 19 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Kurz und bündig

Pilotprojekt

Tag des Bades in Köln/Bonn

Jahrelang hat die Fachausstellung Bad demonstrieren können, dass der Endnutzer in seinen vier Wänden mehr erwarten kann als Nasszelle oder Reinigungsanstalt. Schlagworte wie Erlebniswelt oder Wohlfühl-Bad wurden kreiert für erstklassige Leistungen, die von dem SHK-Fachhandwerker meisterlich in Szene gesetzt wurden. Damit soll jetzt keineswegs Schluss sein, im Gegenteil. Der Endnutzer soll verstärkt auf dieses Angebot aufmerksam gemacht werden. Auf der Suche nach neuen Erscheinungsformen für ein neues, modernes Bad hat die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Zusammenarbeit mit dem ZVSHK ein Pilotprojekt initiiert, das in der Region Köln/Bonn am 23. September umgesetzt werden soll. Für diesen Tag des Bades wurden im Vorfeld rund 50 Fachausstellungen Bad (Großhandel und Handwerk) zur Teilnahme eingeladen.

Wer sich letztendlich beteiligt, wird auf der Internet-Seite www.tag-des-bades.de aufgelistet, auch findet man dort nähere Einzelheiten über die Aktion.

Über den PC hinaus setzt man weiter auf das gute alte Plakat mit dem Aufdruck der nächstgelegenen Fachausstellung oder die Zeitungsanzeige. Doch das ist nicht alles: Obendrein wird am 16. und 21. September manch einer seinen Augen nicht trauen, denn dem Plakatmotiv gemäß werden einige Paare werbewirksam ein Bad in der Menge nehmen. Das ist wortwörtlich zu verstehen, denn in Köln und Bonn wird man an stark frequentierten Punkten in Kaufhäusern entsprechend Wannen aufstellen, sodass man sich des Publikums sicher sein kann. Selbstverständlich werden dort dann Give aways und Flyer mit Informationen und Adressen der teilnehmenden Fachausstellungen verteilt.

Warum diese Aktion? Das Thema Bad soll bundesweit einem breiten Publikum ins Bewusstsein gerufen und dies eng mit den hochwertigen Dienstleistungen und Produkten der Sanitärbranche verknüpft werden.

Um mit dem zur Verfügung stehenden Werbe-Budget eine möglichst gute Wirksamkeit zu erzielen, bietet sich daher an, die Aktion zunächst einmal im kleinen zu erproben und zu verfeinern, um daraus ein bundesweit taugliches Konzept zu erarbeiten.

Schaulustige werden am 23. September in Köln/Bonn willkommen sein.

Nicht nur auf dem Plakat: Auch live werden badende Paare in Köln und Bonn publikumswirksam auf die eine oder andere Fachausstellung am 23. September aufmerksam machen.


Solarkampagne 2000

Zwischen-Bilanz

Im Frühjahr 1999 startete die Kampagne "Solar - na-klar!" offiziell auf der Frankfurter Messe ISH. Mittlerweile haben sich mehr als 6.700 Fachbetriebe (Stand: Anfang August 2000) für die Kampagne registrieren lassen. Sie wurden in eine Datenbank aufgenommen und werden nun bei Anfragen an den interessierten Endkunden weitergegeben. Dabei wird nach dem Prinzip "Fachhandwerker in Ihrer Nähe" vorgegangen, d.h. der Kunde erhält Informationen über die Kampagne sowie eine Liste der Solarfachbetriebe in seiner Nähe. Unverändert hoch ist die Resonanz der End-Nutzer. Seit dem Start der Endkunden-Kampagne im Juli 1999 haben nach gut einem Jahr bereits mehr als 60.000 Interessenten ein Info-Paket mit der regionalen Handwerkerliste unter der Tel.-Nr. 0180/5001871 abgefordert und erhalten. Insgesamt wurden mittlerweile rund 128.000 Verbraucherbroschüren - unter anderem auf diversen Veranstaltungen - an Interessenten verteilt.

Die Kampagne ist für eine Laufzeit von drei Jahren konzipiert. Während in 99 der Schwerpunkt auf der Herstellung und Bereitstellung der Werbemittel lag, konzentriert man sich jetzt auf die Optimierung der organisatorischen Abläufe und auf die Regionalisierung, d.h. der Einbindung der Partner (Fachverbände, Innungen und Handwerker) vor Ort. Dazu gehört auch die Weiterbildung durch mittlerweile 18 zertifizierte Bildungsstätten, die bis Anfang August 256 anerkannte Fachkräfte für Solarthermie ausgebildet haben.

Alles Wissenswerte zur Kampagne "Solar - na-klar!" und über Weiterbildungsmaßnahmen bietet der ZVSHK über das entsprechende Button auf seiner Internet-Seite www.zentralverband-shk.de bzw. die Seite shk-solar.de. Eine Registrierung ist entweder über diese Internet-Seiten möglich oder per Telefax (02241/21351) unter dem Stichwort Registrierung Solar - na klar!

Alles Wissenswerte über die Solar-Kampagne kann man im Internet abrufen. Fachbetrieb und Endanwender erhalten dabei gesonderte Informationen.


Bad-Ausstellung

Aktuelle Liste

Der Badguide 2000 wird kommen - eine Übersicht der Fachausstellungen, die vom SHK-Fachhandwerk initiiert werden. Um dies möglichst vollständig präsentieren zu können, ruft der ZVSHK alle Innungsmitglieder mit Badausstellung auf, sich beim Zentralverband zu melden.

Ab Herbst soll dieser Badguide 2000 bei Endkundenanfragen versendet werden und deutlich machen, dass es nicht nur Baumarkt und Co. gibt, sondern dass es in der Fachschiene und insbesondere beim SHK-Handwerk die qualifizierten Badausstellungen gibt. Speziell auch im Rahmen der neuen VDS-Gemeinschaftswerbung, die im Jahr 2001 mit einem Volumen von ca. 8 Mio. DM realisiert wird, werden dem interessierten Endkunden die Fachausstellungen Bad in seiner Nähe genannt werden.

Der Badguide soll mehr als nur Adressen bieten. Anhand eines Fragebogens, der sich im Internet unter www.zentralverband-shk.de oder beim ZVSHK unter dem Stichwort Badguide anfordern lässt (Telefax 02241/21351), kann der interessierte Betrieb eine Reihe von Angaben zu seinem Leistungsangebot machen. Dem Endkunden soll dadurch in Form von Piktogrammen übersichtlich aufgelistet werden können, ob beispielsweise Öffnungszeiten auch am Wochenende gegeben sind, ob eine EDV-unterstützte Badplanung geboten wird und wie umfangreich die Ausstellungsfläche ist. In den Badguide können die SHK-Betriebe mit Ausstellungen nur aufgenommen werden, wenn dem ZVSHK ein ausgefüllter Fragebogen vorliegt. Die Aufnahme ist für den Betrieb kostenlos.

Beim ZVSHK begleitet dieses Projekt der Bund-Länder-Ausschuss Einzelhandel, der die Interessen der einzelhandelsaktiven SHK-Handwerker bundesweit bündelt und vertritt. Der Anmeldeschluss für diese Aktion wurde auf Ende September festgelegt.


Betriebswirt d.H.

Fortbildung in der Region

Seit Jahren engagiert sich das Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks für die Zusatzausbildung zum Betriebswirt des Handwerks. Angeboten wird ein solcher Lehrgang in vielen Regionen, doch dann in aller Regel nicht spezifisch fürs SHK-Handwerk, wie dies beispielsweise seit vielen Jahren in der Karlsruher Heinrich-Meidinger-Schule durchgeführt wird.

Weil sich etliche Interessenten aus dem SHK-Bereich mit einer solchen Zusatzausbildung fit machen wollen, doch dies nur bei kurzen Anfahrtswegen realisieren können, gab das Berufsförderungswerk Mitte der 90er-Jahre das Motto aus: "hinein in die Region".

Seitdem gab bzw. gibt es Fortbildungstermine in Potsdam, Erfurt, Gotha, Halle, Stuttgart und erstmals auch in Bayreuth, wo im Frühjahr 1999 insgesamt 22 Teilnehmer der gut einjährigen berufsbegleitenden Fortbildung ihre Abschlussurkunde entgegen nehmen konnten.

Vermittelt werden weitreichende Kenntnisse in Recht, VOB, Steuern, Kalkulation, Betriebsorganisation, Finanzierung und Marketing - oftmals Themen, die in einer Meisterausbildung auch behandelt werden, allerdings in einem Umfang, der zum erfolgreichen Führen eines Betriebes kaum ausreichen dürfte.

In nächster Zeit stehen weitere regionale Fortbildungen auf dem Programm, die in der Regel nach 14 Monaten mit einer Prüfung durch die örtliche Handwerkskammer enden. Der Unterricht findet berufsbegleitend jeweils 14-tägig freitags und samstags statt in:

Hannover (Niedersachsen) 5.9. - 30.11.01
Reinfeld (Schlesw.-Holstein) 6.10. - 15.12.01
Düsseldorf (NRW) 13.10. - 30.11.01
Bayreuth (Bayern) ab 3/2001
Caputh/Potsdam (Brandbrg.) ab 3/2001.

Alternativ wird auch ein Vollzeitlehrgang in Karlsruhe angeboten (01.-05./2001). Die Zugangsvoraussetzungen sind: Techniker- oder Meisterausbildung und Tätigkeit als Inhaber oder Führungskraft in einem Unternehmen der SHK-Branche.

Nähere Informationen durch das Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks

Rosa-Luxemburg-Straße 1, 14882 Potsdam
Tel.: 0331/743816-3, Fax: 0331/743816-9

E-Mail: BFW_SHK@compuserve.com

In diesem Frühjahr konnten auf Initiative des Obermeisters der Kulmbacher Innung, Hans Schwender (2. v.l.), auch in der Region Bayreuth 22 frisch gebackene Betriebswirte des Handwerks nach SHK-spezifischer Fortbildung ihre Urkunden entgegen nehmen.


24. Deutscher Kupferschmiedetag

Edle Verbindungen im Mittelpunkt

In Mönchengladbach trifft man sich am 6./7. Oktober zum traditionell alle zwei Jahre stattfindenden Kupferschmiedetag. Das Fachprogramm umfasst schwerpunktmäßig die Themen Rohrfertigung, Betriebsmanagement, Arbeits- und Umweltschutz. Auch treffen sich Jungunternehmer zum Erfahrungsaustausch.

Die Veranstaltung beginnt nicht gleich mit fachspezifischen Themen. Am Vorabend (Donnerstag, der 5. Oktober 2000) startet das Branchentreffen der Behälter- und Apparatebauer bereits mit einer Führung durch die älteste Altbierbrauerei im nahegelegenen Korschenbroich. Ein geselliges Beisammensein rundet den Auftakt ab.

Am Freitag wird Fachtechnik geboten: Die Mönchengladbacher Firma Gothe Apparate und Rohrleitungsbau lädt zur Besichtigung der Fertigungsanlagen ein und vermittelt Detailkenntnisse über die Produktion von geschweißten Edelstahlrohren, wobei auch das Qualitätsmanagement in der Rohrfertigung und im Apparatebau ein wichtiges Thema ist.

Am Nachmittag schließt sich eine Jungunternehmerrunde an, in der die Junioren der Branche die Gelegenheit haben, Erfahrungen auszutauschen und über betriebliche und fachspezifische Abläufe zu diskutieren.

Am zweiten Konferenztag bieten zwei Workshops Chancen für weitere Branchengespräche. Zum einen geht es um Arbeits- und Umweltschutz im Schweißbetrieb, zum anderen um Kosten- und Energieeinsparung im Behälter- und Apparatebau. Referenten zu diesen Themen kommen von der Maschinen und Metall-Berufsgenossenschaft, von der Energieagentur NRW, der Wuppertaler Firma Evertz & Landauer sowie der Dortmunder Firma Metapipe.

Das Rahmenprogramm sieht am Freitag einen Gesellschaftsabend im Dorint Park Hotel Mönchengladbach vor und bietet im Damenprogramm Führungen durch zwei Museen an.

Ein Programm mit Anmeldeunterlagen kann beim ZVSHK angefordert werden. Es wird um schnellstmögliche Buchung gebeten, damit die Tagungsunterlagen Ende September verschickt werden können.

Die Teilnehmergebühr am zweitägigen Fachprogramm beträgt 140,- DM, das Rahmenprogramm am 6.10. kostet 70,- DM und für die Teilnahme am Damenprogramm (6.10.) wird 50,- DM berechnet (in allen Beträgen sind 16% MwSt. enthalten).

Im Veranstaltungshotel Dorint Park, Mönchengladbach, wurde ein Zimmerkontingent reserviert (EZ für 135,- DM, DZ für 190,- DM). Dort muss die Buchung schnellstmöglich selbst vorgenommen werden unter Telefon: 02161/893-0 oder per Telefax: 02161/87231.

Vor allem in der Lebensmittel- und chemischen Industrie sind die Leistungen eines Behälter- und Apparatebaubetriebes gefragt. Der diesjährige 24. Kupferschmiedetag wird dazu am 6./7. Oktober einige aktuelle Themen aufgreifen.
Foto: Engelbert Quast


Neue Software des ZVSHK marktreif

Kosten im Griff?

Arbeiten sämtliche Unternehmensbereiche kostendeckend? Das neue EDV-Programm "Kostenstellenrechnung" wurde als praxisorientiertes Hilfsmittel für die SHK-Betriebe entwickelt, um betriebliche Kosten und Erlöse einzelnen Sparten im Betrieb zuordnen zu können.

Die "ZVSHK-Kostenstellenrechnung" ergänzt das seit Jahren in der Branche bekannte Softwareprogramm "ZVSHK-Deckungsbeitragsrechnung". Wer mit dieser EDV-Unterstützung bereits in seinem Betrieb arbeitet, wird auch bei der Weiterentwicklung sämtliche vertrauten Bedienfunktionen wiederfinden.

Mit der ZVSHK-Kostenstellenrechnung können Kosten und Erlöse fest definierten Bereichen (Hauptkostenstellen) zugewiesen werden. Diese Zuordnung hat das Ziel festzustellen, wie einzelne Bereiche konkret zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben.

Wie die Hauptkostenstellen im Einzelnen heißen sollen, kann der Nutzer frei definieren. So lässt sich das Unternehmen beispielsweise getrennt nach den Bereichen Sanitär, Heizung und Lüftung analysieren. Auch die Ergebnisse aus den Aktivitäten im Kundendienst oder eines angegliederten Ladengeschäftes können mit der ZVSHK-Kostenstellenrechnung differenziert ermittelt werden.

An dieser Stelle soll näher auf zwei Kostenstellen eingegangen werden: Montage und Kundendienst. Sämtliche Kosten, die den genannten Bereichen nicht klar zugeordnet werden können, werden zunächst auf der sogenannten Hilfskostenstelle "Verwaltung" gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt auf die anderen Kostenstellen umgelegt.

Bezugsquelle und Fortbildung

Das Programm kann über den ZVSHK oder die SHK-Landesverbände erworben werden. Der Preis für Mitgliedsbetriebe der SHK-Verbandsorganisation beträgt 1200,- DM (für Nicht-Mitglieder 1800,- DM).
Systemvoraussetzungen: mindestens 133 Mhz Pentium mit Windows 95 bis 2000
mind. 16 MB Arbeitsspeicher
Freier Speicherplatz mindestens 5 MB.
Für weitere Informationen stehen die betriebswirtschaftlichen Berater der Verbandsorganisation zur Verfügung.
Eine kostenlose Demo-Version ist erhältlich über die ZVSHK-Geschäftsstelle Potsdam
Rosa-Luxemburg-Straße 1, 14882 Potsdam
Tel.: 0331/743816-0, Fax: 0331/743816-9
E-Mail: BFW-SHK@compuserve.com
Zur "Kostenstellenrechnung" werden auch folgende Tages-Seminare angeboten:
Hannover, 5. 9. 2000 (Info: FV Niedersachsen)
Stuttgart, 11. 10. 2000 Info: FV BW)
Oberhausen, 25. 10. 2000 (Info: FV NRW)
Berlin, 9. 11. 2000 (Info: Innung Berlin)

Den beiden eingerichteten Kostenstellen werden nun zunächst die produktiven Mitarbeiter zugeordnet. Diese Zuordnung bildet die Grundlage für die Ermittlung der produktiven Stunden und der produktiven Personalkosten.

So ist beispielsweise der Monteur "Bertram" zu 100% in der "Kostenstelle Kundendienst" produktiv tätig - unter Berücksichtigung aller Ausfallzeiten hier insgesamt 210 Tage.

Ausgehend von 7,0 produktiven Stunden pro Tag leistet der Kollege "Alfred" insgesamt 1470 produktive Stunden im Kundendienst. Entsprechend werden auch seine produktiven Personalkosten in voller Höhe der Kostenstelle Kundendienst zugewiesen.

Genau wie bei "Alfred" hat diese Zuordnung auch für die anderen Mitarbeiter zu erfolgen. Selbstverständlich erlaubt die Software hierbei eine anteilige Verteilung auf mehrere Kostenstellen. Es werden demnach alle produktiven Stunden des Betriebes auf die Kostenstellen Kundendienst sowie Montage verteilt.

Neben den produktiven Personalkosten ist auch das Material den einzelnen Kostenstellen direkt zurechenbar. Voraussetzung hierzu ist natürlich eine einigermaßen präzise Erfassung des Materialeinsatzes nach Bereichen.

In diesem Beispiel entfallen 682.000 Mark auf den Bereich Montage und 78.000 Mark auf den Kundendienst.

Nach den produktiven Personalkosten und dem Material müssen nun die unproduktiven Personalkosten, die sonstigen Kosten und die kalkulatorischen Kosten daraufhin geprüft werden, inwieweit sie den Kostenstellen Montage und Kundendienst sinnvoll zugeordnet werden können bzw. inwieweit es geeignete Schlüsselgrößen gibt, über die diese Kosten der jeweiligen Kostenstelle zugerechnet werden können.

Da im Beispiel der Angestellte "Ingolf" innerhalb der Verwaltung des Betriebes ausschließlich für den Bereich Montage zuständig ist, können seine Personalkosten auch unmittelbar der Kostenstelle Montage zugerechnet werden.

"Jutta" ist zu jeweils ca. 50% ihrer Arbeitszeit für Montage und Kundendienst tätig. Ihre Personalkosten werden deshalb je zur Hälfte der entsprechenden Kostenstelle zugeordnet.

Der Anteil der unproduktiven Personalkosten, der nicht unmittelbar einer Kostenstelle zugeordnet werden kann, wird zunächst auf die (Hilfs-)Kostenstelle Verwaltung übertragen. Hier erfolgt die Kostenverteilung zu einem späteren Zeitpunkt auf Basis der produktiven Stunden.

Nicht direkt einer Kostenstelle zurechenbar ist auch der Geschäftsführer, denn er ist für den gesamten Betrieb tätig und kann deshalb weder dem Bereich Montage noch dem Kundendienst direkt zugeordnet werden.

Nach dem gleichen Verfahren wie die unproduktiven Personalkosten werden auch die sonstigen Kosten und die kalkulatorischen Kosten den Kostenstellen zugeteilt:

Wenn sämtliche Summen erfasst und zugeordnet sind, müssen den Kostenstellen noch die in den jeweiligen Bereichen erzielten Umsätze zugeordnet bzw. der Umsatz je Kostenstelle ermittelt werden:

Vor der errechneten Betriebsleistung je Kostenstelle werden zunächst die (Kostenträger-)Einzelkosten und die den Kostenstellen direkt zurechenbaren Kosten (Kostenstelleneinzelkosten) abgezogen. Die unter Punkt "Verwaltung" zwischengelagerten Kosten werden nun den produktiven Kostenstellen auf Basis der produktiven Stunden zugerechnet (zur Erinnerung: weil ihre Zuteilung zunächst nicht eindeutig erfolgen konnte, wurden sie nicht bereits im Rahmen der Kostenverteilung zugeordnet). Da diese Kosten hier endgültig den produktiven Kostenstellen zugerechnet werden, taucht die Verwaltungskostenstelle dann nicht mehr auf. Sie hat ihren Zweck als Hilfskostenstelle erfüllt.

Nachdem die Gesamtkosten je Kostenstelle von der jeweiligen Betriebsleistung abgezogen sind, wird ersichtlich, dass sich beim Betriebsergebnis deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Kostenstellen ergeben.

Fazit

Die "ZVSHK-Kostenstellenrechnung" bringt nicht nur Transparenz in das Ergebnis einzelner Unternehmensbereiche, vielmehr lassen sich auch entsprechende Kalkulationswerte für die jeweiligen Kostenstellen ermitteln.

Somit erweitern sich die Möglichkeiten in diesem Programm deutlich gegenüber der "ZVSHK-Deckungsbeitragsrechnung", nicht zuletzt auch durch die diversen Unternehmensbereiche, die als Kostenstellen beliebig definiert werden können. Das ermöglicht nicht nur eine Auswertung für den Gesamtbetrieb, sondern beispielsweise separat für einzelne Profitcenter.

Wissen vertiefen

Vom Stundenverrechnungssatz zur Deckungsbeitragsrechnung -
Ein praktischer Leitfaden zur Betriebsanalyse und -planung im SHK-Handwerk

Dieser neue praxisorientierte Leitfaden des ZVSHK dient der Ermittlung von Kalkulationsgrundlagen sowie der Analyse betrieblicher Kosten und Erlöse in Handwerksbetrieben. Das Arbeitsbuch versteht sich dabei als eine Anleitung zur Selbstdiagnose.
Beispielhaft werden Stundenverrechnungssätze und Preisuntergrenzen ermittelt sowie die Deckungsbeitragsrechnung bei der Kalkulation von Aufträgen erläutert. Neben der Ermittlung der Kalkulationsdaten bietet das Arbeitsbuch eine Anleitung zur Selbstanalyse. Die Auswirkungen der wichtigsten Kostentreiber wird veranschaulicht. Übersichtliche Berechnungsformulare unterstützen die praktische Umsetzung im eigenen Betrieb. Das Arbeitsbuch beinhaltet:

  • Stundenverrechnungssatz
  • Ist-Rechnung - Kontrolle und Auswertung -
  • Plan-Rechnung
  • Deckungsbeitragsrechnung
  • Formblätter, Checklisten
  • Beispielrechnung, Fallstudie Unternehmensanalyse.

Das Arbeitsbuch mit insgesamt 215 Seiten ist für netto 59,- DM beim ZVSHK oder den SHK-Landesverbänden zu bekommen.

 

ZVSHK-Termine-Daten-Informationen
(Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

6./7. Oktober 2000

24. Deutscher Kupferschmiedetag, Mönchengladbach-Rheydt

24. Feb. - 3. März 2001

10. Internationales Fortbildungsseminar für das SHK-Handwerk, Teneriffa

27. - 31. März 2001

ISH, Frankfurt/Main

24. -/25. April 2001

Gemeinschaftstagung Abwassertechnische Vereinigung/ZVSHK, Nürnberg

31. Januar / 1. Februar 2002

Deutscher Klempnertag, Würzburg

14. - 18. April 2002

light & building - Intern. Fachmesse für Gebäudetechnik, Frankfurt/Main

22. - 25. Mai 2002

World Plumbing Conference, ICC Berlin

ZVSHK Direkt:
Telefon: 02241/9299-0
Telefax: 02241/21351
E-Mail: info@zentralverband-shk.de
Internet: www.zentralverband-shk.de

Die Geschäftsstellen des ZVSHK

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