IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 5/2000, Seite 36 ff.



Bad und Lichtgestaltung

Manfred Flierl*

Wie bei der Bekleidung, gibt es heute auch bei der Badeinrichtung kein Modediktat mehr. Vielmehr stehen viele "Moden" oder "Trends" gleichberechtigt nebeneinander. Vor allem die Architektur der Bäder ist freier, die Sanitärelemente, wie Waschbecken oder Badewanne, lösen sich zunehmend von der Wand und werden in den Raum hinein geplant. Doch Design ist nichts ohne Funktionalität. Das gilt insbesondere auch für die Beleuchtung im Badezimmer.

Bild 1: Elegant und repräsentativ - so wünschen sich die Deutschen ihr Traumbad.

Licht als 4. Dimension

Jahrtausende haben Baumeister in drei Dimensionen gedacht: In Länge, Breite und Höhe. Als "4. Dimension der Architektur", bezeichnet Australiens Erfolgsarchitekt Harry Seidler das Licht. Für ihn ist es "das wichtigste Material überhaupt, erst durch Licht wird Architektur zur Architektur." Kunstlicht als Gestaltungsmittel ist also für den Bauherren und Architekten genauso unentbehrlich geworden wie Stein und Glas.

Doch gutes Licht muss frühzeitig geplant werden. Die heutige Entwicklung in der Leuchtenindustrie bietet eine enorme Vielfalt von Lichtgestaltungselementen. Doch Lichtquantität ist nicht gleichzusetzen mit Lichtqualität. Nicht die Masse an Helligkeit ist wichtig, sondern die richtige Dosierung und Positionierung der Lichtquellen im Raum. Die Koordination von Marktangebot, Lichtplanung und Elektroinstallation gehören also zusammen.

Meist wird bei der Planung der Stromauslässe für die Beleuchtung die Mitte der Decke und vielleicht noch ein Wandauslass gewählt. Was aber nur einen Sinn hat, wenn man mit einer Glühlampe oder eine Leuchte beleuchtet, die vielleicht durch ihre Form, jedoch nicht durch ihre Funktion besticht. Künstliches Licht aber, kann viele Gesichter haben, nicht nur die verschiedenen Formen der vielen Designleuchten. Je nach Positionierung der Lichtquelle stehen Decke, Wand oder auch Boden zur Verfügung und können für die Beleuchtung eines Raumes genutzt werden.

Bild 2: Lampen für Küche und Bad: Allgebrauchslampen mit Schraubsockel E 14 (1) und E 27 (2, 3),
Halogen-Glühlampen mit Schraubsockel E 14 (4) und E 27 (5, 6) sowie zweiseitig gesockelt (12),
Niedervolt-Halogen-Glühlampen mit Reflektor (7,8), und ohne Reflektor (9, 10, 11), Kompaktleuchtstofflampen mit Schraubsockel E 14 (13, 14) und E 27 (15, 16) sowie mit Stecksockel (17, 18), Dreibanden- bzw. "de-Luxe"-Leuchtstofflampe (19).

Lampenauswahl

Eines der wesentlichen Kriterien für eine gute Beleuchtungsplanung ist die geeignete Auswahl der Lampen. Umfassend und vielfältig ist das Angebot der Hersteller. Für das Bad stehen Allgebrauchsglühlampen, Halogen-Glühlampen für Netzspannung und Niedervolt-Halogen-Glühlampen sowie die besonders wirtschaftlichen Kompaktleuchtstofflampen mit Schraub- oder Stecksockel und stabförmige Dreibanden- oder "de Luxe"-Leuchtstofflampen zur Wahl.

Wesentliches Kriterium ist die Farbwiedergabeeigenschaft einer Lampe. Nur eine sehr gute Farbwiedergabeeigenschaft (Stufen 1A oder 1B) garantiert, dass die Farben der Umwelt oder der menschlichen Haut als natürlich empfunden werden. Und darauf kommt es z.B. im Bad beim Schminken besonders an. Glühlampen und Halogen-Glühlampen (230 Volt) oder Niedervolt (12 Volt) sowie "de Luxe"-Leuchtstofflampen haben die Farbwiedergabestufe 1A, Dreibanden- und Kompaktleuchtstofflampen die Stufe 1B.

Bild 3: Ausstrahlwinkel unterschiedlicher Lichtsysteme.

Als Lichtfarbe (Eigenfarbe des Lichts einer Lampe) fürs Bad ist warmweiß empfehlenswert, was einer Farbtemperatur zwischen 2700 und 3000 K (Kelvin) entspricht. Warmweiß ist das Licht aller Glühlampen, das Licht von Halogen-Glühlampen wirkt zudem besonders brillant. Die Lichtfarbe von Kompakt-, Dreibanden- und "de Luxe"-Leuchtstofflampen ist auf der Lampe und der Verpackung angegeben. Zusätzlich sind die Lampen aller Hersteller mit drei Ziffern gekennzeichnet: Eine warmweiße "de Luxe"-Leuchtstofflampe hat die Kennung 930. Die 9 steht für Farbwiedergabestufe 1A, die 30 für Lichtfarbe warmweiß (3000 K). Mit der Kennung 830 versehen sind warmweiße Kompakt - und Dreibanden-Leuchtstofflampen wobei die 8 für die Farbwiedergabestufe 1B, die 30 für die Lichtfarbe warmweiß steht. Eine kleine Lampenauswahl für den Einsatz im Bad zeigt Bild 2.

Bild 4: Einbaudownlight für Kaltlichtspiegellampen.

Leuchtenauswahl

Die Beleuchtung von Bädern sollte immer durch mehrere Komponenten realisiert werden. Man unterscheidet grundsätzlich die Allgemeinbeleuchtung oder Grundausleuchtung und die akzentuierte Ergänzungsbeleuchtung.

Die Allgemeinbeleuchtung kann erreicht werden durch

(a) direkt strahlende Systeme,

(b) frei strahlende Systeme oder

(c) indirekt strahlende Systeme.

(a) Bei den direkt strahlenden Systemen werden bevorzugt Downlights mit breit strahlender Lichtverteilung eingesetzt (Bild 3, rechts). Nur so wird eine gleichmäßige Ausleuchtung erzielt. Entsprechend sind bei der Verwendung von Niedervolt-Halogen-Glühlampen mit Aluminium- oder Kaltlichtreflektor solche mit großem Ausstrahlungswinkel (mind. 38, besser 60) richtig. Punktgenaue Anstrahlungen mit eng gebündeltem Licht (Bild 3, links) dienen der akzentuierenden Beleuchtung einzelner Gegenstände. Man kann sie beispielsweise auf Bilder oder andere Einrichtungsgegenstände richten.

(b) Unter "frei strahlenden" Systemen versteht man in der Regel nackte Glühlampen oder, wie es heute üblich ist, offene kleine Niedervolt-Halogenglühlampen. Mit diesen Systemen wird aufgrund ihrer Bauart, bei der normalen Anwendung z.B. als sogenannter Sternenhimmel, mehr eine dekorative Beleuchtung angestrebt. Hohe Beleuchtungsstärken sind damit nicht zu erzielen. D.h., diese Art der Beleuchtung ist nur eine Ergänzung zur normalen Allgemeinbeleuchtung. Bei offenen Niedervolt-Halogenglühlampen ist darauf zu achten, dass in diesem Fall nur Lampen in Niederdrucktechnik** eingesetzt werden, da hier die Gefahr des Zerplatzens der Lampe verhindert wird. Wichtig bei allen direkt strahlenden Lichtsystemen ist das richtige Anordnen der Leuchten und eine geeignete Lichteinfallsrichtung, die die Hauptblickrichtung berücksichtigt. Denn nur hierdurch beugt man lästiger Reflexblendung vor. Falls Leuchten aufgrund baulicher Vorgaben so angeordnet werden müssen, dass sie störende Lichtreflexe erzeugen können, dann sollten die Leuchten in den betreffenden Ausstrahlungsbereichen möglichst geringe Leuchtdichten haben bzw. mit einer Abdeckung versehen werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Störungen durch Reflexblendung häufig der Anlass für Unzufriedenheit sind, obwohl die Betroffenen selbst nur selten die Reflexblendung als Ursache erkennen.

(c) Indirekt strahlende Systeme kommen zum Einsatz, wenn in dem Raum eine sehr gleichmäßige Ausleuchtung gefordert wird. Indirektes Licht ist ein schattenfreies und damit sehr weiches Licht. Realisiert werden kann diese Beleuchtung durch Voutenbeleuchtung oder indem man über Ablagen z.B. oberhalb des Spiegels zusätzliche Beleuchtungssysteme installiert und zur Decke strahlen lässt. Hierfür haben sich Lichtleisten, bestückt mit warmweißen Leuchtstofflampen, bewährt.

Bild 5: Lichtpunkt mit frei strahlender Niedervolt-Halogenlampe.

Neben den horizontalen Ebenen gibt es speziell im Badezimmer eine sehr wichtige Ebene und zwar die vertikale Ebene, z.B. beim Betrachten des Gesichtes in einem Spiegel. Hier kommt es nicht auf die horizontale, sondern auf die vertikale Beleuchtungsstärke im Gesicht an (siehe Bild 6).

Bild 6: Beispiele guter Ausleuchtung im Spiegelbereich. Die Bilder zeigen die richtige Spiegelbeleuchtung im Bad: Rechts und links der Spiegelfläche montierte Wandleuchten erhellen die Gesichtspartien gleichmäßig und, was besonders wichtig ist, schattenfrei. Wichtig: Das Licht darf nicht blenden. Auf der Glasfläche befestigte Leuchten sorgen zusätzlich für attraktive Lichtwirkung. Bei einem besonders großflächigen Spiegel ist die Anordnung von vier Leuchten oberhalb und seitlich der Spiegelfläche die Ideallösung. Für kleinere, nebeneinander montierte Spiegel genügt eine zusätzliche Leuchte dazwischen.

Installation: Schutzbereiche beachten!

Bei der Verwendung und Installation von steckerfertigen Leuchten, fabrikseitig vorgefertigten Beleuchtungssystemen mit Stecker oder Systeme für Festanschluss und individuell zu errichtende Beleuchtungsanlagen sind die gültigen Vorschriften und einschlägigen Normen zu beachten. Beim Themenkomplex Niedervolt (NV)-Beleuchtungssysteme und -anlagen ist zu unterscheiden nach

Bild 7: Funktional und dekorativ. Die in Fensternähe eingebauten Deckenstrahler mit vorgesetzten mattierten Glasdiffusoren lassen das Licht von Niedervolt-Halogen-Glühlampen wie Tageslicht im Raum wirken. Wandleuchten mit Glasschirm und Kerzenglühlampen 40 Watt (rechts im Bild) setzen gestalterische dekorative Akzente auch am hellen Tag. Die seitlich an und zwischen den Spiegelflächen (links im Bild) installierten Leuchten für Leuchtstofflampen sorgen für eine gute Ausleuchtung aller Gesichtspartien.

Beim Kauf von Leuchten, die über eine Steckvorrichtung an die feste Elektroinstallation angeschlossen werden, ist darauf zu achten, dass sie mit dem GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) und/oder mit dem VDE-Zeichen versehen sind. Speziell im Bad müssen Leuchten in unmittelbarer Nähe von Dusche und Wanne für den Einsatz in Nassräumen geeignet sein. Die entsprechenden Schutzmaßnahmen sind festgelegt in DIN VDE 0100 Teil 701. Diese Norm unterscheidet vier Bereiche:

Bereich 0: umfasst den Innenraum der Bade- oder Duschwanne. Dort dürfen nur Betriebsmittel mit Schutzkleinspannung (bis 12 Volt) - beispielsweise Halogen-Niedervoltleuchten - eingesetzt werden, die ausdrücklich zur Installation innerhalb des Wannenbereiches zugelassen sind. Zu beachten ist: Der Netzanschluss für den Transformator muss sich außerhalb des Bereiches 0 befinden.

Bereich 1: ist begrenzt durch die senkrechte Fläche um die Bade- oder Duschwanne. Ist keine Duschwanne vorhanden, wird dieser Bereich begrenzt durch die senkrechte Fläche im Abstand von 60 Zentimeter um den Brausekopf in "Ruhelage", also beispielsweise an einer Führungsstange. In beiden Fällen gilt die Begrenzung durch den Fußboden und die waagerechte Fläche in 2,25 m Höhe über dem Fußboden. Leuchten dürfen in diesem Bereich nur mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt betrieben werden. Sie müssen mindestens Schutzart IP X4 (geschützt gegen Spritzwasser) entsprechen. Besteht die Möglichkeit von Strahlwasser, beispielsweise durch Wasserdüsen zur Massage, ist die Schutzart IP X5 (geschützt gegen Strahlwasser) erforderlich.

Bereich 2: Die Leuchten müssen mindestens die Schutzart IP X4 (geschützt gegen Spritzwasser) haben.

Bereich 3: Es brauchen keine Leuchten besonderer Schutzart eingesetzt werden.

Steckdosen (auch wenn sie in Leuchten eingebaut sind) und Schalter sind in den Bereichen 0, 1 und 2 nicht zugelassen. In Leuchten eingebaute Schalter dagegen sind in den Bereichen 1 und 2 erlaubt, dürfen jedoch die Schutzart nicht herabsetzen. Elektroleitungen dürfen nur in den Bereichen 2 und 3 verlegt werden.

Bild 8: Die "Nebenbereiche" in einem Bad wie Ablagen usw. sollten bei der Lichtgestaltung nicht vergessen werden. Das Bild zeigt eine kleine lichttechnische Maßnahme mit bemerkenswerter Wirkung. Zierliche Aufbaustrahler für Niedervolt-Halogen-Glühlampen mit satiniertem Glasschirm bringen im Zusammenspiel Licht - Fliesen mit blauen Elementen und Glas und zusätzlichen kleinen Accessoires Leben in eine sonst eher langweilige Ablage.

Neue Art der Beleuchtung

Schon immer hat der Sternenhimmel in einer klaren Nacht den Menschen fasziniert und so wurde versucht, diesen Sternenhimmel oder Teile dessen in Sälen, Eingangshallen oder Wohnungen aber auch in Bädern nachzubilden. Erste Konstruktionen wurden mit Glühlampen, später mit Niedervolt-Halogenglühlampen verwirklicht. Alle waren begeistert von den Lichtreflexen; Räume bekamen dadurch eine neue Dimension. Doch thermische Probleme, hoher Wartungsaufwand und eine aufwendige Elektroinstallation machten häufig zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig. So wurde nach neuen Wegen gesucht, um eine dekorative Beleuchtung in Räumen zu realisieren. Das war die Geburtsstunde der Faseroptik - zunächst aus Glas, später aus lichtleitendem Kunststoff.

Bild 9: Schutz-
bereiche im Bad.

Die Fasern zur Lichtleitung haben verblüffende Eigenschaften: Sie leiten das Licht über viele Meter mit gleichbleibender Qualität, sie führen weder eine elektrische Spannung noch übertragen sie ultraviolettes Licht und Infrarotstrahlung, also Wärme. So erschloss dieses außergewöhnliche Beleuchtungssystem schnell viele Einsatzgebiete, die weit über die Gestaltung des Sternenhimmels hinausgingen. Faseroptische Systeme bestehen aus dem Lichtgenerator, in dem das Licht in das Bündel optischer Fasern eingespeist wird und den optischen Kabelbünden, die das Licht zum Austrittspunkt leiten, sodass es direkt oder aber in Verbindung mit einem lichtlenkenden Element genutzt werden kann. Die Lichtleiter sind damit Miniaturlichtquellen, die als Einbauleuchte oder Strahler ausgelegt werden können und mit denen je nach gewünschtem Effekt das Licht gestaltet werden kann. Der Lichtgenerator sollte an einem leicht zugänglichen Ort platziert werden, sodass die Wartung des Beleuchtungssystems (beschränkt sich in der Regel auf den Lampenwechsel) leicht vorgenommen werden kann.

Bild 10: Lichtgenerator mit Kunststofffasern.

Faseroptische Beleuchtungssysteme sind heute insbesondere dort zu finden, wo in erster Linie dekorative Beleuchtungseffekte verlangt sind, ein Ausbleichen des beleuchteten Objektes durch UV-Licht ausgeschlossen oder eine Wärmeentwicklung durch die Beleuchtung vermieden werden muss. Weitere Verwendungsmöglichkeiten machen die Vorzüge der Faseroptik deutlich: Die Trennung von Elektrizität und Licht. Das elektrische Equipment kann im sicheren Umfeld platziert werden, während die stromfreien nur das Licht leitenden Kabel bedenkenlos auch unter Wasser geführt werden können. Bei der Beleuchtung von Bädern kann also der Lichtpunkt für einen optimalen Effekt direkt im Wasser z.B. in einer Badewanne platziert werden. Ein anderes Beispiel ist die Verwendung in Saunen. Dort ist nur Einsatz von Leuchten mit entsprechenden Schutzarten erlaubt. Auch hier wieder der Vorteil der faseroptischen Beleuchtung, dass nur Licht, aber keine Elektrizität übertragen wird.

Bild 11: Beispiele für Lichtendpunkte.

Beleuchtungsstärkewerte

Niedervolt-Halogen-Glühlampen mit Kaltlicht- oder Aluminiumspiegel (12 Volt) sind vorwiegend in den Leistungen 20 W, 35 W, 50 W mit Ausstrahlungswinkel 12, 24, 38 und 60 auf dem Markt. Zur überschlägigen Planung sind in Tabelle 1 die Mindest-Anschlusswerte für die Grundausleuchtung eines Bades angegeben. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung von Badezimmern mittlerer Größe empfehlen sich Lampen mit 38 oder 60 Ausstrahlungswinkel und Anschlussleistungen von 20 bis 35 Watt. Bei größeren Bädern kann auch die 50 Watt Lampe eingesetzt werden. Die Lampen mit Ausstrahlwinkel 12 und 24 werden hauptsächlich zur Akzentuierung eingesetzt.

Tabelle 1: Überschlägige Ermittlung der erforderlichen Anschlusswerte zur Grundausleuchtung von Bädern

Lampentyp

Anschlusswert je 100 Lux bei ca. 2,50 m Raumhöhe

Anschlusswert je 100 Lux bei ca. 3,50 m Raumhöhe

Normalglühlampe in Glasleuchte

30 Watt/m2

40 Watt/m2

NV-Halogen-, Kaltlicht- oder Aluspiegel
Ausstrahlwinkel 60

8 Watt/m2

10 Watt/m2

Ausstrahlwinkel 38

10 Watt/m2

10 Watt/m2

Ausstrahlwinkel 24

12 Watt/m2

12 Watt/m2

Ausstrahlwinkel 12

18 Watt/m2

14 Watt/m2

Beispiel: Bei einem Badezimmer (Raumhöhe 2,5 m) mit einer Grundfläche von 8 m2 und einem NV-Halogenstrahler mit einem Ausstrahlwinkel von 38 ist zur Grundausleuchtung eine Anschlussleistung von min. 80 Watt (8 m2 x 10 W/m2) erforderlich. Um dem Rechnung zu tragen, können entweder vier Lampen a 20 Watt oder drei Lampen a 35 Watt (eine Überdimensionierung schadet nicht) eingesetzt werden.

Tabelle 2: Mindest-Beleuchtungsstärken für Badezimmer

Bereich

Beleuchtungsstärke

Fußboden

100 Lux horizontal

Badewannenkante

100 Lux horizontal

Duschwannenkante

100 Lux horizontal

Vorderkante Waschtisch vor dem Spiegel in 1,5 m Höhe

300 Lux vertikal


*) Manfred Flierl, Schulungsleiter der Fa. Thorn Licht GmbH, Arnsberg


**) Im Gegensatz zur neuen Lampengeneration mit Niederdrucktechnik (Betriebsdruck < 2,5 bar und UV-Stop), werden ältere bzw. "billige" Lampen noch in Hochdrucktechnik (Betriebsdruck > 20 bar und kein UV-Stop) angeboten. Bei solchen Lampen schreibt die IEC Norm 598 eine leuchtenseitige Schutzabdeckung der Lampe vor.


B i l d e r :   Fördergemeinschaft Gutes Licht, Frankfurt


L i t e r a t u r :   Lichtjournal 14 und 27, Fördergemeinschaft Gutes Licht, Frankfurt
Halogenbeleuchtungsanlagen mit Kleinspannung, Minhaus und Thaele


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