IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 4/2000, Seite 19 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Eine Reihe von Vorteilen rechtfertigt die Umstellung

Kupfer in Zukunft nur noch "halbhart"

Harte Kupferrohre in den Abmessungen 12 x 1,0 mm bis 28 x 1,5 mm werden bis zum 1. 4. 2000 durch halbharte Rohre ersetzt.

Beim Kupfer in der Rohrinstallation hat man bisher lediglich zwischen "weich" und "hart" unterschieden - allerdings nur in Deutschland. In etlichen westeuropäischen Ländern werden bereits seit Jahrzehnten statt harter Stangenrohre erfolgreich halbharte Kupferrohre eingesetzt. Diese Rohre bieten einerseits alle Vorteile harter Rohre, lassen sich darüber hinaus jedoch wesentlich leichter biegen.

Nachdem 1996 die Kupferrohrnorm DIN 1786 durch die DIN EN 1057 ersetzt wurde, bekam das Thema halbharte Kupferrohre in Deutschland eine neue Qualität. Diese Rohre wurden in die harmonisierte neue europäische Norm aufgenommen und spezifiziert. Der ZVSHK fordert seit diesem Zeitpunkt von den Kupferrohr-Herstellern ein Angebot in halbharten Rohren. Jetzt hat die Industrie die entsprechenden Anforderungen realisiert: Die Hersteller

liefern ab jetzt "halbhart" aus, sodass der Großhandel mit Stichtag 1. April 2000 das Sortiment aktualisiert hat. Dem SHK-Fachhandwerk stehen ab dann in gewohnter Weise gütegeprüfte und DVGW-zertifizierte Rohre zur Verfügung, nunmehr in "halbhart" im Abmessungsbereich von 12 x 1,0 mm bis 28 x 1,5 mm.

Die Vorteile von "halbhart"

Mit der Umstellung kann der Fachhandwerker nun auf eine Reihe von Vorteilen bauen, die sich im einzelnen wie folgt ergeben:

Die wichtigsten Punkte sind auch auf einem Leporello zusammengefasst, den der Großhandel für die Fachbetriebe bereithält bzw. der kostenlos beim Gesamtverband der Deutschen Buntmetallindustrie in Düsseldorf angefordert werden kann (Fax: 0211/4796-404).

Stangenkupfer wird ab April standardmäßig in halbharter Ausführung geliefert. In der Verarbeitung ergeben sich viele Vorteile.
Foto: KME

Qualitätsgeprüfte Biegegeräte

Derzeit arbeitet der ZVSHK an einer Richtlinie, nach der sämtliche auf dem Markt befindliche Biegegeräte für Kupfer-, Stahl- oder Verbundrohre hergestellt und geprüft werden sollten. Zweck ist es, allgemeingültige Vorgaben für das Handling und die Verwendbarkeit der Biegegeräte zu erstellen. Natürlich wird dann auch insbesondere bei den Hand-Biegegeräten darauf geachtet, daß eine Tauglichkeit für halbhartes Kupfer gegeben ist. Außerdem müssen die Anforderungen der Europäischen Richtlinien zur Kennzeichnung, zur Arbeitssicherheit und natürlich auch für ein praxisgerechtes Handling erfüllt werden.

Der ZVSHK wird die Möglichkeit eröffnen, dass die Hersteller ihre Geräte den Vorgaben entsprechend prüfen lassen. Wird die Biegeprüfung erfolgreich bestanden, können die Geräte selbst, die Biegesegmente und die Gleitstücke mit dem SHK-ZERT Zeichen versehen werden, sodass der Fachhandwerker beim Kauf auf ein marktgerechtes Leistungspaket rund um das Biegegerät vertrauen kann. Mit ersten geprüften Biegewerkzeugen ist noch in diesem Jahr zu rechnen.

Transport und Lagerung

Beim Transport halbharter Ware ist auf ein sachgerechtes Handling zu achten. Dachträger können z.B. um ein Laderohr erweitert werden.
Foto: Sortimo

Die halbharten Rohre sollten sachgerecht transportiert und gelagert werden. Hersteller und Großhandel haben für ihre Bereiche Vorgaben erstellt, damit die Rohre in einwandfreier Qualität ausgeliefert werden können. Auch der Fachhandwerker ist gehalten, mit der halbharten Stangenware sorgsam umzugehen. Dazu gehört es z.B., beim Transport auf Dachträgern auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung zu achten. Im Klartext: Wurde bisher hartes Stangenkupfer achtlos auf Leiterträger geknallt und - auf nur zwei Auflagepunkten wippend - auf die Baustelle gekarrt, so wurde dieser sorglose Umgang auch schon beim Hartkupfer mit Schadstellen quittiert - bei halbhartem Kupfer wird dies dann sicher noch deutlicher geschehen!

Oftmals dienen zusammengesteckte Abflussrohre auf dem Dachträger als Transportbehälter für die Stangenware. Das ist wirkungsvoll, sieht aber nicht gerade repräsentativ aus... Die Nutzfahrzeugausrüster sind dabei, entsprechende Lösungen anzubieten, nicht zuletzt sollten die Behälter auch verschließbar sein.

Auf der Baustelle ist auf eine ordnungsgemäße Lagerung zu achten. Im Klartext: Liegt die Rohrware im Weg, werden sich unweigerlich Dellen ergeben, wenn Steine oder Baumaterialien auf die Rohre fallen. Außerdem sollten alle Rohrwerkstoffe so transportiert und gelagert werden, dass eine Innenverschmutzung vermieden wird und auch nach der Installation sind offene Rohrenden gegen Eindringen von Schmutz zu schützen, z.B. mit den von einzelnen Herstellern mitgelieferten Verschlussstopfen.

Fazit

Seit der ISH im März 1999 haben die Kupferrohrhersteller damit begonnen, auch den deutschen Markt mit halbharter Stangenware zu versorgen - ab April wird dies jetzt Standard-Ware sein. Wenn auch anfänglich bei Transport und Lagerung des Stangenkupfers Probleme auftraten, so waren sie auf eine arglose Handhabung zurückzuführen. Bei sachgemäßem Transport und Gebrauch der halbharten Ware kann der Verarbeiter jedoch auf eine stolze Reihe von Produktvorteilen setzen, die nicht nur das Handling, sondern auch die Verarbeitungszeiten deutlich verbessern. In zahlreichen Nachbarländern ist man bereits seit Jahrzehnten um diese Erfahrung reicher.

ZVSHK-Termine-Daten-Informationen
(Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

16. - 20. Februar 2000

bautec - Internationale Baufachmesse, Berlin

22. - 26. Februar 2000

SHK - Fachausstellung Sanitär-Heizung-Klima, Essen

19. - 23. März 2000

light + building - Internationale Fachmesse für Gebäudetechnik, Frankfurt/Main

5. - 8. April 2000

IFH/Intherm - Fachmesse für Haus- und Feuerungstechnik, Nürnberg

11. - 12. April 2000

Gemeinschaftstagung Abwassertechnische Vereinigung/ZVSHK, Dortmund

3. - 7. Mai 2000

SHKG Berlin - Messe für Sanitär, Heizung, Klima & Gebäudeautomation

11./12. Mai 2000

ZVSHK-Mitgliederversammlung, Heidelberg

18./19. Mai 2000

Deutscher Kachelofenbauertag, Hamburg

22./23. Juni 2000

12. Bundesweites Erdgasforum, Hamburg

6./7. Oktober 2000

24. Deutscher Kupferschmiedetag, Mönchengladbach-Rheydt

27. - 31. März 2001

ISH - Internationale Fachmesse Sanitär Heizung Klima, Frankfurt/Main

ZVSHK Direkt:

Telefon: 02241/9299-0
Telefax: 02241/21351

e-mail: Zentralverband-SHK@t-online.de

Internet: http://www.Zentralverband-SHK.de


Fachtagung beleuchtet alle Aspekte

Grundstücksentwässerung und Regenwassernutzung

Erstmals richten der ZVSHK und die ATV-DVWK - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall gemeinsam eine Tagung zur Gebäude- und Grundstücksentwässerung aus. Ob Fachplaner oder SHK-Unternehmer oder beides: Den Teilnehmern wird ein Rundum-Paket an Fachwissen geboten.

Die am 11./12. April 2000 in Dortmund stattfindende Veranstaltung widmet sich hauptsächlich den Themen Grundstücksentwässerung, Regenwassernutzung sowie der Regenwasserversickerung. Zudem werden die Teilnehmer auch mit rechtlichen Fragen vertraut gemacht. Bedeutenden Raum nehmen Referate über technische Aspekte der Gebäude- und Grundstücksentwässerung ein. Hierzu gibt es u.a. folgende Referate:

In Sachen Regenwasser werden sowohl Fachplaner als auch SHK-Fachunternehmer eine Reihe wichtiger Themen "mitnehmen" können. Dazu gehören u.a. die Referate:

ATV-Mitglieder sowie SHK-Innungsmitglieder zahlen für die beiden Seminartage (einschließlich Verpflegung) 800 DM, andere 930 DM.

Nähere Auskünfte (auch über Unterbringungsmöglichkeiten) und Anmeldung bei der:

ATV-DVWK i. G.
Barbara Kirstein
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel.: 02242/872-181, Fax: 02242/872-135
e-mail: kirstein@atv.de

Zwei volle Seminartage werden am 11./12. April in Dortmund auf die Gebäude- und Grundstücksentwässerung ausgerichtet sein.

 

Die Geschäftsstellen des ZVSHK

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Rathausallee 6
53757 St. Augustin
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Telefax: 0331-972603