IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 2/2000, Seite 12 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Nordrhein-Westfalen


Fachverband als Dienstleister

Mitgliederversammlung 1999 Teil 2

Der Fachverband habe sich im Geschäftszeitraum mit großem Engagement und nicht ohne Erfolg mit den Marktveränderungen beschäftigt, erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Georg Geißdörfer auf der Mitgliederversammlung des Fachverbandes. Die Kundenanforderungen und die technischen Standards, die Strategien der Marktpartner und Wettbewerber und die Vorgaben aus dem politisch-parlamentarischen Bereich, das waren die Themen, mit denen sich der Dienstleister Fachverband beschäftigte.

Optimistisch mache dabei, dass das SHK-Handwerk im größten Bundesland nicht wie das Kaninchen vor der Schlange agiere, sondern sein unternehmerisches Umfeld sehr aktiv mitgestalte, in den Innungen vor Ort ebenso, wie auf der Ebene des Landes und des Bundes.

Die Situation der Branche, so Dr. Geißdörfer, lasse sich — etwas salopp formuliert — durch drei Eckpunkte darstellen:

In einer Vorschau auf das zweite Halbjahr 1999 rechneten nur 15% der Betriebe im Westen und 5% im Osten mit einer Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation. Knapp ein Viertel der Westbetriebe und die Hälfte der Ostbetriebe zeigten sich dagegen pessimistisch.

So hätten sich die wirtschaftlichen Erwartungen des SHK-Handwerks in Nordrhein-Westfalen 1998 leider nicht erfüllt.

Zunehmend drängten branchenfremde Anbieter auf den SHK-Markt vor, verschärfe sich der Wettbewerb auf den Energiemärkten, z.B. beim Gas- zu Gas-Wettbewerb und suchten kommunale Versorgungsunternehmen ihr Heil in traditionellen Handwerksbereichen. Die Verbandsorganisation war hier 1999 auf der Landesebene gefordert.

Grenzen der wirtschaftlichen Betätigung von kommunalen Unternehmen

Die Debatte um die Grenzen der wirtschaftlichen Betätigung von kommunalen und scheinprivatisierten kommunalen Unternehmen habe dies wieder sehr deutlich gemacht. Die SHK-Branche gehörte zu den Hauptbetroffenen der Bestrebungen von Stadtwerken, allein oder Hand in Hand mit Konzernen zu neuen geschäftlichen Ufern aufzubrechen und dabei die bisher geübte und bewährte Marktpartnerschaft mit dem SHK-Handwerk hinter sich zu lassen. Vielerorts sei es dadurch zu Konflikten gekommen, so der Hauptgeschäftsführer, in denen die Unternehmen, die Innungen und auch der Verband nicht klein beigegeben, sondern ihre Position kraftvoll vertreten hätten. Es sei dem Verband nicht darum gegangen, sich vor einer lästigen Konkurrenz zu schützen. Es standen vielmehr Grundprinzipien unserer Wirtschaftsordnung auf dem Spiel — der Vorrang der Privatwirtschaft vor Aktivitäten des Staates als Unternehmer einerseits, der faire Wettbewerb auf den Märkten andererseits.

Dass das SHK-Handwerk dies gerade in der Öffentlichkeit sehr deutlich gemacht habe, erfülle die Branche mit Stolz. "Wir haben gezeigt, dass wir hinter den Kulissen wirken können, dass wir aber ebenso zu einer Kampagne fähig sind," so Geißdörfer. Das vom Fachverband mit in Auftrag gegebene Gutachten des Verfassungsrechtlers Peter Badura, der durch die vom Fachverband und einem Mitgliedsbetrieb eingereichte Klage in ein neues Stadium getretene Kampf gegen die Düsseldorfer Stadtwerke-Tochter Innovatio und vor allem die Handwerkerdemonstration am 6. Mai 1999 in Düsseldorf — dies alles wäre ohne die nordrhein-westfälischen SHK-Handwerker und ihre Innungen nicht möglich gewesen und habe die erfolgreiche Umsetzung erst möglich gemacht.

Wie eine Vielzahl von Anfragen der Mitglieder zeige, stießen die Kooperationsentwürfe, die der Fachverband nach der Neufassung des § 107 Gemeindeordnung durch den Landtag gestreut hätten, auf ein breites Interesse der Innungen; nach wie vor könnten die in der Geschäftsstelle vorliegenden Muster bei der Rechtsabteilung angefordert werden, erklärte Geißdörfer.

Auf Basis dieser Muster könne der Kontakt zum Versorger vor Ort gesucht und eine neue Form der Zusammenarbeit angestrebt werden. Die Entwürfe könnten dabei als Grundlage zu Verhandlungen eigener Vereinbarungen zwischen Innung bzw. Innungsbetrieb und EVU dienen.

Geißdörfer wörtlich: "Die neue Fassung des § 107 der Gemeindeordnung NRW könne als gewonnene Schlacht verbucht werden, doch sei damit die Grundauseinandersetzung wieder in die Städte und Kreise zurückverlagert worden. Dort müsse nun auf der neuen Basis und vor dem Hintergrund der sich von Tag zu Tag verstärkenden Marktänderungen im Energiebereich nach einer tragfähigen Zusammenarbeit gesucht werden." Es gebe gute Ansätze für sinnvolle Kooperationen, allerdings noch keinen Grund, in der Wachsamkeit nachzulassen.

Die Kooperationsmodelle, die der Verband auf der Geschäftsführerkonferenz sowie auf der Obermeistertagung präsentiert hätten, müssten nun am Markt mit den Stadtwerken zusammen umgesetzt werden.

SHK-Werbemaßnahmen des Verbandes

"Noch nie sind in der Geschichte der Marketingkonzeptionen des Verbandes so viele Florpostprospekte, Broschüren etc. abgerufen worden, sagte Geißdörfer.

Die Firmen hätten voll die Zielsetzung der Werbekonzeption erkannt und sich eifrig bemüht, Florpost-Prospekte und Werbemittel für ihre Kunden einzusetzen. So wurden allein von März bis Oktober 1999 über 170 000 kostenlose Werbemittel durch den Verband ausgeliefert. Rechnet man die übrigen Monate Januar und Februar dazu, sind es fast 200 000. Das ist ein großer Erfolg, erklärte Geißdörfer.

Überdies wurden zu den Themen "Heizung", "Sanitär" und "Nachwuchs" entsprechende Funkspots geschaltet. Als flankierende Maßnahmen sind festzuhalten: Sonderbeilage AKTUELL, SHK-Werbemaßnahmen "Die Dynamik zum Erfolg" sowie eine Aktion für die Kachelofenbauer NRW "Meisterwerke aus Meisterhand". Gleichzeitig wurden Informationsprospekte für die Betriebe und Endverbraucher neu entwickelt.

Gemeinsam mit der Gasversorgung wurden Funkspots zum Thema "Heizung" geschaltet sowie eine Promotion-Aktion "Erdgas NRW" gestaltet.

Überdies wurden Werbeinitiativen zusammen mit der Industrie durchgeführt (Auftragswerbung, Imagewerbung).

Perspektiven Fachverband — neue Gastmitglieder

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes sprach sich dafür aus, die Fachgroßhändler NRW als Gastmitglieder in den Verband aufzunehmen.

Geißdörfer erklärte, dass der Vorteil für das Handwerk vor allem in der noch engeren Partnerschaft zur vorgelagerten Vertriebsstufe liege. Gerade die Tatsache, dass der Großhandel mit den Fachausstellungen eine wesentliche Funktion gegenüber dem Endkunden einnehme, mache dies im Konkurrenzkampf zu anderen Vertriebswegen notwendig. Die Abstimmung über ein gemeinsames Vorgehen im Markt könnte vertieft, der Schulterschluss verbessert werden. Diese Vorteile würden vor allem Innungsmitgliedern zugute kommen.

Die mittelständische Struktur der vorgelagerten Vertriebsstufe könnte durch die Einbindung in die starke Solidargemeinschaft des Fachverbandes NRW gefestigt werden. Ihre Erhaltung haben insbesondere Vorteile für die Möglichkeiten und die erreichbaren Konditionen bei der Produktbeschaffung im Handwerk.

v.l.n.r.: Dipl.-Ing. Rudolf Peters, LIM FV SHK NRW, Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Hauptgeschäftsführer FV SHK NRW, während der Verbandstagung in Leverkusen.

Ergebnis der neuen Zusammenarbeit könnte auch ein stärkeres gemeinsames Vorgehen in der Kommunal- und Landespolitik, wie der Politik im "Europa der Region" sein.

Ein möglicher Nachteil könnte darin gesehen werden, so Geißdörfer, dass ein Schulterschluss mit dem Handwerk zu einer Verstärkung der Marktmacht des Großhandels in der SHK-Branche führen könnte. Hier sei es wichtig zu betonen, dass eine positive Allianz in Richtung Endkunde angestrebt werde und nicht eine Frontenbildung gegenüber den deutschen Markenherstellern. Das Modell der Gastmitgliedschaft solle den Vertriebsweg stärken. Dazu gehöre die Wahrung eines möglichst stabilen Gleichgewichts der Kräfte zwischen den Vertriebsstufen ebenso wie die Erhaltung der Produktvielfalt und die Erarbeitung geeigneter Mittel, um Lieferungen von Markenprodukten in nicht gewünschte Kanäle zu verhindern.

Der Vorteil für die Gastmitglieder liege entsprechend in der Möglichkeit der engeren Kommunikation mit dem SHK-Handwerk. Die beitretenden Großhändler könnten sich als echte Partner ihrer Kunden profilieren.

Die Förderung der mittelständischen Struktur liege auch im Interesse der betroffenen Großhändler.

Darüber hinaus hätten sie die Möglichkeit der Nutzung des Wissens und der Informationen aus den Fachabteilungen des Fachverbandes Recht, Technik, Betriebswirtschaft und Marketing. Erstmals verfügten sie so über eine organisierte Präsenz auf Länderebene.

Ein Nachteil könnte in einem möglichen Interessenkonflikt mit dem Verband DG Haustechnik liegen. Ein solcher sei aber auszuschließen, sagte Geißdörfer. Die Gastmitgliedschaft könne und solle eine Mitgliedschaft im Verband DG Haustechnik nicht ersetzen. Die Schwerpunkte dieser Interessengemeinschaft des SHK-Großhandels seien gänzlich anders gelagert. Der Fachverband NRW wolle nicht in Konkurrenz zum DG Haustechnik treten, sondern böte mit dem Modell der Gastmitgliedschaft eine sinnvolle Ergänzung.

Geißdörfer sprach sich ebenfalls dafür aus, Planer- und Ingenieurbüros als Gastmitglieder in den Verband aufzunehmen. Überdies müssten Architektenveranstaltungen sowie Architektenschulungen verstärkt werden.

Technische Interessenvertretung

Norbert Kröschel, Geschäftsführer der Abteilung Technik, stellte folgende Themen in seinem Geschäftsbericht in den Vordergrund:

Die Beratung und Interessenvertretung der Betriebe und der Innungen.

Die Zusammenarbeit mit Partnern, wie Herstellern, Ministerien und Versorgungsunternehmen.

Kröschel berichtete über Veranstaltungen mit Versorgungsunternehmen und verwies darauf, dass mit den Versorgungsunternehmen eine gute und sinnvolle Kooperation angestrebt werden müsse.

Ing. Norbert Kröschel, GF Abt. Technik, FV SHK NRW.

Die bessere Zusammenarbeit mit dem Schornsteinfegerhandwerk NRW.

Die Betreuung von Fachgruppen und die Fachausschussarbeit.

Das Thema Energiesparverordnung.

Die Problematik der Fachunternehmerbescheinigungen der geplanten neuen Bauordnung Nordrhein-Westfalen.

So sei geplant, dass die Fachunternehmerbescheinigung nur noch beim Bauherrn verbleiben solle, da nach Aussage der Parteien nicht alle Betriebe die Fachunternehmerbescheinigung ausfüllten und abgeben.

Den geplanten Hauptschultag während der Messe SHK am 23. Februar 2000, der gemeinsam mit der IG Metall durchgeführt werde.

Kröschel appellierte an die Delegierten, Vertreter der Abteilung Technik noch stärker in den Innungsveranstaltungen für Referate, Diskussionen etc. einzuplanen.

Geschäftsbericht der Rechtsabteilung

Friedrich-Wilhelm Stohlmann, Geschäftsführer der Rechtsabteilung, berichtete über die vergangene Tarifrunde und die weiteren Vorhaben, die zur Zeit im Tarifpolitischen Ausschuss diskutiert würden.

Stohlmann verwies darauf, dass ein neues Gehaltsrahmenabkommen als Entwurf der Arbeitgeberseite vorläge und demnächst mit der IG Metall verhandelt werde.

Ebenso verwies der Rechtsexperte darauf, dass bereits im Januar 2000 die Vorbereitungen für die neue Lohn- und Gehaltsrunde mit den Gewerkschaften beginnen würden.

Rechtsanwalt Friedrich-W. Stohlmann, Geschäftsführer Abt. Recht, FV SHK NRW.

Stohlmann forderte die Delegierten auf, in den Innungen vermehrt auf den Bürgschaftsservice des Fachverbandes in Kooperation mit der VHV hinzuweisen. Bisher würden ca. 400 Betriebe betreut, die diesem Bürgschaftsservice beigetreten sind.

Der Bürgschaftsservice selbst habe erhebliche Vorteile gegenüber den üblichen Bankbürgschaften, weil einerseits die Kreditlinie der Hausbank nicht so sehr strapaziert werde und andererseits die Konditionen als finanziell günstiger anzusehen sind.

Rechtsanwalt Stohlmann erwähnte auch die ständige Arbeit im Bereich der Haftpflichtversicherungsprüfungen für die SHK-Betriebe und erklärte, dass in den letzten 15 Jahren ca. 4300 Überprüfungen der bestehenden Haftpflichtversicherungen durchgeführt worden seien und dies zum laufenden Beratungsservice der Rechtsabteilung gehöre.

Der Referent berichtete sodann über die Verhandlungen mit dem Wirtschaftsministerium des Landes NRW bezüglich der kartellrechtlichen und handwerksrechtlichen Beurteilung der Badwelt Niederrhein. Bestehende Bedenken, auch des Ministeriums, konnten insgesamt ausgeräumt werden. So bestünden weder kartellrechtliche Bedenken gegen derartige Zusammenschlüsse in Badwelten in Kooperation zwischen Handwerk und Handel, noch seien diese Modelle handwerksrechtlich bedenklich.

Betriebswirtschaftlicher Geschäftsbericht

Wolfram Weber, Geschäftsführer der Abteilung Betriebswirtschaft, erklärte, dass die betriebswirtschaftliche Seminararbeit zukünftig noch weiter ausgebaut werden solle. Dabei werde der Studiengang zum Betriebswirt des Handwerks, speziell für das SHK-Gewerk, in Zusammenarbeit mit dem ZVSHK nochmals angeboten — das gelte auch für das QM-Jahresseminar 2000.

Im Bereich der Wärmelieferung betreffend Kooperationen zwischen Stadtwerken und Innungen seien Musterverträge entwickelt worden, die es nun vor Ort umzusetzen gelte.

Im Jahr 2000 werde ein "Handbuch zur Unternehmensführung" herausgegeben, das aus der Praxis für die Praxis wichtige Tipps und Anregungen zur Lösung vieler betrieblicher Probleme geben werde.

Im Bereich des Internets werde ein "Branchenserver" aufgebaut und gepflegt werden. Dieser werde eine Datenbank enthalten, auf die die Mitgliedsbetriebe über das Internet zurückgreifen könnten und die eine möglichst umfassende Information zu allen die Branche betreffenden Themengebieten enthalten soll.

Darüber hinaus sollen aber auch die Betriebe bei der Nutzung des Internets für die eigenen Marketingaktivitäten unterstützt werden. So z.B. bei der Erstellung von Internet-Angeboten, aber auch bei der Auffindung von Mitgliedsbetrieben durch andere Internet-Nutzer.

Internet-Seminare, die neben anderen Seminarveranstaltungen im Jahre 2000 wieder abgehalten würden, rundeten dieses Bild ab. Hier würden vom "Einstieg ins Internet" bis zum 3-tägigen "Internet-Marketing-Workshop" alle Zielgruppen der Branche, vom Anfänger über den Fortgeschrittenen bis hin zum Könner sämtliche Betriebsinhaber angesprochen, um den Umgang mit diesem neuen Medium besser zu beherrschen.

Im Jahr 2000 werde wieder eine Informationsveranstaltung zum Thema "Förderung und Finanzierung" sowie ein "Marketingtag 2000" abgehalten. Überdies werde im Bereich der EDV auch im Jahre 2000 ein EDV-Software-Test im Hause durchgeführt, der bekannte, aber auch neue Branchensoftware auf die Brauchbarkeit in der täglichen Praxis teste. Nähere Informationen erteile die Abteilung Betriebswirtschaft.

Politische Rahmenbedingungen

Wie ist es um die politischen Rahmenbedingungen in Nordrhein-Westfalen bestellt und wo gibt es nach Meinung des Handwerks noch Handlungsbedarf?

Das war die Fragestellung, die Hauptgeschäftsführer Dr. Geißdörfer an den Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Düsseldorfer Landtag, Dipl.-Volkswirt Laurenz Meyer, Mitglied des Landtages, richtete. Die Landesregierung, so Geißdörfer, habe eine Fülle von Aktionen gestartet, um die wirtschaftliche Lage in NRW sowie die Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu verbessern. Die Gründungsoffensive, die Meistergründungsprämie, den Ausbildungskonsens, die Ausbildungsplatz-Touren, das Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit und jüngst eine Mittelstandsinitiative.

Trotz dieses Feuerwerks, das für das Handwerk ohne Zweifel manches gebracht habe, was aber auch vieles an lediglich öffentlichkeitswirksamen "Knallern" enthielt, und trotz des auch persönlichen Engagements vor allem des Ministerpräsidenten, werde das SHK-Handwerk den Eindruck nicht los, dass die Landespolitik derzeit bestenfalls auf der Stelle trete. Ganz aktuell schloss sich Dr. Geißdörfer den Forderungen des nordrhein-westfälischen Handwerks an, dass im Haushalt für das Jahr 2000 die Gelder zugunsten des Mittelstandes nicht wie geplant drastisch gekürzt werden. Es könne doch nicht angehen, dass Ministerpräsident und Wirtschaftsminister landauf landab ihre Wirtschaftsfreundlichkeit zur Schau stellen, dann aber den Rotstift derart heftig ansetzen und Millionen um Millionen bei der Meistergründungsprämie, bei dem Beratungsprogramm für den Mittelstand oder z.B. bei der überbetrieblichen Ausbildung einzusparen. Es gehe dabei schließlich nicht um Subventionen für wettbewerbsunfähige Auslaufmodelle, sondern es gehe um notwendige Unterstützung für den Arbeits- und Ausbildungsplatzgaranten Nr. 1 in diesem Lande.


Innung Duisburg

Heinz Vogt Ehrenobermeister

Auf der Herbstversammlung der Duisburger Innung für Sanitär-Heizung-Klima konnte Obermeister Hermann Scheelen in der Rhein-Ruhr-Halle als Gäste den Geschäftsführer Technik des Landesfachverbandes SHK, Ing. Norbert Kröschel, Rechtsanwalt Vossmeyer von der Sozietät Vossmeyer und Dommermuth sowie den Hauptgeschäftsführer Piel von der Kreishandwerkerschaft begrüßen.

Neben den üblichen Regularien war das Hauptthema die Energieeinsparverordnung 2000. Insbesondere wurde erörtert, wie die Heizflächen und Heizungen in Niedrigenergiehäusern dimensioniert werden sollten und welche Heizsysteme empfehlenswert sind.

Des Weiteren waren Werkstoffe im Rohrleitungsbau sowie die unterschiedlichen Presssysteme Schwerpunkte des Abends.

Neue Vorschriften für Gasleitungen seien in der Vorbereitung. Gefordert würde von den Handwerksmeistern eine vorgeschriebene jährliche Überprüfung der Heizungsanlagen, wobei die Betriebe ein Prüfsiegel, ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen, vergeben müssten.

Einen weiteren Höhepunkt des Abends bildeten die Ehrungen verdienter Vorstandsmitglieder. Dipl.-Ing. Schroer von der Fa. Raabe und Gas- und Wasserinstallateurmeister Flür erhielten die Bronzene Medaille der Handwerkskammer Düsseldorf aus den Händen des Obermeisters.

Gas- und Wasserinstallateurmeister Gerd-Dieter Hüsken wurde vom Geschäftsführer des Fachverbandes SHK NRW die Goldene Ehrennadel des Fachverbandes für seine jahrzehntelange Tätigkeit im Dienste des Handwerks überreicht.

Ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden war der frühere Obermeister der Innung, Gas- und Wasserinstallateurmeister Heinz Vogt. Da Vogt bereits alle Ehrungen des Handwerks und außerdem das Bundesverdienstkreuz erhalten hatte, blieb der Innungsversammlung nur die Möglichkeit ihn zum Ehrenobermeister zu wählen.

Obermeister Scheelen würdigte in einer kurzen Ansprache die Verdienste seines Vorgängers, der in zahlreichen Ehrenämtern die Interessen seiner Handwerkskollegen, aber auch des Gesamthandwerks, u.a. als stellvertretender Kreishandwerksmeister, vertreten hatte. Unter dem Beifall der anwesenden Innungsmitglieder wurde Vogt die Ehrenurkunde überreicht.

Vogt dankte für die Ehrung und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die selbstständigen Handwerksmeister trotz der nicht einfachen Konjunkturlage zuversichtlich bleiben sollten.