IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 24/1999, Seite 52 f.


AUSLANDSMESSEN


Klein aber fein...

...so könnte die erste SHK Kiew überschrieben werden.
Konsequente Fortentwicklung des Erfolgskonzeptes der SHK Moskau.

Kiew, Hauptstadt der Ukraine mit 2,6 Mio. Einwohnern.

Nachdem die SHK Moskau zu Beginn dieses Jahres zum dritten Mal erfolgreich beendet wurde, startete die Messe Düsseldorf International (MDI) mit der SHK Kiew vom 5. bis 8. Oktober 1999 in der Ukraine. Cirka 40 Aussteller, davon zwölf deutsche Unternehmen präsentierten ihr Angebot zur Heizungs- und Klimatechnik, aber auch zur Sanitärtechnik.

Die SHK Kiew 1999 mit einer amtlichen deutschen Firmengemeinschaftsbeteiligung fand auf dem Messegelände von ACCO International im Puschkin Park der ukrainischen Metropole statt.

Die deutsche Beteiligung inklusive Bundesinformationsstand belegte eine Hallenfläche von rund 350 m2. Die ukrainischen Firmen, unter ihnen der ukrainische Verband APOSK (Ukrainische Assoziation der Montage-, Einrichtungs- und Serviceunternehmen der Industrieenergetik, der Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik) belegten ca. 180 m2 Hallenfläche.

Eröffnung der SHK Kiew durch den Präsidenten des Verbandes APOSK, Dipl.-Ing. Wladimir Demschenko. Im Hintergrund re. MA Andreas Lücke, Generalsekretär EBA (European Heating Boilers Association).

Die Fachbesucher zum Teil aus den Regionen der Ukraine sowie aus Rußland und Weißrußland waren laut einhelliger Meinung der Aussteller qualifiziert und sehr interessiert.

Am Ende der Messe bescheinigten die Aussteller dem Messeveranstalter MDI eine gute Organisation und guten Service. Die Qualität der Fachbesucher als auch die Gespräche auf den Ständen stimmten zuversichtlich, der Zustand der Ausstellungshalle wurde gelobt. Obwohl die Ukraine sicherlich noch als ein schwieriger Markt für europäische Gebäudetechnik bezeichnet werden muß, signalisierten die meisten Aussteller bereits ihre Teilnahme für die SHK Kiew 2000, die vom 16. bis 19. Mai 2000 stattfinden wird.

Der ukrainische Markt

Die Industrieproduktion des ukrainischen Marktes sank laut Informationen aus Regierungskreisen 1998 um 1,5 Prozent. Ein deutlich geringerer Rückgang als in den Vorjahren. Branchen wie der Baustoffsektor oder die Öl- und Chemieindustrie meldeten sogar gegenüber 1997 einen Zuwachs. In anderen Bereichen wie im Maschinenbau oder im Energiebereich läßt der Aufschwung jedoch noch auf sich warten.

Pioniere, die den neuen Markt nicht verpassen wollen.

1998 konnten die Privatisierungspläne nur teilweise realisiert werden. Von geplanten Einnahmen von über 1 Mrd. UAH konnten nur 422 Mio. UAH tatsächlich erzielt werden. Ursachen waren neben der Festsetzung zu hoher Mindestpreise für die Unternehmen und einem Mangel an Transparenz im Privatisierungsprozeß auch das gedämpfte Investitionsklima infolge der Rußlandkrise. Für das Jahr 1999 sind Einnahmen von 800 Mio. UAH aus der Privatisierung von insgesamt 455 großen und mittelgroßen Unternehmen sowie ca. 5500 Kleinbetrieben vorgesehen. Die Privatisierung der Ukrtelekom und der Energieversorgungsgesellschaften stellen zweifellos die attraktivsten Angebote dar. Die Veräußerung wird zur Zeit jedoch noch vom Parlament blockiert.