IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 22/1999, Seite 21 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Nordrhein-Westfalen


Innung Köln

Lützenkirchen geehrt

Neuer Obermeister Werner Hirschler

Er gehört zu Köln, wie der Dom, das Kölsch und der Karneval; er verkörpert den Kölner schlechthin. Bei einem Empfang im Maritim in Köln würdigten verschiedene Redner das überzeugende, ehrenamtliche Engagement von Rolf Lützenkirchen, dem langjährigen Obermeister der Innung für Sanitär, Heizung und Klima Köln.

Einer, der überall Respekt genießt, und dessen Rat in der Handwerksorganisation ebenso gefragt ist, wie bei der Berufsarbeit. Auf Rolf Lützenkirchen, so sein Nachfolger Werner Hirschler, könne man sich verlassen.

In den gut eineinhalb Jahrzehnten, in denen Rolf Lützenkirchen Obermeister der Kölner Innung war, haben sich Innung und Ausbildungsstätte immer mehr zu einem modernen Ausbildungs- und Verbandsunternehmen entwickelt, so sein Nachfolger Werner Hirschler.

In dieser Zeit wuchs die Zahl der Mitgliedsbetriebe auf 365 an und die Anzahl der Mitarbeiter in der Innung verdreifachte sich.

Wie auch sein Vorgänger Heinz Schmalen habe Lützenkirchen mit Weitblick und Mut ein Innungshaus geplant und gebaut. Hier erkenne man bei beiden Vorgängern eine Parallele, so Obermeister Hirschler.

Alle unsere guten Wünsche begleiten Rolf Lützenkirchen jetzt in einen fruchtbaren Unruhestand, der ihm dennoch oft Zeit und Muße für manches Schöne bieten möge, erklärte Hirschler.

Mit vorbildlichem persönlichen Einsatz habe Rolf Lützenkirchen die Arbeit der Kölner Innung unterstützt. In verantwortlicher Position wirkte er entscheidend daran mit, das neue Bildungszentrum der Innung Köln aufzubauen.

Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima NRW, erklärte, daß Lützenkirchens Arbeit für das Handwerk stets Pflicht und Aufgabe, aber auch Neigung war und er sich ihr stets mit ganzer Kraft und ganzer Persönlichkeit, aber auch mit freudiger Zuneigung unterzogen habe.

Dr. Hans-Georg Geißdörfer und Werner Hirschler, neuer OM der Innung Köln, überreichten Rolf Lützenkirchen die Ehrenurkunde der Innung SHK Köln (v.l.n.r.) für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Obermeister.

Hauptgeschäftsführer Geißdörfer, der die Laudatio auf den Ehrenobermeister Rolf Lützenkirchen hielt, wies darauf hin, daß Rolf Lützenkirchen lebensbejahend und erfolgreich gegen mancherlei Wehleidigkeit und Weinerlichkeit in dieser Zeit stehe.

Geißdörfer überbrachte den Dank des Fachverbandes, des Vorstandes und der Geschäftsführung. Er bezeuge einem Mann und dessen Arbeit Respekt, der mit einem ausgeprägten Sinn für Fairneß und einem reizenden Umgang mit seinen Partnern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagiert sein ehrenamtliches Wirken gestaltet habe.

Als langjähriges Vorstandsmitglied des Fachverbandes, als Mitglied und späterer Vorsitzender des Werbeausschusses des Fachverbandes, habe er engagiert und selbstbewußt gearbeitet sowie Vertrauen geschaffen.

"Weder die Tiraden erzürnter und enttäuschter Politiker und Innungsmitglieder, die er tagtäglich mit der gottergebenen Geduld eines Beichtvaters über sich ergehen ließ, noch endlose Sitzungen im Vorstand des Verbandes und dem Werbeausschuß oder gar Dispute hätten ihn seelisch aus dem Ruder geworfen", erklärte Geißdörfer. Die Innung Köln habe eigentlich bisher immer Glück mit den Ihrigen gehabt, die wiederum das Glück der Tüchtigen hatten.

Zielstrebig habe es Rolf Lützenkirchen verstanden, die Innung Köln auch in gewissen schwierigen Zeiten zu führen und viele Hindernisse auszuräumen oder sie auch geschickt zu umgehen. Er trug die Bürde seines Amtes, so Geißdörfer, ohne sich je entmutigen zu lassen, verstand es, sich nicht dem kleinkarierten Standesdenken zu verlieren, sondern den Blick nach vorne gerichtet, neue Wege aufzuzeigen, sei es nun mit dem Neubau des Bildungszentrums, sei es mit der Einführung neuer Technologien, oder seien es neue Arbeitsgebiete des Handwerks gewesen, wie Umwelt- und Energieberatung.

Auch das, was die Innung Köln heute darstelle, ihre Reputation, ihre Geltung in Nordrhein-Westfalen, sei bei allen günstigen institutionellen Voraussetzungen stets das Werk von Menschen.

Geißdörfer dankte auch Frau Lützenkirchen, die jederzeit mit viel Verständnis und Aufopferung die Arbeit ihres Mannes unterstützte und ihm dabei die unerläßliche Kraft gegeben habe, aus der er auch in schweren Zeiten und Situationen immer wieder schöpfen konnte.

Glück auf, Rolf Lützenkirchen, Glück auf, Innung Köln!


Innung Bielefeld

7. Berufsinformationsbörse

Rund 5000 Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern nahmen am 15. und 16. September 1999 die Gelegenheit wahr, sich auf der 7. Berufsinformationsbörse im Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld über ein großes Spektrum verschiedenster Berufe zu informieren. Vom Altenpfleger bis zum Zimmererhandwerk reichte die Palette der etwa 120 Berufe.

Ministerpräsident Clement fordert Mobilität und Flexibilität

Die Schirmherrschaft hatte in diesem Jahr der nordrheinwestfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement übernommen. Er forderte von den Schülerinnen und Schülern mehr Flexibilität bei der Berufswahl. Bei einer Auswahl von insgesamt 370 Ausbildungsberufen müßten die jungen Leute auch für Alternativen zum Traumberuf offen bleiben.

Technik: Die Installation eines Trennsystems für Fußbodenheizungen: Hermann Densborn instruiert die Auszubildenden Jens Rojahn und Jens Klösener.

Wer dennoch auf einen bestimmten Beruf fixiert sei, müsse allerdings mobil sein und sich auch außerhalb des Wohnortes bewerben. Unter diesen Voraussetzungen hielt er an seinem Ziel fest, daß jeder Jugendliche bis Jahresende einen Ausbildungsplatz bekommen könne. Im Vergleich zum Vorjahr, so Clement, habe die Zahl der angebotenen Lehrstellen bereits um 7,5% zugenommen. Als "Geschenk" überreichte der Vorsitzende der Bielefelder Initiative Berufsausbildung, Dr. Guido Sandler, dem Ministerpräsidenten eine Liste mit 48 zusätzlichen Lehrstellen, ein großer Teil davon aus dem Handwerk.

Sanitär- und Heizungsberufe weiterhin sehr begehrt

Muntere Sprüche der Comicfigur "Herr Röhrich" aus dem Zeichentrickfilm "Werner - beinhart" empfingen die Besucher am Eingang des Informationsstandes der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik. Lebende Werkstätten, in denen geschweißt und gelötet wurde sowie die Installation eines Trennsystems für Fußbodenheizungen veranschaulichten im weiteren Verlauf des Rundganges die große Bandbreite von Fertigkeiten, die im Laufe der Ausbildung in den Sanitär- u. Heizungsberufen erworben werden müssen.

Lebendige Werkstatt: Auch Schweißen will gelernt sein.

Lehrlingswart Erwin Zimmermann, Fachlehrer Hermann Densborn und viele weitere Kollegen der Innung informieren an diesen beiden Tagen über alle Fragen rund um Sanitär und Heizung. Mit 75 neuen Lehrverträgen wurde wieder das Vorjahresergebnis erreicht, freute sich Erwin Zimmermann. Die wirtschaftliche Situation lasse zur Zeit keine Ausweitung des Lehrstellenangebotes zu. Er sei froh, daß ein weiterer Abbau von Lehrstellen verhindert werden konnte.


Innung Rhein-Berg/Leverkusen

Servicevorteil im Verbund

Versorgungsunternehmen und Installateure bauen Service aus

Die Versorgungsunternehmen und die Installations-Fachbetriebe der Region Rhein-Berg/Leverkusen optimieren als Partner im RIA-Verbund (Regionaler Installateurausschuß Gas/Wasser) seit Jahren ihre Zusammenarbeit, um so ihren gemeinsamen Gas- und Wasser-Kunden einen Servicevorteil zu bieten.

Vom kostengünstigen Anschluß sowie der Installation bis hin zur Lieferung und Überwachung/Pflege der entsprechenden Anlagen sind diese Unternehmen kooperativ tätig. Regelmäßiger Informationsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Verbundpartnern und der Industrie gehören selbstverständlich dazu.

Anläßlich einer Fachveranstaltung am 9. September dieses Jahres, in Odenthal bei Bergisch-Gladbach, referierte Dieter Werner, Technischer Innungswart der Schornsteinfegerinnung Köln, vor zahlreichen Installateuren und Vertretern der Versorgungsunternehmen über das Thema "Neue Kehr- und Überprüfungsordnung".

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte RIA das neue "Nummer-Sicher-Vorteilsangebot" für Inspektion, Wartung und Störungsbeseitigung vor. Neu an diesem Serviceangebot für Erdgas-Kunden ist die "bedarfsorientierte Wartung". Bei Abschluß eines entsprechenden Vertrages wird sie - abgesehen von der regelmäßig vorzunehmenden Inspektion - in Abstimmung mit dem Kunden nur dann ausgeführt und berechnet, wenn diese Arbeiten erforderlich sind. Das erspart dem Kunden ggf. Wartungskosten.

Auf der RIA-Fachveranstaltung in Odenthal informierten sich Installateure und Experten der Versorgungsunternehmen über das neue Erdgas-Serviceangebot für die Wartung, Inspektion und Störungsbeseitigung.

Zudem ist für den Kunden jetzt anhand klar definierter Leistungsvorgaben, je nach Gasgerät ersichtlich, welche Inspektions- und Wartungsarbeit notwendig sind.

Der Fachmann, der die Inspektions- und Wartungsarbeit ausgeführt hat, kann dies jetzt jeweils mit einem entsprechenden Prüfsiegel an den Gasgeräten dokumentieren. So läßt sich auf einen Blick leicht erkennen, wann die letzte Inspektion oder Wartung durchgeführt wurde.

Dieses neue Serviceangebot bietet dem Erdgas-Kunden Transparenz und Sicherheit und erspart ihm ggf. unnötige Kosten. Gleichermaßen hat er so mit den im RIA-Verbund zusammengeschlossenen Installations-Fachbetrieben und Versorgungsunternehmen in der Region Rhein-Berg/Leverkusen verläßliche und kostengünstige Partner.