IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 20/1999, Seite 84 ff.


REPORT


Zeitersparnis mit System

Für die Familie Fleckner-Frütel erfüllte sich in Plettenberg im Sauerland der Traum vom Eigenheim: ein Fachwerk-Systemhaus mit Niedrigenergiestandard. Und da sich hier energetisch die Flächenheizung geradezu anbot, entschied sich das planende und ausführende Heizungsbauunternehmen Seyffarth für das Fußbodenheizungssystem Polycomfort. Die Mitarbeiter wurden von Polytherm bei der Installation der Anlage vor Ort eingewiesen - die Redaktion der IKZ-HAUSTECHNIK war dabei.

In Plettenberg im Sauerland entstand das neue Eigenheim der Familie Fleckner-Frütel: hier setzte das Sanitärteam Seyffarth Sanitär & Heizung erstmals eine Polycomfort-Fußbodenheizung ein.

Auf der Suche nach der optimalen Lösung hat die Firma Seyffarth bereits mehrere Fußbodenheizungssysteme ausprobiert. Bei der Planung des Bauvorhabens der Fleckner-Frütels im Januar 1999 und der anschließenden Installation wollte man nun erste Erfahrungen mit dem Polycomfort-System machen. "Für unser Geschäft ist neben dem Reparaturkundendienst und der Altbausanierung auch der Neubaubereich ein wichtiger Markt. Und wer hier bestehen will, der muß auf moderne und vor allem zeitsparende Technik setzen; und die muß man für seinen Betrieb einfach selbst austesten", stellt Dirk Seyffarth fest.

Aufmerksam auf das Polycomfort-System wurde er auf der ISH. Die Zusage einer Werksunterstützung beim ersten Einsatz vor Ort und Möglichkeiten, die speziellen Anforderungen schnell zu meistern, bewertete Seyffarth als positiv - nicht nur für das geplante Bauvorhaben, sondern generell.

Das Team auf der Baustelle (von links): Manfred Behr, Hans Stange und Dirk Seyffarth von der Firma Seyffarth und Polytherm-Techniker Norbert Dörken mit der kaufmännischen Auszubildenden Melanie Kappenberg.

Geringer Energiebedarf

Unterstützt von technischen Unterlagen aus dem Hause Polytherm war die Planung für Seyffarth kein Problem. Ein Niedertemperaturgerät in Wandausführung mit witterungsgeführter Regelung, verbunden mit einem indirekt beheizten 120-Liter-Speicher, wurde gewählt. Ein Verteiler versorgt die sechs Heizkreise im Erdgeschoß. Die Auslegungstemperatur ist auf 40/30C festgelegt.

Bei einem Verlegeabstand von 27,5 cm, 22 cm und 16,5 cm im Randbereich vor Fenstern und in kleineren Räumen wird eine Deckung des Wärmebedarfs von 2,5 kW für die insgesamt 90 m2 Erdgeschoßwohnfläche erzielt. Eine k-Zahl der Wand von nur 0,21 W/(m2 K) macht diesen geringen Energiebedarf möglich. Rund 265 m flexibles, sauerstoffdichtes PE-Xc-Systemrohr der Dimension 14 x 2 mm mit etwa 24 Litern Heizungswasserinhalt stellen das Kernstück der Fußbodenheizung dar. Auf dem Fließestrich besteht der Bodenbelag aus Parkett, im Bad sind Fliesen verlegt.

Das Polytherm-Schneidewerkzeug macht den exakten Zuschnitt der Systemplatten auch bei komplizierterer Raumgeometrie einfach und schnell.

Praxistips vom Fachmann

Dank der technischen Ersteinweisung des Polytherm-Technikers Norbert Dörken lernten die Mitarbeiter der Firma Seyffarth vor Ort gleich bei der Ausführung, auf was im besonderen zu achten ist. Hierzu zählte zum Beispiel der Einsatz der Rohrführungsbögen beim Anschluß der Rohre an den Verteiler.

Der zum System gehörende Randdämmstreifen wurde lückenlos an allen aufsteigenden Raumbauteilen aufgestellt. Er verhindert das Eindringen des Estrichs im Randbereich und sichert den geforderten Bewegungsspielraum.

Die Polycomfort-Systemelemente (Noppenplatte mit integrierter Dämmung) waren leicht verlegt, und durch die Verlegetechnik ergab sich ein geringer Verschnitt, wobei die Reststücke aus PS-Material recycelbar sind. "Schon während unserer Verlegearbeiten zeigte sich Familie Fleckner-Frütel von der Sauberkeit und Exaktheit der Installation sehr angetan", stellt Seyffarth fest.

Der besondere Clou der Systemplatten ist aber ihr Aufbau. Zum Rohfußboden hin ist das Material weich: So wird eine Trittschalldämmung von 28 dB(A) erreicht. Der obere Teil ist wesentlich fester und sorgt für hohe Stabilität.

Kurze Verlegezeit

Selbst ein Mann allein kann die Polytherm-Systemplatten verlegen, ob in Erkern oder Rundungen. Diese Eigenschaft kam bei der komplizierten Raumgeometrie des Eigenheimes der Fleckner-Frütels gut zur Geltung. Hier erwies sich besonders das Schneidewerkzeug für die Systemplatten als sehr nützlich (eines der wenigen Sonderwerkzeuge, die man haben sollte).

Auf den Systemplatten mit der besonderen Noppenstruktur wird das flexible PE-Xc-Heizrohr verlegt - selbst in der Diagonalen ohne jegliche Klemmhilfen.

Die Noppenstruktur der Systemplatten ermöglichte die anschließende Verlegung der Heizungsrohre ohne jede Klemmhilfe. So konnte schnell gearbeitet werden - was auch nötig war. Denn die Heizungsbauer hatten zwischen Putzer und Estrichleger nur wenig Zeit für ihren Auftrag. Dirk Seyffarth hierzu: "Die kurzen Verlegezeiten kamen uns bei dieser Arbeit sehr entgegen. Übrigens ein Faktor, der auch in Zukunft in meine Kalkulation einfließen wird und sicher eine noch bessere Kostenübersicht ermöglicht."

Schon nach zwei Tagen hatten die drei Mitarbeiter vor Ort die 90 m2 mit Fußbodenheizung komplett ausgestattet - früher als gedacht. Und hier scheint es nun, als hätte jemand entdeckt, was er suchte. Seyffarth: "Nachdem wir diese Arbeit so sauber und reibungslos erledigen konnten, bin ich überzeugt, mein System für die Zukunft gefunden zu haben. Auf jeden Fall werden wir hier in der Nachbarschaft, nur 50 m weiter, eine vergleichbare Aufgabe wieder mit Polycomfort angehen".

Beteiligte Firmen und Personen

Bauherr

Fam. Fleckner-Frütel
58840 Plettenberg

Planung und Ausführung der Heizungsanlage

Sanitärteam Seyffarth
Sanitär & Heizung
Im Grund 32
58513 Lüdenscheid
Tel.: (02351) 50553

Systemanbieter

Polytherm
Prof.-Katerkamp-Str. 5
48607 Ochtrup
Tel.: (02553) 725-0

Die Firma Seyffarth im Überblick

Der Sanitär- und Heizungsfachbetrieb Seyffarth kann auf eine mehr als dreißigjährige Tätigkeit zurückblicken. Seit 1992 ist Dirk Seyffarth, selbst Installateurmeister und Betriebswirt des Handwerks, in der Geschäftsführung des Familienunternehmens tätig. Mit seinen innovativen Ideen erreichte er kontinuierliche Umsatzsteigerungen.

Nach der Übernahme des Betriebes von seinem Vater im Jahre 1996 erweiterte Dirk Seyffarth den Tätigkeitsbereich des Unternehmens auf den Neubausektor. Die Belegschaft wurde dadurch von 6 auf 12 Mitarbeiter aufgestockt.


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