IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 13/1999, Seite 32 f.


VERBÄNDE AKTUELL 


Bayern


Innung Augsburg

Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung der Innung Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik Augsburg standen diesmal neben einer Reihe von Fachthemen auch Neuwahlen an. Obermeister Erich Schulz berichtete von Schwierigkeiten mit der EGS, der Erdgas Schwaben, wegen bestimmter Neuanlagen. Hier konnte nicht die Übereinstimmung mit den im Ausschuß tätigen Innungsmitgliedern erzielt werden.

Die Stawa wird, wie auch die "Augsburger Allgemeine" erst mitteilte, in eine GmbH umfirmiert, was von Innungsseite mit viel Skepsis gesehen und über einen längeren Zeitraum sehr kritisch beobachtet werden wird. Man wird nach den Worten des Obermeisters mit Argusaugen die Unternehmensstrategie und die Vorgehensweise verfolgen.

Mit der Kreishandwerkerschaft besteht eine sehr gute Zusammenarbeit in einer Fülle von gemeinsamen und beiderseitigen sehr wichtigen Entscheidungen und Vorhaben. Von den Heizungsbauern wird in Zukunft mehr denn je eine Gas-Qualifikation verlangt, um den geforderten Ansprüchen gerecht zu werden.

Der Innungsvorstand hat ein "Aussetzen" einer Beitragserhöhung für richtig gehalten, um den Innungsfirmen dadurch eine kleine Hilfe in geschäftlich schlechten und schwierigen Zeiten zu geben.

Obermeister Erich Schulz übergibt dem scheidenden stv. OM Erich Klein ein Gemälde von Rainer Hercks.

Da die Ausbildungsplätze heute sehr viel schwerer zu besetzen sind, als in geschäftlich guten Zeiten, sollten die Betriebe die Qualifikation eines Azubis durch eine Schnupperlehre testen. Dadurch kann unnötiger Ärger im Vorfeld reduziert werden. Die Leistungen der Auszubildenden, welche im letzten Jahr ihre Abschlußprüfung ablegten, waren sehr gut und geben Aufschluß über eine qualifizierte Ausbildung sowohl im praktischen als auch theoretischen Teil.

Ein Kampf gegen das eingeführte Rabattsystem des Sanitär-Großhandels wurde im vergangenen Jahr heftig geführt und es konnten durch intensive Bemühungen des Fachverbandes Bayern und der Innungen kleine Fortschritte erzielt werden.

Besonders lobt auch Obermeister Schulz die gute Übereinstimmung mit der Kaminkehrerinnung Augsburg.

Es ist darüber hinaus sehr positiv, daß in fast allen Gremien auf Bayerns Fachverbands-Ebene Mitglieder der Innung Augsburg für überregionale Zusammenarbeit tätig sind. Dadurch werden auch schwäbische Probleme im Fachverband bekannt und können behandelt und notfalls abgestellt werden.

Erich Klein, der seit 1978 stellvertretender Obermeister der Innung Augsburg war, ließ sich nicht mehr dazu überreden, für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung zu stehen. Klein, der viele Jahre im Vorstand des FV Bayern, der Bau-BG und in vielen anderen Institutionen tätig war, wurde von den Anwesenden der Versammlung nach seinem Ausscheiden einstimmig zum Ehrenmitglied der Innung Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik Augsburg gewählt.

Der Innungsvorstand überraschte den ausscheidenden OM-Stellvertreter mit einem Bild von Rainer Hercks mit dem Thema "Sägen und Absägen". Erich Schulz betonte aber mit Nachdruck und versteckter Ironie, daß an Erich Kleins Stuhl während seiner jahrzehntelangen Tätigkeit nie "gesägt" wurde.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurde wiederum Erich Schulz einstimmig zum Obermeister gewählt.

Stellvertreter für den ausgeschiedenen Erich Klein wurde Rolf Rieblinger als OM-Stellvertreter, der schon sehr lange für das Finanzwesen zuständig ist und auch dem Augsburger Stadtrat angehört. Der Innungsvorstand, bestehend aus Andreas Freihalter, Wolfgang Haberl, Erwin Kastner, Fachgruppenleiter Heizung Werner Merkl, Fachgruppenleiter Spenglerei Wilhelm Nusser, Willi Reiter, wurde einstimmig wiedergewählt.

Anstelle von Klein rückt der Friedberger Franz Brandl als Fachgruppenleiter Sanitär/Gas/Wasser in den Vorstand der Innung nach.


Heizungs-Check jetzt!

Mit der Installation eines neuen Heizkessels ist es längst nicht getan. Die technisch sehr aufwendigen Komponenten einer Heizanlage funktionieren nur dann störungsfrei, energiesparend und umweltschonend, wenn sie regelmäßig vom Fachmann gewartet werden.

Dafür sollte besonders die heizfreie Periode des Jahres genutzt werden.

Je nach den Umständen und klimatischen Bedingungen sind Wärmeerzeuger jährlich bis zu 2000 Stunden im Einsatz. Nach dieser Betriebszeit sollte man unbedingt einen gründlichen Heizungs-Check vorsehen.

Es sollte den Abrechnungsunterlagen bereits ein vorgedruckter Wartungsvertrag beigefügt werden. Denn erst eine fach- und sachgerechte Wartung schafft die Voraussetzungen für einen langjährigen, reibungslosen und sicheren Betrieb. Darüber hinaus wird so auch gewährleistet, daß die Abgase den gesetzlich vorgeschriebenen Verlust nicht überschreiten.

Daß sich die Kosten eines Wartungsvertrages auszahlen, zeigen etliche Untersuchungen. Demnach steigt bereits bei einer Rußschicht von 1,5-2 mm in einem Ölheizkessel der Brennstoffverbrauch um satte 7%. Wer mit Gas heizt, hat zwar keine Rußprobleme, aber auch hier können falsch eingestellte Geräte und Brenner zu einem unnötig hohen Energieverbrauch führen.

Wartungsverträge geben dem Betreiber die Sicherheit, daß seine Heizung im regelmäßigen Turnus überprüft wird. Der jeweilige Leistungsumfang kann dabei individuell mit dem Fachbetrieb abgestimmt werden. Erfahrung.


[Zurück]   [Übersicht]   [www.ikz.de]