IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 12/1999, Seite 56 f.


SOLAR


Service aus der Box

Die Service-Box von "Solar - na klar!" bietet gebündeltes Know-how für Handwerker

Bei "Solar - na klar!" ist ab Ende Juni die Service-Box erhältlich.
Als "Werkzeugkasten" zur Solarkampagne versetzt sie Handwerker in die Lage, selbst aktiv zu werden und vor Ort für Solarwärme zu werben.

Das erste Service-Box-Kapitel enthält einen Überblick über Ziele, Kooperationspartner und Maßnahmen der Solarkampagne. Darüber hinaus umfaßt es Hinweise auf relevante Literatur, Internetadressen sowie Adressen von Verbänden, Organisationen und Behörden. Zwei weitere Kapitel widmen sich ausführlich den Themen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit: Wie kann der einzelne Handwerksbetrieb vor Ort aktiv werden? Welche PR-Aktionen bieten sich an? Welche Werbemittel können bei "Solar - na klar!" bestellt werden? Was leistet die Kampagne bundesweit an Werbung und Öffentlichkeitsarbeit? Checklisten für Aktionen wie ein Tag der offenen Tür im Betrieb runden die Ausführungen ab. Außerdem liegt der Box eine CD-ROM bei, die wichtige Materialien zum "Download" enthält: Vordrucke für Werbeanzeigen, das "Solar - na klar!"-Logo, Checklisten sowie Mustertexte wie Kundenbriefe und Pressemitteilungen.

Vorderseite der Service-Box

Hintergrundinformationen zur Nutzung regenerativer Energien und zu Grundlagen der Solarwärmetechnik finden sich im Kapitel "Daten und Fakten Solarwärme", das zur Zeit in Vorbereitung ist. Bestandteil dieses Kapitels ist auch eine Argumentationshilfe. Hier werden wichtige Fragen beantwortet, die immer wieder im Verkaufsgespräch beim Handwerker auftauchen: Ist die Solarwärmetechnik ausgereift? Reicht die Sonnenstrahlung in Deutschland für einen effizienten Betrieb einer Solarwärmeanlage? Sind die Anlagen wirtschaftlich?

Die Service-Box kann unter der Telefon-Hotline 040/49071490 bestellt werden. Sie kostet 45 DM, für Innungsmitglieder 35 DM.


Partner im Portrait - die Träger von "Solar - na klar!"

Teil 1: Der ZVSHK

Der ZVSHK hat den Draht zum Handwerk

Für den Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) - der im Juni 1999 sein 50jähriges Jubiläum feiert - hat das Engagement für den Umweltschutz Tradition. So unterstützt er beispielsweise seit langem das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2005 die Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland um 25 Prozent zu reduzieren. Da ist es nur konsequent, daß sich der Verband bei "Solar - na klar!" engagiert. Denn die Kampagne hat sich ihrerseits eine Kohlendioxid-Einsparung von durchschnittlich 75.000 Tonnen im Jahr zum Ziel gesetzt.

"Mit dem ZVSHK als Kooperationspartner der Solarkampagne ist der direkte Draht zum Handwerk vor Ort gewährleistet", so Dr. Maximilian Gege, Sprecher von "Solar - na klar!". "Und das Handwerk hat eine Schlüsselfunktion beim Ausbau der Solarwärmetechnik". Heinz-Dieter Heidemann, der Präsident des ZVSHK, pflichtet dem bei: "Solartechnik gehört in die Hände des Fachhandwerks. Nur so ist die Sicherheit und Effizienz von Solarwärmeanlagen und damit der breite Erfolg dieser Zukunftstechnik gesichert."

Fast 4000 Fachhandwerker sind dabei!

Die Solarkampagne "Solar - na klar!" startete im März 1999 (vgl. IKZ-HAUSTECHNIK 10/99). Bis jetzt haben sich fast 4000 Handwerksbetriebe bei der Solarkampagne als Teilnehmer registrieren lassen. Sie werden im Rahmen der Solarkampagne als Solar-Fachbetriebe empfohlen. Interessierte Handwerker können sich weiterhin unter der Faxnummer 02241/21351 beim ZVSHK registrieren lassen. Das Registrierungsformular, die kostenlose "Solarbroschüre Handwerk" sowie Informationen zur Kampagne erhalten Sie unter der Telefonnummer 040/49071490.

Die Voraussetzung für eine hohe Beratungskompetenz des Handwerkers ist Fachwissen beim Handwerker selbst. Die Abteilung Berufsbildung des ZVSHK entwickelte deshalb mit dem Seminar "SHK-Fachkraft Solarthermie" eine bundesweit einheitliche Schulung.

Solar-Termin:

Etwa 10.000 Besucher werden auf der "Solar 99", die vom 25. bis 27. Juni in Pforzheim stattfindet, erwartet. "Solar - na klar!" finden sie in Halle 1, Stand 7.

Mehr als 20000 Besucher werden vom 1. bis 3. Juli zur "SolarEnergy 99" in Berlin erwartet. "Solar - na klar!" ist auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten: Halle 8.2/Stand D20.

Anfang 1999 starteten in Bremen, München, Heidelberg und Freiburg Pilotprojekte. Damit ist der Start für eine weitgehend flächendeckende Umsetzung der Schulungsmaßnahmen erfolgt.

Zur Qualitätssicherung des Seminars, werden die durchführenden Einrichtungen einer formalen Prüfung durch die SHK-ZERT unterzogen. Hierzu gehören unter anderem eine verbindliche Dozentenschulung, die besondere Schwerpunkte auf das ökologische Marketing und die Beratungskompetenz der Betriebsinhaber setzt.

Fördermittel und Regionalisierung

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern der Solarkampagne machte sich der ZVSHK für die Aufstockung der Fördermittel für Solarwärme stark. Mit Erfolg: Im Bundeshaushalt 1999 werden für erneuerbare Energien 200 Mio. DM bereitgestellt. "Attraktive Fördermittel erleichtern die Entscheidung für den Kauf einer Solarwärmeanlage", weiß Heidemann. "Der Hinweis auf Fördermittel ist im Kundengespräch unerläßlich."

Gemeinsam für eine sonnige Zukunft!

Träger von "Solar - na klar!":

Für "Solar - na klar!" wird der ZVSHK auch bei der Regionalisierung der Kampagne eine wichtige Funktion erfüllen: Dabei geht es um die Übertragung der Kampagnenaktivitäten in die Länder, Regionen und Kommunen. "Die Regionalisierung ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Kampagne", so Heidemann. "Deshalb unterstützt sie der ZVSHK durch die Einbindung seiner Landesinnungsverbände." Die etwa 35.000 Mitgliedsbetriebe sind in 17 Landesinnungs- und Fachverbänden organisiert.

Wachstumsszenario Solarthermie in Deutschland.

Marktpotential für Solarwärme

Bild oben zeigt die bereits in Heft 10/99 der IKZ-HAUSTECHNIK vorgesehene Grafik über die Entwicklung des Solarmarktes bis 2003.

800 Millionen m2 solargeeignete Dachflächen stehen in Deutschland zur Verfügung. Es können also nahezu 400mal soviel Kollektoren installiert werden, wie dies bislang geschehen ist.

1986 waren in Deutschland 232.000 m2 Kollektorfläche installiert. Zehn Jahre später waren es schon 1,8 Millionen m2.

Die Kampagne "Solar - na klar!" wird das Wachstum des Solarmarktes weiter beschleunigen. Bereits 2001 sollen über 1 Millionen m2 Kollektorfläche in Deutschland installiert werden. Dies bedeutet ein Absatzvolumen von ca. 1,5 Mrd. DM. Bis 2010 wird eine Marktgröße von 10 Millionen m2 Kollektorfläche pro Jahr erwartet. Von diesem "Kuchen" können Sie sich ein gutes Stück abschneiden.


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