IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 10/1999, Seite 58 f.


SOLAR


"Solar - na klar!" bietet Handwerk neueste Nachrichten über die Solarkampagne

Kooperation mit der IKZ-HAUSTECHNIK

Die im März 1999 auf der ISH 99 gestartete Solarkampagne "Solar - na klar!" hat sich viel vorgenommen: Die Nutzung von Solarwärmeanlagen soll in Deutschland bald selbstverständlich sein. Beim Einstieg ins Solarzeitalter setzt "Solar - na klar!" auf das Engagement des Handwerks. Denn nur durch qualifizierte Beratung und fachgerechte Installation von Solarwärmeanlagen wird der Durchbruch für diese Technik gelingen. Daß die Initiative für Solarwärme auf breites Interesse stößt, zeigt die große Resonanz: Bereits 3500 Handwerksbetriebe haben sich bei "Solar - na klar!" gemeldet und wollen teilnehmen.

Die "IKZ-HAUSTECHNIK" bietet ein exklusives Forum für das Handwerk: In jeder zweiten Ausgabe wird es ab Mai 1999 eine "Solar - na klar!"-Rubrik geben, in der fortlaufend über den neuesten Stand in Sachen Solarwärme berichtet wird.

Dr. Gege, B.A.U.M., hofft auf eine Gesamtförderung von 200 Mio. DM für Solarthermie.

"Wir freuen uns, daß in der IKZ-HAUSTECHNIK eine regelmäßige, aktuelle und exklusive Plattform für den Fachmann vor Ort eingerichtet wird - mit neuesten Daten und Fakten zur Kampagne, Erfahrungsberichten von Handwerksbetrieben, Service für Handwerker und vielem mehr", so Dr. Maximilian Gege, geschäftsführender Vorstand Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewußtes Managment e.V. (B.A.U.M.). Unter Federführung von B.A.U.M. wurde "Solar - na klar!" initiiert. B.A.U.M. ist ein Zusammenschluß von 450 ökologisch ausgerichteten Unternehmen aller Größen und Branchen mit insgesamt rund 2,5 Millionen Beschäftigten. Weitere Kooperationspartner von "Solar - na klar!" sind der ZVSHK, der Bund Deutscher Architekten sowie maßgebliche Solar- und Umweltschutzverbände. Außerdem wird "Solar - na klar!" von verschiedenen Bundes- und Länderministerien unterstützt. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ist mit einem Beitrag von 4 Mio. DM Hauptförderer der Kampagne. Die Allianz-Umwelt-Stiftung unterstützt "Solar - na klar!" mit dem Projekt "SOLARschulen 2000" und finanziert ca. 100 Solarwärmeanlagen für ausgewählte Schulen. Als erster Kooperationspartner und wichtiger Förderer aus der Industrie konnte die Ruhrgas AG gewonnen werden. Die einzelnen Partner, Unterstützer und Förderer der Kampagne werden in den nächsten Ausgaben der IKZ-HAUSTECHNIK genauer vorgestellt.

Handwerksbetriebe, die mitmachen wollen und im Rahmen der Kampagne als Solar-Fachbetriebe empfohlen werden möchten, können sich bei "Solar - na klar!" registrieren lassen. Genaue Informationen enthält die "Solarbroschüre Handwerk", die unter 040- 49071490 angefordert werden kann. Bis Mitte April 1999 haben sich bereits 3000 Handwerksbetriebe angemeldet. Die Kampagne "Solar - na klar!" vermittelt Schulungen und unterstützt die Betriebe durch Informations- und Werbematerial. Eine Service-Box bietet Handwerkern Hintergrund-Infos zur Kampagne und zu den Grundlagen der Solarwärmenutzung. Sie dient darüber hinaus als Leitfaden für eigene PR-Aktivitäten vor Ort - mit konkreten Tips und Arbeitshilfen wie Checklisten, Mustertexten und Anzeigen. Auf diese Weise kann der einzelne Handwerker in seiner Region aktiv werden und zusätzlich Nachfrage schaffen. Die vollständigen Unterlagen und Werbemittel für Handwerksbetriebe werden ab Juni 1999 zur Verfügung stehen.

Einfamilienhaus in Hockenheim, ausgestattet mit Flachkollektoren, Gesamtfläche 6 m2, Brauchwassererwärmung eines 4-Personen-Haushaltes. Bild: Solar Energie Technik GmbH

Ziel von "Solar - na klar!" ist es, die derzeit jährlich installierte Kollektorfläche von etwa 400.000 m2 auf 2,4 Millionen m2 im Jahr 2003 zu erhöhen (siehe Grafik Wachstumsszenario Solarthermie in Deutschland). Mit dieser Marktentwicklung werden in den nächsten fünf Jahren zehntausende neue Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk entstehen. Außerdem wird mit einer CO2-Einsparung von jährlich 75.000 Tonnen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Einfamilienhaus in Hanau mit 4,8 m2 Flachkollektoren.

Nachfrageschub durch Verbraucherkampagne

Mitte 1999 wird "Solar - na klar!" eine Werbekampagne starten. Geplant sind neben Werbeanzeigen und einer Informationsbroschüre auch Solarwettbewerbe und -veranstaltungen. Prominente Persönlichkeiten werden die Vorteile der Solarthermie in bundesweiten Medienauftritten verdeutlichen. Interessierte Verbraucher und Investoren erhalten von "Solar - na klar!" eine Auflistung mit qualifizierten Handwerksbetrieben in ihrer Region - die durch die Kampagne ausgelöste Nachfrage nach Solarwärmetechnik wird auf diese Weise direkt zum Handwerk geleitet.

"Zum Erfolg der breit angelegten Solarkampagne kann in besonderer Weise das Handwerk beitragen", sagte Siegmar Mosdorf, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, beim Auftakt der Kampagne am 24. März 1999 auf der ISH 99 in Frankfurt. "Hier besteht der unmittelbare Kontakt zum Kunden. Beratung, Installation und Service können helfen, daß immer mehr Kunden den - noch ungewohnten - Techniken Vertrauen schenken. Und gerade für das Handwerk und den Mittelstand besteht die Chance, einen neuen Markt mit großen Wachstumspotentialen zu öffnen." Der Präsident des ZVSHK, Heinz-Dieter Heidemann, pflichtete dem bei: "Handwerksbetriebe, die jetzt in den wachsenden Solarwärmemarkt einsteigen, schaffen sich Wettbewerbsvorteile, binden bestehende Kunden und gewinnen neue hinzu."

SOS Kinderdorf in Brandenburg, Baujahr 1995, ausgestattet mit 46 Flachkollektoren EURO C18, mit 120 m2 zur Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung.

Fördermittel notwendig

Um die Ziele der Solarkampagne zu erreichen, ist darüber hinaus eine angemessene staatliche Förderung von Solarwärme notwendig. Während die Stromerzeugung aus Sonnenenergie - die Photovoltaik - durch das "100.000-Dächer Programm" gefördert wird, steht in puncto Solarthermie eine Entscheidung der Bundesregierung noch aus. B.A.U.M. wird sich gemeinsam mit den weiteren Trägern der Kampagne aktiv für eine Aufstockung der Fördermittel für regenerative Energien und insbesondere für Solarthermie einsetzen. Auch in Sachen Fördermittel werden die Leser der IKZ-HAUSTECHNIK in der neuen "Solar - na klar!"-Rubrik auf dem laufenden gehalten. Denn ein Hinweis auf die Fördermöglichkeiten gehört zum erfolgreichen Kundengespräch zwischen Interessent und Handwerker.

Die Kampagne "Solar - na klar!" ist auf der Messe "Solar 99" in Pforzheim vertreten.
Standnummer: Halle 1; Stand 7.


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