IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 9/1999, Seite 19 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Internationale Fachmesse ISH 99

SHK-Handwerke machen für die Zukunft mobil

Wenn Messen ein Konjunkturbarometer sind, dann zeigte die ISH vom 23. bis 27. März auf "Schönwetter". Über 200000 Besucher und mehr als 2200 Aussteller aus 42 Ländern markierten einen neuen Rekord dieser internationalen Leitmesse. Und besonders wichtig: Fast ausnahmslos zufriedene Gesichter bei den Ausstellern, die Messe "brummte".

Den Besuch der ISH nutzte auch die Initiative "Interessengemeinschaft Erfahrungsaustausch", eine spontan entstandene Gruppe von SHKlern, die sich im Rahmen der Marketing-Seminare des ZVSHK am Beetzsee kennengelernt hatten, zu einem Treffen am Stand des Zentralverbandes. Von links nach rechts: Anton Neudorfer aus Untergriesbach, Hans Meschede aus Beverungen und Eberhard Bürgel aus Nienburg mit Ehefrau. Etwa vier mal im Jahr treffen sich die SHK-Kollegen, der vierte im Bunde ist Frank Ihle aus Wolfsburg, um sich gegenseitig Tips zu geben und über ihre Erfolge bei der Umsetzung von neuen Ideen zu berichten.

Voll im Trend lag auch der ZVSHK, Mitveranstalter der ISH, mit seinem Motto "SHK mobil". Bereits das Interesse der Medien an der Eröffnungspressekonferenz, rund 50 Vertreter von Fach-, Tagespresse und Agenturen nahmen teil, signalisierte Aufbruchstimmung. "Jetzt ist die Politik am Zug, neue Impulse zu geben", forderte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes, Michael von Bock und Polach, vor den Pressevertretern. "Die SHK-Handwerke bieten eine Fülle von Lösungsansätzen für die Herausforderungen der Zukunft an: Umweltschutz durch Heizungsmodernisierung, Schonung der Trinkwasserreserven und neue, zukunftssichere Arbeitsplätze durch Nutzung erneuerbarer Energien sind Stichworte hierfür."

Kontakte aufbauen und pflegen sowie Hilfestellung auf dem schwierigen Weg aus der Plan- in die Marktwirtschaft zu leisten, diese Aufgabe hat sich Ludwig Ruckelshausen mit dem Aufbau von Verbindungen zu osteuropäischen SHK-Verbänden gestellt. Den Besuch einer Delegation auf der ISH nutzte "Rucki" natürlich auch zu einer Stippvisite beim Stand des ZVSHK. Der deutsche SHK-Spitzenverband ist speziell für Repräsentanten osteuropäischer Handwerker Vorbild bei der Bildung eigener Organisationen zur Vertretung von Handwerksinteressen.

Modernisierung unterstützen

Wie die Politik diese Chancen nutzen und fördern kann, machte von Bock und Polach vor allem an zwei konkreten Beispielen deutlich: "Über vier Millionen Heizungsanlagen im Gebäudebestand können - oder müssen sogar - in den kommenden Jahren erneuert beziehungsweise modernisiert werden. Tatsache ist allerdings, daß sich eine Modernisierung von Heizungsanlagen, wenn man nur in Mark und Pfennig rechnet, nicht lohnt. Rechnet man allerdings den Faktor Umweltschutz mit ein, dann lohnt sie sehr wohl! Unsere Forderung an die Politik lautet deshalb: Speziell solche Modernisierungsmaßnahmen müssen durch steuerliche Entlastungsmaßnahmen für die Investoren unterstützt werden. Die Rechnung, daß jede Mark staatlicher Förderung mindestens weitere drei Mark privates Kapital mobilisiert, gilt auch in diesem Bereich. Unter dem Strich winken als Preis etwa 20000 neue Arbeitsplätze im Handwerk und eine nachhaltige Entlastung der Umwelt."

Die Rahmenbedingungen für das SHK-Handwerk vor der ISH 99 beschrieb ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach vor der Fach- und Wirtschaftspresse.

Das zweite Beispiel ist die Nutzung regenerativer Energien durch den Bau von Anlagen zur Gewinnung von Wärme aus der Umwelt. Mit seiner Beteiligung an der Kampagne "Solar - na klar!" und der Erarbeitung einer eigenen Weiterbildungsmaßnahme zur Fachkraft Solarthermie setzte der ZVSHK auch auf diesem Gebiet neue Maßstäbe: "Auch hier ist allerdings nun die Politik in der Pflicht", betonte der Hauptgeschäftsführer des SHK-Spitzenverbandes. "Die Bundesbürger sind bereit, für umweltgerechte Haustechnik und insbesondere für Solaranlagen, Geld auszugeben. Was sie abhält, ist eine klare und einfache Regelung der Förderung. Wir benötigen also einen einheitlichen Steuertatbestand und keinen Dschungel unzähliger regionaler Fördertöpfe, die dazu noch meist dann leer sind, wenn der Bürger sie braucht. Aus diesen bisherigen Strohfeuern muß ein Dauerbrenner werden!" Auch hier sind neue Arbeitsplätze ein willkommener Nebeneffekt. Und weil neue Arbeitsplätze auch zusätzliche Steuern in die Staatskasse bringen, wäre dies eine echte ökologische Steuerreform, die diesen Namen verdient.

Nach der Überreichung der Leitfäden "Wärmelieferung" und "Integrierte Managementsysteme" begleiteten ZVSHK-Präsident Heinz-Dieter Heidemann und Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach Staatssekretärin Simone Probst beim Messerundgang.

Herausforderung Zukunft

Doch der ZVSHK stellt nicht nur Forderungen, er bietet auch den Handwerksbetrieben Möglichkeiten an, sich für zukünftige Herausforderungen fit zu machen. Mit einem Highlight begann deshalb bereits der Morgen des ersten Messetages: Aus der Hand des ZVSHK-Hauptgeschäftsführers konnte Simone Probst, Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, die ersten druckfrischen Exemplare der Leitfäden "Integrierte Management-Systeme für das Sanitärhandwerk" und "Wärmelieferung", beide erstellt auf Betreiben und unter Mitwirkung des ZVSHK, in Empfang nehmen. "Mit diesen Initiativen", lobte die Politikerin das Engagement des Handwerks bei der Einführung moderner Methoden des betrieblichen Managements und der Förderung umweltgerechter Technologien, unterstreicht das SHK-Handwerk seine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der umwelt- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung." Entsprechend groß war der Andrang der Medien bei der Präsentation der Solarkampagne 2000 "Solar - na klar!" durch Sigmar Mosdorf, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Vertreter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Umweltinitiative der Wirtschaft B.A.U.M. sowie des ZVSHK. Rund 200 Journalisten, darunter fünf Fernsehteams, füllten den Saal bis auf den letzten Platz. "Diese Initiative", hob Staatssekretär Mosdorf hervor, "markiert ein neues Innovationsbündnis zwischen Politik und Handwerk." Dies bestätigte auch Michaele Hustedt, Bundestagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen: "Die Nutzung erneuerbarer Energien ist ein Kernanliegen ökologischer Politik. Die Initiative demonstriert, daß ökologische Visionen keine Illusion sind, sondern realistische Perspektiven. Sie haben unsere uneingeschränkte Unterstützung!"

Volles Haus bei der Vorstellung der Kampagne "Solar - na klar!". Vor über 200 Journalisten vertrat ZVSHK-Präsident Heidemann die Position des ZVSHK.

Daß sich das Handwerk dabei fest auf dem Boden der Tatsachen bewegt, unterstrichen ZVSHK-Präsident Heinz-Dieter Heidemann und Andreas Müller, Geschäftsführer Technik im Zentralverband. "Unsere Mitgliedsbetriebe", so Heidemann, "bringen ihre gesamte Kompetenz und ihr fachliches Know-how ein. Das Interesse des Handwerks an dieser Kampagne ist überzeugend: Bis heute haben sich fast 3000 Mitgliedsbetriebe unserer Organisation angemeldet, mit zunehmender Tendenz. Und diese Kampagne initiiert mit Sicherheit neue Impulse für die Zukunft der ökologischen Energieversorgung." Welche Spielregeln dabei einzuhalten sind, machte Andreas Müller deutlich: "Es geht hier um ehrliche Arbeitsplätze, also um solche, die in Fachbetrieben entstehen. Der Bau, die Wartung und gegebenenfalls die Reparatur solcher Anlagen erfordert eine hohe fachliche Qualifikation, über die die Betriebe der SHK-Handwerke zweifellos verfügen."

Aufsehen erregten die beiden "Solar-Girls" am Stand des Zentralverbandes, die Erfrischungen und Plaketten "Solar - na klar!" verteilten.

Qualitätssiegel Handwerkermarke

Eine Stärkung des Handwerks auf seinem ureigensten Gebiet, der Lieferung und Montage von Haustechnik hoher Qualität, soll auch das Projekt "Handwerkermarke" erreichen. "Entgegen anderslautenden Gerüchten", so erklärte ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach vor der Fachpresse, "ist die Handwerkermarke kein Angriff auf den freien Wettbewerb. Das Qualitätssiegel Handwerkermarke beschreibt dagegen das breite Leistungsspektrum, das mit hochwertigen Markenprodukten verbunden ist, wenn sie von Fachbetrieben geliefert und eingebaut werden. Um dieses zu gewährleisten, ist eine Bindung an den dreistufigen Vertriebsweg unerläßlich."

Gedränge am Stand der Solarkampagne. Die gelben Mützen der Solarkampagne gehörten zur "Kleiderordnung".

Welche Produkte das Siegel "Handwerkermarke" tragen dürfen, orientiert sich an festen Bedingungen. "Die Qualifikation", so von Bock und Polach, "entspricht nach unserem Verständnis den Voraussetzungen, die der ZVSHK als Vertragsgrundlage für Gewährleistungsvereinbarungen sowie die Zertifizierung von Herstellern durch die SHK-ZERT betrachtet. Die künftige Handwerkermarke garantiert damit dem Kunden ein Höchstmaß an Verbraucherschutz. Es versteht sich von selbst, daß ein Mißbrauch, etwa durch Umgehung des klassischen Vertriebsweges, dieses Qualitätsversprechen unwirksam macht."

Die Ziele der Initiative "Handwerkermarke" erläuterte ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach vor der Fachpresse.

Wirtschaften in Kreisläufen

Gemeinsam neue Wege gehen, so lautet auch die Devise beim Pilotprojekt zum Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz am Beispiel Heiztechnik, das ebenfalls am Stand des ZVSHK der Fachöffentlichkeit vorgestellt wurde. Fünf Partner - der Anlagenhersteller Viessmann, das Recycling-Unternehmen WESO, die Außenstelle Dresden des Forschungszentrums Karlsruhe, die BAHNTRANS GmbH, das Staatliche Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik sowie der ZVSHK - haben ein System projektiert, mit dem ausgediente Heizkessel in einer lückenlosen Servicekette vom Demontageort bis zum Schmelzofen gelangen. Eine optimale Wiederverwertung des Altmaterials ist damit gewährleistet und der Handwerksbetrieb von seiner Entsorgungspflicht entlastet.

Doch das ist nur der erste Schritt: Ziel der im Rahmen des Forschungsprogramms "Produktion 2000" mit 450 Millionen DM geförderten Initiative ist die Entwicklung ganz neuer, zukunfts- und kreislaufgerechter Produktgenerationen. Wo diese Reise hingeht, war am Viessmann-Stand bereits zu sehen: Anlagen in Modulcharakteristik, bei denen Verschleißteile, defekte Komponenten oder aber auch Elemente modernerer Generationen quasi im "Steckverfahren" ausgetauscht oder erneuert werden können. Langlebige Einzelteile bleiben so mit maximaler Laufzeit in Betrieb, Reparaturen oder Austausch beschränken sich auf das wirklich notwendige Ausmaß.

Zukunftsthema "Wirtschaften in Kreisläufen" für Heizungsanlagen. Andreas Müller, Geschäftsführer Technik im Zentralverband, bei seinen Ausführungen.

Eine breite Palette von Themen

Die Zukunftsperspektiven der SHK-Handwerke standen ebenfalls im Mittelpunkt des Messestandes des ZVSHK: Ein vielbeachteter Blickpunkt waren beispielsweise zwei in leuchtendes Gelb gekleidete "Solar-Girls", die neben einem Begrüßungs-Drink, auch Plaketten der Kampagne "Solar - na klar!" verteilten. Fachgespräche mit den Experten des Zentralverbandes standen dagegen im Mittelpunkt der übersichtlich angeordneten Info-Stände: So konnten die Besucher am EDV-Zentrum unter fachmännischer Anleitung unter anderem die SHK-Programme "Deckungsbeitragsrechnung" und "Energieberatung" ausprobieren oder im Internet-Café durch die virtuelle SHK-Welt surfen.

Eher handfeste Alltagstauglichkeit vermittelte dagegen ein speziell auf die Bedürfnisse des SHK-Handwerks zugeschnittener Montagewagen mit mustergültiger Inneneinrichtung und mobiler Werkstatt. Der breiten Palette der SHK-Fachveröffentlichungen war ebenfalls ein eigener Stand gewidmet, ebenso der SHK-ZERT, die sich in den vergangenen Jahren als feste Größe in der Marktpartnerschaft zwischen Herstellern auf der einen und Handwerksbetrieben auf der anderen Seite etablierte. Und nicht zuletzt bot die Sitzecke auf dem Stand des ZVSHK eine willkommene Gelegenheit zu Gesprächen im kleinen Kreis, zum Treffen mit Kollegen und Freunden, bei dem man bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Saft seinen vom Laufen durch die zehn Messehallen schmerzenden Füße etwas Ruhe gönnen konnte. SRa


Weitere Partner der SHK-Handwerke ausgezeichnet

Ein Feuerwerk der Zertifizierung

Das Zertifikat der SHK-ZERT gilt unter den Marktpartnern der SHK-Handwerke als unbestrittenes Qualitätssiegel. Bisher haben sich insgesamt 14 Unternehmen der Auditierung durch die SHK-ZERT unterzogen. Vier davon konnten nun im Rahmen der ISH ihre Urkunde entgegennehmen. Zusätzlich wurden erstmals vier Computerprogramme zertifiziert, die speziell für das SHK-Handwerk entwickelt wurden.

Die Übergabe des SHK-ZERT-Zertifikates an Horst Heinemann, Inhaber des gleichnamigen Unternehmens, durch Andreas Müller vom ZVSHK.

Heinemann GmbH, Schondorf

Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung und Zentralstaubsauganlagen sind das Arbeitsgebiet der Heinemann GmbH aus Schondorf am Ammersee. "Die konstante und schlüssige Serviceleistung, bestehend unter anderem aus Planungsunterstützung und kulantem Service, in Verbindung mit Vereinbarungen zur Haftungsübernahme", so ZVSHK-Geschäftsführer Technik, Andreas Müller, "zeichnen das Unternehmen Heinemann auf diesem Zukunftsmarkt als herausragenden Partner des SHK-Handwerks aus."

Rechtzeitig zur ISH konnte Axel Fellhauer, Geschäftsführer der Stefan Nau GmbH & Co., das Zertifikat aus der Hand von Michael von Bock und Polach entgegennehmen.

Stefan Nau GmbH & Co., Moosburg

"Heizöltanks aus Stahl, Glasfaserverstärktem Kunststoff sowie Nylon-Batterietanks der Firma Nau, nun ergänzt durch Tanks für die Regenwassernutzung", so Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach, "zeichnen sich nicht nur durch ihre Qualität aus. Neben anderen bekannten Prüfkriterien, unter anderem den Umweltschutz und die Ersatzteilversorgung betreffend, konnte auch die Frage der Haftungsübernahme im Sinne des Handwerks zufriedenstellend gelöst werden. Das SHK-ZERT-Zertifikat ist deshalb ein Dokument ausgezeichneter Leistung für das Fachhandwerk.

Auf dem Stand der eht-Siegmund GmbH erhielt Helmut Siegmund, Geschäftsführer des Unternehmens, das Zertifikat von Andreas Müller überreicht.

eht-Siegmund GmbH, Bad Honnef

Das Unternehmen eht-Siegmund zählt seit fast 25 Jahren zu den namhaftesten Anbietern von Flächenheizsystemen. "Schnittstellenprobleme", so ZVSHK-Geschäftsführer Müller, "die nach dem Einbau solcher Heizungen gravierende Folgen haben können, werden durch aufeinander abgestimmte Komponenten reduziert. Diese Leistung hat für das Handwerk einen hohen Stellenwert. Damit, und mit der erfolgreichen Zertifizierung der Anforderungen an den Umweltschuzt, die gesicherte Versorgung mit Ersatzteilen sowie der Haftungsübernahme, positioniert sich die eht-Siegmund als hervorragender Lieferant des SHK-Handwerks."

ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach bei der Übergabe des Zertifikates an die sanipa-Geschäftsführer Helmut Kerth und Jürgen Fitzner. Mit im Bild auch Markus Strottmann und Oliver Lütke von der SHK-ZERT.

Sanipa GmbH, Treuchtlingen

Seit seiner Gründung im Jahre 1976 erwarb sich das Unternehmen sanipa als Hersteller von Badmöbeln beim Handwerk und dessen Kunden einen klangvollen Namen. "Die Qualität der Produkte sowie ein über Jahre konstanter und schlüssiger Service", so Hauptgeschäftsführer von Bock und Polach bei der nun erfolgten Überreichung des SHK-ZERT-Zertifikates, "legten den Grundstein dazu. Weitere Leistungen, die Planungssoftware für den Handwerker etwa, das gelebte Qualitätsmanagementsystem sowie eine Umwelterklärung, die auch umgesetzt wird, dazu die bundesweite Serviceunterstützung mit 3D-Badplanungshilfe innerhalb von 24 Stunden, schufen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zertifizierung des Unternehmens sanipa als erster Hersteller im Segment der Badeinrichtungen."

Premiere auf der ISH 99: Erstmals konnte vier SHK-spezifischen Computerprogrammen das SHK-ZERT-Zertifikat verliehen werden: Der Software "Windows Dendrit DIN 1988 und Windows Dendrit Wärmebedarf" des Unternehmens Dendrit, das Programm "k-Wert und Wärmebedarf" von MW Software Markert Welfens & Partner sowie die Programme "k-Wertberechnung DIN 4108 und Wärmebedarfsberechnung DIN 4701" der Firma Solar-Computer.

Dendrit, Dülmen; MW Software, Markert Welfens & Partner, Köln und Solar Computer, Göttingen

Der Siegeszug des Computers mit seinen Möglichkeiten auch für das Handwerk führte auch zu einem immer unübersichtlicheren Angebot an technischer Software. Nun konnten erstmals Computerprogramme zertifiziert werden, die sich an den Anforderungen und Maßstäben des Handwerks orientieren. ZVSHK-Hauptgeschäftsführer Michael von Bock und Polach:

"Unter Federführung des ZVSHK wurde durch einen kompetenten Arbeitskreis ein einheitliches Anforderungsprofil für einen definierten Qualitätsmaßstab entwickelt. Dieser ermöglicht Unternehmen und Planern die Auswahl von EDV-Programmen nach Kriterien mit einheitlichen Vorgaben, Grundlagen und Anforderungen, wie sie in der Haustechnik zur Anwendung kommen.

Die nach den Kriterien Regelkonformität, Service und Leistungsmerkmale sowie Schnittstellen zu betriebswirtschaftlichen Programmen von der SHK-ZERT geprüfte Software "Windows Dendrit DIN 1988 und Windows Dendrit Wärmebedarf" des Unternehmens Dendrit, das Programm "k-Wert und Wärmebedarf" von MW Software Markert Welfens & Partner sowie die Programme "k-Wertberechnung DIN 4108 und Wärmebedarfsberechnung DIN 4701" der Firma Solar-Computer erfüllen die an sie gestellten Anforderungen an Gebrauchswert, Anwenderfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit nach den genannten Kriterien in hohem Maße. Das Zertifikat der SHK-ZERT dokumentiert dies als erneuten Beweis für gelebte Marktpartnerschaft mit beidseitigem Nutzen für Hersteller und Handwerk."


Generationswechsel im ZVSHK

Abschiedsparty für Joachim Weinhold

Einen geeigneteren Ort als die ISH hätte es nicht geben können. Trotz eines anstrengenden Messetages ließen es sich viele Freunde, Kollegen und Mitstreiter nicht nehmen, den langjährigen Geschäftsführer Technik im ZVSHK, Joachim Weinhold, persönlich in den Ruhestand zu verabschieden. Hier die Laudatio von ZVSHK-Präsident Heinz-Dieter Heidemann.

"Wir verabschieden heute mit Herrn Dipl.-Ing. Joachim Weinhold einen Mann, der es verdient hat, daß sich so viele Persönlichkeiten aus der Branche zusammengefunden haben. Die Runde, die sich heute zu Ihren Ehren versammelt hat und der symbolische Ort, nämlich die ISH, an dem wir uns befinden, soll Ihnen zeigen: Wir sind uns Ihres Einsatzes für die Branche bewußt.

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich ZVSHK-Präsident Heinz-Dieter Heidemann auch bei Frau Weinhold.

Ein Engagement, das auch Ihren Lebensweg auszeichnet. Der geborene Sachse Weinhold absolvierte eine Lehre als Schiffbauer, studierte in Karlsruhe und Stuttgart Allgemeinen Maschinenbau und arbeitete danach als Schiffbauer. Es folgten 22 Jahre lang leitende Funktionen in der Industrie als Konstrukteur, Büroleiter und Geschäftsführer der Rheinplastik Ruhr GmbH, schließlich sogar als Bereichsleiter bei der Muttergesellschaft. Diese umfassende fachliche Erfahrung brachten Sie in den ZVSHK zum Nutzen der gesamten Verbandsorganisation ein. In Ihren 15 Jahren Arbeit für den ZVSHK erwarben Sie sich bei allen, die mit Ihnen zusammenarbeiteten, den Ruf hoher fachlicher Kompetenz. Nicht immer einfach und bequem, dafür aber detailsicher und engagiert wirkten Sie in einer Vielzahl von Fachregel- und Normenausschüssen mit.

Ein letztes Gruppenfoto des ehemaligen ZVSHK-Geschäftsführers Technik mit den technischen Referenten des Zentralverbandes.

Legendär dabei ist Ihr Archiv von Protokollen und technischen Dokumenten. Über Ihre "offene Ablage" mag nur der schmunzeln, der noch nicht darauf zurückgreifen mußte und konnte. Dabei waren Sie für alle Kolleginnen und Kollegen stets ein verläßlicher Ansprechpartner, denn es gab nichts, was Sie, Herr Weinhold, nicht interessierte, zu dem Sie nicht qualifiziert etwas sagen konnten. Dabei geht Ihr Interesse weit über den reinen beruflichen Alltag hinaus. Ob Geschichte, Bücher, Briefmarken oder Wein - aus vielen Quellen kann sich geistige Erbauung ergeben. Ich bin deshalb sicher, Herr Weinhold, daß Sie Ihren Ruhestand sinnvoll ausfüllen können. Und besonders Ihre Frau, die ich an dieser Stelle ganz besonders erwähnen darf, wird sich freuen. Sie auch einmal unter der Woche Zuhause zu haben.

Sehr geehrter Herr Weinhold, mit Ihnen verabschieden wir einen Mann, der unsere Achtung und unsere Wertschätzung besitzt. Auch im Ruhestand wünschen wir Ihnen Gück. Erfüllung und Freude, die Sie hoffentlich auch im Arbeitsleben gefunden haben. Danke, daß Sie uns so viele Jahre ein guter und verständnisvoller Geschäftsführer Technik und ein Vorbild an Fairneß und Pfichterfüllung waren."


ZVSHK-Termine-Daten-Informationen
(Änderungen vorbehalten)

Datum

Veranstaltung

2. Juni 1999

50-Jahr-Feier des ZVSHK, Bonn

3. bis 4. Februar 2000

10. Deutscher Klempnertag mit Verleihung des Architekturpreises des Deutschen Klempnerhandwerks, Würzburg

4. bis 11. März 2000

9. Internationales Fortbildungsseminar für das SHK-Handwerk, Teneriffa

18. bis 19. Mai 2000

Deutscher Kachelofenbauertag, Südtirol

22. bis 23. Juni 2000

12. Erdgasforum, Hamburg

ZVSHK Direkt:

Telefon: 02241/29056
Telefax: 02241/21351

eMail: Zentralverband-SHK@t-online.de

Internet: http://www.Zentralverband-SHK.de


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