IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 6/1999, Seite 150 ff.


HAUS DER TECHNIK


Schwimmbäder

Luxus, den man sich leisten kann

Das eigene Schwimmbad? Einst noch eine Investition, die nur wenigen möglich war, ist heute zum realisierbaren Traum für Eigenheimbesitzer geworden. Unterschiedliche Beckenlösungen, Anlagekonzeptionen, Materialien und ein variantenreiches Ausstattungsangebot hinsichtlich technischer Leistungen und Wasserattraktionen machen Schwimmbäder optisch und wirtschaftlich attraktiv.

Immer häufiger sieht man einen Familienpool im eigenen Garten: Sei es als Folienbecken - dieses geschieht in harmonischer Perfektion natürlich erst, wenn es landschaftlich integriert und gestalterisch optimal eingebunden ist - oder als klassische gemauerte und verflieste Variante.

Steigender Nachfrage erfreuen sich auch die vorgefertigten GFK-Becken, die dank hoher werkseitiger Vorfertigung eine hinsichtlich Einbauzeit und -kosten wirtschaftliche Alternative bieten. Aber auch die weiteren Beckenlösungen, z.B. in Edelstahl, bis zu den sogenannten Freiformbecken finden eine große Anhängerschaft. Erlaubt ist, was gefällt und was natürlich Budget und vorhandene Fläche hergeben.

Die Ansprüche der Schwimmbadinteressierten sind vielfältig und dabei versteht der Kunde in erster Linie unter Komfort die Erfüllung seiner persönlichen Wünsche. Komfort zeigt sich nicht allein in der Beckengröße und Form, sondern in attraktiven Details wie Unterwasserscheinwerfern, Gegenstromanlagen, Whirlfunktionen bis zur Nackenschwalldusche. Mit der Zusatzausstattung des Schwimmbades wächst natürlich die Investitionshöhe.

Noch immer trifft der Fachmann auf die Befürchtung "Ein Schwimmbad - das ist doch nur etwas für eine Saison im Jahr - und bei dem Sommer?" Ein Aspekt, der von unentschlossenen Endverbrauchern nicht selten genannt wird, allerdings nicht zutrifft. Zum einen ist jeder Sommer eine neue Chance auch für das Schwimmbadvergnügen im Garten. Zum anderen schaffen individuelle Überdachungen die Möglichkeit, das Schwimmbad jederzeit, d.h. ganzjährig zu nutzen. Und darüber hinaus gibt es natürlich die Alternative, gleich das Schwimmbad ins eigene Haus zu holen.

Die Platzfrage stellt sich bei näherer Durchleuchtung der häuslichen Verhältnisse oft als gar nicht so schwierig heraus. Ungeachtet der Möglichkeit mit dem Hausbau gleich eine Schwimmhalle zu berücksichtigen (was natürlich immer eine Investitionsfrage ist), bietet sich ein idealer Platz für das eigene Wasservergnügen im Keller eines Hauses.

Dank dem heutigen Stand der Schwimmbadtechnik und der Vielzahl der Produktmöglichkeiten sind auch nachträgliche Schwimmbadmontagen ohne weiteres möglich.

Ob kompakte Anlage im Reihenhausgarten oder exklusives Schwimmbad in erlesener Ausführung - Schwimmbadbauer können sich auf alle Kundenwünsche einstellen. (BSSW)

Das Schwimmbad im eigenen Haus ist stets eine individuelle Anlage. Ob der Kunde den Reiz eines schlichten geradlinigen Beckens bevorzugt oder eine Wellnessoase wünscht, läßt sich in Beratungsgesprächen erfahren. Viele Interessierte wissen zunächst gar nicht, was man machen kann - welche Möglichkeiten der kreativen und auch kostensparenden Umsetzung sich bieten.

Wichtig ist stets eine harmonische Integration, Umfeldanbindung und -gestaltung, die das Schwimmbad aus einem reinen Funktionalismus erhebt und zum Zentrum von Wellness und Vitalität mit entsprechendem Ambiente werden läßt.

Augen und Seele schwimmen nun einmal mit. Und Planungen, die entsprechende Anforderungsprofile der Kunden sowie Umfeldbedingungen berücksichtigen, werden jeden Schwimmbadbesitzer auch langfristig zufriedenstellen.

Schwimmbadbauer, Planer, Architekten, Innenarchitekten und kompetente Installateurfachbetriebe haben mit dem derzeitigen Stand der Technik eine große Bandbreite des Möglichen, die es auszuschöpfen gilt.

Auch im Schwimmbadbau kann eine gewerkeübergreifende Zusammenarbeit zum Vorteil führen, wenn ein einzelner Fachbetrieb nur begrenzte Leistungen bieten kann. Auch hier gilt: der Kunde hat Wünsche und Ansprüche, vielleicht auch einige Ideen, ist allerdings mit der Gesamtplanung oder klaren Definition der realistischen Umsetzungsmöglichkeiten in aller Regel überfordert. So sind neben Informationen technischer Art, Beckenauswahl und integrierbare Details ebenso wichtig, wie Hinweise auf zusätzliche Attribute, die das Umfeld des Schwimmbades bereichern. Eine Duschinsel, Heizkörper, die gleichzeitig als Handtuchtrockner fungieren, ein Solarium oder eine Sauna können die Nutzung der Schwimmbadanlage sinnvoll ergänzen. Multifunktionalität garantiert eine regelmäßige Nutzung.

Wünscht der Kunde trotz vorhandener Räumlichkeiten im Keller kein Schwimmbad, bieten Whirlpoolanlagen eine interessante Alternative. Auf optimiertem Raum können individuelle Wannenformen für Wasserspaß in wirbelnden Wellen sorgen. Whirlpools in unterschiedlichen Größen stellen sich sowohl auf Zwei- als auch auf Mehr-Personenhaushalte ein. Der Markt bietet verschiedene integrierte Systeme und ein umfangreiches Produktangebot. Auch hier gilt eine abgestimmte Umfeldeinbindung als Garant für konsequente Nutzung.

Ob die intime Behaglichkeit einer Ecklösung oder die zentrale Repräsentativität eines Whirlpools: "Erlaubt ist, was gefällt" und gerade in der Kombination unterschiedlicher Nutzungsattribute wird die Investition eines Wellness- oder Fitneßbades für die ganze Familie eine rentable, gern genutzte Aufwertung ihres Eigentums.

Neben dem Wasserspaß bieten Saunen und Infrarot-Wärmekabinen die Möglichkeit zur Körperentspannung und Vitalisierung. Lösungen, die selbst auf wenigen Quadratmetern bestechenden Komfort und nutzungsfreundliche Ausstattung bieten, sorgen für wohltuende, private Gesundheitsförderung. Die Diskussion, ob klassische Blockbohlen- oder Elementbausauna, ob neuartige Blockelementbauvariante oder Infrarot-Kabine obliegt natürlich den Ansprüchen und Wünschen eines jeden einzelnen. Das Angebot des Marktes wird auf jeden Fall allen Sauna-Überzeugungen gerecht. Und der Endverbraucher findet in den mannigfachen Lösungen nicht nur für den Keller eine attraktive Variante. Im Gegenteil - immer häufiger werden Saunakabinen auch ins Familienbad integriert.

Eine weitere Möglichkeit, das Körperpflege- und Fitneßprogramm im privaten Erlebnisbad zu ergänzen, bieten Solarien.

Ob kompakte, mobile Geräte oder Modelle mit professionellen Komforteigenschaften wie z.B. einer großzügigen Liegefläche und integrierten Gesichts- und Schulterbräunern, ist ebenso eine Sache des Platzes wie auch des Budgets. Solarien für den privaten Einsatz machen in der Regel keinen Drehstrom-Anschluß erforderlich. Es gibt allerdings größere Geräte, die für den Einsatz im professionellen Sonnenstudiobereich entwickelt worden und dennoch auch für den Besonnungsspaß zuhause geeignet sind. Diese Geräte benötigen einen 400 Volt-Anschluß. Hierauf sollte der Kunde unbedingt hingewiesen werden.

Synergie aus Technik, Kreativität und Freizeitgestaltung

Beispiele für innen und außen

Schwimmbäder sind individuell, traumhaft, funktionell, familienorientiert, repräsentativ u.v.m. - aber vor allen Dingen eine für nahezu jeden Eigenheimbesitzer, auch finanziell realisierbare Angelegenheit geworden. Die Bandbreite unterschiedlicher Lösungsmöglichkeiten ist immens. Vom kleinen Reihenhauspool bis zur exklusiven Schwimmhalle kann die Branche allen Ansprüchen gerecht werden.

Allen Beispielen ist eines gemeinsam: Sie sind harmonisch integrierte Anlagen, die Wasserspaß zwar zum Mittelpunkt der Freizeitgestaltung werden lassen, aber nie als beziehungslose Solitäre auf Benutzung warten müssen. Alle gezeigten Anlagen haben in den vergangenen Jahren Auszeichnungen bei BSSW-Kreativpreiswettbewerben des Bundesverbandes Schwimmbad-, Sauna- und Wassertechnik e.V. erhalten. Dieser Wettbewerb, der in diesem Jahr bereits zum 11. Male ausgerufen wird, kürt nicht nur die schönsten Schwimmbäder und Whirlpoolanlagen, sondern ist gleichzeitig Abbild einer kreativen, innovativen Bandbreite des Schwimmbadbaus. Für die Preisgewinner ein Renommée, für die Fachwelt wertvolle Anregung und für Endverbraucher oft wichtige Animation, den Sprung ins eigene Naß zu wagen. Im Februar dieses Jahres, anläßlich der BSSW-Infotage, sind die Kreativpreise 1998 wieder an zahlreiche Schwimmbadbauer und Fachbetriebe verliehen worden. Auf die diesjährige Auslobung der Kreativpreise weist IKZ-HAUSTECHNIK rechtzeitig zum Beginn der Ausschreibung im Herbst dieses Jahres hin.

Schwimmbadbau - jetzt startet die Planungsphase

. . . nicht erst, wenn es warm wird

Im Grunde genommen ist die Planungsphase für Schwimmbäder saisonunabhängig. Diejenigen, die durch die Sommersonne zu eigenem Schwimmbadspaß animiert worden sind, konkretisieren ihre Überlegungen oftmals bereits unmittelbar nach dieser Saison. Erwartungsgemäß wird allerdings das Frühjahr für die intensive Phase der Planung und möglichst auch der Errichtung eines Schwimmbades genutzt.

Schwimmbadinteresse zu wecken und über seine fachlichen Leistungsfähigkeiten als Schwimmbadplaner oder Schwimmbadbauer zu informieren, macht daher nicht erst im Frühjahr Sinn. Die Broschüren, die in Sommerzeiten per Wurfpost oder als Zeitungsbeilagen, auf den Tisch flattern, betreffen in erster Linie die Folien- und Aufstellbecken, für die oftmals sogar zum Do-it-yourself-Bau geworben wird.

Und gerade darin liegt ein großes Problem der Endverbraucher, die durch einseitige Information zwar motiviert, ihre eigene Leistungsfähigkeit im Schwimmbadbau oft nicht kennen. Oft sind sie mit den angebotenen Selbstbaulösungen überfordert bzw. montieren ein Becken, daß im Grunde genommen weder auf ihre Ansprüche zugeschnitten ist, noch eine harmonische Integration ermöglicht.

Wasserspaß und Schwimmbadvergnügen ist einfach mehr als ein bißchen gesammeltes Naß. Nur der kompetente Schwimmbadfachmann und versierte -Installationsbetrieb kann Planungsmängel vermeiden und Folgeprobleme verhindern. Der Fachmann kennt die Tatsachen: Um langfristige Freude am eigenen Schwimmbad zu haben, müssen einige Kriterien erfüllt sein. Beckengröße und -form müssen den Umfeldgegebenheiten entsprechen. Auf die Abstimmung von Gebäudearchitektur, umliegender Landschaft und Wasserattraktionen sind wir bereits im Vorfeld zu sprechen gekommen.

Ausstattungsdetails aber auch Sicherheitskomponenten und Hygieneschutz, wie entsprechende Abdeckungen oder Überdachungen, sind wichtiger Teil der Kundeninformation, Planung und späteren Anlagenumsetzung. Die Technik ist das A und O eines funktionierenden Schwimmbades. Der Endverbraucher wünscht sie möglichst wartungsfrei. Der Aufwand zur Wasseraufbereitung, Beheizung und Desinfektion soll mit möglichst wenig Zeit- und Kostenaufwand betrieben werden.

Sparsamer Energieeinsatz ist ein weiterer bedeutender Aspekt. Die Schwimmbadtechnik bietet für all diese Anforderungen optimale Lösungen. Nicht selten scheuen sich Schwimmbadinteressierte vor den zwar minimalen aber dennoch vorhandenen Wartungstätigkeiten, deren Leistungen von einem versierten Schwimmbadbetrieb jederzeit als Service angeboten werden können. Hinweise auf diese Serviceleistung können nur das Vertrauen in die Schwimmbadinvestition unterstützen.

"Welches Schwimmbad bietet sich an?", "Wie kann die Gesamtanlage aussehen?", "Wo wird sie plaziert?" und in diesem Zusammenhang "Welchen äußerlichen Einflüssen ist das Schwimmbad ausgesetzt und wie können Beeinträchtigungen, z.B. der Wasserqualität, vermieden werden?", "Wie ist eine optimale technische und energiesparende Anlagenrealisation möglich?", "Mit welchen Elementen kann das Schwimmbad ausgestattet werden?"... Kompetente Schwimmbadbauer finden hier die richtige Lösung und können in Zusammenarbeit mit Architekten, Planer und Installateuren Traumanlagen in jeder gewünschten Preislage realisieren. Diese Kompetenz, je nach Betriebsstruktur und eigenen Fachkräften unter dem Motto "Alles aus einer Hand" oder in der logischen Konsequenz durch die Leistungsfähigkeit übergreifender Kooperationen als funktionierendes Gesamtkonzept, muß in ausführlichen Beratungsgesprächen mit dem Kunden transparent werden.

Marketingaktivitäten können die Brücke zum Endverbraucher schlagen und aus dem anfänglichen Traum vom Schwimmbad ein realistisches Referenzobjekt werden lassen.

Die Zeit der Planung ist somit im Grunde genommen eine zweitrangige Angelegenheit und kann zu jeder Jahreszeit erfolgen. Zahlreiche Lösungskonzepte und Produktangebote machen im Schwimmbadbau mittlerweile sogar kurzfristige und zeitlich vollkalkulierbare Anlagenumsetzungen möglich. Bei Ausschöpfung all dieser Möglichkeiten muß der Bau eines Schwimmbades in aller Regel nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden.