IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 4/1999, Seite 3


EDITORIAL


FV SHK Nordrhein-Westfalen

Frischer Wind für "alte" Branche

Gegenwärtig bestimmen heiß diskutierte Themen wie "Handwerkermarke" und "Förderung des (ausstellungs)aktiven Einzelhandels" die SHK-Szene. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle ob man von Förderung, Subvention oder Unterstützung spricht. Ziemlich neu in der Diskussion ist die "Handwerkermarke".

Grund genug für den Fachverband SHK Nordrhein-Westfalen und die Redaktion der IKZ-HAUSTECHNIK, gemeinsam ein round-table-Gespräch mit führenden Vertretern der SHK-Organisation, der Industrie, des Fachgroßhandels und des Fachhandwerks zu führen. Am 29. Januar trafen sich in der Düsseldorfer Verbandszentrale Michael von Bock und Polach (ZVSHK), Dr. Hans-Georg Geißdörfer (FV SHK Nordrhein-Westfalen), Heinz Wippich (DG-Haustechnik), Karl-Heinz Peikert (Schulte GmbH & Co. KG), Dr. Eckhard Keill (Hüppe), Dr. Michael Pankow (Grohe), Gerd Berg (LB&K Werbeagentur), mit den selbständigen Handwerksunternehmern Ernst Fiedler (Arnsberg), Jürgen Küppers (Mönchengladbach), Dieter Lackmann (Münster) sowie Volkmar Runte und Günther Klauke (beide IKZ-HAUSTECHNIK-Redaktion) um gemeinsam über Möglichkeiten und Gefahren neuer Vertriebskomponenten der SHK-Profis zu diskutieren.

Was solls, könnte man meinen, wieder ein Termin für Sonntagsreden und Lippenbekenntnisse.

Weit gefehlt: handfeste Überraschungen förderte das Gespräch zutage.

Ein Ergebnis sei an dieser Stelle dem auf den Seiten 14 bis 18 dieser Ausgabe folgenden ausführlichen Bericht vorweggenommen: zumindest einige Teilnehmer der "Düsseldorfer Runde" hatten bisher die Definition "Handwerkermarke" gründlich mißverstanden.

Ganz klar beschrieben die Verbandshauptgeschäftsführer und die anwesenden Fachhandwerksvertreter die Anforderungen an Hersteller und Großhändler, die zukünftig unter diesem Siegel Produkte über den Profi-Vertrieb an den Mann (die Frau) bringen wollen. Nur wer sich als Markenhersteller und Großhändler ganz und gar auf den professionellen Vertrieb konzentriert und aktiv dafür Sorge trägt, daß seine Produkte z.B. nicht im Baumarkt erscheinen, kann zukünftig Partner des Fachhandwerks sein. Eine Definition, die zumindest bei einigen "schwarzen Schafen" der Branche schlaflose Nächte verursachen wird.

Daß die Erhaltung des professionellen Vertriebsweges für alle Partner von existentieller Bedeutung ist, darüber ist man sich schon lange einig. Wie man das Problem anpacken soll, darüber streitet man seit Jahrzehnten. Wichtig ist jedoch, daß endlich auch etwas getan wird. Doch lesen Sie weiter ab Seite 14, denn in Düsseldorf gab es noch mehr Interessantes.

 

Dr. Hans-Georg Geißdörfer
Hauptgeschäftsführer Fachverband Sanitär, Heizung, Klima Nordrhein-Westfalen


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