IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 3/1999, Seite 13 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Nordrhein-Westfalen


Bundesverdienstkreuz

Glücksfall für das Handwerk

Dem Obermeister der SHK-Innung Solingen Günter Uebber wurde am 14. Dezember 1998 in Solingen, in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Handwerk, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Sein herausragendes, ehrenamtliches Engagement um das Handwerk, insbesondere um die SHK-Gewerke, würdigte in seiner Laudatio der Oberbürgermeister der Stadt Solingen Ulrich Uibel. Er überreichte in Vertretung des Bundespräsidenten Roman Herzog Urkunde sowie Medaille an Günter Uebber.

Rudolf Peters, Landesinnungsmeister des Fachverbandes SHK NRW, hob seine hervorragenden Verdienste um das SHK-Handwerk hervor. Auf der damaligen Innungsversammlung, bei der er Uebber zur Wahl des Obermeisters vorgeschlagen habe, konnte niemand ahnen, welchen Glücksgriff die Innungsmitglieder getan hätten. Seine ehrenamtlichen Aktivitäten sprächen für sich:

- 23 Jahre Vorstandsmitglied und Obermeister der Innung Solingen,

- 22 Jahre Mitglied des Vorstandes der Kreishandwerkerschaft,

- 17 Jahre davon stellv. Kreishandwerksmeister,

- 23 Jahre Delegierter zum Fachverband,

- 14 Jahre Mitglied des Tarifpolitischen Ausschusses und

- über 10 Jahre Rechnungsprüfer des Verbandes.

Einige Tugenden, wie Integrationsfähigkeit, Umsicht und Loyalität, prägten das Wirken dieses Mannes, der mit Recht in der Öffentlichkeit diese Würdigung erfahre, so Peters. Nur wer die Sorgen und Nöte eines Handwerksmeisters im betrieblichen Alltag kenne, könne sich dem Ehrenamt effektiv und sachnah annehmen. Peters hob hervor, daß Uebber eine deutliche Sprache, die nicht schwammig sei, spreche und dies führe präzise zu den zu diskutierenden Punkten. Dies zeige sich auch in der tarifpolitischen Arbeit im Verband, für die er sich stark engagiere. Er zeige deutlich auf, welche Belastungen einem Handwerksbetrieb noch zumutbar seien.

Günter Uebber, Obermeister der SHK-Innung Solingen, erhielt durch den Oberbürgermeister der Stadt Solingen Ulrich Uibel das Bundesverdienstkreuz. Im Bild Günter Uebber nach der Ehrung mit seiner Frau Erika.

Der feierlichen Würdigung von Günter Uebber schlossen sich die Redner Walter Lutz, Verwaltungsratsvorsitzender der IKK Nordrhein, Herr Horst Westkämper, Regionaldirektor der IKK Nordrhein in Solingen sowie Kreishandwerksmeister Heinz Becker an.

Uebber bedankte sich bei den Gratulanten und seinem Sohn Bodo, der die Sichtweisen der Familie dargestellt hatte. Ein besonderer Dank galt aber seiner Frau, die ihm dieses Engagement erst ermöglicht habe und ihr gebühre ein wesentlicher Teil der Auszeichnung. Er schloß mit den Worten: "Gott schütze das ehrbare Handwerk", denn dieses habe durch seine Auszeichnung auch eine Würdigung erfahren.

 


SHK Software-Tag

Gut besucht war der SHK Software-Tag am 28. November 1998 im Saalbau, Essen. 15 Software-Unternehmen präsentierten den Fachbesuchern aktuelle Branchenlösungen für das SHK-Handwerk.

Programme für die Planung und Dimensionierung von Sanitär- und Heizungssystemen wurden ebenso vorgestellt wie Kalkulations-, Abrechnungs- und Verwaltungsprogramme. So bot die Veranstaltung den Besuchern nicht nur eine Gelegenheit, sich umfassend über aktuelle Software zu informieren, sie konnten sich auch vor Ort über die Leistungsfähigkeit dieser EDV-Systeme überzeugen, da die Aussteller zahlreiche Bildschirmarbeitsplätze aufgestellt hatten.

Vorausgegangen war ein umfangreicher Test, bei dem der Fachverband SHK NRW die Software der ausstellenden Unternehmen auf Herz und Nieren getestet hat.

Aufgrund der positiven Resonanz wird der Fachverband NRW auch im Jahr 1999 interessierten Betrieben bei der Auswahl der richtigen Branchenlösung mit der EDV-Checkliste und dem SHK-Software-Tag Hilfestellung geben.

Die EDV-Checkliste kann über das Internet sowie beim Fachverband unter Telefon (0211) 69065-80 abgerufen werden.

Zahlreiche Fachbesucher nutzten den SHK-Software-Tag, um sich über aktuelle Branchenlösungen zu informieren.


Unternehmensführungsseminar

SHK-Handwerk tagte in der Toskana

27 Teilnehmer konnte der Fachverband SHK NRW für das Toskana-Seminar, vom 26. 9. bis 3. 10. 1998 in Montecatini-Terme (Toskana) gewinnen, das unter Leitung von RA F.W. Stohlmann durchgeführt wurde.

Nach Ankunft in Florenz ging es weiter zum Einchecken in das Grand Hotel Vittoria im Herzen von Montecatini-Terme. Noch am Samstag wurden alle Teilnehmer, von denen sich viele aus früheren Fachverbandsseminaren kannten, herzlich begrüßt. Anschließend wurde das bevorstehende Seminarprogramm und die Referenten vorgestellt.

Das Seminarprogramm:

Sonntag, 27. 9. 1998:

Der Güterstand des Unternehmers aus zivilrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht. Als Referenten konnte der Fachverband den Steuerfachanwalt Dr. Hanspeter Daragan aus Bremen gewinnen.

Am Montag, 28. 9. 1998 zeigte Dr. Daragan "Neue Tendenzen im Erb- und Steuerrecht" auf.

"Die Entwicklung der Arbeitsrechtsprechung in den Jahren 1996/1997" wurde von Rechtsanwalt Stohlmann im Anschluß dargestellt. Ebenso Fragen zur Auslegung der bestehenden Manteltarifverträge mit der IG Metall und der CGM.

Am Dienstag, 29. 9. 1998, referierte Wolfram Weber, Geschäftsführer der betriebswirtschaftlichen Abteilung des Fachverbandes, über das Thema "Chancen und Risiken der Wärmelieferung".

Im Anschluß referierte Dipl.-Ing. Michael Juhr über "Neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Hersteller, Architekt und SHK-Betrieb vor Beginn der eigentlichen Bauausführung". Juhr legte den Schwerpunkt insbesondere auf Fehlentscheidungen im Planungsbereich, die sich dann in der Leistung des Unternehmers fortsetzen und ggf. zu erheblichen Verteuerungen und zu Zeitverzögerungen führen.

Am Mittwoch, dem 30. 9. 1998, stand die Kultur im Mittelpunkt des Interesses. Ein Ausflug nach Florenz mit einer Stadtführung und Besichtigung der Uffizien fand beste Resonanz. Der Tag schloß mit einem italienischen Abendessen ab.

Am 1. 10. 1998 referierte Bernd Genath, Krammer-Verlag, über die SHK-Branche im Spiegel der Fachpresse. Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes, referierte über das Thema "Neue Kundenbindungsmodelle".

Der Freitag war der Technik gewidmet. Ing. Norbert Kröschel, Geschäftsführer Abteilung Technik des Fachverbandes, erläuterte das Thema "Niedrigenergiehaus - Wie sieht die Zukunft der SHK-Branche aus". Auch dieses Seminar fand eine lebhafte Resonanz bei den Seminarteilnehmern. Es wurde engagiert über Zukunftsaussichten der Branche in diesem Fachbereich diskutiert.

Neben dem ausführlichen Seminarprogramm wurden noch Kurzausflüge nach Pisa, Lucca und St. Gimignano unternommen, so daß die Teilnehmer einen guten Überblick über die schönsten Städte der Toskana und ihr Ambiente erhielten.

Fazit:

Der Fachverband führte ein Seminar durch, das unter dem Motto "Berufliche Weiterbildung und italienische Kultur" stand. Ziel war u.a. auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Seminarteilnehmern, die Weiterbildung in den Bereichen Technik, Recht und Betriebswirtschaft sowie der kulturelle Aspekt.

 


Innung Minden-Lübbecke

Wirtschaftsschau

Ein "Musterländle" nannte die Regierungspräsidentin Christa Vennegerts den Kreis Minden-Lübbecke bei der offiziellen Eröffnung der Wirtschaftsschau Stadt - Land - Fluß, vom 14. bis 18. Oktober 1998. Im Vergleich zu anderen Regionen stehe der Keis mit seiner großen Branchenvielfalt gut da, betonte sie.

Der Kreishandwerksmeister Horst Hunger schlug, bezogen auf das Handwerk, in die gleiche Bresche und appellierte: "Lassen Sie sich auf der Ausstellung verzaubern von den Möglichkeiten, die das Handwerk bietet!"

Zum zweiten Mal fand die Messe Stadt - Land - Fluß in Minden auf Kanzlers Weide statt. Animiert durch den guten Erfolg vor zwei Jahren war eine Wiederholung sinnvoll. Rund 250 Aussteller nahmen an der Messe teil, viele von ihnen waren heimische Handwerksbetriebe. Aber auch die Innungen präsentierten sich mit ihrer Leistungsfähigkeit.

Stand der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Minden-Lübbecke.

Besonderes Interesse galt auch dem Stand der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Minden-Lübbecke. Hier durfte bei ihrem Rundgang die Regierungspräsidentin Christa Vennegerts einmal testen, wie einfach es ist, ein Rohr ohne Zusatz von Lötmitteln und Lötkolben, nur einfach per Zange zu verbinden und damit absolut sicher zu verbinden. Selbstverständlich war ein Schwerpunktthema dieses Standes auch die Energieeinsparung mit modernen Heizformen.

Selbstverständlich war auch die Kreishandwerkerschaft vertreten, die auf ihrem Stand das vielfältige Weiterbildungsangebot, das für fast alle Handwerke vorgehalten wird, vorzustellen. War das rechte Angebot in den Prospekten nicht zu finden, so konnte per Computer bundesweit nach der gewünschten Weiterbildungsmöglichkeit gesucht werden.

Nach den fünf Tagen Ausstellung konnte man das Resümee ziehen, das der Kreishandwerksmeister schon bei seiner Begrüßungsrede gewünscht hatte; denn die Neugierde der Besucher wurde gestillt und die Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaftsregion und selbstverständlich des Handwerks sach- und fachgerecht präsentiert.