IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 1/1999, Seite 8 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Kurz und bündig


Messe BAU 99

WMK auf eigenem Stand

Die Wirtschaftsgemeinschaft Metalldächer und -fassaden in Klempnertechnik (WMK) ist auf der BAU 99 vom 19. bis 24. Januar in München mit einem eigenen Stand vertreten. An diesem Gemeinschaftsstand beteiligen sich die Firmen Haubold-Kihlberg, SM-Befestigungssysteme, Ugine/ Brandt Edelstahl, Deutsche Rockwool sowie NEDZink. Alle Fachbesucher der BAU 99 sind herzlich eingeladen, den Stand der WMK in Halle B 2, Standfläche 101 zu besuchen.

Zert-Organisationen

Kooperation vereinbart

Die Zertifizierungsorganisationen des DIN, des DVGW, des ZVSHK sowie die ATV haben in einem ersten Koordinierungsgespräch am 17. November 1998 in St. Augustin Möglichkeiten einer zukünftigen engen Zusammenarbeit beraten. Gedacht ist dabei an ein breites Leistungsangebot, das die Bereiche Managementberatung, Weiterbildungsmaßnahmen in zertifizierten Bildungsstätten und Lieferantenzertifizierung nach dem von der SHK-ZERT entwickelten System umfaßt. Ein noch zu entwickelndes gemeinsames DIN/DVGW-Zeichen, in dem auch der SHK-Eckring verwendet wird, soll den Stellenwert betonen, den diese Kooperation speziell für das SHK-Handwerk haben wird.

Hahnverlängerungen

Rotguß oder Messing?

Der Streit, ob Hahnverlängerungen aus Rotguß oder solche aus Messing den Qualitätsanforderungen des SHK-Handwerks besser entsprechen, geht in eine neue Runde. So haben Hersteller von Messingprodukten jetzt eine eigene Gütegemeinschaft gegründet, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen.

Der ZVSHK hatte Anfang des vergangenen Jahres aus technischen Gründen ein Votum für Rotguß ausgesprochen, da sowohl die DIN 1988 "Trinkwasserinstallationen" als auch die DVGW-TRGI "Gasinstallation" Gewindeverbindungen nach DIN 2999 mit konischem Außengewinde und zylindrischem Innengewinde verlangen, eine Bedingung, die von Teilen aus Rotguß erfüllt wird. Eine zweite Bedingung war, daß die Teile nach der Bearbeitung thermisch entspannt werden, um die Gefahr von Spannungsrißkorrosion zu vermeiden.

Die damals entscheidenden Argumente haben, so stellt der ZVSHK fest, auch heute noch Bestand. Maßgebliches Kriterium sei ausschließlich die technische Qualität und Eignung dieser Produkte. Ob diese aus Messing oder aus Rotguß sind, spielt für die Position des ZVSHK keine Rolle.

Abschied

Joachim Weinhold im Ruhestand

Dipl.-Ing. Joachim Weinhold, seit dem 1. Juli 1984 Geschäftsführer Technik im ZVSHK, beendete zum 31. Dezember 1998 seine aktive Berufstätigkeit und trat in den Ruhestand. Nach dem Abitur absolvierte der in Waldheim/Sachsen geborene Weinhold eine Lehre als Schiffbauer. Anschließend studierte er in Karlsruhe und Stuttgart Allgemeinen Maschinenbau und arbeitete als Schiffbauer. Vor seinem Eintritt in den ZVSHK nahm Weinhold 22 Jahre lang leitende Funktionen in der Industrie, als Konstrukteur, Leiter des Technischen Büros, Geschäftsführer der Rhein-Plastik-Rohr GmbH (einer Tochtergesellschaft der Friatec AG) und schließlich Bereichsleiter mit Prokura bei der Muttergesellschaft ein.

Dipl.-Ing. Joachim Weinhold.

In seiner rund 15jährigen Tätigkeit für den ZVSHK erwarb sich Joachim Weinhold schnell den Ruf hoher fachlicher Kompetenz. Zu seinen Aufgaben gehörte neben der Koordinierung und Leitung der Technischen Referate des ZVSHK die Mitwirkung in einer Vielzahl von Fach-, Regel- und Normausschüssen des Gas- und Wasser-, Heizungs-, Klimafaches sowie im Bereich der Klempner- und Kupferschmiedetechnik.

Zu den herausragenden persönlichen Eigenschaften Weinholds zählt die Fähigkeit zu motivieren, zuhören und ausgleichen zu können. Seine Fachkenntnisse selbst kleinster Details und der strategische Weitblick für zukünftige Entwicklungen machten ihn auch für Industrie, Handel und technische Institutionen der SHK-Branche zu einem geschätzten und respektierten Gesprächspartner.

 

ZVSHK-Terminkalender

1999

Datum

Veranstaltung

13. bis 20. Februar 1999

 

Internationales Fortbildungsseminar für das SHK Handwerk, Teneriffa.

23. bis 27. März 1999

ISH, Frankfurt

2. Juni 1999

50-Jahr-Feier des ZVSHK, Bonn

ZVSHK Termine - Fakten - Informationen

eMail: Zentralverband-SHK@t-online.de

Internet: http://www.Zentralverband-SHK.de

 


Schnittstellen bei Fußbodenkonstruktionen:

Gemeinschaftsseminar Fußbodenheizungen

Fußbodenheizungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Damit eine solche Anlage optimal erstellt werden kann, ist jedoch eine enge Abstimmung zwischen mehreren Gewerken erforderlich. Das Gemeinschaftsseminar "Beheizte Fußbodenkonstruktionen - Schnittstellen" stellte nun in Nürnberg die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe von sechs Fachverbänden vor.

Die Fachinformation "Schnittstellenkoordination bei beheizten Fußbodenkonstruktionen".

Fußbodenheizungen sind keine neue Erfindung. Schon die alten Römer wußten die Vorteile dieser Methode, in Wohnräumen ein behagliches Klima zu schaffen, zu schätzen. Das Wissen über diese Art der Heizung hat in den letzten Jahren einen hohen Stand erreicht. Mangelnde Koordination zwischen Planern und ausführenden Betrieben - vom Bauunternehmen selbst, über den Heizungsbauer, den Estrichleger bis hin zum Oberbodenleger - war bisher jedoch noch immer eine Schwachstelle, die zu ungenügender Effizienz oder sogar zu teuren Schäden führen konnte.

Rund 80 Handwerker nahmen am ersten Gemeinschaftsseminar zum Thema Schnittstellen bei Fußbodenheizungen in Nürnberg teil.

Alle an einem Tisch

Die Bundesfachgruppe Estrich und Belag und die Bundesfachgruppe Fliesen, Platten und Mosaiklegerhandwerk im ZDB, der BIV Parkettlegerhandwerk und Fußbodenlegergewerbe, der Bundesverband Estrich und Belag, der Bundesverband Flächenheizungen, das Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung und der Verband der Deutschen Parkettindustrie richteten deshalb unter Federführung des ZVSHK eine Arbeitsgruppe ein, die die Schnittstellen bei der Planung, Ausführung und Überwachung der Bauausführung näher beleuchtete.

Das Ergebnis ihrer Arbeit stellten die beteiligten Referenten nun in Nürnberg vor: Es ist ein ausführliches Merkblatt mit umfassenden Arbeitshilfen für die beteiligten Handwerksbetriebe.

Heribert Ackerschott, Fachreferent beim ZVSHK, machte die Position der Heizungsbauer in der Frage der Schnittstellen deutlich.

Schritt für Schritt vorgehen

Bereits die Qualität des Rohbodens, seine Ebenheit und die Einhaltung der Winkeltoleranzen, stellen die erste Herausforderung dar. Selbst bei Einhaltung der hier geltenden Normen kann es zu unvertretbar großen Niveauunterschieden und damit zu unterschiedlichen Dicken bei der erforderlichen Dämmung oder später beim Estrich kommen. Orientiert sich der Heizungsbauer bei der Montage der Rohre ausschließlich am Rohboden, so läuft er Gefahr, daß diese anschließend von unterschiedlich dickem Estrich überdeckt werden - mit erheblichen Verlusten bei der Heizleistung. Eine Empfehlung der Arbeitsgruppe lautet deshalb, daß die Prüfung und gegebenenfalls der Ausgleich des Rohbodens vom Estrichleger vorgenommen wird, ebenso wie die Aufbringung der Dampfsperre, bevor der Heizungsbauer seine Arbeit beginnt.

Ebenfalls im Vorfeld zu erbringende Leistungen sind die Erstellung des Fugenplans an dem sich sowohl der Heizungsbauer, der Estrichleger und der Oberbodenleger orientieren können sowie die Festlegung der Meßpunkte für die später durchzuführende Restfeuchtemessung zur Feststellung der Belegreife. Gefordert ist hier der Planer, gegebenenfalls in Abstimmung mit den beteiligten Handwerkern sowie dem Bauherrn.

Eine kleine Demonstration zum Thema Restfeuchtemessung im Estrich, die sogenannte CM-Messung, beendete das Programm.

Arbeitsschritte protokollieren

Der Gewährleistung einer sachgerechten und mängelfreien Bauausführung dient die Protokollierung der einzelnen Arbeitsschritte. Das Merkblatt enthält darüber hinaus, neben der Aufführung der geltenden Rechtsvorschriften, den technischen Regeln sowie Normen und Merkblättern eine Reihe von Formularen, in denen die gesamte Herstellung der Fußbodenkonstruktion dokumentiert wird. Dazu gehört: die Dichtheitsprüfung durch den Heizungsbauer, die Funktionsprüfung und das Funktionsheizen, das Belegreifheizen des Estrichs sowie die Messung der Restfeuchte nach dem CM-Verfahren vor dem Aufbringen des Oberbodens.

Den dafür erforderlichen Aufwand sollte jedoch kein Handwerker scheuen, er dient immerhin seiner eigenen Sicherheit im Schadensfall. Und was speziell für den Heizungsbauer interessant ist: Nach der Funktionsprüfung und dem abgeschlossenen und per Protokoll bestätigten Funktionsheizen kann er seine Rechnung schreiben. Das Belegreifheizen des Estrichs ist folglich eine Leistung, die der Bauherr separat in Auftrag geben - und auch bezahlen muß.

Die Fachinformation "Schnittstellenkoordination bei beheizten Fußbodenkonstruktionen" mit allen erforderlichen Arbeitshilfen und Protokollformularen kostet für Mitgliedsbetriebe der SHK-Organisation 32,- DM und ist beim ZVSHK in St. Augustin sowie bei den Landesfachverbänden erhältlich. SRa

 

Die Geschäftsstellen des ZVSHK

ZVSHK
Rathausallee 6
53757 St. Augustin
Telefon: 02241-29056
Telefax: 02241-21351

ZVSHK Geschäftsstelle Potsdam
An der Pirschheide 28
14471 Potsdam
Telefon: 0331-972107
Telefax: 0331-972603


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