IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 1/1999, Seite 3


EDITORIAL


1999 - Gefahren und Chancen

Die Aussichten auf das kommende Jahr 1999 sind für die SHK-Branche gemischt, sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Auch wenn sich nur mühsam die Konturen einer neuen Wirtschaftspolitik der neuen Regierung abzeichnen, so stehen die Inhalte der neuen Steuerreform und die Rücknahme der bisherigen Reformgesetze doch für eine grundsätzlich mittelstandsfeindliche Politik. Hiergegen hat der ZVSHK zusammen mit dem ZDH Stellung bezogen, und hiergegen muß sich auch in Zukunft die politische Verbandsarbeit richten. Auf der anderen Seite stehen die geplanten Maßnahmen der Regierung zum Schutz der Umwelt und zur Förderung des Wohnungsbaus. Das SHK-Handwerk hat hier die Chance, sich als sachverständiger Ansprechpartner durch seine vielfältigen Maßnahmen zur Ressourcenschonung zu positionieren. Ein erster Kontakt mit dem neuen Bundesbauminister ist anläßlich des Klempnertages erfolgt und wir hoffen, bei der Politik Verständnis für die Belange unserer Branche geweckt zu haben. In die gleiche Richtung zielt auch der Vorstoß des ZVSHK, Maßnahmen der haustechnischen Modernisierung steuerlich absetzen zu können.

Wirtschaftlich ist durch das Auslaufen bestimmter Förderungen zum Jahresende ein Abflauen der SHK-Konjunktur zum Jahresanfang zu befürchten. Zu erwartende höhere Energiepreise und damit ein eventueller Modernisierungsbedarf werden dies nur zum Teil auffangen können. Um so mehr sieht der ZVSHK seine Aufgabe darin, zu einer Belebung der Konjunktur beizutragen. Mit dem direkten Appell an die Endkunden, ihre Heizungsmodernisierung nicht zu verschieben, will der ZVSHK dazu u.a. mit der Heizungsgemeinschaftswerbung beitragen. Die auch öffentlich wirksame Herausstellung neuer Marktfelder soll ebenfalls gezielt den Endkunden für das SHK-Handwerk gewinnen. Anläßlich der ISH 99 wird der ZVSHK daher die Solarkampagne 2000 offiziell starten. Wir versprechen uns über den unmittelbaren Effekt für das Gebiet der solarthermischen Anlagen auch einen Impuls für die heizungs- und haustechnische Modernisierung insgesamt.

Thema der ISH wird natürlich nicht nur Solar sein, sondern das Jahresereignis 1999 wird für die gesamte Branche auch unter der neuen Regierung hoffentlich ein Signal zur Belebung und zum Aufschwung sein.

Dieser Aufschwung kann auch in Zukunft nur im Bündnis aller Vertriebspartner erfolgreich erfolgen. Die vielfältigen Bemühungen des ZVSHK und der Verbandsorganisation zur Stärkung dieses Vertriebsweges verdienen deshalb Unterstützung. Ich fordere darüber hinaus alle Kolleginnen und Kollegen zur Mitarbeit in der Verbandsorganisation auf allen Ebenen auf. Ich glaube, das Leistungsspektrum der Verbandsorganisation ist es wert, genutzt zu werden, denn es schafft einen für alle erkennbaren Mehrwert im täglichen Geschäft.

In diesem Bewußtsein wird es uns auch gelingen, nicht nur die Gefahren des zukünftigen Jahres zu bewältigen, sondern vor allem auch die Chancen zu nutzen.

Ihr

Heinz-Dieter Heidemann
Präsident des ZVSHK


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