IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 21/1998, Seite 50


KLEMPNERTECHNIK


Besondere Konstruktionsanforderungen

Metallische Gebäudehülle im Hochgebirge

Unter den besonders erschwerten Bedingungen, denen Bauwerke im Hochgebirge ausgesetzt sind, zeigen in Titanzink ausgeführte Gebäudehüllen, was in ihnen steckt.

Fachmännisch ausgeführt widerstehen sie heftigen Stürmen ebenso wie strengen Wintertemperaturen und den häufig extremen Niederschlägen dieser Regionen. Auch Sommerhitze und erhöhte UV-Einstrahlung können ihnen nichts anhaben.

Diese Erkenntnisse haben sich bei vielen Planern, die Bauten im Gebirge langfristig vor schädigenden Witterungseinflüssen schützen wollen, durchgesetzt. Von Wetter- oder Seilbahnstationen, Wanderheimen, Schutzhütten, Observatorien, Antennen- und Sendestationen bis zu Wintersportanlagen und Hotels: Mit diesem Metall geschützte und gestaltete Objekte bieten den ungünstigen Standortbedingungen wirkungsvoll Paroli.

Die Verarbeitungstechniken für Metallbedachungen und Außenwandbekleidungen im Gebirge sind weitgehend identisch mit denen im Flachland. Allerdings müssen den besonderen Gegebenheiten des Standorts, zum Beispiel erhöhter Windangriff (Befestigung, Haftenanzahl/m2), extreme Temperaturwechsel (Kontraktion/Expansion) und Schneelast (Unterkonstruktion/Gefälle) Rechnung getragen werden.

 

Die Alphütte "Cabane de Velan" bei Bourg-St. Pierre liegt auf ca. 2500 m Höhe, in den westlichen Walliser Alpen. Das von Architekt Michel Troillet, Orsieres, errichtete Gebäude für den Schweizerischen Alpenclub (SAC) erhielt eine Bedachung in Doppelstehfalztechnik. Seine Außenwände wurden mit "eingehängten" Tafeln - ähnlich einer Spiegeldeckung - bekleidet. Werkstoff: Rheinzink walzblank; handwerkliche Ausführung durch die Spenglerei J.-Ch. et Ph. Graf SA, Lausanne. (Foto: Rheinzink)