IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 21/1998, Seite 22 a


VERBÄNDE AKTUELL 


Schleswig-Holstein


SHK-Handwerk auf der Baufachmesse NordBau '98

Vom 17. bis 22. September fand die nunmehr 43. internationale Baufachmesse auf dem Messegelände Holstenhallen in Neumünster statt. Rund 800 Firmen aus 11 Ländern präsentierten sich auf dem insgesamt 42 000 m2 großen Gelände den über 70 000 Besuchern.

Landesfachgruppenleiter Hans-Günter Fahrenkrug (2.v.r.) beim Beratungsgespräch.

Fast schon traditionell war auch das Ofen- und Luftheizungsbauer-Handwerk Schleswig-Holstein wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Neben den klassischen Kachelöfen und Kaminen konnten sich die zahlreichen Verbraucher in diesem Jahr auch über mögliche Kombinationen mit der Warmwasserbereitung informieren.

Die NordBau wird jährlich von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Verbände und Institutionen nutzen die Fachmesse, um über wirtschaftliche und technische Themen zu informieren, so auch der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Schleswig-Holstein.

Der Technische Referent des Fachverbandes, Dipl.-Ing. Karl-Heinz Reichelt, referierte im Rahmen des "Impulsprogramms" des Landes Schleswig-Holstein - einer Initiative der Landesregierung - zum Thema "Möglichkeiten der wärmetechnischen Gebäudesanierung im Bereich Heizung".


Hugo Schütt 60 Jahre und Jubiläum

Am 25. September konnte Dipl.-Volkswirt Hugo Schütt an seinem 60. Geburtstag zugleich auf eine 25jährige Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer des Metallgewerbeverbandes und des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima in Schleswig-Holstein zurückblicken.

Rund 160 geladene Gäste, darunter insbesondere viele seiner Wegbegleiter aus dem Handwerk, aus Nah und Fern, feierten diesen Tag zusammen mit Hugo Schütt im "Drathenhof" des Freilichtmuseums in Molfsee bei Kiel.

Neben Grußworten der amtierenden Landesinnungsmeister beider Verbände, Jörn Affeldt und Albert Vogler, überbrachten auch der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Metall Thomas Fleischmann aus Essen - zugleich für die zahlreich anwesenden HGF-Kollegen aus den Ländern beider Verbände sowie ZVSHK-HGF sowie aus Bonn der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Fachverbände des Deutschen Handwerks Michael von Bock und Polach - Hans-Jürgen Aberle dem Jubilar ihre herzlichen Glückwünsche.

v.l.n.r.: LIM Albert Vogler (FSHK S.-H.), HGF Hugo Schütt, Peer Steinbrück (Wirtschaftsminister S.-H.), LIM Jörn Affeldt (Metallgewerbeverband S.-H.), Nikolaus Lang (Präsident HwK Lübeck) und RA Hans-Jürgen Aberle (GF BFH).

Das Ansehen, das Hugo Schütt parteiübergreifend in der schleswig-holsteinischen Politik genießt, unterstrich Wirtschaftsminister Peer Steinbrück mit seinem persönlichen Erscheinen. In seinem Festreferat zum Thema "Verbände und Politik" zeigte er Parallelitäten zwischen Verbandsarbeit und Politik auf und wies auf Probleme bei Nachwuchs und Mitgliederzahlen hin, mit denen sowohl die politischen Parteien als auch zahlreiche Verbände zu kämpfen hätten.

Als Mann, der den Werdegang von Hugo Schütt vor 25 Jahren aktiv begleitet hat, erzählte Nikolaus Lang, langjähriges Vorstandsmitglied des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima Schleswig-Holstein und amtierender Präsident der Handwerkskammer Lübeck, aus seinen Erinnerungen, wie vor 25 Jahren alles einmal begann.

Seit Übernahme der Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer o.g. Verbände haben sich im Laufe der Jahre weitere Verbände und Einrichtungen der Gemeinschafts-Geschäftsstelle unter seiner Leitung angeschlossen, so 1976 das Landmaschinenmechaniker-Handwerk und 1991 der Metallgewerbeverband Mecklenburg-Vorpommern. Des weiteren wurde 1974 mit dem Aufbau einer landesweiten Berufsbildungsstätte mit Landesberufsschule und überbetrieblichen Ausbildungswerkstätten für den Heizungsbau und die Klimatechnik in Garding (Nordfriesland) begonnen, die heute sehr erfolgreich arbeitet.

Ehrenamtlich setzt sich Hugo Schütt darüber hinaus in zahlreichen Gremien und Verbänden für das Handwerk ein, so z. B. seit 1969 als ehrenamtlicher Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Handwerk Schleswig-Holstein e.V. - der Spitzenvertretung des Handwerks im nördlichsten Bundesland -, als alternierender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Landesarbeitsamtes Nord, des Berufsbildungsausschusses des Landes Schleswig-Holstein sowie des Vorstandes der LVA Schleswig-Holstein.

Die zahlreichen Gäste wünschten dem agilen Jubilar noch viele weitere Jahre der vertrauensvollen Zusammenarbeit und vor allem weiterhin Gesundheit.


Pilot-Lehrgang Heizungstechnik

Arbeiten an Fernwärme-Anlagen nur mit Sachkunde-Nachweis

Nach Zusammenlegung der beiden "großen" SHK-Berufe im Rahmen der Novellierung der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) dürfen grundsätzlich auch Absolventen der Meisterprüfung im ehem. Gas- und Wasserinstallateur-Handwerk unter dem neuen Ausübungsberuf "Installateur und Heizungsbauer" Arbeiten an Zentralheizungen ausführen.

Einschränkungen gibt es lediglich bei einigen Fernwärmeversorgern, die ähnlich wie die Gas- und Wasserversorgungsunternehmen sog. "Installateur-Verzeichnisse" führen und bisher die Meisterprüfung im Zentralheizungs- und Lüftungsbauer-Handwerk oder eine Eintragung nach 7 a HwO als Voraussetzung gefordert hatten.

Die Teilnehmer des Pilot-Lehrgangs "Heizungstechnik für fernwärmeversorgte Anlagen" während einer Pause. Mit dabei der Technische Referent des Fachverbandes Dipl.-Ing. Karl-Heinz Reichelt (2. Reihe, 1. v. links).

Das Berufsförderungswerk Handwerk NORD (BFH) hat nunmehr in Abstimmung mit den Stadtwerken Neumünster, der örtlichen Innung und dem Fachverband Sanitär-Heizung-Klima S.-H. einen ca. 80 Unterrichtsstunden umfassenden Lehrgang für die ehem. Gas- und Wasserinstallateur-Betriebe, die künftig auch an fernwärmeversorgten Heizungsanlagen tätig sein wollen, durchgeführt.

Themen des Lehrgangs waren: Allgemeine Grundlagen, Wärmebedarfsberechnung, Heizflächenauslegung, Rohrnetzberechnung sowie Sicherheitstechnik.

Seitens der Stadtwerke Neumünster wurde der gesamte Bereich der Fernwärmeversorgung vermittelt. Insbesondere die Versorgung mit Dampf und Heißwasser, Aufbau der Stationen, Zähleranordnung und Trinkwassererwärmung. Aber auch Themen wie Wärmedirektservice und Bearbeitungsablauf beinhaltete der Lehrgang.

Allgemein positiv äußerten sich die Teilnehmer nach Abschluß des Lehrganges: "Wir haben viel Neues gelernt und haben eine gänzlich andere Einstellung zu den Anforderungen im Zentralheizungsbau."

Aber auch Nachdenkliches war zu hören: Der Umfang des Lernstoffes allein bei diesem Lehrgang mache deutlich, welche Probleme es bei der Gestaltung des neuen Meisterprüfungsberufsbildes geben werde.


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