IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 8/1998, Seite 130


REPORT


Zweistelliges Wachstum

Märkte in USA und Südostasien besonders expansiv

Mit einem zweistelligen Wachstum auf 489 Millionen Mark (1996: 438 Millionen Mark) rangiert Hansgrohe über dem Durchschnitt seiner Branche. Die Ursachen des Wachstums liegen vor allem im internationalen Geschäft und in der guten Entwicklung des Markenbereiches Pharo.

Mit der Geschäftsentwicklung zufrieden und voller Optimismus für 1998 (v.l.n.r): Dr. Henning Storek (Pressesprecher), Otto Schinle (Geschäftsführer), Dr. Nicolaus Matten (Pharo Markenchef) und Dr. Claus-Peter Fritz (Vertriebsleiter Deutschland).

Mit ca. 2% konnte der Absatz in Deutschland dem übrigen Wachstum nicht folgen. Der Auslandsanteil stieg auf 48 Prozent. Die Umsatzsteigerung wurde trotz der Krise im geschäftsbestimmenden Wohnungsbau in vielen europäischen Ländern erreicht. Die Mitarbeiterzahl weltweit wuchs von 1710 Ende 1996 auf 1900.

Besonders erfolgreich war Hansgrohe mit seinen drei Programmarken Axor, Hansgrohe und Pharo in Großbritannien, Spanien, in den Niederlanden und in der Schweiz. Die jungen Tochtergesellschaften in Polen und Tschechien haben ihre Umsätze jeweils verdoppelt und konnten sich auf ihren Märkten gut etablieren.

Den geschäftlichen Durchbruch erreichte Hansgrohe in den USA. Der im Frühjahr 1997 mit der Delta Faucet Company (Indianapolis) unterzeichnete 20 Millionen-Dollar-Auftrag über die Lieferung eines kompletten Brausenprogramms öffnete dem Schwarzwälder Badausstatter neue Vertriebswege auf dem amerikanischen Markt. Investitionen in das Hansgrohe-Werk in Atlanta (US Bundesstaat Georgia) und die Aufstockung der Mitarbeiterzahl sichern das Wachstum in den USA ab.

Überdurchschnittliche Zuwächse meldet Hansgrohe zudem in Südostasien und im Mittleren Osten. Entwicklungsprognosen seien allerdings derzeit unmöglich.

Sorgen bereitet der negative Trend in der Ertragsentwicklung, verursacht durch einen verschärften Wettbewerb in Deutschland und die schleppende Baukonjunktur. Maßnahmen zur Kostendämmung stehen deshalb an. Bereits in 1997 habe man die Arbeitsabläufe optimiert und aufgrund betrieblicher Vorschläge über 1. Mio. DM eingespart. Außerdem sei die Arbeitszeit um 1,5 h erhöht worden.

Geschäftsführer Otto Schinle betonte in einem Pressegespräch die Wichtigkeit des deutschen Marktes für Hansgrohe trotz der guten Umsatzergebnisse 1997 im Ausland. "Wir haben erhebliche Anstrengungen unternommen, den professionellen Vertriebsweg zu stärken:

1998 wird sich Hansgrohe auf dem deutschen Kernmarkt ähnlich stark engagieren, strebt aber auch einen Umsatzanteil von 50 Prozent im Ausland an. Der Innovationsführer der Branche will 1998 über 50 Millionen Mark in Entwicklung, Produktion und Vertrieb investieren; als Umsatzziel nennt er "deutlich mehr als 500 Millionen Mark".