IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 5/1998, Seite 28 ff.


INTERVIEW


Das 21. Jahrhundert - Fluch oder Segen für die SHK-Branche

ZVSHK-Präsident
Heinz-Dieter Heidemann

Durchwachsen: so kann man nicht nur die Wetter-, sondern auch die Konjunkturberichte kurz vor der Jahrtausendwende bezeichnen. Sorgt beim Wetter "El Nino" für angeregte Diskussionen, so ist es im Handwerk die Globalisierung. Über die endgültigen Ergebnisse dieser Einflüsse herrscht in beiden Fällen Unklarheit. Sicher ist nur: das geplante Länderbündnis Europa hat ebensoviel Einfluß auf die deutsche SHK-Branche wie die mittelamerikanische Klimabesonderheit auf das Wetter rund um den Erdball. Wohin die Reise für SHK-Handwerksbetriebe geht, darüber sprach ZVSHK-Präsident Heinz-Dieter Heidemann mit der IKZ-HAUSTECHNIK-Redaktion.

IKZ-HAUSTECHNIK: 1997 war ein Jahr voller Branchen-Aktivitäten, konnte das Handwerk daraus Nutzen ziehen?

Heidemann: Rückblickend muß das Jahr 1997 als "durchwachsen" bezeichnet werden. Auf allen Gebieten unserer verbandlichen Tätigkeit ebenso wie im Alltag unserer Mitgliedsbetriebe gab es Erfolge und Rückschläge in einer Dichte wie selten zuvor. Festzuhalten ist: Die ohnehin zaghaft gehegten Hoffnungen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland haben sich ebensowenig erfüllt wie die von Politikern immer wieder vollmundig genährten Erwartungen an eine grundlegende Wende in der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Leicht erhellt wird das Konjunkturbild allein durch den Altbausektor. Dort brachte vor allem die Modernisierungsbereitschaft im Sanitär- und im Heizungsbereich unseren Unternehmern Aufträge. Das abgelaufene Jahr war das zweite in Folge mit einem leichten Minus und auch die Aussichten für die vor uns liegenden Monate sind überaus gedämpft.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wo sehen Sie die Hauptproblematik für diese wenig erfreulichen Aussichten der SHK-Unternehmen?

Heidemann: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Betriebe sind weiterhin alles andere als rosig, die See, auf der die "SHK-Flotte" unterwegs ist, bleibt rauh. Die Auftragsreichweite beträgt nur wenige Wochen; handwerksfremde Konkurrenz aus dem In- und Ausland drängt weiter mit Dumpingpreisen auf unseren Markt und heizt damit den Trend an, die Ertragslage der SHK-Unternehmen zu verschlechtern; dies zehrt an der ohnehin knappen Eigenkapitaldecke der Betriebe.

IKZ-HAUSTECHNIK: Trotz dieser wenig erfreulichen betriebswirtschaftlichen Signale sollte nicht Zuversicht das unternehmerische Handeln bestimmen?

Heidemann: Unsere Branche agiert in ihren angestammten Geschäftsfeldern, ist aber auch auf bislang noch weniger "beackerten" Feldern auf einem sehr zukunftsträchtigen Markt aktiv, auf dem das Engagement sich auch betriebswirtschaftlich lohnt. Die Anpassung an gewandelte Bedingungen - etwa dem Wechsel vom Verkäufer- zum Käufermarkt - ist dafür indes Grundvoraussetzung, aber zugleich große Chance. Gerade hier hat es in den vergangenen Monaten Entwicklungen in vielen unserer Mitgliedsbetriebe, in Innungen und in den Fachverbänden gegeben, die zu Optimismus allen Anlaß geben. Vordringlich zu nennen ist in diesem Zusammenhang, daß die Marketingaktivitäten spürbar angezogen haben.

IKZ-HAUSTECHNIK: Was meinen Sie mit Marketingaktivitäten?

Heidemann: In zahlreichen Innungen, beispielsweise in NRW, ist das Konzept "badwelt"-Idee angenommen worden. In absehbarer Zeit wird es also viele "Badwelten" oder ähnliche Gemeinschaftsunternehmen geben, mit denen die beteiligten SHK-Handwerker branchenfremden Konkurrenten, ob Baumärkten oder Küchen- und Möbelhäusern, Paroli bieten - mit einem großen Sortiment, hoher Qualität, günstigen Preisen, mit kompetentem Service und umfassender Gewährleistung. Gerade solche Konzepte sind ein gutes Beispiel für gezielte Kundenorientierung, wenn man das tut, was speziell im Sanitärsektor für den Geschäftserfolg notwendig ist: aktive und gezielte Bedarfsweckung bei den Kunden, verbunden mit einem Marketing, das die so ausgelösten Investitionswünsche auch tatsächlich ins Handwerk - und nicht zum Beispiel in den Baumarkt - lenkt.

IKZ-HAUSTECHNIK: Kommen wir beim Rückblick auf 1997 zur "großen Handwerks-Politik". Wie ist dort Ihre Sichtweise?

Heidemann: Sie wird uns im Zuge der Novellierung der Anlagen A und B der Handwerksordnung eine grundlegende Änderung in unseren Gewerken bringen - die Zusammenlegung der Berufe des Gas- und Wasserinstallateurs mit dem des Zentralheizungs- und Lüftungsbauers. Abseits dieser Frage ist auf der politischen Ebene im Grund nichts zuversichtlich Stimmendes zu erkennen. Der Stillstand dürfte zum Schaden des Wirtschaftsstandortes Deutschland bis zur Bundestagswahl anhalten. Die sich quälend hinziehenden Streitereien um eine Steuerreform gaben ein negatives Musterbeispiel dafür ab. Sie bewiesen, daß der namentlich von Bundespräsident Herzog immer wieder geforderte Ruck noch lange nicht durch das Land gegangen ist.

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind alles andere als rosig, die SHK-Flotte
bewegt sich in rauher See."

IKZ-HAUSTECHNIK: Nicht nur die Währungsumstellung zwingt zum Nachdenken. Auch die europäische Gesetzgebung zeigt erste Auswirkungen. Hat das derzeitig in Deutschland praktizierte Ausbildungssystem noch eine Zukunft?

Heidemann: Das deutsche Ausbildungssystem findet weltweite Anerkennung und bildet eine gute Basis für die Fortentwicklung auch unter europäischen Gesichtspunkten. Einige Länder wären froh, wenn sie unser duales System anwenden könnten, denn man darf nicht vergessen, daß sich dieses System seit Jahrzehnten erfolgreich bewährt hat.

IKZ-HAUSTECHNIK: Die neuerliche Novellierung der Anlage A zur Handwerksordnung (HwO) befindet sich im Endstadium. Aus Gas- und Wasserinstallateuren sowie Zentralheizungs- und Lüftungsbauern soll ein Beruf werden. Arbeitet man bereits am Berufsbild?

Heidemann: Herr des Verfahrens ist der Bundeswirtschaftsminister, der den ZVSHK als Sachverständigen unter Federführung des ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks) auffordern wird. Selbstverständlich beschäftigt sich der zuständige Fachausschuß - der Ausschuß für Berufsbildung - mit diesem Thema permanent, unter Einbeziehung der Expertenmeinungen der Vertreter der Landesverbände.

IKZ-HAUSTECHNIK: Hat vor diesen Hintergründen der "Große Befähigungsnachweis" noch eine Zukunft?

Heidemann: Ja, entscheidend hierbei ist das Durchsetzungsvermögen und die Lobbyarbeit. Wir müssen die anderen überzeugen. Das kuriose an der Situation ist doch, daß die anderen europäischen Länder in der Mehrzahl an einem ähnlichen System interessiert sind. Aus meiner Sicht ist der Zug noch nicht abgefahren. Wir als Handwerker müssen aktiv sein, auch gegen Kräfte im eigenen Land. Im übrigen sehe ich nicht den politischen Druck.

IKZ-HAUSTECHNIK: Speziell der traditionelle Heizungsbau gerät zunehmend unter Druck. Nicht nur die Novellierung der Anlage A HwO sorgt für Ungemach, auch die Energiesparverordnungen zeigen Wirkung. Wie schätzen Sie die Folgen für SHK-Betriebe ein?

Heidemann: Wandel ist unumgänglich, doch der Heizungsbauer wird weiterhin seine Berechtigung haben. Sicher gibt es Betriebe, die auf die Gewerke Sanitär oder Heizung spezialisiert sind. Der Großteil der Betriebe bietet aber beide Gewerke mit entsprechender Fachkompetenz an. Ich erinnere an die Gasetagenheizungen, die seit über 25 Jahren von beiden Gewerken gebaut werden. Betrachtet man jedoch komplexe Heizungsanlagen für Industrie, Großgewerbe, Krankenhäuser und öffentliche Bauten, so werden diese Anlagen auch in Zukunft durch einen qualifizierten Heizungsbauer, unter welcher Berufsbezeichnung auch immer, erstellt werden.

IKZ-HAUSTECHNIK: Wie kann ein SHK-Unternehmer darauf reagieren?

Heidemann: Eine klare Antwort ist nicht möglich, da jedes Handwerksunternehmen seine Ausrichtung im Markt finden muß, das kann Spezialisierung bedeuten, das kann aber auch im Sinne von: "Alles aus einer Hand", eine Erweiterung seines Angebots bedeuten.

IKZ-HAUSTECHNIK: Neue Marktsegmente zu besetzen wird zum Zwang. Welche Arbeitsgebiete halten Sie für besonders interessant?

Heidemann: Dazu zähle ich vor allem alternative Energien, Altbausanierung und Dienstleistung aus einer Hand. Am Beispiel des Niedrigenergiehauses kommen aber auch Probleme auf uns zu, aufgrund des geringen Energiebedarfs von 60 W/m. Die Argumentation geht ja bereits in die Richtung: Das geht doch auch mit Strom. Wir können da nur auf Komfort abheben z.B. beim Warmwasser und die größere Umweltbelastung durch Strom gegenüber Erdgas und Heizöl anführen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das setzt die Bereitschaft zur Weiterbildung voraus. Dabei sind die Firmeninhaber und -mitarbeiter derzeit eher ausbildungsmüde. Was können die Verbände tun?

"Alles aus einer Hand bedeutet eine Erweiterung des Angebots im Markt."

Heidemann: Eine neue Fortbildungsoffensive muß durch das Land gehen! Alle Verbände kennen das Thema, "Fortbildung ja, aber keine Zeit", sagen die Unternehmer. Man darf da nicht müde werden, immer wieder die Notwendigkeit einer gezielten Fortbildung zu betonen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Der ZVSHK hat seine Strukturreform kürzlich abgeschlossen. Inwieweit können die Betriebe davon profitieren?

Heidemann: Durch die Strukturreform soll erreicht werden, daß eine höhere Effizienz der Gremien möglich ist, eine schnellere Umsetzung erfolgt. Der ZV hat die Interessen der Landesverbände und seiner Mitglieder zu vertreten und dies kann er mit einem Bündel von Maßnahmen. Zum Beispiel technische Regelwerke, Grundsatzarbeit in vielen Bereichen, Gewährleistungsvereinbarungen und nicht zuletzt Lobbyarbeit. Dies sind nur einige der Punkte die von direktem Nutzen für die Unternehmen sind, es muß aber noch deutlicher gemacht werden, wo der Mehrwert für den Handwerker liegt.

IKZ-HAUSTECHNIK: Dann muß aber auch über Kosten in diesem Bereich gesprochen werden, es kann doch nicht zu immer größeren finanziellen Belastungen der Betriebe durch Verbandsorganisationen kommen. Als Beispiel die Zertifizierung, denn immerhin sind Kosten von 10000,- DM und mehr bei einem Durchschnittsbetrieb nicht selten, ist die Zertifizierung überhaupt notwendig?

Heidemann: Im Zuge der Europäisierung konnten sich die Verbände nicht dagegen wehren. Zertifizierung ist aber ein echtes Problem, denn die Meisterprüfung müßte ausreichen. Ergebnisse dieser Zertifizierung habe ich kennengelernt, denn es gingen Aufträge ans Handwerk verloren, die zertifizierten Großkonzernen zugesprochen wurden und dann die Arbeiten durch nicht zertifizierte Sub/Subunternehmen ausgeführt wurden. Hier sind neue Wege erforderlich.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das gemeinsame Europa hat auch Auswirkungen auf den professionellen Vertriebsweg in Deutschland. Hat das System noch Zukunft?

Heidemann: Für das SHK-Handwerk ist der traditionelle Vertriebsweg Industrie/Großhandel/Handwerk die Leitschnur für die tägliche Arbeit. Abweichungen läßt das SHK-Handwerk nicht zu; das wird auch in einem vereinten Europa nicht anders sein.

IKZ-HAUSTECHNIK: Das zu Ende gehende Jahrtausend beschert der SHK-Branche in Deutschland reichlich Stoff zum Nachdenken. So wird ab 1999 aller Voraussicht nach der Euro kommen. Wie bereitet sich ein SHK-Handwerksunternehmer richtig vor?

Heidemann: In der Zeit von Januar 1999 bis zum 31. Dezember 2001 werden wir uns in einer Doppelwährungsphase befinden. Der Euro ist dann neben der D-Mark als Buchgeld vorgesehen. Für die SHK-Unternehmen bedeutet das, daß niemand gezwungen wird den Euro zu verwenden. Es kann also weiterhin mit der D-Mark gearbeitet und fakturiert werden. Wenn private Geschäftspartner sich aber auf die Verwendung des Euro verständigen, so können sie dies selbstverständlich tun. Ich kann mir vorstellen, daß die meisten unserer SHK-Unternehmen mit Kunden und Lieferanten zusammenarbeiten, die bis zum Dezember 2001 in D-Mark rechnen und fakturieren.

IKZ-HAUSTECHNIK: Während der Übergangsphase sind als Zahlungsmittel D-Mark und EURO zulässig. Sehen Sie hier besondere Probleme für SHK-Betriebe?

"Es sollten rechtzeitig Gespräche mit den Softwareanbietern geführt werden."

Heidemann: Ich nehme an, daß Sie als Übergangsphase die Zeit vom 1. Januar 2002 bis zum 30. Juni 2002 bezeichnen. In dieser kurzen Zeit sind als Zahlungsmittel Euro-Banknoten und -Münzen neben DM-Banknoten und -Münzen im Umlauf. Dies bedeutet natürlich für unsere Betriebe, wie auch für alle anderen Teilnehmer an der Währungsunion, eine gewisse Unbequemlichkeit und eine Phase höheren Verwaltungs- und Zeitaufwands. Aber diese relativ kurze Zeitspanne dürfte unsere Betriebe nicht nachhaltig beeinflussen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Einige Unternehmen aus der Großindustrie wollen bereits zum frühestmöglichen Termin ihre Bilanzen auf Euro umstellen. Hat diese Vorgehensweise möglicherweise Auswirkungen auf das SHK-Handwerk?

Heidemann: Große, vor allem international tätige Unternehmen können aus Gründen der Vereinfachung frühzeitig auf den Euro umstellen. Diese Unternehmen könnten dann auch Druck auf ihre Zulieferer ausüben, so daß auch SHK-Betriebe, die für solche international tätigen Unternehmen arbeiten, ebenfalls Angebote und Rechnungen in Euro zu erstellen hätten. In einem solchen Fall sollte ein SHK-Betrieb darauf achten, daß seine EDV-Software zwei Währungen durchgehend mitführen kann. Dadurch wird er in die Lage versetzt in beiden Währungen kalkulieren, anbieten und einkaufen zu können. Mein Rat: Schon jetzt sollte mit dem Softwareanbieter diese Umstellung besprochen werden, so daß zum 1. Januar 1999 eine parallele Berechnung/Kalkulation möglich und gewährleistet ist.

IKZ-HAUSTECHNIK: Kleinere Unternehmen können leicht in die Zwickmühle geraten, denn der Fiskus plant die Umstellung auf Euro erst zum letztmöglichen Termin.

Heidemann: Hier sollten rechtzeitig Gespräche mit dem Softwareanbieter geführt werden, die sicherstellen, daß eine Berechnung von Euro und D-Mark in der EDV möglich ist. Dann gibt es auch keine Schwierigkeiten in der Abrechnung mit dem Fiskus oder anderer Marktteilnehmer, die den letztmöglichen Termin der Umstellung wählen.

IKZ-HAUSTECHNIK: Abschließend möchten wir Sie bitten einen Ausblick zu wagen. Wie glauben Sie sieht die SHK-Landschaft im Jahre 2005 aus?

Heidemann: Fest steht, daß die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Handwerksbetriebe in den nächsten Jahren immer schwieriger werden. Wir müssen als Verbände den Betrieben die Zuversicht vermitteln, um mit den Schwierigkeiten fertig zu werden. Die Betriebe müssen wissen, wie der Verband dem Einzelbetrieb helfen kann. Die Verbände müssen immer für sie da sein! Ständig neue Anforderungen im Bereich des Umweltschutzes, wachsende Ansprüche der Kunden an die Qualität handwerklicher Leistungen, neue Technologien, eine Vielzahl von Gesetzen, Vorschriften und Normen, völlig neue Möglichkeiten der Kommunikationstechnik; all das stellt die Betriebsinhaber vor äußerst komplexe Aufgaben. Der Beratungs- und Informationsbedarf wächst und die Verbände müssen alles daran setzen, das Vertrauen ihrer Mitglieder mit einem aktuellen, umfassenden Service-Angebot zu rechtfertigen.

Als Arbeitgeberverbände stehen wir auch an der Front, wenn es darum geht, einen vernünftigen tarif-, wirtschafts- und sozialpolitischen Rahmen für unsere Betriebe abzustecken. Das ist nicht einfach in einer Zeit, in der die Wachstums- und Verteilungsspielräume äußerst begrenzt sind. Intensive Gespräche mit Ministerien, den Partnern in Industrie und Handel, den Gewerkschaften und den Vertretern der Medien sind erforderlich, um die Positionen des SHK-Handwerks zu verdeutlichen und Verständnis für unsere Argumente zu wecken.

Da muß man gelegentlich auch mal die Klingen kreuzen, wenn die Verbände zum Angriff übergehen.


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