125 Jahre IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 23/1997, Seite 20 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Schleswig-Holstein


Unternehmerfrauen im Handwerk

Bundesverbandstagung auf MS "Prinzesse Ragnhild"

Wie man Freizeit und Arbeit sinnvoll ohne Streß miteinander verbinden kann, das haben die Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) auf ihrer durchgeführten Bundesverbandstagung bewiesen.

Ausrichter des dreitägigen Bundesverbandstages der UFH war in diesem Jahr der Landesverband Schleswig-Holstein mit der Landesvorsitzenden Regina Kessler, Nortorf.

350 Delegierte nahmen an der Bundesverbandstagung teil. Von Kiel aus ging die Fahrt auf der MS "Prinzesse Ragnhild", die als Tagungslokal und schwimmendes Hotel gebucht war, nach Oslo und zurück. Während dieser Fahrt war ein arbeitsreiches Herbst-Wochenende zu bewältigen. Die Tagungen liefen parallel in mehreren Kongreßräumen des Schiffes und innerhalb der Räume sorgten Video-Übertragungen und Lautsprecher für die gegenseitige Kommunikation während der Veranstaltungen.

Im Kongreßsaal auf dem Schiff wurde die Tagung von der Bundesvorsitzenden Helga Hirth, Karlsruhe, eröffnet. Grußworte überbrachten Dr. Helga Schmid, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Udo Hansen, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Flensburg, Uwe Grandt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schleswig sowie Regina Kessler, Landesvorsitzende UFH Schleswig-Holstein. Den Festvortrag hielt Professor Dr. Walter, Chefvolkswirt Deutsche Bank Gruppe, über "Handwerk inWandel". Professor Walter gab einen Überblick der weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Abhängigkeiten der Länder untereinander. Er zeigte Zukunftsprognosen für das Handwerk auf, in denen Dienstleistungen aus einer Hand notwendig sind.

Neben Unterhaltungs- und Freizeitveranstaltungen wie musikalische Shows am Abend und eine Stadtrundfahrt in Oslo gehörten auch Konferenzthemen wie Weiterbildungsmaßnahmen der Unternehmerfrauen, Erfahrungsaustausch-Diskussionen sowie handwerkspolitische Themen zum Programm. Verschiedene Arbeitskreise berichteten über Modellprojekte zur Zusammenarbeit zwischenHandwerk und anderen Wirtschaftsbereichen. Erörtert wurden auch Möglichkeiten, sich mit Meisterfrauen aktiv an handwerkspolitischen Themen in den vielzähligen Organisationen des Handwerks zu beteiligen.

Die Organisatorin Regina Kessler hatte mit aktiver Unterstützung der schleswig-holsteinischen Unternehmerfrauen für alle Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet, welches für die angereisten Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet zu einem besonderen Erlebnis wurde. Die Tagungsergebnisse mit Erfahrungsaustausch, Zielen, Perspektiven und Strategien für die Zukunft wird die Arbeit in den bundesweiten Arbeitskreisen noch anhaltend beschäftigen.

 


Marktpartnerschaft

Regionale Marktpartnerschaft zwischen SHK-Handwerk und Ölhandel

Zum ersten regionalen Gesprächs- und Erfahrungsaustauschkreis zwischen Ölhandel und SHK-Handwerk in Schleswig-Holstein konnte Frank E. Korsmeier für die Ölhändler-Werbegemeinschaft K.E.R.N. (Kernregion Kiel, Eckernförde, Rendsburg, Neumünster) rund zwanzig Heizungsbaubetriebe bzw. Berufskollegen begrüßen.

Er bedankte sich bei dem Mitorganisator dieser ersten Veranstaltung, dem stv. GF Reinhard Richter, vom Fachverband SHK Schleswig-Holstein und Manfred Schulz, Leiter der Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit des IWO in Hamburg, der auch das Einstiegsreferat hielt.

Frank E. Korsmeier, Sprecher der Ölhändler-Werbegemeinschaft K.E.R.N.

Korsmeier führte aus, daß der Ölhandel erkannt habe, daß die weitere Entwicklung und Sicherung des Marktanteils des Energieträgers Öl aktiv begleitet werden müsse. Der ehemals zersplitterte Ölhandel habe sich neu formiert und wolle gemeinsam mit dem Heizungsbauer-Handwerk den gemeinsamen Kunden ein erweitertes Dienstleistungsangebot anbieten und monopolistischen Entwicklungen wie in Hannover und Bremen entgegenwirken.

Richter begrüßte im Namen des Fachverbandes SHK Schleswig-Holstein ausdrücklich das Angebot der Mineralölseite, gemeinsam den "Ölmarkt" zu bearbeiten. Bereits im ersten Gespräch auf Vorstandsebene konnten viele gemeinsame Interessen festgestellt und gleichzeitig gemeinsam getragene Verbesserungsvorschläge gegenüber der Mineralölindustrie erarbeitet werden. Stichworte seien eine bessere Winterqualität des Heizöls, eine neue ,Duftnote".

Interessierte SHK-Handwerker.

In seinem Vortrag stellte Manfred Schulz die Entwicklung des gesamten Energiemarktes und insbesondere des Ölmarktes dar. Es sei ein wesentlicher Wandel im Kundenverhalten festzustellen, immer mehr werde die Dienstleistung aus einer Hand gefragt. Daher gelte es, die Arbeitsteilung zwischen Ölhandel und Handwerk fortzuentwickeln zu einer Kooperation vor Ort.

In der anschließenden Diskussion konnten viele gemeinsame Ansatzpunkte festgestellt werden. Die Vertreter des SHK-Handwerks machten deutlich, daß die Auftaktwerbung in Form einer mehrseitigen Farbbeilage in allen regionalen Tageszeitungen Ende April einen hohen Aufmerksamkeitseffekt erzielt habe. Es sei wichtig, daß die Kunden erkennen würden, daß die Ölheizung weiterhin eine moderne, zukunftsorientierte, sichere und preisgünstige Alternative ist.

Frank E. Korsmeier schloß die Veranstaltung mit dem Wunsch, daß in zahlreichen weiteren regionalen Gesprächskreisen zwischen Innungen und Ölhändler Werbegemeinschaften vor Ort entstehen und aktiv gemeinsam den Markt bearbeiten werden.