125 Jahre IKZ-HAUSTECHNIK, Ausgabe 18/1997, Seite 14 ff.


VERBÄNDE AKTUELL 


Zentralverband


Kurz und bündig


Patentschutz

Registereintrag für WMK-Logo

Seit dem 16. Mai dieses Jahres ist das Logo der Wirtschaftsgemeinschaft Metalldächer und -fassaden in Klempnertechnik e.V., St. Augustin, unter der Nummer 39620798 als Kollektivmarke durch Eintrag beim Deutschen Patentamt, München, geschützt.

Die Schutzdauer der Marke beträgt zunächst zehn Jahre und kann anschließend um jeweils weitere zehn Jahre verlängert werden. Berechtigt zur Führung der Marke sind alle der WMK angehörenden Mitglieder. Die Berechtigung des ZVSHK schließt die Berechtigung zur Führung durch seine unmittelbar (Landesinnungsverbände) oder mittelbar (Innungen und deren Mitgliedsbetriebe) angehörenden Mitglieder - unter Beachtung der Zeichensatzung - ein. Die Nutzungsberechtigten sind verpflichtet, die Marke nur in der angemeldeten beziehungsweise eingetragenen Form zu verwenden.

Gewährleistung:

Keine Einschränkung bei Mannesmann

Die geltende Gewährleistungsvereinbarung zwischen dem ZVSHK und der Mannesmann Pressfitting GmbH vom 1. 10. 1987 enthält in 4 des Vertrages eine Klausel die lautet:

"Weitergehende Ansprüche, gleich welcher Art und welchen Rechtsgrundes, insbesondere Schadensersatzansprüche irgendwelcher Art sind der Mannesmann Pressfitting gegenüber ausgeschlossen."

Der Zentralverband weist darauf hin, daß diese Klausel zwar 1985/1986 ihre Berechtigung gehabt haben mag, diese jedoch nicht der heute bestehenden Rechtslage entspricht. Aus diesem Grund hat die Firma Mannesmann Pressfitting GmbH gegenüber dem ZVSHK auch erklärt:

"... bestätigen wir Ihnen gerne, daß sich die Mannesmann Pressfitting GmbH auch in Zukunft weder gegenüber dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima, noch gegenüber den Installateuren, auf die Haftungsbeschränkung gemäß 4 der Vereinbarung mit dem ZVSHK vom 1. 10. 1987 berufen wird. Zur Klarstellung weisen wir jedoch darauf hin, daß uns Fälle der vorgenannten Art bislang nicht bekannt geworden sind."

Das SHK-Mitglied hat also neben seinen gesetzlichen und möglicherweise vertraglichen Ansprüchen auch (zusätzlich) den Anspruch aus der Gewährleistungsvereinbarung gegenüber Mannesmann Pressfitting GmbH.

VOB-Recht

Nachverhandlungen sind verboten

Bei Ausschreibungen nach der VOB ist eine Preisnachverhandlung für Hauptangebote grundsätzlich unzulässig. Lediglich bei Nebenangeboten und Angeboten aufgrund eines Leistungsprogramms kommen Ausnahmen in begrenztem Umfang, zum Beispiel bei unumgänglichen technischen Änderungen geringen Umfangs und sich daraus ergebenden Preisänderungen, in Betracht. ( 24 Nr. 3 VOB/A). Hierbei ist die nachträgliche Bildung einer Pauschale möglich und geboten, wenn der Bieter die Mengen ermittelt hat und die Pauschalierung mit 5 Nr.1b VOB/A vereinbar ist (vgl. 9 Nr. 12a VOB/A). Reine Preisverhandlungen, das heißt, Nachverhandlungen ausschließlich über die Höhe des Preises, sind ausnahmslos verboten.

Seminar

Qualitätsmanagement für das SHK-Handwerk

Dem Wettbewerb immer eine Nasenlänge voraus sein, vor allem was die Qualität der erbrachten Leistung angeht, das ist ein Erfolgsrezept auch im SHK-Handwerk. Für interessierte Betriebsinhaber veranstaltet die SHK-ZERT des ZVSHK deshalb wieder ein zweitägiges Vorbereitungs- und Informationsseminar zum Thema Qualitätsmanagement nach DIN EN 9000. Branchenerfahrene Referenten berichten über folgende Themen:

Ergänzend dazu werden praktische Beispiele von SHK-Unternehmen vorgestellt und diskutiert.

Das Seminar wendet sich an Geschäftsführer und Entscheidungsträger von SHK-Handwerksunternehmen. Termin ist der 13. und 14. November 1997, Veranstaltungsort ist St. Augustin. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 beschränkt, die Kosten des Seminars, einschließlich der Seminarunterlagen, der Übernachtung und der Verpflegung betragen pro Person 820,- DM zuzüglich MwSt.

Gasinstallation

Technische Regeln neu kommentiert

Mit der Neuerscheinung der aktualisierten DVGW-TRGI 96, Ausgabe 1996, wurde auch die Überarbeitung des entsprechenden Kommentars zu den "Technischen Regeln für Gasinstallationen" erforderlich. Die Fachvereinigungen DELIWA und DVGW legten nun diese Unterlage vor, die vom ZVSHK allen Praktikern des Faches als grundlegende Arbeitsunterlage empfohlen wird. Bestell- und Versandanschrift ist die DELIWA, Am Listholze 78, 30177 Hannover.


Spezialisten für alle Fälle

SHK-Kundendiensttechniker

Neue Technologien, die zunehmende Verwendung elektronischer Bauteile und verschärfte Umweltschutzauflagen, dazu gestiegene Komfortwünsche der Kunden, stellen auch die Handwerksberufe vor neue Anforderungen. Die Antwort der SHK-Handwerke darauf ist der SHK-Kundendiensttechniker.

Zunächst mit Skepsis beobachtet, hat sich diese Weiterqualifikation in kürzester Zeit zum Geheimtip im Wettbewerb um den Kunden entwickelt. Hintergrund war die genannte Schwerpunktverschiebung handwerklicher Berufsausübung und damit der Qualifikationsanforderungen. Von der rein handwerklichen Einzelfertigung bis hin zu Kontrolle, Wartung und Instandhaltung komplexer Anlagen reichen heute die Anforderungen an das SHK-Handwerk.

Pilotlehrgang in Berlin: Angehende Kundendiensttechniker bei der praktischen Ausbildung.

Mehr als nur "Know-how"

Aber auch perfektes technisches "Know-how" reicht heute zur Betriebsführung nicht mehr aus, Kundenorientierung, Information und Kommunikation, das sind die Zauberworte des modernen Dienstleistungszeitalters. Im Klartext heißt das: Die Betriebe brauchen Fachkräfte, die durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen dieser Veränderung der Qualifikationsanforderungen Rechnung tragen. Kontrolle, Wartung und Instandhaltung komplexer Anlagen erfordern analytisches Denken als Schlüsselqualifikation, um die Fähigkeit zu selbständigen Problemlösungen entwickeln zu können.

Experte bei Konflikten

Dieser Lehrgang vermittelt neben einem umfangreichen Wissen moderner Anlagentechnik zum ersten Mal auch für das selbständige Arbeiten im Kundendienst die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sowie die für diesen Dienstleistungsbereich erforderlichen kommunikativen Fähigkeiten. Da der Kundendienst fast ausschließlich bei Störungen gerufen wird, trifft der Monteur nicht selten Konfliktsituationen an. Um in diesen Situationen angemessen und sicher im Sinne des Betriebes reagieren zu können, ist ein Gesprächstraining für den Umgang mit den Kunden unabdingbar. Nur so kann ein Kundendienstauftrag auch für eine weitere Wartungsakquisition bzw. für Planungs- oder Verkaufsgespräche genutzt werden.

Bei der Auswertung des Lehrgangs: Die Teilnehmer des Berliner Kurses mit Lehrkräften sowie Petra Westpfahl, ZVSHK (vierte v.r.) und der Projektleiterin Juliane Hemfort
(dritte v.l.).

Im Rahmen der "Wartungsinitiative" entwickelte eine Projektgruppe des ZVSHK, in enger Zusammenarbeit mit Unternehmern, Herstellern und Berufsbildungsfachleuten, das Lehrgangskonzept für den "SHK-Kundendiensttechniker".

Standort

Telefon-Nr.

Termin

Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule, Freiburg

0761/2017953

31.10.97

Innung Berlin, Außenstelle Weiterbildung

030/2825108

Frühjahr 98

Heinrich-Meidinger-Schule, Karlsruhe

0721/1334900

1.10.97

Handwerkskammer Braunschweig

0531/23004-95

12. 09. 97

Handwerkskammer Osnabrück-Emsland

0541/69290

26.09.97

Handwerkskammer für München und Oberbayern, Traunstein

0861/989770

Mitte Oktober 97

Erfolgreiche Pilotprojekte

Die Pilotprojekte für den SHK-Kundendiensttechnikerlehrgang in Berlin, Potsdam und Karlsruhe sind abgeschlossen. Besonders erfreulich: Alle Teilnehmer bestanden die abschließende Prüfung. Die feierliche Übergabe der ersten Zertifikate durch den Geschäftsführer des ZVSHK fand am 25. Oktober 1996 im Meistersaal der Innung Berlin statt.

Strahlend nahmen die Teilnehmer der Kurse nach den Anstrengungen der letzten Monate ihre wohlverdienten Urkunden in Empfang. Der Vertreter der Innungen und die für den Kurs Verantwortlichen der Bildungsstätten hoben das überdurchschnittliche Engagement und die beeindruckende Motivation der Lehrgangsteilnehmer hervor, sich nach der täglichen Arbeit neues Wissen anzueignen, um sich in ihren Betrieben kundenorientiert und technisch versiert dem verantwortungsvollen Bereich des Kundendienstes zu widmen.

Die Absolventen des ersten Karlsruher Kundendiensttechniker-Lehrgangs.

Daß auch die Teilnehmer der bisherigen Lehrgänge zufrieden waren, bestätigte der Karlsruher Lehrgangssprecher Steffen Kley. Er dankte den Initiatoren des ZVSHK, daß sie mit diesem Lehrgang eine Aufstiegsmöglichkeit für Gesellen geschaffen hätten, so daß Interessierte die Chance hätten, einen eigenen Verantwortungsbereich im Betrieb zu übernehmen.

Nach einer abschließenden Auswertung der Kurse, in der die Erfahrungen und Anregungen der Lehrkräfte und Teilnehmer einflossen, wurden die Rahmenpläne überarbeitet und Ablaufpläne erstellt.

Neue Standorte für Lehrgänge

Die positive Resonanz der Betriebe, aus denen die frischgebackenen Kundendiensttechniker kommen und die ausführliche Berichterstattung in der Fachpresse haben eine rege Nachfrage nach weiteren Kursen an zusätzlichen Durchführungsorten erzeugt.

Die nächsten Termine/ Standorte:

Die Abteilung Berufsbildung hat in Abstimmung mit den durchführenden Stellen der Lehrgänge für eine zweite Fachrichtung der Kundendienst-Technikerausbildung einen Ergänzungslehrgang von insgesamt fünf Tagen entwickelt. Informationsmaterial und Anmeldeformulare sind beim ZVSHK, Abteilung Berufsbildung, bei den Landesverbänden und den jeweiligen Bildungsträgern erhältlich.


König Kunde ist das Maß!

Kooperationsvertrag unterzeichnet

Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages begann der ZVSHK ein neues Kapitel zur Unterstützung der Mitgliedsbetriebe. "Kundenorientierung im SHK-Handwerk", so nennt sich ein Beratungsprojekt, das vom Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks e.V. mit finanzieller Förderung des Essener Unternehmens Raab Karcher Energieservice GmbH durchgeführt wird.

Viele SHK-Betriebe stehen mit dem Rücken an der Wand: Die schlechte Auftragslage führt zu sinkenden Erträgen, der Preiskampf wird härter und zehrt ebenfalls an der Substanz. Einen Ausweg aus diesem Teufelskreis bietet nur die klare Besinnung auf die eigenen Stärken und die Aktivierung ungenutzter Potentiale. Ohne qualifizierte Hilfe von Experten werden diese jedoch häufig nicht erkannt. Aus diesem Grund hat das Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks das Beratungskonzept "Kundenorientierung im SHK-Handwerk" entwickelt.

Qualität muß definiert werden

Grundlage ist die Erkenntnis, daß ein Handwerksbetrieb von der Befriedigung der Bedürfnisse seiner Kunden lebt. Dies bedingt jedoch eine genaue Analyse der Qualitätserwartung des Verbrauchers. Dabei darf Qualität kein fest definiertes, firmeninternes Maß sein, sondern muß den Anforderungen des Marktes entsprechen. Voraussetzung dafür ist die genaue Feststellung, wie der Kunde selbst Qualität definiert. Hier setzt das Beratungsprogramm ein. Über einen Zeitraum von voraussichtlich zwölf Monaten werden zunächst vier SHK-Betriebe, unter intensiver Betreuung durch das Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks und unterstützt durch Fördermittel der Raab Karcher Energieservice, die Qualität ihrer Dienstleistung und der organisatorischen Abläufe optimieren. Dabei steht vor allem die Frage, wie der Kunde seine Leistung erhält, im Vordergrund.

Nach erfolgter Unterzeichnung der Fördervereinbarung:
ZVSHK-Hgf. Michael von Bock und Polach, Heinz Fricke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raab Karcher Energieservice GmbH, Petra Westpfahl, Referentin Berufsbildung, Jürgen Hock, Raab Karcher Energieservice und Thomas Wienforth, Berufsbildungswerk des SHK-Handwerks e.V., Potsdam.

Grundsätzlich erfolgt der Einstieg über eine Ist-Analyse, die zwei bis vier Beratungstage umfaßt. Sie beinhaltet neben einer betriebswirtschaftlichen Schwachstellenanalyse mit den Schwerpunkten Produktivität und Rentabilität die Analyse der Kundenschnittstelle. Wer sind die Kunden des Betriebes? Was erwarten die Kunden? Wie werden diese Erwartungen ermittelt und umgesetzt? Wie gehen die Mitarbeiter mit den Kunden um? Darüber hinaus werden die betrieblichen Organisationsabläufe untersucht. Das Ziel all dieser Aktivitäten ist eine umfassende Darstellung sämtlicher betrieblicher Prozesse, von der Akquisition bis hin zur Gewährleistung, in einem Ablaufplan. Die bei der betrieblichen Analyse erfaßten Schwachstellen werden im Verlauf des Projektes bearbeitet.

Prozeßorientierte Beratung

Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse erfolgt eine individuelle und prozeßorientierte Beratung. Gemeinsam mit dem Beratungskunden werden nach jedem Analyseschritt die Kernfragen, Etappenziele und die weitere Vorgehensweise zur Beseitigung erkannter Probleme abgestimmt. Auf diese Weise wird eine größtmögliche Flexibilität erreicht und in den einzelnen Unternehmen können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden.

Die Bearbeitung orientiert sich an den konkreten Bedürfnissen des Unternehmens und erfolgt durch Moderation von internen Problemlösungsgruppen sowie die Entwicklung von Organisationsabläufen. Bei Bedarf werden Detailpläne für verschiedene Bereiche des Betriebes wie Bauleitung, Beschaffung oder Kundendienst erstellt und die optimierten Abläufe in Verfahrens- und Arbeitsanweisungen festgehalten. Denkbar sind auch interne Mitarbeiterschulungen. Je nach Bedarf sind für die Umsetzung zwischen sechs und acht Beratungstage anzusetzen.

Betriebsgröße

Eigenanteil/Tag

Gesamt

unter 5 Mitarbeiter

200 DM

2400 DM

5 - 10 Mitarbeiter

250 DM

3000 DM

10 - 20 Mitarbeiter

300 DM

3600 DM

über 20 Mitarbeiter

350 DM

4200 DM

Erfolgskontrolle selbstverständlich

Den dritten und abschließenden Teil des gesamten Beratungskomplexes bildet die Erfolgskontrolle. Sie erfolgt, je nach Beratungsschwerpunkt, durch eine Befragung der Mitarbeiter und/oder der Kunden des Unternehmens. In Anlehnung an Qualitätsmanagementsysteme können auch interne Audits erfolgen. Schließlich werden die Ergebnisse des Projektes präsentiert, wobei besonderes Gewicht auf Maßnahmen und Empfehlungen gelegt wird, die die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens langfristig verbessern.

Start noch in diesem Jahr

Bereits in diesem Herbst soll das auf zwölf Tage Beratungsdauer kalkulierte Projekt in vier SHK-Betrieben starten. Durch die finanzielle Unterstützung der Raab Karcher Energieservice GmbH werden die Kosten für den beteiligten Betrieb auf ein Minimum reduziert, wobei natürlich auch die Betriebsgröße eine Rolle spielt. Ausgehend von zwölf Tagen entstehen folgende Kosten:

Die Förderung eines solchen Projektes begrüßt der ZVSHK vor allem deshalb, weil speziell kleine und mittlere Handwerksbetriebe in schwierigen Zeiten kaum die Mittel aufbringen können, ein langfristiges und damit kostenintensives Beratungsprojekt zu finanzieren. Die Erfahrung zeigt jedoch, daß gerade solche Projekte wirkliche Veränderungen und nachhaltige Erfolge mit sich bringen.

Interessenten gesucht

Bereits in wenigen Wochen sollen die ersten vier geförderten Beratungsprojekte beginnen. Unternehmen, die daran teilnehmen möchten, wenden sich an das
Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks e.V.
Geschäftsstelle Potsdam
An der Pirschheide 28
14471 Potsdam
Tel.-Fax: 0331-972603

Sra


Hamburger Abwassertag

Gebäude- und Grundstücksentwässerung:

Wer Anlagen zur Gebäude- und Grundstücksentwässerung bauen oder instand halten will, muß sich auf strenge Anforderungen und Regeln einstellen. Vorreiter auf diesem Gebiet ist die Hansestadt Hamburg mit ihrem weithin als beispielhaft angesehenen Abwassergesetz. Es ist Thema des Hamburger Abwassertages 98 am 3. Februar 1998.

Unter unseren Füßen tickt, bildlich gesehen, eine ökologische Zeitbombe: Aus Millionen Kilometern schadhafter Abwasserkanäle sickern unvorstellbare Mengen an schmutz- und schadstoffbelastetem Abwasser in den Boden und gefährden das Grundwasser. Eine Ursache dafür ist das Alter vieler Abwasserleitungen, eine andere die unsachgemäße Verlegung von Rohren und Anschlüssen, vor allem auf privaten Grundstücken.

Die 1. Abwasserfachliche Aussprache in Mannheim war Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Thema "Gebäude- und Grundstücksentwässerung".

Auftrag für Fachbetriebe

In vielen Kommunen gilt deshalb schon jetzt, daß solche Arbeiten nur von qualifizierten und zugelassenen Fachfirmen ausgeführt werden dürfen. Hobby-Handwerker und Häuslebauer machen sich strafbar, wenn sie selbst Hand an Abwasserleitungen legen. Das Problem: Oft gelten von Ort zu Ort ganz unterschiedliche Bestimmungen, oder wie in Berlin beispielsweise, sogar von Stadtbezirk zu Stadtbezirk.

Damit besteht auch für die SHK-Betriebe, die entsprechende Aufträge durchführen wollen, ein Informations- und Klärungsbedarf über ihre Rechte und Möglichkeiten. Aber auch Städte und Kommunen sind auf der Suche nach realistischen Möglichkeiten, ihren Verpflichtungen als verantwortliche Auftraggeber und Zulassungsinstanzen nachkommen zu können.

Das Beispiel Hamburg

Die bisher wohl schlüssigste Lösung hat die Hansestadt Hamburg mit ihrem Abwassergesetz gefunden. An der zugehörigen Durchführungsverordnung wirkten, neben dem SHK-Fachverband Hamburg und der Überwachungsgemeinschaft Technische Anlagen der Handwerke (ÜWG), auch der ZVSHK mit. Aus diesem Grund wurde Hamburg auch zum Ort der zweiten abwasserfachlichen Veranstaltung des ZVSHK gewählt, die unter dem Namen "Hamburger Abwassertag 1998" am 3. Februar 1998 im Congreß Centrum Hamburg - CCH - stattfindet. Mitveranstalter ist der SHK Fachverband Hamburg.

Begleitet von einer Fachausstellung findet ein umfangreiches Tagungsprogramm statt. So wird ein Vertreter der Hamburger Umweltbehörde die Ziele der Novellierung des Hamburger Abwassergesetzes erläutern. Wie diese erreicht werden können, ist Thema dreier Referate, die sich mit der Fachbetriebspflicht nach dem neuen Hamburger Abwassergesetz und deren Umsetzung in die Praxis beschäftigen.

Programm:

Dienstag, 3. Februar 1998

9.00 Uhr

Fachausstellung

10.00 Uhr

Begrüßung und Vorstellung des Hamburger Abwassergesetzes

10.30 Uhr

Die Fachbetriebspflicht nach dem neuen Hamburger Abwassergesetz und deren Umsetzung in die Praxis

  • Vorstellung der neuen Fachbetriebsverordnung Hamburg
  • Die praktische Umsetzung dieser Verordnung
  • Vorstellung der Zertifizierungsorganisation

12.00 Uhr

Podiumsdiskussion

14.00 Uhr

Neuerungen im technischen Regelwerk für Gebäude- und Grundstücksentwässerungen nach DIN 1986

14.30 Uhr

Dichtheitsprüfungen von Grundleitungen

15.20 Uhr

Geeignete Sanierungsverfahren für undichte Grundleitungen

16.00 Uhr

Podiumsdiskussion

18.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Neues Regelwerk

Einen steigenden Stellenwert in der täglichen Praxis wird auch die Überarbeitung des technischen Regelwerks der DIN 1986, Gebäude- und Grundstücksentwässerungen haben. Diesem Thema ist deshalb ein eigenes Referat gewidmet, ebenso wie der in Zukunft obligatorischen Dichtheitsprüfung für Grundleitungen. Schon jetzt ist abzusehen, daß Grundleitungen in Zukunft nicht mehr unterhalb der Bodenplatte eines Gebäudes verlegt werden dürfen, da hierbei weder die Durchführung einer ordnungsgemäßen Dichtheitsprüfung, noch eine eventuell erforderliche Sanierung unter vernünftigen Bedingungen möglich ist. Als Alternative bieten sich freiliegende und leicht zugängliche Sammelleitungen an.

Das Programm, die Einladungen sowie Anmeldeformulare für die Veranstaltung wird bei den Landesfachverbänden in Kürze vorliegen. Interessierten Fachbetriebsinhabern wird in jedem Fall empfohlen, sich den Termin der Veranstaltung freizuhalten.


Ganzheitliches Marketing

Pilotseminar

Sie sind gut => Sie wollen besser sein!
Sie haben Ideen => Sie wollen sie umsetzen!

Dies ist Ihre Chance!

Das Berufsförderungswerk des SHK-Handwerks hat in Zusammenarbeit mit Uni Marketing ein ganzheitliches Schulungskonzept Marketing entwickelt.

In zehn - je ein Wochenende umfassenden - Modulen werden handlungs- und kundenorientiert:

Ort:

Das Schloßhotel "Prinz von Hessen", Friedewald, bietet mit seinem außergewöhnlichen Ambiente den passenden Rahmen für zielgerichtete erfolgsorientierte Kreativität.

Seminargebühr:

Dank der Sponsoren Ruhrgas AG und der Cordes & Graefe Gruppe kann das gesamte Schulungspaket (zehn Wochenenden) für das Pilotseminar zum einmaligen Sonderfestpreis von 3500,- DM angeboten werden.

Beginn:

4. und 5. Oktober 1997 (bis April 1998)

Um die Effizienz dieser Maßnahme zu gewährleisten ist die Teilnehmerzahl auf maximal 20 Personen begrenzt!

Anmeldung und Info:

Zentralverband SHK, Abt. Berufsbildung St. Augustin
Tel.: 02241/29056-58
Fax: 02241/21351


ZVSHK-Terminkalender

1997

Datum

Veranstaltung

25. September 1997

Sachverständigen-Seminar für Kachelofen- und Luftheizungsbauer, Kleinmachnow.

26./27. September 1997

6. Brandenburger Seminar für Kachelofen- und Luftheizungsbauer, Kleinmachnow.

1998

Datum

Veranstaltung

21. bis 28. Februar 1998

7. Internationales Fortbildungsseminar für das
SHK-Handwerk, Teneriffa.

15./16. Mai 1998

Deutscher Kachelofenbauertag, Heidelberg.

11./12. Juni 1998

11. Erdgasforum, Berlin.

2./3. Oktober 1998

23. Deutscher Kupferschmiedetag, Würzburg.

12./13. November 1998

9. Deutscher Klempnertag, Kassel.


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